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2 Antworten

Das klingt doch schon nach einem guten Ansatz. Hier noch ein paar Punkte, die du vielleicht noch zu Ende denken musst, wenn du es noch nicht hast:

  • Was für besondere Fähigkeiten hat dieses Schattenkind denn? Wahrscheinlich hast du hier schon einige Ideen gesammelt.
  • Woher stammt die Prophezeihung? Von jemandem, der in die Zukunft sehen kann? Und warum hat genau sie diese Fähigkeiten erhalten? Stammt sie von einer Blutlinie ab? Mit einem "weil es so ist" bin ich bei Geschichten nicht zufrieden.
  • Was war Lithils Motiv, sich für das Böse zu entscheiden? Es muss etwas sein, dass sie dazu gebracht hat, Menschen zu töten. Also eine starke Entschlossenheit. Nur faule Autoren machen eine ihrer Figuren des Bösens willen zum Bösen. Um einen tiefgründigen Charakter zu erschaffen, musst du dir über dessen Ansichten, Motive und Ideale bewusst sein. Du musst dich in ihn hineinversetzen können und seine Gedankengänge glaubhaft schildern. Das kann dir nur gelingen, wenn du die Person genau kennst.
  • Wie kann der Krieger eine so starke Überzeugung wie die von Lithil ins Wanken bringen? Schafft er es, dass sie bereut, was sie getan hat? Bitte mach es nicht so, dass sie nur die Seite wechselt, weil sie sich in ihn verliebt hat. So lässt du sie erscheinen wie ein naives Mädchen, das tut, wonach ihm der Sinn steht und nicht über die Folgen nachdenkt. Die sich nicht einmal bewusst ist, was ihr Handeln angerichtet hat. Das ist kein Charakter, in den man sich hineinversetzen, geschweige denn mögen kann.

Ich hoffe, ich konnte dich ein wenig weiterbringen. Es ist gut, dass du dich durch nichts von deinem Plan abhalten lässt. Dir ist bewusst, dass es viel Durchhaltevermögen braucht, um ein Buch zu schreiben und du scheinst es trotzdem zu wollen. Das ist ein guter Anfang.

Ich wünsche dir noch viel Spaß beim Schreiben^^

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Ich schließe mich Wolfnight an. Vor allem in dem Punkt mit dem plötzlichen Sinneswandel. Wenn sie zuvor bereitwillig die Waffe des Bösen ist, wirkt es seltsam, dass sie sich auf einmal Hals über Kopf in einen der Guten verliebt und alles stehen und liegen lässt, um bei ihm zu sein. Sollte sie die Seite wechseln würde sie mit Sicherheit wieder eingesperrt werden, um sicher zu gehen, dass sie sich nicht doch wieder umentscheidet, oder nur wieder als Waffe benutzt werden, was nicht unbedingt viel besser ist.

Wenn er ihr auf einmal nicht mehr aus dem Kopf geht, würde ich, so wie sie bisher auf mich wirkt, erwarten, dass sie nicht an Liebe denkt, sondern vor allem aus Neugierde ihn heimlich aufsucht, Fragen stellt. Es müsste eine Weile dauern, bis sie zu dem Schluss kommt, dass es mehr als das Böse gibt. Vorher hat sie sich schließlich nicht überzeugen lassen, warum dann jetzt auf einmal? Was ist anders?

Momentan ist sie mir mit anderen Worten zu flatt als Charakter. Ich habe mich die ganze Zeit über gefragt, wer eigentlich die Hauptperson ist, wem man folgt in der Handlung. Ich vermute mal, dass sie das sein soll, allerdings braucht sie dann unbedingt Motivation für ihre Handlungen!

Abgesehen davon klingt es als Zusammenfassung schon ganz gut. Ich frage mich ein wenig, was genau man später zu lesen bekommt, welche Teile wie ausführlich beschrieben werden und so weiter, aber das ist alles eine Frage der Umsetzung. Die Geschichte hier hat denke ich schon Potential.

Viel Spaß beim Schreiben.

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