Meinung zu Fantasy Geschichte?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Eieiei, du hast es aber mächtig eilig. Innerhalb von nicht einmal zwei Taschenbuchseiten stürmst du durch zahlreiche Schauplätze. Sie wacht auf, anziehen, Frühstück mit den Eltern, zurück ins Zimmer, ab in den Garten - und genau genommen passiert nirgends etwas.

Es sind immer wieder Momente dabei, in denen du eine Szene anreißt, aber bevor irgendetwas daraus wird, scheuchst du deine Protagonistin weiter.

Von allem erfährt der Leser nur Bruchteile. Es findet kein Dialog statt, der das ein oder andere Verhältnis zwischen den Charakteren beleuchten würde, die Umgebung bleibt völlig der Phantasie des Lesers überlassen.

Wir lernen auch die Protagonistin nicht kennen. Du gibst ein paar grobe Informationen, es wird ein wenig gejammert über die Zwangsheirat, aber eine Reaktion darauf deutet sich nicht an.

Du hast das sicher alles in deinem Kopf, aber wenn du deine Welt nicht in Worte fasst, kannst du sie niemandem vermitteln. Diese kurzen Absätze sind nicht dazu geeignet, den Leser in eine Welt eintauchen zu lassen. Einen Protagonisten, den wir nicht kennenlernen, schließen wir nicht in unser Herz. Bestenfalls greifst du mit den gegebenen Informationen ein paar Teenager ab, die sich von ihren Eltern bevormundet fühlen.

Die gute Nachricht: Schreiben ist wie vieles andere auch Übungssache. Nimm einmal ein paar vernünftige Bücher zur Hand, von seriösen Publikumsverlagen publizierte Autoren, kein Wattpad, keine Selfpublishing-Ergüsse. Schau dir an, wie Autoren, von denen Menschen glauben, ihre Texte wären gut genug, um damit Geld zu verkaufen, Szenen aufbauen, Umgebungen beschreiben, Charaktere einführen, uns in die Gefühlswelt dieser Charaktere eintauchen lassen, eine Handlung vorantreiben. Und dann lies dir noch einmal deinen Text durch.

Strukturiere deine Gedanken, plotte deine Handlung. Füll deine Szenen mit Leben. Prompt werden aus einem Absatz mehrere Seiten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Lili0484
14.07.2016, 11:24

Genau so wollte ich es auch sagen :)

1

Im großen und Ganzen nicht schlecht. Trotzdem gibt es einige Stellen an denen mich mit den Zähnen geknirscht habe. 

Zum einen geht alles furchtbar schnell, es liest sich alles in einem hechelnden Atemzug herunter und im grunde weiß man danach recht wenig. 

Es ist schön, dass du z.b. ihr Alter als eine nebensächliche Information verraten hast und nicht in der klassichen Steckbriefversion alles wissenswerte (oder auch nicht) hingeklatscht hast. Trotzdem hättest du das ausweiten können, z.b. durch ein Gespräch am Tisch mit ihren Eltern. Dabei hättest du ihre Gefühle und Gedanken über die Hochzeit hervor bringen können und auch einen ersten Einblick in die Motive der Eltern geben. 

Versuche dir im gesamtem mehr Zeit zu lassen und alles ein wenig tiefer auszubauen. Du schrammst genau an der Oberfläche vorbei und dabei muss die Figur dem Leser so bekannt werden, als wäre es man selbst, sodass man mit fieberz und mitfühlt. 

Übung macht den Meister, also einfach noch einmal versuchen und auch mal als beispiel gute Bücher lesen, um zu sehen, wie die Großen das machen.  

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Abgesehen von den handwerklichen Mängeln, die schon durchgeackert wurden, nehme ich mich mal der Thematik an.

Was alle Anfänger- und schlechte Autoren gemeinsam haben (und Anfänger sind auch immer schlechte Autoren – so ist das halt beim Anfangen), ist fehlender Content. Es gibt nichts, worüber es sich zu schreiben lohnte.

Das beobachtet man bei Servicejournalisten, wenn sie paraphrasieren, was zwei Tage zuvor in einer richtigen Zeitung gestanden ist. Man sieht es aber auch bei Schreibanfängern: Die Handlung ist ein Klischee, die Figuren sind ein Klischee, alles miteinander ist flach und spottet der im Gegensatz komplexen Eindimensionalität. Aus diesen Prämissen kann gar nichts Gutes erwachsen.

Dein Protagonist ist eine Prinzessin (auch Herzogstöchter sind Prinzessinnen, v.a. wenn sie so prinzessinnenhaft wie 1 sind). Und zu allem Unglück auch noch eine vom Typ Rebellin.

Wenn du schon etwas historisch Anmutendes schreiben willst, dann solltest du daran nicht mit der Mentalität einer gleichberichtigten Frau aus dem 21. Jahrhundert gehen. Warum verheiraten Herzöge ihre Töchter? Manno, die haben doch eh genug Geld! Dein Protagonist wirkt naiv und macht alles, außer eine Bindung zum Leser aufzubauen. 

Wir haben schon so oft von feministischen Prinzessinnen gelesen, dass es eigentlich genug ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von JaneKirkwood
14.07.2016, 20:35

Sehe ich genau so... Es ist eine schöne Geschichte aber ziemlich Klischeehaft und nicht ausgearbeitet. Wäre eigentlich schön etwas über ein Mädchen zu lesen, dass sich dem Jahrhundert und den Regeln gegenüber verhält, den Eltern keine Vorwürfe macht und sich ihnen gegenüber positiv zeigt, aber innerlich daran zerbricht. Und dann müsste eine Wende kommen. Irgendetwas passiert, weshalb sie auf dem Alltag und ihren Wertvorstellungen gerissen wird und sie findet sich quasi in einem neuen Abendteuer wieder. 

Ich weiß ja nicht was in der Geschichte noch kommt, aber auf jeden Fall sollte es einen Konflikt geben und das nicht nur mit anderen sondern auch mit sich selbst. 

Also auch wenn die Geschichte so gelassen und nur detaillierter ausgearbeitet wird, muss dann halt die Wende glänzen^^.

0

Eigentlich gefällt mir dieser kleine Abschnitt recht gut. Mir gefällt,  dass man direkt in die Handlung mithinein genommen wird. Außerdem bekommt man viel von den Gefühlen und Gedanken des Mädchens mit. Allerdings würde ich noch ein paar nähere Beschreibungen einfügen. 

Z.b würde ich die Stimmung beim Frühstück mit ihren Eltern ein wenig näher beschreiben. Merken die Eltern gar nichts davon, dass es ihrer Tochter schlecht geht oder sprechen sie es einfach nur nicht an? 

Oder auch das aussehen des Speiseraums. Essen sie in einem großen Saal, indem noch etliche anderer Leute Platz fänden(Das beeinträchtigt die Stimmung ja auch) oder in einem kleineren Raum an einem Tisch wo nur wenige Leute Platz nehmen können. 

Wie sieht der Pavillon aus? Ich stelle ihn mir so vor,  dass er aus weißem Holz gebaut und mit Efeu ranken überzogen ist. und vielleicht den Blick auf eine baumgruppe oder einen kleinen teich freigibt. (ist halt ein wenig klischeehaft) solche Beschreibungen würde ich an deiner Stelle noch einfügen, da dies die Geschichte ein wenig ruhiger werden lässt und man nicht so schnell von einem Ort zum anderen springt. 

(Das gilt natürlich nur, wenn das der Anfang der Geschichte und nicht z.b der Prolog ist, in einem Prolog kann es gerne mal ein wenig "schneller" zu lesen sein) 

Aber ich habe echt Lust darauf zu erfahren wie es weitergeht.

Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg beim schrieben. 

LG Lucy 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der Anfang ist super und ich konnte mir die wehrte Dame relativ gut vorstellen, ebenso wie ihren Verlobten (so einen will wohl niemand heiraten :)). Allerdings fehlt hier und da noch etwas.

Du könntest wörtliche Rede einbauen, sowie genauere Gedanken einbauen. Vielleicht magst du die Portagonistin (oder generell alle Hauptfiguren, sofern es mehrere geben sollte) genauer vorstellen?!

Beispielsweise könnte sie sich mit ihren Eltern beim Frühstückstisch unterhalten und dabei darauf zurückkommen, dass sie diesen Herzogssohn nur ungern heiratet. Es könnte vielleicht im einem Streit zwischen Eltern und Tochter enden, woraufhin diese beleidig abzieht oder so. :D

Dies sind natürlich lediglich Vorschläge, wie und ob du deinen Anfang veränderst, liegt nur an dir. Dennoch hoffe ich, dir ein wenig weitergeholfen zu haben.

Alles Liebe, May c:

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Also es sind einige Grammatikfehler drin z.B. hier: Zeichnen war eines der wenigen Dinge, das ihr Trost spendete   Es muss heißen   Dinge, ihr Trost spendeten. Und außerdem würde ich deinen Text durch wörtliche Reden oder Gedanken aufpeppen. Noch ein Tipp, lass die Sachen weg, die offensichtlich sind. Man erzeugt mehr Spannung, wenn man z.B. so schreibt: Doch plötzlich blieb sie abrupt im Türrahmen stehen. Ihr geliebtes Tagebuch lag nicht mehr auf der Kommode. In dunkler Vorausahnung machte sie auf dem Absatz kehrt.
Statt: Ihr Tagebuch lag nicht mehr auf der Kommode. Sicherlich hatte ihr kleiner Bruder es geklaut und würde jetzt all ihren Freunden ihre tiefsten Geheimnisse erzählen.
Aber im Schreiben wird man immer besser, je mehr man übt :)
Das Wichtigste ist, dass man eine gute Handlung und die Charaktere vor dem Buch schreiben geplant hat!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Sieht gar nicht mal schlecht aus, aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich nur Abends On komme und dann direkt deine Frage sehe in den letzten Fragen die gestellt wurden.

 Die Geschichte ist schon mal gut, jedoch hätte ich die Namen bereits eingefügt. 

Könntest du mir sobald die Geschichte vollendet ist, diese dann senden?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von 0TheOtherOne0
14.07.2016, 01:26

Ja, aber das wird noch lange dauern, da ich heute den ganzen Abend nur schon am ersten Teil gefeilt habe. Der ist etwa doppelt so lange wie dieser Ausschnitt hier. Aber kann ich machen, wenn ich fertig bin. Und mit den Namen bin ich mir immer noch nicht sicher. Das füge ich später ein.

Und ich weiss nicht, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, aber dafür konntest du mir zwei mal helfen :)

0

Was möchtest Du wissen?