Meint ihr es gibt irgendwo da draußen Außerirdisches spezielles Leben Gibt´s den Tod und Gott, Eure Meinungen dazu gesucht?

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9 Antworten

Fast alle Menschen können sich sehr gut vorstellen, daß Computerprogramme auch auf einem anderen Rechner laufen können, wenn der eigene Rechner seinen Geist aufgibt.

Weiterhin können sich fast alle Menschen sehr gut vorstellen, daß die in Computerprogrammen enthaltenen Algorithmen auch dann ihre Gültigkeit behalten und notfalls auch auf völlig andere Weise umgesetzt werden können, wenn ein Computer nicht zur Verfügung steht.

Viele Menschen können sich ebenso vorstellen, daß Bewußtsein quasi "von selbst" entsteht, wenn ein passender Klumpen biologischen Materials vorhanden ist.

Es gibt aber offensichtlich relativ wenig Menschen, die sich vorstellen können, daß sich menschliches Bewußtsein oder auch Bewußtsein schlechthin ggf. auf ganz andere Weise entfalten kann, wenn ein biologischer Körper nicht mehr zur Verfügung steht.

Was ist es nun, das bewirkt, daß man sich manches vorstellen kann und anderes überhaupt nicht? Ist das, was real möglich ist, wirklich davon abhängig, ob wir uns so etwas vorstellen können?

Hier zeigt sich ein besonderes Problem. Wir haben einerseits für alles mögliche ein gewisses Maß an Glauben. Doch schon der Umstand, daß wir hin und wieder auch das Gegenteil von etwas für theoretisch möglich halten, ist gleichzeitig der Zerstörer von Glauben, und andererseit kann Glauben an etwas erst gar nicht entstehen, wenn wir es nicht für möglich halten.

Erst, wenn man sich über solche geistigen Funktionen mehr Klarheit verschafft, verrutschen einige Grenzen, durch die unsere Logik oftmals stark behindert wird.

Ich halte es für den besseren Weg, die Betrachtungen relativ zu bewerten:

Relativ zu der physikalischen Denkweise gibt es den Tod in seiner Bedeutung für das Ende unseres (physikalischen) Lebens. Doch relativ zu der Denkweise, daß die Dinge in ihrem Innersten reine Energie sind oder auch reiner Geist, und unter Mitberücksichtigung des Grundsatzes der Energieerhaltung gibt es den Tod nicht.

Relativ zu der Denkweise, daß der Mensch das Höchste von allem ist, kann es keinen Gott geben. Relativ zu der Denkweise, daß der Mensch nur das durch etwas Höheres (entweder willentlich Verursachte oder auch des zufällig Entstandene) ist, gibt es einen Gott, zumindest, wenn man Gott mit Ursache gleichsetzt oder auch in Ermangelung eines passenden Begriffs oder einer passenden Vorstellung die Bezeichnung "Dingsbums" wählt.

Genauso verhält es sich mit der Bewertung, ob es außerirdisches Leben gibt oder nicht.

Was ist Leben? Ich meine, das ist etwas, was ein Bewußtsein hat und willentlich eine Wirkung ausübt. Der Umstand, daß wir auf etwas noch nicht gekommen sind, kann nicht als Beweis dafür herhalten, daß es etwas gibt oder auch nicht gibt.

Was wäre, wenn wir als einzelne Person viele Milliarden mal größer wären als das restliche Universum? Wäre es da nicht denkbar, daß wir dann vielleicht sogar enkennen würden, daß das gesamte Universum ein Lebewesen ist?

Unser eigener Körper enthält ebenfalls recht viel "totes" Material, daß aber dennoch unverzichtbar ist, damit der ganze Mensch lebensfähig bleibt. Ebenso setzt sich der Mensch aus vielen Lebensformen zu einem Ganzen zusammen. z. B. könnten wir ohne Darmflora nicht leben.

Selbst, wenn es sich herausstellen sollte, daß es keinen weiteren Planeten gibt, auf dem ein Leben, wie wir es kennen, möglich ist, kann nicht aussgeschlossen werden, daß es auch anderenorts Leben gibt, wie wir es (noch) nicht kennen.

nax11 27.02.2017, 16:44

Du bist ein Philosoph! - Exzellente Überlegung!

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Den Tod gibt es sicher .. hab ich schon gesehen 

Gott und Ausserirdischen bin ich nicht begegnet, was kein Beweis ist,
aber die Wahrscheinlichkeit, dass sich sowas wie auf der Erde in 10 Millarden von Jahren in 2000 Milliarden Galaxien mit jeweils hunderten Milliarden Sternen einzigartig wäre ist wohl eher nicht gegeben.

Die Wahrscheinlichkeit dass wir oder unsere Nachfahren anderen Zivilsationen begegnen, ist dagegen eher gering: wenn man überlegt, dass nur innerhalb unsere Milchstrasse mit einer Ausdehnung von 100.000 Lichtjahren eine Interaktion, auch mit nahe Lichtgeschwindigkeitsreisen auf wenige Nachbarsterne reduziert, in 20 lichtjahren Radius gibt es ca. 100, in 50 Lichtjahren 1000 Sterne (von den 100-300 Mrd der Milchstrasse)  

Die Frage ist nicht, ob es weiteres Leben gibt, sondern wie wahrscheinlich es ist. Wie wahrscheinlich hat ein Stern Planeten mit Wasser, Sauerstoff und Kohlenstoff, und Temperaturen bei denen sich eine Atmosphäre bilden kann ? Wie wahrscheinlich ist es, dass sich unter solchen Bedingungen Aminisäuren bilden und Leben entwickelt ? .. Wie wahrscheinlich dass sich intelligentes Leben entwickelt ? 

Nach den neuesten Entdeckungen sieht es danach aus, dass Planeten nicht die Ausnahme sondern die Regel sind, erdähnliche Bedingungen also nicht selten (1 : 1 Mio Sterne), sondern wahrscheinlich häufiger. Wie wahrscheinlich dass es dann Leben gibt .. auch hier tippe ich, dass einfache Formen wie in der Ursuppe der Erde fast automatisch entstehen .. die nächste Frage dann, ob der Zustand halbwegs stabil bleibt über lange Zeiträume, auf der Erde hat es 2,5 Mrd Jahre gedauert, von den ersten Bakterien/Einzellen bis zum Mensch. Andererseit haben sich die hochentwickelten Säugetiere in "nur" 300 Mio Jahren entwickelt ... 
Mit solchen Wahrscheinlichkeiten kann man jetzt experimentieren: Optimistisch also: jeder 100ste Stern hat einen passenden Planet, jeder 100ste davon entwickelt Leben, jeder 100st davon intelligente Zivilsationen. 
Pessimistisch: nur jeweils 1: 1Mio jeweils.

im ersten Fall hätte jeder Millionste (100 hoch 3) Stern intelligentes Leben, also allein die Milchstrasse 200.000 ! .. selbst das würde bedeuten, dass wir im 50 LJ Radis nur eine 1 Promille Chance auf intelligente Nachbarn hätten, aber um deren Existenz wahrzunehmen, müssten sie eine Zivilisation zufällig auch noch im gleichen winzigen Zeitfenster in dem die Menschheit existiert, entwickelt  haben, und dann noch eine so hochentwickelte Technik haben, dass sie Raumschiffe oder Sonden ins All schiessen:

Aber auch der Million hoch 3 Ansatz würde bei 2 Billionen Galaxien a 200 Mrd Sterne noch rechnerisch 400.000 Intelligente Zivilsationen im Universum bedeuten .. 

Ob es außerirdisches Leben gibt, ist nicht mehr die große Frage in der Wissenschaft. Dieses zu entdecken, ist nur noch eine Frage der Zeit.

Letzte Woche gab die NASA z.B. bekannt, sie habe 7 erdähnliche Planeten gefunden, davon 3 in der habitablen Zone, wo es flüssiges Wasser gibt. 2018 wird ein Teleskop hochgeschossen, das die Atmosphäre extrasolarer Planeten untersuchen kann. Dann wissen wir bald mehr.

ChriPo78 27.02.2017, 11:05

7 erdähnliche Planeten... gibt es nicht, haben die Medien mal wieder übertrieben -- erdähnlich sind Planeten ja eben nur dann wenn sie in der Habitablen Zone sind.

Richtig hätte es heißen müssen, Hubble hat 7 neue Planten entdeckt darunter 3 Erdähnliche - glaub so stand es auch im Wissenschaftsmagazin.

das 2018 geplanten Teleskop "Webb" soll Hubble ersetzen - Es dringt von allen bisherigen teleskopen am Weitesten in die Galaxie vor und soll neue Planeten entdecken, neue Galaxien - Von speziellen Untersuchungen über die Atmosphäre von extarsolaren Planeten, sagte die NASA nix... das kann übrigens auch kein Teleskop oder konnte das Hubble? Webb brauch nur weit und scharf gucken können, mehr nicht.

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Hamburger02 27.02.2017, 11:21
@ChriPo78

erdähnlich bedeutet, es handelt sich um einen Gesteinsplaneten in etwa der Erdgröße. Das hat nichts mit habitabler Zone zu tun.

Und natürlich spricht die NASA selber darüber, dass mit dem neuen Teleskop eine Spektralanalyse des eingefangenen Lichts möglich sei, sodass die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre ermittelt werden kann.

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Die Wahrscheinlichkeit, dass es im Universum kein weiteres Leben außer unserem gibt, ist deutlich geringer als die, dass es welches gibt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es einen Gott gibt, ist potentiell dazu um ein Vielfaches geringer, tendenziell gegen Null.

zu den Aliens:

mit sicherheit! das Universum ist einfach viel zu groß, als dass es dort nur auf unserer klitzekleinen Murmel leben geben kann.... in den meisten fällen dürften es irgendwelche "niederen" lebensformen sein. aber auch höher oder höchst entwickelte lebensformen sind denkbar. möglich dass sie uns ähnlich sind, aber genau wie wir... da stehen die chancen recht schlecht zumal ja auch die genauen äußeren parameter wie sonneneinstrahlung, dauer der jahreszeiten, klimatische verhälitnisse im allgemeinen oder die schwerkraft genau gleich sein müssten. wirklich minimalste abweichungen der schwerkraft hätten schon enorme auswirkungen auf unseren bzw. deren körperbau...

Zum tod:

den Tod gibt es. allerdings nicht in form irgend einer gestalt sondern einfach in der form, dass eben alles was geboren wird auch einmal stirbt. das ist ein unveränderliches naturgesetz und auch gut so... unser planet würde überqulillen, wenn niemand mehr stirbt. abgesehen davon gäbe es auch kaum rohstoff für neue menschen...

zu gott:

beweisen kann ich seine existenz nicht. aber auch nicht beweisen, dass es eben keinen gibt. also glaube ich. denn wie heißt es doch so schön: in dubio pro reo... abgesehen davon sehe ich keinen grund, warum wasser, die verbindung aus wasserstoff und sauerstoff, der quell alles lebens so merkwürdige physikalische eigenschaften hat z.B. seine größte dichte bei 4°C also ist das für mich eines der wichtigsten indizien für die existenz einer höheren macht.

lg, Anna

Ein bisschen viel für eine Frage. :-)

Ich gehe angesichts der großen Anzahl von Sternen, Planeten und Monden davon aus, dass auf einer ganzen Menge anderer Himmelskörper Leben existiert. Ob es auch andere Zivilisationen gibt, ist dann eine andere Frage. Ich gehe jedoch davon aus, dass selbst wenn es sie gibt wir niemals Kontakt zu ihnen haben werden. Dafür sind die Entfernungen einfach zu groß.

Den Tod gibt es selbstverständlich. Ob es auch ein Leben danach gibt, weiß ich nicht. Aber ich würde gern daran glauben.

Von der Existenz einer höheren Macht (Gott) bin ich überzeugt und glaube fest daran. Dafür ist in meinem Leben bereits zu viel passiert, als dass ich noch an Zufälle glauben kann.

Ausserirdische gibt es 100%tig, nur sind sie evtl. sehr weit weg..
Gott gibt es ganz sicher nicht.

Die Wahrscheinlichkeit für weiteres Leben im Universum ist aufjedenfall größer als die Chance ein Lotto-Millionär zu werden.

Natürlich gibs den Tod... das entgültige Ende des Seins.

Gibt es Gott? 

Ich denke nicht das es eine astrale Figur mit magischen Fähigkeiten gibt die irgendwo zwischen Raum und Zeit sitzt und die Geschicken im Universum und sogar jeden einzelnen Menschen Höchst persönlich lenkt.

Gott ähnelt mir ein wenig zu sehr einer Theorie... man kann nicht beweisen das es Ihn gibt, man kann aber auch nicht beweisen das es Ihn nicht gibt --> Genauso wie der Big Bang Theorie oder String Theorie.

Zudem schmeckt s mir einfach nicht, das die Pfaffen und das ganze religions gedönst, sich an den Glauben anderer bereichert... keine andere Vereinigung ist Vermögender und Einflussreicher... denke nicht das dies laut Bibel nach Gottes wille ist.

Ich werde das erst mit ja oder nein beantworten wenn ich mir zu 100% sicher bin.

Das wäre wohl bei Aliens erst wenn einer vor mir steht und bei Gott werde ich es nach meinem Ableben erfahren (oder eben auch nicht, sollte einfach nichts sein)

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