Meint ihr auch, dass sich die Einstellung zum Sex sich geändert hat, eben eher negativ / abwertend / nicht mehr wertschätzend?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Es gibt immer "so'ne" und "solche". Auch in der heutigen Zeit gibt es viele junge Leute, die ganz bewusst versuchen, solchen oberflächlichen Bettgeschichten aus dem Weg zu gehen.

Aber neu ist das alles nicht. 1968 entstand die love & peace Generation, die ganz bewusst sämtliche Wertvorstellungen ihrer Eltern wie Treue, Heiraten und erst recht Monogamie über Bord warfen, Jeder-darf-mit-Jedem-Kommunen gründeten und das ganze am Besten noch auf Droge...

Gott sei Dank hat sich dieses Modell dann doch nicht durchgesetzt. Viel bedenklicher, als dass man sich heutzutage wieder ein Stück weit von den traditionellen Werten entfernt, finde ich allerdings, dass Teenager (z.B. hier bei gf.n) ausschweifend schwadronieren über Analsex, Dreier, Pornos und was-weiß-ich, es ist, als würde man nur ernst genommen werden, wenn man schon ganz am Anfang alles erlebt hat, wo sich andere Generationen im Laufe von Jahren bis Jahrzehnten herangetastet haben. Weiß nicht so recht, was ich davon halten soll....

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Katzenschubser 28.08.2016, 09:21

Sehe ich auch. Sie wollen alles, jetzt, sofort und dafür geben sie auch bewusst / unbewusst Werte und Verantwortung auf. Ich finde dann, dass sie dann eher seelisch, körperlich und gefühlsmäßig vorbelasstet sind ( alles abgenutzt ) und nie dadurch etwas Besonders / wertvoll erachten sondern nach Steigerung suchen / nach einen neuen kick, der eben nicht nur ein Partner ihnen geben könnte und somit wechseln sie weiter.

0

"früher war alles besser" - diese leier ist schon über 2000 jahre alt.

was du für "werte und moral" hältst, nenne ich gruppendruck und prüde.

ich finde es z.b. überhaupt nicht moralisch wertvoll, wenn uneheliche kinder oder ledige mütter von der gesellschaft ausgegrenzt werden, auch wenn sich die ausgrenzer dabei hochmoralisch vorkommen.

es ist auch noch nicht so lange her, dass vergewaltigung in der ehe bestraft wird - davor war es einfach recht und nicht moralisch verwerflich, sich zu nehmen, was man wollte; dabei brauchte man sich nicht mal egoistisch vorkommen, obwohl das heute anders gesehen wird.

es hindert dich keiner, dir für deine wertvorstellungen den richtigen partner zu suchen. aber verurteile andere nicht, nur weil sie anders denken als du.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Katzenschubser 28.08.2016, 09:34

Du nimmst bsp wie ausgrenzung von unehelichen kindern, vergewaltigung als argumentiergrund dafür, dass ich die Frage im raum stelle, ob nicht durch frühes und ausschweifenes Sexleben, was anscheinend idealisiert wird, zum Werteabbau führt ? Echt schwach von dir :D

Soll doch jeder machen was er will, aber ich hab eben die Meinung, dass wenn es früh an nur um sex geht und man sich dabei liebe einredet, die Menschen körperlich wie seelisch voll abgenutzt werden und somit nichts mehr besonderes in sex sehen, was diese eigendlich ist, wenn man einen Partner liebt.

und dadurch, dass die menschen abgenutzt sind, begnügen sie sich nicht mehr mit dem einfachen, weil es besonders ist sondern wollen immer steigerungen, die eben nicht nur ein Partner geben kann und daher wechselen sie immer weiter ( ausnahmen gibt es immer wieder )

0
Schokolinda 28.08.2016, 10:26
@Katzenschubser

Echt schwach von dir :D

war klar, dass so was von dir kommt - mit bewertungen hast du´s ja, wie man deiner frage ansieht. liegt dir wohl, dich über andere zu erheben, indem du dich selber als den goldstandard ansieht.

und man sich dabei liebe einredet

eine reine behauptung von dir - wenn man etwas netter wäre, würde man nicht sagen "die menschen rechtfertigen ihr falsches handeln durch selbsttäuschung", sondern "die leute tun etwas, weil sie sich über ihre gefühle geirrt haben".

wenn du dich von jemandem ausgenutzt fühlst, solltest du das mit dem betreffenden klären. die welt zu verteufeln hat noch keinem geholfen.

0
baehrchen2 28.08.2016, 09:38

@ Schokolinda: Du sprichst hier von Verurteilung, aber genau das ist Teil des Problems: Wer sich nicht auf jede sexuelle Spielart einlässt, wer von seinem Partner Treue erwartet oder vielleicht sogar in Richtung Heirat und Familie gründen schielt, der wird nämlich verurteilt. Und zwar als prüde, genau so, wie du es in deiner Antwort schreibst. Wenn Eltern, die ihre Kinder gut kennen und wissen, dass ihr 15-jähriges Töchterlein es eben nicht so gut verträgt, wenn sie vom heißesten Typen der Schule erst flachgelegt und dann abserviert wird, diese eben schützen möchten, dann sind das gleich Moralapostel. Aber man darf eben nicht vergessen, dass der von dir erwähnte Gruppendruck von zwei Seiten kommen kann: Nämlich von den sogenannten Moralaposteln, aber eben auch von den Kids, die einen eben dann ausgrenzen, wenn man nicht schon mit 14 oder 15 schon alles mitmachen will und vielleicht alles erst mal ein bisschen langsam angehen möchte.

1
Schokolinda 28.08.2016, 10:30
@baehrchen2

der wird nämlich verurteilt.

keine ahnung, wie du auf den dampfer kommst. in meinem umkreis ist heirat/familie noch das ideal, das sich viele wünschen.

Wenn Eltern, die ihre Kinder gut kennen und wissen, dass i

leben heisst lernen z.b. wie es einem geht, wenn man sich vorschnell in beziehungen stürzt. kinder wollten schon immer ihre eigenen erfahrungen machen und eltern wollten sie schon immer vor negativen erfahrungen beschützen, was nicht geht und was auch nicht sinnvoll ist. ohne erfahrung wird man nicht erwachsen.

0

Werte und Moral ist das eine, die Lebenssituation ist das andere. Der Mensch denkt gerne, er wäre geleitet von Moral und Verstand, tatsächlich sind es die Umstände, die das Verhalten hervorbringen. In einer Welt, in der man sein Leben lang das Dorf nicht verlassen kann und tagein, tagaus schuften muss, ohne viel mehr damit zu erlösen als was für das blanke Überleben notwendig ist (Zeiten, die noch nicht so lange zurückliegen), hat man sich anders verpaart und das Leben eingerichtet, schlicht und einfach, weil es anders nicht gegangen wäre. Auch damals hat sich kaum jemand wirklich um die theologische Begründung der Monogamie gekümmert.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Katzenschubser 28.08.2016, 09:01

Aber heute lebt man ja fast auf den gleichen stand und dennoch wird sex leichtwertig verschwendet. Die meisten beginnen da auch sehr früh, da man allen suggeriert, dass ist voll ok dass man mit sex ab 14 beginnt.

Aber selten wird einem noch gesagt / gezeigt, dass liebe für sex wichtig ist und man die erst mit der sex verinnerlicht

0
Shiftclick 28.08.2016, 09:10
@Katzenschubser

Dass man heute früher Sex hat als vor 40 Jahren, halte ich für ein Gerücht. Das wird immer wieder behauptet, auch schon vor 10 oder 20 Jahren. Verlässliche Zahlen gibt es da aber leider nicht. Was soll die Formulierung bedeuten 'Sex wird vergeudet'? Man könnte auch sagen, Nahrung oder Zeit werden vergeudet. Sex ist nichts, das sich im luftleeren Raum ereignet. Die heutige Generation wurde von der vorigen erzogen und diese von der vorvorigen. Wenn es bestimmte Werte nicht mehr gibt, z.B. dass Schillers Glocke auswendig lernen wichtig wäre, Kopfrechnen oder Rechtschreibung, dann verschwinden sie eben sang- und klanglos, bis auf ein paar randständige Gruppen, die ein altes Weltbild tradieren. Natürlich ist Sex nichts besonderes. Wo in der aktuellen Wirklichkeit siehst du Hinweise darauf, dass das etwas anderes sein könnte, als zur Freizeitgestaltung gehörig?

1

Wer nur mit seinem Unterleib denkt, ist ein bedauernswerter Typ Mensch. Aber in Zeiten, wo es Sex an jeder Internetlaterne gibt, ist das auch kein Wunder.

Zwischenmenschliche oder überhaupt Werte allgemein sind im Sinkflug. Traurige Entwicklung......

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Katzenschubser 28.08.2016, 09:26

Klar sagen sich viele, sie suchen Liebe, aber es ist geheuchelt.

Sie haben die Liebe längst in Sex umgeschrieben und machen sich alles passend wie sie es brauchen

0
Nashota 28.08.2016, 09:31
@Katzenschubser

Wenn ich zwei Dinge gelernt habe in den letzten 30 Jahren, dann, dass der Mensch wie eine Maschine zu funktionieren hat und in "Störfällen" sofort aussortiert wird.

Und dass sich Egoismus, Narzissmus, Ignoranz und Arroganz wie die Pest verbreiten.

Man fühlt sich wie in einem Selbstbedienungsladen, wo sich jeder (ungefragt) nimmt, was er braucht. Oft ohne jede Rücksicht auf Verluste.

1

Ja, da hast Du ganz recht. Wir heiraten schon lange nicht mehr. Wir gehen jetzt immer in die Disco bis wir 75 sind sind, und sind dann 2 Wochen mit jemandem (nicht) zusammen.

Mir gefällt das. Und ich bin erst 64. Ich muss also noch ein paar Jahre in die Disco gehen und ca. 94 2-Wochen-Beziehungen führen. Ich freue mich darauf.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
AuroraBorealis1 28.08.2016, 08:57

selbst die paare, die sich fürs heiraten entschließen, hatten oftmals x-Partner vorher gehabt bzw halten die Ehen meist nicht, da sie eventuell wieder neue partner für sex / bespassung brauchen

1
Katzenschubser 28.08.2016, 09:04
@AuroraBorealis1

Meist fangen ja die Jugendlichen mit ihren sexkarrieren an. Was können solche Menschen denn dann noch von wertschätzung und besonderes beim Sex erzählen, wenn sie es x-fach mit x-dutzenden verschiedenen Menschen es gemacht haben ?

0
LuzifersBae 28.08.2016, 09:08

und warum muss Sex unglaublich besonders sein und NUR mit einem Partner? Was ist das für eine Logik? Wisst ihr, es gibt Menschen, die leben nicht gerne nach ihren Traditionen und es gibt Menschen die zwischen Liebe und Sex unterscheiden können. Menschen die hinterfragen und sich dem nicht anpassen ;) Nur weil er es anders tut, heißt es nicht direkt dass es moralisch gesehen falsch oder nicht normal ist. Kommt mal klar auf euer Leben und lasst jeden das tun, was sie selbst auch möchten ihr Möchtegern Jungfrauen.

1
Katzenschubser 28.08.2016, 09:16
@LuzifersBae

Es geht mir um das extreme ausleben, was schon im Teeniealter beginnt. Da wird meist sich Liebe eingeredet, damit es passt um sein erstes mal hinter sich zu bringen und dann geht es weiter.

Solche menschen sind in meinen augen zu abgenutzt um überhaupt noch etwas wirkliches zu fühlen / sehen / zu empfinden.

1

Warum sollte dies überhaupt schlecht sein?

Sex wurde erst dann als etwas schlechtes, unangemessenes angesehen, als die Weltreligionen bzw allgemein solch ähnliche Religionen auf die Welt kamen.
Denkst du ernsthaft das Höhlenmenschen erst geheiratet und dann gef.ckt haben? Haha.

Sex ist das NORMALSTE der Welt und ich verstehe einfach nicht wieso gewisse Menschen zB mit der Jungfräulichkeit übertreiben. Oder Menschen die oft sex haben hassen, nicht als normal ansehen. Oder eine Frau nicht wertschätzen, nur weil sie oft sex hatte, als wäre sie deshalb wertlos. Ja das kommt sehr oft vor und es ist einfach unglaublich solch' eine Denkweise.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Katzenschubser 28.08.2016, 09:09

Ich finde immer krass, dass die Extremen ausgelebt werden und eine Normalität suggerieren sollen ! Ich lasse hier mal die Kirche aussenvor....sondern sehe nur den Mensch als fühlendes Wesen.

Ich sehe einfach in wechselenen Partnern eine Abnutzung des körpers, der gefühle und der Seele. Irgendwann ist sie betäubt und spürt das Besondere nicht mehr.

Klar, jemand der seine Jungfräulichkeit idealisiert ist auch schräg, dem geht es eher um den Status als um das Besondere / wertschätzung / werte. solche Menschen hat man auch...

1

Was möchtest Du wissen?