Meinen Bruder interessiert nichts?

21 Antworten

Zuerst einmal- ich finde es toll, wie du dich einbringst und alles versuchst zu 'managen'!

Hast du denn mal versucht mit deinem Bruder nicht von Schwester zu Bruder zu reden, sondern wie mit einem Erwachsenen? Damit meine ich jetzt nicht, was du gerne hättest, was er machen könnte,- sondern wie belastend das für euch alle ist, eure Gefühle und euren Stand zusammen?

Wenn man erst einmal 'die Wand durchbrochen hat, lässt sich oft auch unter Geschwistern vernünftig und gut reden, sofern beide Seiten dazu bereit sind. Viel könnte man nachhaltig damit ändern, auch an Einsicht. Vielleicht sagst du ihm auch mal, dass du ihn brauchst, seine Unterstützung und das du das alles ohne seine Mithilfe so kaum schaffen kannst.

Kochen solltest du allerdings nicht nur für ihn- sondern für die gesamte Familie. Auf irgendwelche Sonderwünsche würde ich mich gar nicht erst einlassen.

Das es ihm nicht gut geht,.. das kann schon sein, so wie bei euch allen. Bei Jedem dürfte das evt unterschiedlich ausfallen. Er scheint eine sehr gute Ablenkung in SPielen gefunden zu haben- das ist auch ok so, solange andere Dinge nicht ernsthaft darunter leiden. Ein 15 sollte längst in der Lage sein, sich mit ernsthaften und schlimmen Erkankungen und ihre Folgen auseinandersetzen zu können. Das tut weh, ist schlimm usw,- aber in eurem Fall habt ihr alle keine andere Wahl. Auch dein Bruder nicht. Ihr leidet alle darunter und versucht auf eure Art damit umzugehen. Trotzdem muss er einen Teil zu euer Gemeinschaft ( Familie) beitragen.

Du gehst zu sehr mit Vorwürfen a la ich mach aber, und du machst dieses oder jenes nicht vor, kann das sein?

Falls ja, so bringt das nichts, gerade ein Teenager schaltet leicht auf stur, wenn ihm die Einsicht fehlt. Jedoch vielleicht einige 'gute' Gespräche mit dir und auch überhaupt innerhalb eurer Familie.

Auch deine Mama darf dich nicht hängen lassen, wenn du soviel übernimmst und Unterstützung von deinem Bruder brauchst.

Vielleicht könnt ihr mal einen Familienabend machen, zb mit Raclette oä Spielen und reden über dem was so ist, wie ihr euch fühlt, was ihr euch wünscht voneinander.

Tatsache ist doch, dass ihr euch alle zur Zeit braucht und das erkennen solltet, dass ihr zusammen haltet.

Habt ihr euch eigentlich mal untereinander in den Arm genommen und gesagt, dass ihr euch lieb habt? Eventuell wäre das ein Schritt, um sich näher zu kommen und zu öffnen.

Alles alles Gute euch Allen! Wenn ihr wollt, könnte auch so ein schlimmes Problem euch mehr verbinden.

Mach einfach nichts mehr für Deinen Bruder. Dreckige Wäsche lässt Du liegen (irgendwann gehen ihm dann die Unterhosen aus, dann wird er ja wohl mal waschen), wenn er eine Extrawurst beim Essen haben will, soll er kochen. Mit 15 kann jeder Nudel mit Soße hinbekommen. Kann er es noch nicht, muss er es lernen. Ist sein Zimmer dreckig, mach die Tür zu. Nichts mehr hinter ihm herräumen! Irgendwann stinkt ihm das dann schon selbst und dann wird er wohl auch mal zum Staubsauger greifen.

Nutzt das alles nichts, dann muss ein Haushaltsplan her. Eine ToDo-Liste, an die sich jeder zu halten hat. Da steht dann z.B. drauf, ich nenne Deinen Bruder mal Stefan, Stefan Mo, Mi und Fr. Müll raustragen, Stefan Di und Sa mit zum Einkaufen gehen - sowas in der Art.

Weigert er sich, kriegt er eben nicht das zu essen, was er will. Pech gehabt. Keine Süßigkeiten mehr für ihn kaufen, und schon gar nicht separat für ihn kochen.

Deine Mutter ist wahrscheinlich einfach zu fertig, um sich wegen Erziehungsfragen da richtig reinzuknien. Das muss man auch verstehen. Aber auch wenn es Deiner Mutter nicht gut geht, kann sie trotzdem sich da mal einschalten, wenn er die kleinen Aufgaben auf der ToDo-Liste nicht erfüllt. Das nennt man "Familie", wo man erwarten kann, dass in schlimmen Zeiten jedermal mit zugreift.

Mir ging es in den letzten Jahren wegen verschiedener Sachen auch nicht so besonders gut. Klar, musste ich meinem Sohn auch zuweilen dreimal sagen, dass die Biotonne raus muss, aber er hat es letztendlich gemacht. Bloß nicht selbst machen!

Was sagt denn Dein Vater dazu, dass er so gar nichts macht? Findet der das in Ordnung?

lg Lilo

lg Lilo

Es steht Euch übrigens unter diesen Umständen eine Haushaltshilfe zu. Die muss man bei der Krankenkasse beantragen. Die käme dann evtl zweimal die Woche zum Putzen, Bügeln, Einkaufen usw. Alltagsbegleiterin nennt sich das, meine Freundin macht das beruflich. Die hat schon Familien unterstützt, die weit weniger Probleme hatten - die haben das auch bezahlt bekommen.

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@LiselotteHerz

Danke für den Ratschlag! Davon haben wir noch nichts gehört, das klingt aber super. Wir kommen eigentlich ziemlich gut zurecht, auch wenn's stressig ist, aber das würde die ganze Sache vielleicht erleichtern.

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Danke für die Antwort.

Das haben wir schon versucht, er weigert sich einfach. Wir haben dann auch schon versucht, ihm Dinge wie Computer oder Süßigkeiten zu verbieten, aber meine Eltern werden nach ein paar Stunden wieder weich und heben die 'Strafe' auf. Deswegen tut er auch was er will, weil es keine Konsequenzen für ihn gibt.

Mein Papa ist eigentlich sehr streng und wird schnell wütend, aber wie gesagt nach ein paar Stunden ist es ihm wieder egal und alles läuft so ab wie immer. Auf längere Zeit will sich keiner darum kümmern und ich darf nicht, weil ich die Schwester bin. Naja... ich kann anscheinend nur hoffen, dass er irgendwann selbst zu zich kommt.

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Verzwickte Situation,

und nicht einfach zu beantworten.

Das deine Eltern nach der Diagnose erstmal nicht wie normale Eltern agieren könnten ist verständlich, aber das das Verhalten deines Bruders auf Dauer geduldet wird , geht gar nicht und das du alle Aufgaben deine Mutter übernehmen musst auch nicht, besonders nicht das "Verziehen" deines Bruders.

Das Eine Chemo nicht einfach wegzustecken weiß, aber das kann nicht sein, das deiner Mutter alles egal ist und sie dich auch noch emotional erpresst. Es gibt in den Krebszentren Phsychoonkologen, die den Betroffenen helfen mit der Erkrankung und den Auswirkungen umzugehen, ich glaube das deine Mutter das in Anspruch nehmen sollte. Ich weiß nicht was deine Mutter für einen Krebs hat und wie oft und in welchen Abständen sie zur Chemo muss, aber nach meiner eigenen Erfahrung kann man zeitweise auch etwas aktiver sein( ich weiß nicht wie ich das ausdrücken soll) Esgibt ein Forum heißt Kwww.ww. Krebs- infozentrum.de da tauschen sich Betroffene und auch Angehörige aus, vielleicht schaut ihr da mal rein.

So jetzt werde ich mal ganz hart, Krebs ist Sch....e, sucht sich niemand aus, aber wenn ich ihn habe, kann ich nicht alle in ein Co abhänigkeit zwingen, deine Mutter ist trotz der Diagnose deine Mutter und somit auch für deine weiter Entwicklung mit verantwortlich und dann muss sie erkennen das es so nicht gehen kann.

Nochmal zu deinem Bruder, sprich mit deinem Vater, das er klare Aufgaben bekommt, die er zu erledigen hat, Wenn er Sonderwünsche bezüglich essen hat, er weiß wo die Küche ist, soll er doch selber kochen.

Bei der Krankenkasse mal nach Haushaltshilfe fragen, wobei es sein kann, dass er mit 15 zu alt ist.

wie sieht es mit Großeltern oder Tanten aus, ich habe festgestellt, mir haben nachdem die Diagnose bekannt wurde, ganz viele Menschen Hilfe und Unterstützung angeboten,man muss sie aber auch einfordern und annehmen.

Ich wünsche dir viel Kraft, aber sage auch du darfst dich und deine Pläne nicht aufgeben,

kann ich nicht alle in ein Co abhänigkeit zwingen, deine Mutter ist trotz der Diagnose deine Mutter und somit auch für deine weiter Entwicklung mit verantwortlich und dann muss sie erkennen das es so nicht gehen kann.

DANKE!!!

Genau DAS ist der springende Punkt!

Ich konnte mich auch nicht komplett "raus" nehmen - meine Kinder waren damals 8 bzw. 9 Jahre! Selbst die haben verstanden, dass sie wichtiger Teil der Rädchen sind, die trotzdem laufen müssen!

Es IST schwer für alle - aber ebenso sind ALLE dafür verantwortlich, dass es weiter läuft (meinetwegen auch holprig und unperfekt).

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Sowohl meine Eltern hatten Krebs als ich jung war. Als auch ich selbst mit zwei Kindern.

Die Mutter

Sie versteckt sich hinter ihrer Krankheit und entzieht sich jeglicher Verantwortung über das Treiben um sie herum! Trotz Chemo und dem schwierigen Umstand Krebs ist es möglich, den Laden am laufen zu halten! Wenn nicht durch taten, dann durch Worte!

Gegenüber dir, dass du nicht alles an dich reißen musst und brauchst!

Gegenüber dem Sohn, dass es SO nicht geht und auch er seinen Teil zum Ganzen beitragen MUSS!

Gegenüber ihrem Mann, der sie in der Erziehung unterstützen muss und vor allem standhaft bleiben muss! Mit ihr zusammen oder alleine, wenn sie nicht die Kraft dazu hat!

Du

In allen Ehren, dass du den Laden am laufen hältst! Dazu gehört aber nicht die Erziehung deines Bruders! Dazu gehört schon gar nicht, ihm den Hintern zu pampern! Wenn er was zu essen will, gibt's das was auf dem Tisch steht. Rausgehen und zocken nur noch, wenn er SEINE Aufgaben erledigt hat. PC ebenso. Süßigkeiten? Kann er gucken, woher er die bekommt.

Koch meinetwegen für die Familie EIN Gericht, mach die Wäsche und halt die Bude einigermaßen in Ordnung. MEHR nicht! Nicht für deinen Vater! Nicht für deine Mutter und schon gar nicht für den verzogenen Bruder!

Du hast ein Anrecht auf DEIN Leben! GENAUSO, wie es alle anderen in ihrer egoistischen von WEIL überforderten Art es tun!

Der Bruder

Der macht GENAU das, was man ihm durchgehen lässt! Er macht es, weil er es KANN!

Warum sollte er sich ändern oder was tun, wenn alle nach seiner Pfeife tanzen?

Solange deine Eltern und auch du ständig nachgeben, wird sich NICHTS ändern! Weder am Verhalten der Mutter, noch an dem des Bruders und auch nicht des Vaters!

Und der Vater ist letztendlich der ärmste Hund! Er trägt nämlich die Verantwortung für seine Kinder, muss die gebrechlichkeit seine Frau ausbügeln und vor allem bei allem noch in der Arbeit funktionieren! Er trägt neben der Verantwortung Zuhause auch noch die finanzielle!

Jeder erpresst jeden! Jeder gibt dem anderen die Schuld für euer GEMEINSAMES Versagen!

Die Mutter: ich bin ja soooo krank! Ich kann ja - vermeintlich - gar nix tun.

Der Sohn: mir geht's ja soooo schlecht weil Mutti krank ist - ich hab mir ein paar Vorzüge verdient.

Die Tochter: übernimmt die Verantwortung die sie nicht bewerkstelligt und auch nicht übernehmen muss! Weil ja sonst der Laden zusammenbricht, weil Mutti krank ist.

Der Vater: Ist heillos überfordert mit ALLEM und hat nicht mehr die Kraft, gegen alles und jedes anzukämpfen bzw seinen Willen durchzusetzen, wenn ihm noch nicht Mal seine Frau und Mutter ihrer Kinder, den Rücken stärkt!

Den Tritt in den Hintern hat am allermeisten die Mutter verdient!

Hart aber wahr, danke!

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Bitte ganz dringend deine Eltern um ein Gespräch.

Mache da deutlich, dass deine Mutter verständlicherweise momentan nicht viel machen kann und auch nicht tun soll, da es um ihre Gesundheit geht.

Aber dass dein Vater und besonders dein Bruder mithelfen müssen und die motivationslose Art deines Vaters nicht positiv auf deinen Bruder wirkt.

Ebenso mache klar, dass du gerade Abi machst, es also um deine Zukunft geht und sie das alles wenn du fertig bist und evtl. zum studieren weg gehst auch schaffen müssen, dein Bruder dann also schon daran gewöhnt sein muss.

Rede zudem über das respektlose Verhalten deines Bruders mit deinen Eltern, denn nichts anderes ist es wenn er sagt "du macht ja nur das was Mama früher gemacht hat, nichts anderes"  Dann soll er mal den Ars** zusammenriefen und das mal einen Monat alles machen und zwar so ordentlich, dass keiner nacharbeiten muss und mit dummen Kommentaren er würde ja nichts machen.  Da sind aber DEINE ELTERN in der Pflicht nicht du, SIE müssen deinen Bruder anständig erziehen. Im Haushalt helfen gehört dazu! Es sollte besonders anerkannt werden, dass du das alles übernimmst und nicht für selbstverständlich gehalten werden. Mache das deinen Eltern klar.

Wenn sie sagen du sollst dich nicht einmischen,  dann frage ganz klar warum, da DU ja momentan fast alles machst und es um DEINE Entlastung geht. Sage klar, wenn es dich nichts angeht, dann sind es auch nicht mehr deine Aufgaben und dein Vater und Bruder sollen alleine sehen wie sie klarkommen. Tue danach einfach mal ein paar Tage GAR NICHTS. Wenn du kochst, dann kochst du das worauf DU Lust hast, dein Bruder ist kein Kleinkind, der kann sich selber was kochen oder aus seiner Bock-Phase rauskommen und den Rest mitessen. Mit 15 habe ich auch schon gekocht, man fängt einfach mit leichten Sachen an (das was er mag ist ja auch alles leicht) und lernt dann schwere Sachen. Deiner Mutter würde eine gesunde abwechslungsreiche Ernährung nämlich auch gut tun!  

Um ihn zu ärgern erzähle im mal, dass Studien beweisen, dass Frauen deren Freund/Mann nicht im Haushalt hilft statistisch öfter fremd gehen. Und ob er der betrogene Idiot sein will.

Frage ihn zudem, wenn er das alles eklig findet, wie er es denn mal in seiner Wohnung machen will, ob da dann einfach alles dreckig bleiben soll. Spätestens da muss er es auch machen, zur Not zieht er eben Haushalts-Handschuhe dabei an.

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