Meinem Untermieter kündigen - welche Kündigungsfrist gilt?

6 Antworten

Du kannst ihm nur mit einer Frist von 3 Monaten kündigen. Dazu benötigst du aber einen stichhaltigen Grund. Laut Gesetz muss die Mietzahlung bis zum 3. Werktag eines Monats auf deinem Konto sein. Erst wenn sie bis zum 4. Werktag nicht eingegangen ist, befindet er sich im Verzug. Solange sie bis dahin aber eingegangen ist, hat er pünktlich gezahlt. Darauf kann er sich berufen. Die mündlich vereinbarte Frist von zwei Monaten dürfte zwar bindend sein, ist aber nicht nachweisbar.  Bevor du allerdings eine Kündigung aussprechen kannst, musst du ihn erstmal wegen unpünktlicher Mietzahlung abmahnen (sofern er überhaupt unpünktlich gezahlt hat). Erst im Wiederholungsfall kannst du ihm kündigen.

Ergo: Hier liegt m. E. kein Kündigungsgrund vor, solange die Miete immer bis zum 3. Werktag des Monats auf deinem Konto war. Einzig kannst du ihm nach §573a mit einer um drei Monate verlängerten Kündigungsfrist ohne explizite Begründung kündigen.

(Er wohnt erst seit Kurzem bei mir, im Vertrag steht, daß die Miete zum 1. des Monats auf meinem Konto sein muß, daß klappte bisher nicht) Im 

Die Klausel ist unwirksam, denn laut BGB darf/ muss die Miete am dritten Werktag beim Vermieters sein.

Das kann auch mal der 4., 5. oder 6. eines Monats sein, da Feiertage und Sonntage zu berücksichtigen sind.

Hat er immer noch unter diesen Voraussetzungen die Miete zu spät gezahlt?

Verspätete Mietzahlungen sollte man unbedingt abmahnen!

Unter-Mietvertrag steht "bis zum dritten Werktag eines Monats zum Ablauf des übernächsten Kalendermonats kündigen" (= 3 Monate)

Das ist die gesetzliche Kündigungsfrist.

Dazu haben wir aber MÜNDLICH die Vereinbarung "in Ausnahmefällen 2 Monate" geschlossen. Kann ich mich nun darauf berufen? 

Nein, ist zum Nachteil des Mieters und daher unwirksam.

 (2x nicht bezahlt = Schlösser auswechseln, das habe ich verstanden) 

Das ist nicht legal und könnte teuer werden.

Dazu haben wir aber MÜNDLICH die Vereinbarung "in Ausnahmefällen 2 Monate" geschlossen.

 

Diese Vereinbarung kannst Du im Zweifel aber nicht nachweisen. Ich würde an deiner Stelle ordentlich kündigen (§ 573 a BGB).

Eine kürzer Kündigungsfrist gäbe es nur dann, wenn Du das Zimmer (nicht die Gemeinschaftsräume) möbliert vermietet hättest. Hier könntest Du das Mietverhältnis zum Ende eines Monats kündigen, wenn das Kündigungsschreiben bis zum 15. des selben Monats bei ihm vorliegt.

ok, Vielen Dank! Ich habe jetzt nochmal gegoogelt und sehe jetzt etwas klarer. 

Ich werde, wenn ich die Kündigung ausspreche, mich auf unsere mündliche Absprache von 2 Monaten berufen. Wenn das nicht klappt, schaue ich weiter. 

Nun aber noch eine Folgefrage: was kann ich tun, wenn dann die Mietzahlungen ausbleiben? 

Und ich sehe es richtig, daß es eigentlich ganz egal ist, was im Mietvertrag steht (Miete zum 1. des Monats), da das BGB dies "übertrumpft" ? 

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@MichaelMoore

Wenn die Mietzahlungen ausbleiben, bleibt hier schlimmstenfalls nur der Rechtsweg, sprich Mahnbescheid. 

Du hast recht, das BGB steht hier über solchen Vereinbarungen. Auf die zwei Tage kommt es aber auch nicht an. 

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