Meine Tochter nörgelt ständig übers Essen - Was soll ich unternehmen?

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16 Antworten

Ich hatte so eine Phase mit 2, dass ich kein Gemüse oder so mehr essen wollte. (Vorher hatte ich alles gegessen bis auf Tomaten, gewürzgurken, Birnen und Oliven).

Die Phase des nicht mögens von einigen Gemüsesorten hält bis heute an (Grünes Gemüse abgesehen von Linsen, Erbsen, Salat und Kohl, abgesehen von Rotkohl (den ich als Kind eig. auch nie mochte) mag ich wirklich garnicht, dafür aber viele andere Gemüsesorten.

Dafür mag ich aber heute seltsamerweise Birnen, Gewürzgurken und Oliven *-*

Ich wünsche allen Eltern viel Geduld und einen starken Willen, damit die Kids einem nicht auf der Nase herumtanzen.

Bei einer Freundin von mir war es so, dass sie, wenn sie etwas nicht mochte, direkt ihr Lieblingsessen gemacht bekommen hat. War nicht gut, sie ist dadurch sehr verwöhnt gewesen.

Meine Mutter liess uns einmal in der Woche entscheiden, was auf jedem Fall auf'm Speiseplan steht und einmal was eben nicht, aber dafuer musste den Rest der Woche gegessen werden, was auf'm Tisch kam... Wochenende waren somit immer Festtage ;o)

Pubertät ist die Zeit, in der Eltern seltsam werden. ;) Das Nörgeln ist sicher der Anfang.

Solange gemeinsame Mahlzeiten anliegen, gibt es immer die Auswahl, alles mit zu essen, einen Teil mit zu essen oder sich alternativ ein Butterbrot zu machen. (kein Alternativessen, kein Service.)

Anderen das Essen zu vermiesen, indem man abfällige Bemerkungen macht, kann man unbesorgt verbieten.

Während der Mahlzeit könnte man besprechen, was am nächsten Tag auf dem Speisezettel stehen soll. Natürlich sollte auch mal eines ihrer Lieblingsgerichte vorgeschlagen werden. Wenn sie dabei keine Vorschläge macht, akzeptiere das.
Überlege, ob sie vielleicht zwischendurch Gelegenheit hat, sich beim "Fastfooder" um die Ecke zu versorgen oder ob sie bei Freundinnen mit Mode- Essen durchgefüttert wird.

Wichtig ist, dass du diese Phase nicht auf dich beziehst. Oft wissen Mädchen mit 12 nicht, was sie wollen, das dafür aber mit aller Macht ... ähnlich einer Trotzphase. Dabei ist es unerheblich, wogegen sie sich sträuben, Hauptsache, sie können es mit aller Macht.
Lasse dich nicht aus der Reserve locken, zeige deine Sorge oder deinen Ärger nicht zu sehr. Die Phase geht vorbei. :)

Sehr,sehr gute Einschätzung der Situation ! Genauso dürfte es sich verhalten. Vor allem halte ich den Tip für mehr als richtig, die Tochter mit in die Gestaltung des Speiseplanes einzubeziehen.

Leider muß ich einigen anderen Antwortern widersprechen. Man sollte auf garkeinen Fall auf Konfrontationskurs gehen ! Allerdings würde ich die Möglichkeit einer beginnenden Essstörung im Auge behalten.

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Laß sie doch morgen mal was kochen. Mit allem drum und dran: einkaufen, vorbereiten, kochen, Tisch decken, abdecken, abwaschen, Küche aufräumen. Vielleicht schätzt sie dann deine Kochkünste mehr.

Oder sie muß sich jeden Tag überlegen, was es zu essen geben kann, incl. den Überlegungen, dass es im finanziellen Rahmen bleiben muß und zeitlich realisierbar ist.

Mache Dir keine Gedanken darüber, das renkt sich wieder ein.

Mein Babysitter hat 4 eigene Kinder. Angeblich mögen alle Kinder (16, 19, 22 + 25) keine Kartoffeln. Nudeln dafür lieben sie. Mein Babysitter hat ungefähr 3 Wochen lang nur Nudeln gemacht und nach und nach kam ein Kind nach dem anderen auf sie zu und wollte wieder Kartoffeln essen.

Bei meinem Kleinen fängt jetzt die Phase an, dass alles an Mittagessen "Ih-Ba" ist. Noch können wir ihn überlisten. Mein Mann und ich sagen bei den Mahlzeiten nur: "Lecker Ih-Ba" und schon isst er auch. Mal sehen wie lange das gut geht.

Sie ist alt genug, um einmal die Woche für alle selbst zu kochen. Sie muss nicht nur bedient werden sondern kann lernen, wie es ist, für das Essen verantwortlich zu sein. Lob und Kritik zu ihrem Essen muss sie dann auch akzeptieren und damit umgehen.

Die Phase hatte ich auch schon bei meinen Jungs. Ich habe gestreikt. Kochte nur noch für meinen Mann und mich. Für die Kids gab es Brote. Die ersten Tage fand man es ja lustig, aber das änderte sich sehr schnell. Das Essen roch dann auf einmal wieder gut und man bekam Lust aufs warme Essen. Da wurde dann auch wieder der unliebsame Eintopf gegessen. Heute spreche ich die Gerichte ab, aber auch Gerichte, die nicht auf der Wunschliste stehen, sollen wenigstens in kleinen Mengen gegessen werden.

Hab ich genauso gemacht, Hat gewirkt.

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Wird sie schlanker? Achtet sie sehr auf Kalorien? Isst sie sehr wenig bis gar nichts?

Meine Patennichte befindet sich gerade auf ähnlichem "Trip" (sie ist 13 Jahre alt) und lässt sich von falschen Vorbildern leiten. Meine Freundin bleibt aber ganz eng am Ball - nur zur Vorsicht - um alle Warnsignale in Richtung Magersucht aufzunehmen. Ich will Dich nicht verrückt machen, finde aber, man sollte in der heutigen Zeit auf alles achten.

Ein sehr wichtiger Aspekt!

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...ja, da stimme ich dir auf jeden Fall zu. Sicher sein kann man da nie.

Vertrauen ist gut, Kontrolle besser.

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Folgendes hat bei meinem Sohn gewirkt -

Eines Abends saßen mein Mann und ich am Abendbrottisch und hatten das Lieblingsessen meines Sohnes angerichtet - für uns.

Für Jan hatte ich nur einen Teller mit ein paar Scheiben Brot und ein Glas Wasser hingestellt. Auf die Frage, was das solle, habe ich ihm geantwortet:

"Weisst du, es verletzt mich, wenn ich mir jeden Tag Mühe gebe, für alle etwas Leckeres zu kochen, und du nörgelst nur an meinem Essen herum. Egal wieviel Mühe ich mir gebe, es will dir nicht mehr schmecken. Also habe ich mir gedacht, dann brauche ich mir bei deinem Essen auch keine Mühe mehr geben, denn nörgeln tust du eh. So habe ich weniger Arbeit und meine Gefühle werden auch geschont. "

Am Tag darauf kam er zu mir, hat sich entschuldigt, und seither gab es keine Nörgelei mehr .... Wenn ihm was partout nicht schmeckte, hat er das auch weiter gesagt, aber in höflichem, rücksichtsvollen Ton.

Die Grenze, die ich hier gesetzt hatte, hat funktioniert. Ich finde sie speziell bei Kindern mit Geschwistern gelungen, weil ich hier auch ein Signal setze, wie weit man mit mir gehen kann und zeige, dass ich nicht grundlos meine Gefühle verletzen lasse.

Solche Phasen haben die meisten Kinder mal.

Bei uns hiess dann allerdings: "Alles wird wenigstens einmal probiert".

Ausserdem haben wir Formulierungen wie: "Das ist eklig" o.ä. nicht akzeptiert. Wem etwas nicht schmeckt, der darf das sagen, aber in "normaler" Sprache, sodass denen, die es essen, nicht gleich auch noch der Appetit verdorben wird.

Ignoriere sie und ihr Verhalten, und biete ihr nichts mehr von deinem Essen an - sie wird schon nicht gleich verhungern!

Wenn sie merkt, wie sehr sie sich "daneben" benimmt, wird sie dein Essen wieder sehr zu schätzen wissen!

Wahrscheinlich ist sie in einer Phase, dass ihr das vorgesetzte Essen nicht immer schmeckt. Das kann sich aber mit der Zeit wieder legen!

Binde sie ein in alles was das Essen anbetrifft.

Besprich mit ihr die Überlegungen, schicke sie zum Einkaufen, lasse sie die Vorbereitungen und auch Teile der Zubereitung erledigen.

Sie soll sehen, dass das Essen nicht vom Himmel fällt, und sie soll sich selbst kritisieren müssen wenn etwas schief geht.

Ja, sehr gut...

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Also ich wurde so erzogen, das alles was auf den Tisch kommt gegessen wird - und wenns mal länger gedauert hat - ich lebe noch ;-) war manchmal doof - aber ich hab es akzeptiert.

Zum Glück hat sich im Bereich der Kindererziehung einiges getan. Derlei vorsintflutliche Erziehungmethoden sind einfach daneben. Merkwürdig ist nur dass viele derer, die eine klassische Prügelerziehung "genossen" haben später behaupten, es habe ihnen gut getan und sie würden dies für richtig halten.

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@MaxRockatansky

STOPP:Nicht meine Antwort falsch interpretieren!!!Ich habe keine klassische Prügelerziehung genossen. Nur niemand kann sagen, das mag ich nicht, wenn er/sie es nicht probiert hat!

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@Georgo

Das ist richtig, einmal probiert muss werden. Wird auch im Kindergarten so gehandhabt. Und auch nicht ein Fitzel, sondern eine Gabel voll. Dann kann man sagen, dass man es nicht mag.

Ist aber immer leichter gesagt als getan, ich habe bei der Methode, es muss probiert werden als Kind dann einfach garnichts gegessen..

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Sie muss es ja nicht essen, wenn Sie nicht will. Soll sie sich eben selbst etwas machen. Was vielleicht funktioniert ist selbst mal etwas kochen lassen, dann merkt sie schnell, wie man sich fühlt, wenn jemand am Essen herumkritisiert.

lass deine tochter mit aussuchen was gekocht wird und lass sie helfen bei den zubereitungen

Genau so sollte man an die Sache herangehen !

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