´Meine Tochter macht eine Ausbildung zur MTAR. Diese Ausbildung wird nicht vergütet. Was können die Eltern steuerlich absetzen?

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2 Antworten

Es ist zu unterscheiden, ob Ihre Tochter ein zu berücksichtigendes Kind im Sinne des EStG ist oder nicht. Falls ja - dann erhalten Sie Kindergeld. Mit dem Kindergeld / ggf. Kinderfreibetrag gilt auch der Mehraufwand für die Ausbildung als abgegolten. Lediglich den Ausbildungsfreibetrag von 924 €/Jahr können Sie noch geltend machen, wenn Ihre Tochter auswärtig wohnt.

Ist Ihre Tochter über 25 Jahre oder erhalten Sie aus anderen Gründen kein Kindergeld mehr, können Sie bis zu 8.652 € als außergewöhnliche Belastung für die Übernahme der Ausbildungskosten geltend machen.

http://www.steuerberaten.de/tag/ausbildungskosten/

Kinder in der Ausbildung

Viele Ausbildungen und Studiengänge beginnen direkt im Anschluss an die Schulzeit, also zB. nach der mittleren Reife oder dem Abitur. Die meisten Auszubildenden und Studenten treten dann zum ersten Mal in das Arbeitsleben ein und kommen direkt aus dem Elternhaus. Im steuerlichen Sinne sind sie so oder so bis sie 18 werden „Kinder“. Begeben sich die Kinder direkt im Anschluss an die Schulausbildung in eine Berufsausbildung oder in ein Studium bleiben sie auch im steuerlichen Sinne Kinder. Damit können die

 

Eltern weiterhin Kindergeld

 

beziehen und in der Einkommensteuererklärung noch einen Ausbildungsfreibetrag für ihre Kinder geltend machen, genauso wie Freibeträge für die auswärtige Unterbringung. Also

 

wenn das Kind

nicht mehr zu Hause wohnt, weil sich der Studienplatz in der 250 km entfernten Stadt befindet. Diese Freibeträge sind jedoch festgelegt und für alle Eltern gleich. Es ist also egal ob das Kind an einer staatlichen Hochschule studiert oder an einer teuren Elite-Universität in Britannien. Beim Schulgeld ist das anders. Solange sich die Kinder in der allgemeinen Schulausbildung befinden, kann das Schulgeld für anerkannte Ersatzschulen zu 30% abgesetzt werden.

 

Ist das Kind kein Kind im steuerlichen Sinne mehr, zB. weil es nach der Schule erst einmal 18 Monate durch Australien getingelt ist oder weil es die Ausbildung abgebrochen hat und sich erstmal finden musste oder weil es keinen Studienplatz bekommen hat oder schlicht und einfach weil es zu alt ist (älter als 25 Jahre), besteht die Möglichkeit Berufsausbildungskosten für das Kind abzusetzen. Das gilt für jede unterhaltberechtigte Person, also zB. auch die Eltern. Hier können

 

Ausbildungskosten

 

bis zu 8.354 Euro abgesetzt werden. Allerdings darf der Unterhaltsberechtigte dann kein Vermögen hat und nach Möglichkeit auch keine eigenen Einkünfte bzw. nur geringe Einkünfte. Denn die eigenen Einkünfte des Kindes werden dann gegen die absetzbaren

 

Ausbildungskosten

 

gerechnet.

 

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