Meine Tochter hat letze Woche ein Auto gekauft. Welche Rechte hat sie, wenn der Autohändler das Auto bereits verkaut hat?

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7 Antworten

Erstmal gilt zu klären, ob überhaupt ein wirksamer Kaufvertrag mit deiner Tochter zustande kam. Sehr viele Autohändler schließen nämlich nicht sofort einen Vertrag ab, sondern der Kunde macht eine verbindliche Fahrzeugbestellung. Damit soll zum einen verhindert werden, dass (wie im Fall bei deiner Tochter) ein Auto versehentlich zweimal verkauft wird. Zum anderen will ein Vorgesetzter meistens die Bestellung erst prüfen, falls der Verkäufer einen Fehler gemacht oder sich verrechnet hat. Erst wenn die Bestellung bestätigt oder das Auto ausgeliefert wird, ist der Kaufvertrag für beide Seiten bindend, bis zu dieser Bestätigung ist sie nur für den Kunden bindend, allerdings muss die Bestätigung innerhalb von 14 Tagen kommen, sonst ist auch der Kunde nicht mehr gebunden (Besonderheiten wie Fernabsatz oder Finanzierung mal außen vor).

Sollte auch von deiner Tochter nur eine Bestellung getätigt worden sein, dann wurde ihr mitgeteilt, dass die Bestellung nicht ausgeführt werden kann und sie hat damit auch keinen Anspruch auf Schadensersatz. Nur wenn ein wirksamer Kaufvertrag zustande gekommen ist, kann sie Schadensersatz geltend machen. Dazu sollte sie sich dann aber fachkundige Hilfe nehmen, denn der entstandene Schaden muss natürlich auch nachgewiesen werden. Das wird vor allem bei einem Gebrauchtwagen sehr schwierig werden, aber nicht unmöglich.

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Wenn sie einen schriftlichen Kaufvertrag besitzt hat sie ein Recht auf Schadenersatz aber nur dann.Mündliche Aussagen sind nicht nachweisbar bei Gericht.

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Sie kann nicht auf erfüllung des Vertrages bestehen, allerdings hat sie nun ein Recht auf Schadensersatz gegenüber den Verkäufer. Deine Tochter kann sich nun ein vergleichbares Auto kaufen, und er Händler muss die mehrkosten dafür übernehmen, und auch den Kaufpreis vollständig, inklusive aller gebühren zurückzahlen.

Aber am besten sollte sie sich einen Anwalt hierbei besorgen.

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Schadenersatz kann sie geltend machen. Vertrag ist Vertrag!!
Ich würde mir einen Anwalt nehmen.
Vielleicht habt Ihr hier die Möglichkeit ein höherwertiges Auto zum gleichen Preis zu bekommen. Ich würde mich genau über die Rechte informieren, und diese dann dem Händler vorlegen. Sag ihm das er sich bewegen muss oder die Sache geht vor Gericht. Normal sollte er seinen fehler einsehen und Euch ein höherwertiges Auto zum gleichen Preis rausrücken.

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Verträge sind grundsätzlich einzuhalten.

Andererseits kann der Verkäufer den Vertrag deiner Tochter u.U. wegen Irrtum und/oder Unmöglichkeit anfechten.

Deine Tochter kann Schadenersatz für einen möglichen entstandenen Schaden fordern.

Um es kurz zu machen: Es wird kompliziert

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Wird schwierig wenns nichts Schriftliches gibt.

Von diesem "Händler" würde ich eh nichts mehr wollen. Lauft so schnell irh könnt...

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Wurde schon ein vertrag abgeschlossen ? Wurde bezahlt?
Wenn nicht - pech gehabt.

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