Meine Tochter (14) hat für ihre Ärztin eine negative Bewertung bei jameda erstellt. Gestern kam Post vom RA der Ärztin?

19 Antworten

Erst mal die RS-Versicherung kündigen.

Man darf negative Bewertungen erstellen. Es sei denn, mit verbalen Äußerungen meinst du Beleidigungen. Ich würde vorschlagen, das Gespräch mit der Ärztin zu suchen und anzubieten, die Bewertung anzupassen / zu entfernen. Lässt sie sich nicht darauf ein und die Bewertung war einwandfrei, könntest du mit der Ärztekammer Kontakt aufnehmen oder dich an die Presse wenden.

Wenn deine Tochter natürlich Beleidigungen verwendet hat, ist sowohl ein Internetverbot als auch die Übernahme aller Kosten gerechtfertigt und sinnvoll.

Bewertungen sind je nach Inhalt völlig legitim. Lass Dich nicht durch Anwälte beirren. Wenn die Bewertung wirklich so schlimm war, kann sie sie abändern.

Konsequenzen von Dir bringen gar nichts, denn erstens würdest Du ihr damit den Mund verbieten und ihr zeigen, dass man die eigene Meinung nicht äußern soll, zweitens würde das nichts an Eurer Lage jetzt ändern, in der Ihr zusammenhalten müsst und drittens würde das nur Streit entfachen, der schwer wieder zu beheben ist. Vor allem während der Pandemie ist das Internet die einzige sichere Methode, soziale Kontakte mit Freunden zu pflegen!

Lass das ganze mal ganz beruhigt auf deine Tochter zukommen. Ein Anwalt ist meiner Meinung nach nicht erforderlich.

Deine Tochter ist 14, bedeutet, es wird nach jugendstrafrecht vorgegangen. Sofern deine Tochter einsichtig ist, sich ggf entschuldigt und kleine Brötchen backt, wird sie als Ersttäterin sicherlich nicht bestraft.

Wenn Sie tatsächlich Mist gemacht hat, kommt schlimmstenfalls eine erzieherische Maßnahme (Sozialstunden) auf sie zu.

Es geht hier nicht um Strafrecht, es geht um eine mögliche Schadensersatzforderung. Deliktfähig ist man ab 8.

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@geheim007b

Dazu muss man als Ärztin erstmal einen Schaden nachweisen und beziffern können. Das sollte schwer möglich sein.

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@AnglerAut

Offensichtlich hast du keine Ahnung, wie "Schadensersatz" vor Gericht eingeklagt werden muss. Er muss nämlich NACHGEWISEN werden. Wie eine Ärztin das nachweisen will....darauf bin ich gespannt.

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@Halbammi
Die Rechtsprechung und die Gesetze sehen für die Geschädigten eine Beweiserleichterung vor, was den Schadensnachweis betrifft. Das bedeutet, dass die bewerteten Unternehmen nur die Umstände und Beweise darzulegen brauchen, die den Gewinnausfall  möglich erscheinen lassen. 

Selbe Quelle.

Bin immer noch ich derjenige, der keine Ahnung hat?

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@Halbammi

vermögensschaden. Negative bewertung (die sachlich nachweislich falsch ist) = Umsatzrückgang von y% über Z Monate.... oder um den Rufschaden wieder gut zu machen war ein Werbeaufwand von Z€ notwendig. Alles dinge die tausendfach täglich passieren..... es ist nur die frage in welcher höhe das Gericht die sachen anerkennt.

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@geheim007b

vorraussetzung sind natürlich sachliche Falschbehauptungen. Ein "Dr. XY hat mein Problem nicht lösen können, ihre Behandlungsmethoden waren wirkungslos" wäre problemelos machbar... "Dr. XY hat mich in ihrer versifften dreckspraxis beschissen behandelt und nichts hinbekommen... und dann noch Geld dafür verlangt. Abzocker!" wäre aber eindeutich sachlich falsch und für den Bewerter teuer.

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@AnglerAut

Ich habe gerade einen Rechtsstreit mit einem Weltkonzern "erleben dürfen", der auch eine Schadensersatzklage beinhaltet. Dazu zweimal vor dem BGH, diversen OLG und LG´s. 15 Jahre lang ging es nur darum, wie wird ein Schaden ermittelt, berechnet etc. Schlussendlich haben wir ihn gewonnen. Ich kann dir versichern: FALLS einer von uns beiden dazu KEINE AHNUNG HAT, dann bist DU es.

Aufgrund EINER negativen INternetbewertung wird niemand einen NACHWEISBAREN und merklichen Schaden davontragen, ein Arzt schonmal dreimal nicht.

Losgelöst davon stehen ggf natürlich Straftaten wie üble Nachrede, falsche Verdächtigung etc im Raum, die mit einem evtl Schadenersatz allerdings NICHTS zu tun haben.

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@Halbammi

Magst du mir das Aktenzeichen dieses Prozesses nennen, der 15 Jahre lang gedauert hat? Dann kann ich das ja nachlesen ...

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@AnglerAut

aus Diskretionsgründen möchte ich das lieber nicht. Aber ich kann dir sagen, dass man nach so einer Geschichte, die viel Zeit gekostet und viel Kapital gebunden hat sehr anders über das Deutsche Rechtssystem denkt als vorher. Recht haben und Recht bekommen sind zwei absolut verschiedene Dinge und der Ausdruck "Dann verklag mich doch" ist in meiner familie nun mit einer GANZ ANDEREN BEdeutung behaftet....

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Wichtig wäre vor allem ein Gespräch mit deiner Tochter, damit sie lernt, was man im Internet darf und was nicht

Jedenfalls darf man auf einem Bewertungsportal eine negative Bewertung hinterlassen, sofern diese gerechtferrtigt war.

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Eine negative Bewertung abzugeben ist nicht verboten, sofern alles der Wahrheit entspricht!

Oft werden irgendwelche RA angeheuert, um den Bewertern Angst zu machen und eine Löschung zu erzwingen (sagt schonmal einiges über den Arzt aus...).

Sollte also alles der Wahrheit entsprechen und wurde keiner Beleidigt o.Ä., geht das in der Regel sowieso ins Leere hinaus.

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