Meine Stute geht nicht alleine ins Gelände?

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5 Antworten

Mal ganz davon abgesehen, dass Pferde Herdentiere sind und sich am wohlsten innerhalb einer Herde fühlen, gibt es Pferde, die über genügend Selbstbewusstsein verfügen, dass sie problemlos alleine überall hin gehen und andere, die ohne adäquate Begleitung keinen Millimeter laufen wollen, weil sie sich schutzlos fühlen. Dann gibt es noch die Kleber, das heißt, die Pferde, die am vertrauten Hof oder an bestimmten Pferden förmlich "kleben" und kaum bis gar nicht weg zubewegen sind. Und andere wiederum nutzen ganz klar die Schwächen ihrer Reiter aus.

Da ich weder Dich noch das Pferd kenne, weiß ich natürlich nicht, woran es liegt. Ich vermute aber mal - ohne Dir nahe treten zu wollen- dass es eine Kombination aus reiterlicher Schwäche, mangelndem Vertrauen des Pferdes in seinen Reiter und unter Umständen auch eine Form des Klebens sein könnte.

Helfen kann da auf jeden Fall Vertrauensarbeit, z.B.. so wie hier beschrieben: https://herzenspferd.de/10-wege-zum-vertrauen/ http://www.pferdewissen.ch/respekt.php

Auch Konsequenz im Umgang und auch die Stärkung des eigenen Selbstbewusstseins als Reiter. Und die erreicht man sehr gut, in dem man viel und guten Unterricht nimmt und daran reift und an Sicherheit gewinnt, weil man dadurch auch weiß, dass man etwas erlernt hat auf das man zurückgreifen kann.

Für den Anfang hilft es sicherlich, die Situationen, die das Pferd besonders stressen, zu vermeiden. Nämlich das Ausreiten mit Deiner Freundin und ihrem Pferd. Solche Erlebnisse bestätigen Dein Pferd in seiner Abneigung und steigern auch Deine eigenen Ängste und Befürchtungen. Wenn Du rausgehst mit Deinem Pferd, dann in einer Atmosphäre, in der es sich wohl fühlt und gerne rausgeht. Und mit jedem Mal werdet Ihr sicherer. Und erst, wenn Ausreiten für Euch beide eine total entspannte Sache ist, kannst Du es mit Deinen bewährten, funktionierenden Ausreitpartnern plus dem Pferd Deiner Freundin versuchen und erst wenn das klappt, dann auch mal nur mit Deiner Freundin. Und das mit dem alleine Ausreiten, das würde ich gedanklich erstmal nach gaaaaaaaaaaanz hinten schieben. Zum einen, weil man das aus Sicherheitsgründen eigentlich nicht machen sollte, denn alleine ist niemand da, der einem im Notfall helfen kann und zum anderen, weil Euch beiden dazu die notwendige Sicherheit und das Vertrauen ineinander fehlt.

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Um die Frage unten zu beantworten: ein Gemisch aus Unlust und Angst hat sich zu einer Gewohnheit manifestiert, was sich dann zur Sturheit steigert. 

Ich würde es mit longieren versuchen. Jeden Tag, mit unzähligen Übergängen. Natürlich gern zusätzlich zum Reiten auf dem Platz, das soll ja nicht ausfallen. Pensum entsprechend anpassen. 

Und zunächst sehr lange die .Situationen meiden, in denen das Pferd erwartungsgemäß nicht geht. Also nur noch mit entsprechendener Begleitung.

Wenn das Pferd durchs longieren total auf deine Stimme fixiert und daran gewöhnt ist, dass du nicht in unmittelbarer Nähe neben ihm bist, und es ebenso durch die unzähligen male, wo es " in angenehmer  Begleitung" den Hof verlassen hat, könnte die " schlechte Programmierung" in seinem Gehirn durch die positiven .Erfahrungen überlagert sein.

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Klingt nach dem typischen Problem beim Ausreiten. Dein Pferd fragt nach einer entschlossenen Führungsperson.  Durch Bocken testet es, wer von euch beiden diese Rolle übernimmt. Ich würde hartnäckig bleiben. Lass das Pferd mehrere Male um sich selbst drehen, dann wieder in Fahrtrichtung stehen bleiben und zum Vorwärts  auffordern. Wenn es wieder bockt: nochmal drehen. Irgendwann hat das Pferd keine Lust mehr auf das kreiseln und geht vorwärts. Dann lobst du. 

Der Vorteil beim Kreiseln lassen ist, das das Pferd aufgrund der Biegung weder bocken noch steigen kann.

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Kommentar von VanyVeggie
18.07.2017, 14:58

Und was bringt das bei Vertrauensmangel? Das Pferd tut das ja nichts aus Jux und Tollerei, sondern weil es sich bei seiner Halterin nicht sicher fühlt. Hier muss man ganz anders vorgehen. 

Falls du auf testen und dominieren hinaus willst, das ist ein richtiger Irrglaube und ein großes Missverständnis was sich zwischen Mensch und Pferd breit macht. Kein Pferd hat Interesse daran (s)einen Menschen zu unterwerfen.

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Hallo liebe cori96, ich kenne das Problem nur zu gut! Ich denke mit viel Bodenarbeit (für Vertrauen, Respekt, Anti-Schrecktraining usw), solltet ihr das Problem in den Griff bekommen. Du kannst zum Beispiel auch erstmal viel mit ihr alleine Spazieren gehen, falls das auch nicht gehen sollte, macht das am besten mit einem anderen Pferd erst zusammen und dann erst kurze Strecken, nach einer Zeit hat sich das bestimmt so eingespielt, dass es sie nicht stört wenn ihr dann vielleicht erstmal 100 Meter alleine geht und der wichtigste Punkt ist, das Training zu beenden, bevor sie anfängt bockig zu werden. Nach einer Weile würde ich an deiner Stelle die Strecken verlängern. 

Und jetzt zum reiten, da würde ich wieder ähnlich vorgehen. Aber zuerst würde ich gucken, dass alles auch vom Boden aus klappt. Auch da würde ich erst mit einem anderen Pferd kleine, dann größere Strecken reiten (das Training  auch wieder da beenden, bevor sie bockig wird) und dann nur 50 Meter ohne ein anderes Pferd ausreiten, und das mehr Mals und dass dann ganz langsam steigern. 

Ganz liebe Grüße!

 

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das Pferd vertraut dir nicht.Und sie hat schon gelernt wie sie mit dir umgehen kann. Und du bist auch schon unsicher geworden. Um das auszuprobieren lass mal jemand anderes mit ausreiten. 

Mach Bodenarbeit z.b. 7 Spiele von Parelli. Dann lernt ihr beide viel, es macht Spaß und du merkst wie sie dir wieder vertraut und dein Selbstbewustsein kommt wieder.  

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