Meine Schwester ist suizidgefährdet! Was tun?

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6 Antworten

Selbstmord (Suizid): Anlaufstellen /Veröffentlicht von Wiebke Raue (01. April 2015) 

Wenn du in letzter Zeit öfter daran denkst, Selbstmord begehen zu wollen oder wenn du einen Menschen kennst, bei dem du Suizidgedanken vermutest, solltest du Hilfe holen. 

Es gibt viele Möglichkeiten, um mit professioneller Hilfe eine scheinbar ausweglose Situation zu beleuchten und zu lösen – bei Bedarf auch anonym. Wenden kann man sich zum Beispiel an:

  • niedergelassene Psychiater und Psychotherapeuten, Psychologen
  • Institutsambulanzen
  • den Hausarzt
  • die Telefonseelsorge oder andere Notrufeinrichtungen
  • Beratungsstellen und spezielle Einrichtungen für Suizidgefährdete
  • Seelsorger.

Adressen und Telefonnummern

Rufen Sie in einem Notfall immer den Rettungsdienst (112) und teilen Sie ihm mit, dass die betroffene Person selbstmordgefährdet ist!

Telefonseelsorge
Die Telefonseelsorge steht Ihnen anonym und kostenlos rund um die Uhr zur Verfügung: 0800 - 111 0 111 und 0800 - 111 0 222

Nummer gegen Kummer
Beratungszeiten: Montag bis Freitag von 9.00 - 11.00 Uhr und Dienstag und Donnerstag von 17.00 - 19.00 Uhr
Elterntelefon: 0800 1110550
Kinder- und Jugendtelefon: 0800 1110333
www.nummer-gegen-kummer.de

AGUS – Angehörige um Suizid e.V.
AGUS ist eine Selbsthilfeorganisation für Menschen, die eine nahe stehende Person durch Selbstmord verloren haben.
www.agus-selbsthilfe.de
Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention (DGS)
Die DGS bietet auf ihrer Website unter anderem eine Liste von Anlaufstellen.
www.suizidprophylaxe.de

Beachten Sie: Handelt es sich um einen Notfall, müssen Sie sofort Hilfe holen! Rufen Sie umgehend den Notarzt (112)! Teilen Sie ihm mit, dass die betroffene Person selbstmordgefährdet ist!

Wer mögliche Anzeichen für einen bevorstehenden Selbstmord (Suizid) erkennt und rechtzeitig handelt, kann möglicherweise Leben retten. Scheuen Sie sich nicht, einen Experten zu Rate zu ziehen, wenn Sie glauben, dass eine andere Person suizidgefährdet ist! Der Großteil der Menschen mit Suizidabsichten ist im Nachhinein froh, wenn er Hilfe bekommen hat und gerettet wurde.

Was können Nahestehende tun?

Auch, wenn es schwierig erscheint: Wenn Sie den Verdacht haben, dass eine Person ernsthaft darüber nachdenkt, sich das Leben zu nehmen, sollten Sie sie konkret darauf ansprechen und fragen, ob solche Gedanken bestehen.

Vermeiden Sie es, Ihrem Gegenüber Vorwürfe oder moralische Vorhaltungen zu machen. Zudem sollten Sie die Situation nicht herunterspielen oder bagatellisieren ("Das wird schon wieder"), sondern den anderen ernst nehmen. Auch wenn der Betroffene vielleicht abweisend erscheint: Lassen Sie ihn in seiner Situation nicht allein, sondern zeigen Sie ihm, dass Sie für ihn da sind!

Acht von zehn aller Selbstmordversuche werden vorher angekündigt – daher sollten Sie entsprechende Äußerungen nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Suchen Sie sich im Zweifelsfall Hilfe! Bei starker Selbstmordgefährdung muss der Betroffene zu seinem eigenen Schutz in einer Klinik untergebracht werden.

Quelle: http://www.onmeda.de/psychische_erkrankungen/selbstmord-hilfe-holen-15782-5.html

Es ist gut, dass du für deine Schwester da bist. Die große Gefahr bei dir ist aber die, dass sollte deine Schwester sich umbringen, sie dich mit in den Abgrund ziehen wird. 

Deswegen halte ich es für klug, wenn du dich mit dem Worst Case jetzt schon gedanklich auseinander setzt und vor allem, dass du trotz der massiven Probleme deiner Schwester deine eigenen nicht aus den Augen verlierst.

Vergiss dich selbst nicht bei der ganzen Sache. Euch beiden alles Gute!

Das ist eine schwierige Situation. Ich finde es gut, wenn du dich um deine Schwester kümmerst.

Ich denke es ist gut, wenn du versuchst, möglichst mit verschiedenen Leuten zu beraten, was man tun kann. Am besten gemeinsam mit deiner Mutter. (Jugendamt, Arzt, Klinik, Krankenkasse, ..) Wirklich mit allen reden und einen Gesprächstermin vereinbaren!

Ich finde, dass man einen Weg finden sollte, deiner Schwester dauerhaft zu helfen. Eigentlich wissen Psychiater, was man tun könnte (Therapie machen, Psychosomatische Klinik / Rehaklinik zb. Wangen im Allgäu in einer Wohngruppe  http://www.rehabilitationskinderklinik-wangen.de/275.html  ...)


Wende dich ans Jugendamt oder persönlich an die Klinik und schildere die ganze Problematik.Kann nicht verstehen,dass sie immer wieder nach Hause geschickt wird bis zum nächsten Suizidversuch.Da ist eine monatelange Thearapie in in der Klinik notwendig....zur Uraschenerforschung,Stärkung ihres Selbstbewusstseins,Problembewältigung und sicher sind auch Medikamente nach sorgfältiger Untersuchung etc.notwendig...nehme mal an,dass deine Schwester unter Depressionen u.a. leidet...vielleicht auch unter einer Psychose.Bin aber kein Arzt,doch lass dich beraten,bevor es zu spät ist!
Wünsche euch 3 en unheimlich viel Kraft und Erfolg!

Sie will einfach normale Familie haben! Du bist wahrscheinlich nicht seit zwei Monaten Drogen abhängig?!! Und deine Mutter wird nicht einfach so die Sorgerrecht verlieren. Deine Schwester ist im Pupatet und noch dazu alle Probleme in die Familie... Ich kann sie ganz gut verstehen... Sie kann dich verlieren ( ist dir klar wohin können die Drogen führen?) und dann verliert sie ihre Mutter! Hast du selber geschrieben: "Mutter das Sorgerecht entzogen werden soll aber meine Schwester hat gedroht sich dann erst recht umzubringen"

Wenn du deine Schwester helfen willst, dann fange erst mit dir selber an!!! Gibt es auch Therapieen und dann vielleicht zusammen Kur machen oder so...

Was erwartest du denn, dass deine Mutter tun soll? Alles Menschenmögliche wird doch bereits getan, sie ist derzeit in der Psychiatrie.

So traurig es klingt, wenn deine Schwester sich umbringen will, wird es ihr irgendwann auch gelingen.

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