Meine Schwester hatte einen schlimmen Albtraum...

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8 Antworten

Zu dem zweiten kann ich natürlich nichts sagen, wenn Du nicht davon erzählst.

Zumindest für den ersten benötigt man aber wenigstens keine besonderen Fachkenntnisse, der ist ja mit Schlüsselbegriffen offensichtlich übersät.

Statt einfach nur zu sagen, was Du tun sollst, denke ich, ich sage erst mal was zu diesem "Pädophilie"-Thema.

Vor 15 Jahren sprach niemand von "Pädophilie". Es gibt dieses Problem erst seit dem Kriminellen Marc Dutroux, der in Belgien mehrere extrem grausame Morde beging. Erstaunlicherweise galt Dutroux dann als Kinderschänder, so sagte man damals eigentlich eher noch, der sexuellen Perversionen gegen Kinder frönte.

Tatsache ist jedoch, dass Dutroux im Laufe seines Lebens mehrere Morde beging und die Opfer abscheulich quälte, ja folterte. Vollzogene Geschlechtsakte sind jedoch (soweit ich weiss) nicht an den Opfern vor gekommen. Es schien ihm nicht um Sexualität zu gehen, sondern um Gewalt.

Ausserdem waren die Mehrheit der Opfer keine Kinder, sondern Erwachsene (Frauen), manche sogar älter als er selbst. Eine Frau war seine Komplizin, die mit ihm gemeinsam die Opfer folterte.

Ein Päärchen von Verbrechern, das wahllos menschen, erwachsene und Kinder, entführte und folterte, sexuell aber kein Interesse an ihnen hatte, stiess eine Lawine von Warnungen, eine Massenpanik vor allein durch Nachbarschaften streifenden Sexualtäten auf der Jagd nach Kindern los.

Seitdem ist die Nennung des Wortes Pädophilie pro Jahr um ca. das 100-fache angestiegen. Man spricht also heute 100 mal mehr davon als vor 15 oder 20 Jahren.

Ich behaupte aber einfach mal: eine sexuelle Neigung, die es unter Menschen gibt, hat es auch immer schon gegeben. Neu kann sie nicht sein.

Dennoch wurde ich als Kind niemals vor Pädophilen gewarnt, auch meine Schwester nicht. Auch nicht in einer anderen Formulierung mit anderen Worten.

Und dennoch ist uns nichts passiert. Ich setze noch eines drauf: wenn wir gewarnt worden wären, hätte das überhaupt nichts genützt. Es hätte das "Risiko" sogar erhöht.

Warum?

Als die Panik aufkam, wurden anfänglich immerhin noch einige Informationen verbreitet, die man heute gar nicht mehr erwähnt. Nämlich bspw: nahezu alle der wenigen Fälle von sexuellen Übergriffen gegen Kinder werden von nahen Vertrauenspersonen verübt. Es sind: Väter, Brüder, Onkel, Grossväter, Mütter, Schwestern usw. etc.

Ja: auch Frauen haben Sexualität Und wenn es Neigungen zu Kindern gibt: auch Frauen haben sie.

Auf diese Personengruppe der Familie entfallen 90 Prozent der Taten. Weitere 9 Prozent entfallen auf sonstige Vertrauenspersonen wie Lehrer, Pfarrer (na, schon mal gehört?), Kinderbetreuer usw. etc.

Wer sein Kind schützen will, müsste es also vor sich selbst schützen, vor seinem Lebenspartner, seinen anderen Kindern (also vor DIR!), vor Lehrern usw. etc.

Den berüchtigten gefährlichen Fremden kannst Du getrost vergessen. Du kannst erstmal 99 Opfer suchen, bevor Du eines von ihm findest. Kennst Du 99 missbrauchte Kinder?

Damals wurde deshalb in Medien, Zeitschriften usw. etc. auch allen Ernstes darüber diskutiert, ob man seinen Lebenspartner (vor allem natürlich als Frau) auch misstrauisch beobachten solle. Da gab es zweierlei Meinungen unter den Expertinnen.

Was ist davon geblieben?

Das Misstrauen in der Familie war den Menschen offenbar peinlich. Nun hat man sich dafür entschieden, diese Gefahr zu verdrängen und dafür den bösen grossen Unbekannten ganz gross zu machen.

Die Folge sind nun offenbar Kinder wie Deine Schwester.

Ich wollte Dir nicht einfach sagen, was Du tun sollst, sondern trotz des grossen Angstthemas zum Nachdenken anregen. Denn ich denke auch, dass es ähnlich ist, wie bei vielen anderen Ängsten in der Geschichte, über die man heute lacht und meint: "wir Menschen von heute siond ja so viel klüger und vernünftiger!".

Es ist wirklich nicht anders als die Angst vor bösen Hexen oder vor bösen kommunistischen Russen, die Menschen früher in ähnliche Albträume gebracht haben wie heute Deine Schwester.

Ob du damit was anfangen kannst, hängt dann allerdings davon ab, wieweit Du Dir vorstellen kannst, die Angst an sich infrage zu stellen.

Liebe Grüsse

derdorfbengel 05.10.2012, 01:04

Oh, wie erstaunlich. Während ich jetzt später noch mal drüber lese, schüttle ich den Kopf über meine verquaste umständliche Ausdrucksweise. Dass das sogar ein Sternchen bekommen hat :)

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am besten du sagst ihr das sie sich von fremden Leuten fernhalten und sich nicht in ein Gepräch verwickeln lassen soll. Wenn sie von der schule kommt sollte sie nicht so nah am bürgersteig gehen und sollte, nicht wie im traum zurücklaufen, egal beiwelcher situation. Wie z.B wenn sie über eine strße laufen muss oder o es könnte ein unfall pasieren. Sag ihr aber das es durch aus solche menschen gibt, die schlimme sachen im kopf haben und die ber meistens (hoffe ich) von der polizei geschnappt weren. Frag sie Ganz vertraulich ob sie i.wann schon mal von einem mann bedroht wurde, es könnte ja sein dass sie es verschweigt.

vielleicht hat sie einen Horror film gesehen schlaf doch bei ihr im zimmer ( vielleicht fühlt sie sich dann sicherer und schläft einen ohne Albtraum ) das hat bei mir als kleines Kind naja 11 ,12 manchmal geholfen

Hmm vlt sollte deine Schwester jetzt mal etwas abschalten und an schöne Sachen denken. Unternimmt am besten etwas oder spielt etwas damit sie auf andere Gedanken kommt ;)

Vielleicht ist sie nicht so liebenswerter Mensch. Sie sollte mal bei den Alpträumen beten, das hilft 100 pro

earnest 21.08.2012, 08:40

Oh je... Zu beiden Aussagen ...

Die erste hilft nicht, die zweite stimmt nicht.
Gruß, earnest

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Das hört sich wirklich schlimm an. Wenn sie so sehr darunnter leidet, solltet ihr darüber nachdenken, mit ihr zum Psychologen zu gehen.

Am besten sollte Sie mit jemanden reden der sich für solche Dinge auskennt .MFG

Der Hintergrund könnte sein das sie mal als sie klein war einen "volgepumten"Mann sah der wegen Drogen geistesabwesend war.

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