Meine Schwester behauptet ein Monster zu sein!

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3 Antworten

Hallo,

es ist nicht bewiesen, dass es solche Vampire, wie wir sie aus Filmen und Büchern kennen, gibt. Sicher ist aber, dass etwas namens Hämatophilie (auch: Blutsucht, Renfield-Syndrom, klinischer Vampirismus) existiert. Betroffene fühlen sich dazu gezwungen, ihren Blutdurst zu stillen.

Im DSM-IV ("Diagnostisches und statistisches Handbuch psychischer Störungen") steht darüber Folgendes:

Über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten wiederkehrende intensive sexuell erregende Phantasien, sexuell dranghafte Bedürfnisse oder Verhaltensweisen, die sich (in diesem Fall) auf Blut beziehen.

Es wird aber auch folgende wichtige Einschränkung vorgenommen:

Die Person hat auf diese sexuell dranghaften Phantasien oder Bedürfnisse mit einer nicht einwilligungsfähigen oder -willigen Person gehandelt, oder die Phantasien, sexuell dranghaften Bedürfnisse oder Verhaltensweisen verursachen in klinisch bedeutsamer Weise Leiden oder Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen.

Im Laufe der Jahre hat sich daraus eine richtige Subkultur entwickelt, deren Anhänger sich "Vampyre" (Achtung Schreibweise!) oder "Real Life Vampires" nennen. Viele versuchen, ihren Blutdurst geheimzuhalten, während andere Mitglieder in so genannten Clans/Covens/Blutzirkeln sind und damit relativ offen umgehen.

Sie und auch ein paar Nicht-Mitglieder suchen sich dann einen donor (Spender), von dem sie auch nur wenige Tropfen nehmen. Dieser muss ein aktuelles Gesundheitszeugnis vorlegen können. Da sich im Mund eines Menschen die gleichen Bakterien wie im Maul eines Löwen befinden, wird dessen Ader meist mit einer Nadel oder einer Kanüle geöffnet.

Andere versuchen, ihren Blutdurst anderweitig zu stillen, zum Beispiel durch Milch und Blutwurst.

Da das Stillen dieses Blutdurstes nicht immer gleichermaßen gelingt, müssen sie manchmal genau so dagegen ankämpfen wie die Filmvampire.

Ausgelöst wird dieser durch Einsamkeit oder ein sehr blutiges Erlebnis in der frühen Kindheit. Als Geisteskrankheit gilt das Ganze erst, wenn man sich selbst und/oder anderen Schaden zufügt (d.h. wenn man gegen ihren Willen von ihnen trinkt) und/oder körperlich abhängig ist, d.h. wenn man sich krank fühlt, wenn man einmal nicht getrunken hat.

Zu einem "Vampyr" kann man also nicht gemacht werden. Meist geschieht das so genannte Awakening, was meist mit dem ersten Blutdurst beginnt, in der Pubertät. Daran merken Betroffene, dass sie "Real Life Vampires" sind.

"Vampyre" sind eine Minderheit unter den Subkulturen. In Deutschland wird ihre Anzahl auf etwa 1.000 geschätzt.

Wer sich näher über das Thema informieren möchte, sollte die Bücher "Vampire unter uns! Bd. 1+2" von Mark und Lydia Benecke durchlesen.

ich würde sie niocht als verrückt bezeichnen, naja ich würde viele menschen nicht als verrückt erklären, weil viele für sowas gehalten werden wenn sie etwas tun, sagen oder an etwas glauben was für andere unbekannt ist. man kann nja nicht wissen ob es wirklich übernatürliches gibt, den wenn jemand, etwas wirklich unentdeckt bleiben will, bleibt er/das auch. also würde ich nicht voreingenommen sein sondern genaustens mit ihr reden und beweise verlangen

Also ich hoffe das das ein Witz ist, sonst würde ich an deiner stelle mal ganz schnell die Klapse aufrufen, wer weis, vielleicht beißt sie dich ja und du verwandelst dich in ein Gollum

sowas hab ich auch schon gedacht :D

und nein es ist kein witz das is schon mein ernst auch wenn man denken könnte es sei ein schlechter scherz oder so...

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In der "Klapse" wird man ihr auch nicht weiterhelfen können. Dafür ist noch nicht genug über Hämatophilie bekannt. Es würde da wirklich eher wie im Lied "Unsterblich Verliebt" von Bodo Wartke zugehen:

Des Doktors detaillierte Diagnose treibt mir die Starre des Erstaunens aufs Gesicht: Schizophrenie mit schwer neurotischer Psychose.

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