Meine Schwester (15) und die Pille - meine Eltern versagen!

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Hallo, falls deine Schwester ihr Versicherungskärtchen bekommen hat oder sie es sich genommen hat, kann sie jederzeit zu einem Frauenarzt gehen um sich die Pille verschreiben zu lassen. Der FA hat Schweigepflicht und kann und wird sich nicht deshalb an deine Eltern wenden. Die Pille bekommt deine Schwester als Rezept ausgestellt, das bis 21 Jahre kostenlos für alle Mädchen/Frauen sind. Weder die Versicherung würde auf deine Eltern zugehen noch der Arzt. Also würde dies jederzeit machbar sein...rede doch mal mit deiner Schwester und halte deine Eltern raus. Vielleicht befürchtet sie ja das du mit ihnen darüber reden würdest und sagt deshalb nichts. Ich persönlich finde, man sollte sie unterstützen, für mich hat sie sich verantwortungsbewußt verhalten und weitergedacht. Lieber Pille, statt Schwangerschaft, finde ich gut. LG :)

Hey primelchen, ich kann mir vorstellen das du dir Sorgen um deine kleine Schwester machst.Ich denke sie ist zur Frauenärztin gegangen und hat mit ihr darüber geredet und wenn Frauenärzte denken, dass die Person schon so erwachsen ist um sich über ihre Handlungen bewusst zu sein, dann geben sie ihr auch die Pille ohne Einverständnis ihrer Eltern. Das kommt auf ihre Sichtweise und Erfahrung an und vielleicht hat deine Schwester unter einem anderen Vorwand die Krankenkassenkarte von eurer Mutter bekommmen. Am besten ist wenn du mit ihr spricht und ihr versicherst, dass du auf ihrer Seite bist und sie unterstützt =) Viel Glück

Bei Mädchen unter 14 Jahren kann die Pille nur mit Einwilligung eines Elternteils ärztlich verordnet werden. Ab 14 Jahren ist diese Einwilligung nicht mehr zwingend, wenn der Arzt sich von der mentalen Reife der Patientin überzeugt hat, die natürlich nicht unbedingt an ein bestimmtes Alter geknüpft ist. Ab 16 Jahren bekommen Mädchen die Pille selbstverständlich auch allein.

Bis zum 20. Geburtstag werden die Kosten der Monatspille von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Moderne Pillen enthalten niedriger dosierte Hormone und sind deshalb deutlich verträglicher als früher. Die Pille kann vom Arzt zudem so ausgewählt werden, dass sie neben der verhütenden Wirkung auch Regelschmerzen oder Hautunreinheiten lindert, die Blutung schwächt oder regelmäßiger macht. Pille und Rauchen allerdings vertragen sich nach wie vor nicht.

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