Meine Reitbeteiligung "verarscht" mich?

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7 Antworten

Hi :)

Es ist wirklich schwer so aus der Ferne darüber zu urteilen, wäre sicher besser wenn man´s sieht.

Also zuerst mal nehme ich an, dass Sattel etc. alles passt, da sie das ja nicht immer macht.

Wie gesagt weiß ich nicht woran das liegt aber mir ging´s mal genauso. Als ich meine Stute vor drei Jahren bekommen hab, ging am Anfang alles super, alles war gut, sie hat super mitgemacht (sie war damals vier und eigentlich nicht eingeritten). Ich hatte eine Bereiterin, die auch meine Reitlehrerin war, die angefangen hat sie mit auszubilden. Pferde sind meiner Meinung nach sehr gutmütige Wesen, die fast alles mitmachen, jedenfalls die meisten und dann gibt´s eben solche, die das nicht machen und die dann entweder so lange verprügelt werden (ihr wollt gar nicht wissen was ich schon alles miterlebt hab, das glauben nämlich viele nicht), bis sie folgen oder sie werden wieder verkauft und was dann passiert will ich gar nicht wissen. Meine Stute hat zur letzteren Gruppe gehört und irgendwann hat sie ebenfalls angefangen im Unterricht zu buckeln zu steigen, zu versuchen mich abzuwerfen etc. Angefangen hat´s jedoch auch damit, dass sie nicht mehr wirklich auf mich gehört hat oder aus der Longe ausgebrochen ist. Das kann natürlich bei jedem Pferd ein bisschen anders sein, aber im Grunde ist es doch sehr ähnlich. Ich bin immer noch fest davon überzeugt, dass sie mich nicht "verarschen" wollte, sie auch nicht versucht hat irgendeine Rangordnung klar zu machen oder mich auszutesten oder so ein Quatsch (das ist meine Meinung und ich weiß, dass mich einige belächeln werden, aber ich bin´s gewohnt). Wir haben den Reitlehrer gewechselt, der aber genauso gearbeitet hat, mit Druck und wenn sie´s trotzdem nicht gemacht hat mit mehr Druck, dann mit einem "Klaps", dann mit einem "kleinen" Schlag, Sporen, zwei Gerten usw. (was bei ihr zum Glück nicht der Fall war, da schon ein bisschen mehr Druck ausgereicht hat, sie zum Buckeln und Steigen zu bringen und wir zum Glück doch noch verhältnismäßig früh abgebrochen haben) Sie hat komplett dicht gemacht wenn es ein bisschen "anspruchsvoller" wurde, sprich beim Antraben. Nach dem vierten Bereiter/Trainer aus diesem Stall (alle hatten die selbe Trainingsmethode) hab ich´s nicht mehr ausgehalten und hab wochenlang nach einem geeigneten Trainer gesucht, bis ich auf meine jetzige Trainerin gestoßen bin, die über positive Verstärkung arbeitet. Meine Stute war bereits beim ersten Training wie ausgewechselt, wir haben beschlossen noch einmal ganz von vorne anzufangen also mit Bodenarbeit. Sie ist kein leichtes Pferd aber sie hat sich in dieser Zeit unglaublich verändert. Ich bin nicht konsequenter geworden, als ich davor schon war, ich habe mich nicht mehr "durchgesetzt" als ich es eh schon immer getan habe, Vertrauen und der Respekt von beiden Seiten haben sich enorm verstärkt allein durch das Training.

Ich glaube nicht, dass sie dich "verarscht". Natürlich muss das nicht die selbe Ursache sein aber ich wurde dir raten mal zu schauen was du vielleicht falsch machen könntest. Das Pferd ist nie Schuld, der Mensch hat es nur nicht geschafft sich richtig auszudrücken. Was macht die Besitzerin anders wie du?(abgesehen von der Longe) Warum funktioniert das Antraben manchmal und manchmal nicht? Du hast gesagt, dass das meistens so ist, dass sie das nur macht wenn sie nicht mehr will oder es anstrengend wird, vielleicht könnt ihr euch beide (!!!) nicht mehr so gut konzentrieren und solltet lieber eine Pause machen. Frag doch die Besitzerin, sie sollte ihr Pferd doch kennen. Wir können dir das hier nicht beantworten, das sind Fragen die du dir stellen musst, die du und vor allem die Besitzerin erkennen muss. Wenn ihr gar keine Ahnung habt, dann solltet ihr euch einen guten Trainer holen, denn wenn ihr das nicht beantworten könnt, wie sollen wir es tun ohne euch überhaupt zu kennen ;)

Wichtig ist, beobachte das Pferd, du musst genauer herausfinden woran es liegen könnte, welche Gemeinsamkeiten es gibt,wenn es grad nicht das macht was du willst (bei mir hat´s wie gesagt immer dann angefangen, wenn ich zu viel Druck aufbaue) das dein Pferd einfach nur dann nicht arbeitet wenn es grad nicht will glaub ich nicht, weil ich eben nicht davon ausgehe, dass ein Pferd einen gezielt "verarscht" (sorry da bin ich eben anderer Meinung), es muss einen Grund geben, den ich dir aber nicht sagen kann (schon gar nicht wenn ich euch nicht sehe), den du gemeinsam mit der Besitzerin herausfinden musst ohne davon auszugehen, dass das Pferd dir auf der Nase herumtanzt. Ich hab´s wie gesagt auch damit probiert mich durchzusetzen wenn nötig auch mit einem "Klaps" weil´s mir eben so gesagt wurde, mittlerweile wird meine Stute von meiner Trainerin als Problempferd angesehen aufgrund dieser Erlebnisse, mit dem mein sehr sensibler Haft eben nicht umgehen konnte.

Aber das ist bloß meine Meinung, eigentlich ist das deine Entscheidung wie du das am besten machst. Ich würd auf jeden Fall mit der Besitzerin sprechen!

LG cRaZyyy6743

Du solltest dir um das Problem aus der Welt zu schaffen, Hilfe vor Ort suchen.

Ohne das Verhalten des Pferdes gesehen und miterlebt zu haben, lässt sich das leider nicht beurteilen.

Bevor du da jetzt aus Eigeninitiative versuchst dran zu arbeiten und rum zu docktern, ist es wirklich sinnvoller dass sich das mal jemand anguckt, der die Situation und das Verhalten des Pferdes einschätzen kann. Womöglich förderst du das Verhalten mit Selbstversuchen noch.

Das klingt nach einem größeren Problem. Regelmäßiger Reitunterricht wäre wichtig um den Fehler zu beheben. Ferndiagnosen sind immer schwierig.

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