meine PDL plant ab 2016 den urlaub nun meint sie es darf keiner mehr seinen urlaub auf einem freitag anfangen sondern erst ab montag?

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2 Antworten

Eine solche Bestimmung darf die PDL (ich nehme an: Pflegedienstleitung) im konkreten Einzelfall nur dann erlassen, wenn es dafür tatsächlich dringende (!!!) betriebliche Gründe gibt - als generelle Anweisung schon einmal gar nicht!

Ohne solche Gründe ist sie nicht zu einer solchen Anordnung berechtigt!

Der Arbeitgeber ist in der Frage des Urlaubs der Schuldner des Arbeitnehmers. Grundsätzlich bestimmt der Arbeitnehmer, wann er seinen Urlaub nimmt: Darauf hat der Arbeitgeber - vom Gesetz zwingend vorgeschrieben - Rücksicht zu nehmen. Er darf den Urlaubswunsch des Arbeitnehmers nur dann ablehnen, wenn ihnen dringende betriebliche Gründe oder die Urlaubswünsche sozial zu bevorzugender Arbeitnehmer entgegen stehen. Das schreibt das Bundesurlaubsgesetz BUrlG in § 7 "Zeitpunkt, Übertragbarkeit und Abgeltung des Urlaubs" Abs. 1 Satz 1 vor:

Bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs sind die Urlaubswünsche des
Arbeitnehmers zu berücksichtigen, es sei denn, daß ihrer
Berücksichtigung dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche
anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang
verdienen, entgegenstehen.

Im Übrigen wäre für den Fall, dass es einen Betriebsrat geben sollte - was ich jetzt einmal nicht annehmen -, eine solche Anordnung des Arbeitnehmers ohne dessen Beteiligung und Zustimmung auch aus diesem Grund rechtswidrig.

Dein Arbeitgeber ist also im Unrecht.

Du kannst ihn auf diese gesetzliche Bestimmung und seine Anwendung hinweisen. Wie Du allerdings Dein "gutes" Recht gegenüber Deinem Arbeitgeber durchsetzen kannst oder willst, wenn er sich "stur stellt" (Du kannst einen Urlaubswunsch selbstverständlich auch arbeitsgerichtlich durchsetzen), ist eine ganz andere Frage - denn "Recht haben" und "Recht bekommen" sind leider viel zu oft zwei sehr verschiedene Dinge ... ...

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Keine Ahnung was das für einen Sinn haben sollte. Für Single ist das sicher kein Problem, aber für jemanden, der Familie hat wo der Partner durch die Randwochenenden deutlich mehr Urlaub bei gleichem Verbrauch von Urlaubstagen hat, ist das schon relevant und mit so einer Begründung kann man auch gegen die Regel angehen - nicht prinzipiell, aber mit einem persönlichen Einzelfall.

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