Meine Oma (väterlichseits) ist verstorben ich bin minderjährig und wascheinlich gibt es mehr Schulden als Geld was soll ich tuhn?

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3 Antworten

Erst einmal kannst du als Minderjährige eine Erbschaft sowieso nicht ausschlagen. Das müsste dein gesetzlicher Vertreter machen. Also deine Mutter, dein Vater oder beide zusammen, je nachdem wer die elterliche Sorge hat.

Woher weisst du, dass du zur Miterbin eingesetzt worden bist? Liegt ein Testament vor? Wurdest du vom Nachlassgericht benachrichtigt? Es könnte nämlich auch sein, dass du gar nicht zur Miterbin eingesetzt bist, sondern ein Geldvermächtnis erhalten sollst. Das ist üblicher bei Enkeln, als sie gleich zu Erben zu machen. Angst, dass du mit 18 plötzlich hoch verschuldet bist, brauchst du keine haben. Der Gesetzgeber hat mehr als genug Normen geschaffen, um Minderjährige hier zu schützen. Mit deiner Mutter solltest du aber auf alle Fälle darüber reden, damit sie sich mit den anderen potentiellen Erben und eventuell dem Nachlassgericht in Verbindung setzt.

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du kannst ein Erbe auch ausschlagen, wenn du davon nur Nachteile erwartest - so wie es dein Onkel getan hat. Soweit ich weiß, wirst du gefragt, ob du dein Erbe annehmen möchtest oder nicht. dann kannst du sagen, was du möchtest.

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Ist der Nachlass übschuldet oder zahlungsunfähig, trifft die Miterben die Pflicht, ein Nachlassinsolvenzverfahren zu beantragen. Das gilt auch für den minderjährigen Miterben bzw. seine gesetzlichen Vertreter.

Daneben erlangt das Gesetz zur Beschränkung der Haftung Minderjähriger Bedeutung. Nach § 1629a BGB kann der volljährig gewordene Minderjährige seine Haftung auf das Vermögenbeschränken, das bei Eintritt der Volljährigkeit vorhanden ist bzw. war, was natürlich auch für Erbschaften gilt. Das gilt auch bei einer schon vor Eintritt der Volljährigkeit erfolgten Aufteilung des Nachlasses. Ist der Nachlass hingegen bei Eintritt der Volljährigkeit noch nicht geteilt, sollte der volljährige gewordene ehemalige Minderjährige unbedingt sofort die Nachlassteilung verlangen. Verlangt er nämlich nicht binnen drei Monaten nach Eintritt der Volljährigkeit die Nachlassteilung, wird nach dem Gesetz vermutet, dass die Schulden aus der Erbschaft nach dem Eintritt der Volljährigkeit entstanden sind. Wenn diese Vermutung vom volljährig Gewordenen nicht widerlegt werden kann, kann er seine Haftung nur noch durch die Nachlassinsolvenz beschränken, die immer beantragt werden kann, sieht sich aber möglicherweise Schadensersatzansprüchen ausgesetzt.
(http://www.ndeex.de/)


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