Meine neue 12-jährige Stute will nicht aus dem Paddock. Nur, wenn hinter ihr noch jemand mitkommt. Irgendwelche Ideen, wie ich da weiter kommen kann?

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6 Antworten

Wie lange hast du die denn schon?

Sie ist ja erst neu bei dir und traut dir evtl noch nicht richtig. Besuche sie doch einfach mal so, streichel sie, gib ihr eine Karotte und gehe wieder. Lege ihr dann mal das Halfter an und führe sie nur etwas innerhalb des Paddocks. Wenn das gut funktioniert, dann versuche es nochmal sie raus zu holen. 

MonetenMinna 02.05.2016, 21:13

Ich hab sie erst seit drei Tagen. Hab auch nur gefragt, weil ich sehr interessiert bin, wie ich gut mit ihr umgehen kann. Danke für deinen Tipp. Damit (Karotte, etc. geben und wieder gehen) hab ich heute auch schon mal gemacht. Muss uns einfach Zeit geben, damit wir uns anfreunden können. Gut Ding braucht bekanntlich Weile. :-)

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VanyVeggie 02.05.2016, 21:34
@MonetenMinna

Na dann ist sie ja wirklich noch nicht lange bei dir. Das klappt dann schon mit der Zeit. :) 

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ikeapflanze 02.05.2016, 21:49
@MonetenMinna

Ach so. Das ist ja wirklich nicht lang :) Dann gibt sich das wirklich mit der Zeit. Genau, das dauert einfach. Viel Spaß mit ihr! :)

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Wie lang hast du sie denn schon? 
Ich würde vermuten, dass sie nicht genug Vertrauen in dich hat, dadurch will sie lieber bei den Pferdefreunden bleiben oder zu mindestens einen dabei haben, damit sie sich auf wen verlassen kann. Das ist nicht deine Schuld oder so, jedes Pferd ist anders und reagiert auf Besitzerwechsel anders. Manche sind mehr Gewohnheitstiere und Anfangs einfach zurückhaltender etc. als andere.

Versuche mal Vertrauensübungen und Bodenarbeit mit ihr zu machen. Durch arbeit am Boden stärkt sich oft die Bindung zwischen Mensch und Pferd und das Vertrauen wächst. Das dauert zwar, und geht nicht von heut auf morgen allerdings lohnt sich das definitiv. Nicht nur das sie dir folgen wird, auch der allgemeine Umgang wird sich positiv verändern und du kannst mehr mit ihr machen.  Meinen hab ich die ersten 2 Jahre nie liegen gesehen, bis ich mal eine zeitlang nur Bodenarbeit etc. machen konnte (verletzungsbedingt). Seit 1-2 Jahren legt er sich immer hin wenn ich da bin und ihm das anbiete. Manchmal liegen wir dann auch eine halbe Stunde auf dem Paddock und er döst vor sich hin. Ist ein super Gefühl für Pferd UND Reiter ;) 
Tipps zu Bodenarbeit und Vertrauensübungen findest du fast überall, wenn du willst kann ich dir aber auch ein paar schicken oder aber Büchertipps.

Noch eine Möglichkeit wäre, dass sie einfach stur ist aber das kann ich nicht bewerten, da ich das Pferd ja nicht persönlich kenne. Falls du sie schon soweit einschätzen kannst und glaubst es ist Sturheit, lass sie nicht mit durchkommen und probier mal Parelli Einheiten mit ihr zu machen (für Infos über Parelli kannst du auch einfach googeln). Und versuch sie mit Tricks oder Futter da weg zu bekommen. 

Ich denke aber, da sie neu ist, dass es eher das Erste sein könnte.

Sonst frag eine erfahrene Person aus dem Stall oder deinen Reitlehrer/in etc. um Rat :) vielleicht fällt denen ja auch noch was im Verhalten usw. auf. 

Hoffe ich konnte helfen und Viel Glück euch beiden.

LG Ikeapflanze

MonetenMinna 02.05.2016, 21:11

Ich denke, du hast Recht mit dem fehlenden Vertrauen. Sie ist sehr zurückhaltend und auch ein wenig schreckhaft. Sie war bisher nur eine Zuchtstute und wird jetzt mit 12 Jahren erst angeritten. Da ist gerade ziemlich viel neu. Dann auch noch ich als neuer Besitzer... Kein Wunder, dass sie sich nicht mehr auskennt. Allerdings hab ich auch schon den Eindruck nach drei Tagen, dass sie sich immer mehr entspannt. Und als ich heute mit fachkundiger Unterstützung ein Training im Longierzirkel gemacht habe, hat alles super geklappt, obwohl das für uns beide Neuland ist. Danach war sie irgendwie noch enger an mir dran. Beim Führen blieb sie zwar auch immer wieder mal stehen, aber a) war ich da selbst unsicher und b) ging es schon ein ganze Stück besser als gestern. Darüber freue ich mich gerade sehr. Bin extra auch vorher mal in den Paddock und hab ihr auch einen Apfel gebracht und sie gestreichelt und bin wieder gegangen, damit sie mich nicht nur mit doofer Arbeit verbindet. Diesen Tipp gab es hier auch und den fand ich auch gut. Vielen Dank für den Tipp mit Parelli. Da werde ich mich mal einlesen.

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MonetenMinna 02.05.2016, 21:18

Büchertipps wären klasse. Hab mir schon das Buch "Bodenarbeit" für Islandpferde bestellt und demnächst starten wir mit professionellen Bereiteinheiten, in denen auch ich viel lernen und Hausaufgaben bekommen werde, aber ich bin wirklich für jeden Tipp dankbar, da ich noch komplett am Anfang stehe. 

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Wie "neu" ist "neu" ? Seit gestern, vorgestern oder schon länger. Und will sie nur bei dir nicht mitkommen oder bei anderen auch nicht ?

Wenn das Pferd erst seit ein paar Tagen bei dir ist, würde ich mich einfach ein bißchen mehr innerhalb des Paddocks mit ihr beschäftigen, wenn das möglich ist. Anbinden, Putzen, Hufe auskratzen. Nach ein paar Tagen führst du sie dann "einfach" aus dem Paddock. Denk nicht dran, dass die Stute ja "eigentlich" nicht alleine aus dem Paddock gehen möchte, sondern geh einfach.

Wenn du diesen Gedanken "klappt ja eh nicht" nicht ausblenden kannst, frage jemand anderen, ob der die Stute einfach mal aus dem Paddock holen kann (und sag ihm vorher nicht, dass die Stute nicht gehen würde).

Ich denke, dass dem Pferd das Vertrauen in dich fehlt und du möglicherweise noch zu sehr Unsicherheit ausstrahlst.

Mit irgendwelchen Möhrchen das Pferd herauslocken wäre jetzt nicht mein Lösungsweg, denn ich will ja nicht nur dann mit dem Pferd arbeiten können, wenn ich es mittels Futter "bestechen" muss.

Ich würde, sollte ich feststellen, dass ich das Problem gedanklich nicht ausblenden könnte, jemand Pferdeerfahrenen auf dem Hof um Hilfe bitten, das Pferd aus dem Paddock zu holen, der quasi "nicht vorbelastet" mit negativen Gedanken und Gefühlen ist. Pferde merken so etwas gleich. Hast du ein entsprechend sensibles Pferd wird dieses Fühlen, dass du dir über irgendetwas Gedanken machst und demzufolge dich nicht unbedingt als "vertrauenswürdigen Menschen" einstufen, der Sicherheit bietet (da es ja deine eigene Unsicherheit spürt). Das reicht vielen Pferd schon aus um zu entscheiden, dass es lieber erstmal da bleibt, wo es ist, weil dieser Ort Sicherheit verspricht.

MonetenMinna 02.05.2016, 21:06

Neu bedeutet in meinem Fall, dass ich sie erst seit drei Tagen habe. Sie will auch mit anderen nicht aus dem Paddock gehen. Grundsätzlich gehört sie eher zur zurückhaltenden Sorte, von daher werde ich ihr erst einmal Zeit geben. Mit Futter locken oder Gerte treiben kann ich ja später immer noch machen. Da ich selbst noch nicht viel Ahnung von Pferden habe, bin ich halt lieber ein wenig vorsichtig. 

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Hallo

klingt für mich danach als wolle sie dich austesten. Gerade wenn du sie noch nicht lange hast, ist das sehr naheliegend.
Für den Weg aus dem Paddock würde ich mal eine Gerte ausprobieren. Also du hälst das Pferd normal mit rechts, Gerte in der linken Hand. Dann tippst du sie hinter deinem Rücken entlang mal mit der Gerte an wenn sie langsamer wird oder stehen bleiben will. Natürlich erstmal nur sanft. Du bleibst dabei aber in Laufrichtung und versuchst einfach normal weiter zu gehen. So soll sie lernen dass es unangenehm ist dir nicht zu folgen.
Ich würde sie außerdem ab und zu auch mal vom Paddock holen und direkt wieder draufstellen, so dass sie es nicht mit Arbeit verbindet. Oder von Paddock holen und anschließend füttern.

Zusätzlich solltest du dringend anfangen Bodenarbeit, insbesondere Führtraining mit ihr zu machen.

MonetenMinna 02.05.2016, 21:15

Mit der Gerte will ich noch etwas warten. Ich hab den Eindruck, dass noch Vertrauen fehlt. Da gebe ich ihr erst mal noch Zeit. Mit der Bodenarbeit starte ich. Hab damit auch gleich am ersten Tag angefangen. Heute war sie noch mal einen Tick lockerer. Aus dem Paddock wollte sie zwar immer noch nicht alleine raus. Da brauchte ich wieder eine zweite Person. Aber evtl. ging es schon einen Ticken besser. Bin gespannt, wie das die nächsten 2-3 Wochen so läuft. 

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Vielleicht kannst du sie ja mal mit Futter oder so rauslocken?

Zwimg sie aber bitte nicht mit Gerte etc vorwärts zu laufen! Das würde sie noch mehr verängstigen.

Viel Glück:)

MonetenMinna 01.05.2016, 23:01

Ich probiere das mal. Will nur nicht, dass sie sich dann daran gewöhnt und ich das dann immer so machen muss. Da wir uns allerdings erst neu aneinander gewöhnen, will ich das gerne mal versuchen.

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Urlewas 02.05.2016, 07:41
@MonetenMinna

Wenn das das Problem löst - warum nicht?

Wenn das dann die schlimmste " Unart" des Pferdes ist, sich mit Vesrechung holen zu lassen, da kann man doch für mit leben..

Auch denke ich, wenn du genug mit ihm machst und es weiß, dass außerhalb des Paddocks in der Regel Futter und fröhliche Aktivitäten warten legt sich das wahrscheinlich auch sowieso.

Auch wirst du ja hoffentlich zu eienr kompetenten Führungsperson für das Pferd geranwachsen. Gib Euch dafür einfach Zeit - und wenn du für dennAnfang oder eben auch als dauernde Gewohnheit eine Möhre brauchst - ist doch kein Problem.


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Lock sie mit einer Karotte hinein!

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