Meine Mutter will sterben?

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12 Antworten

Bei machen geht es eben von jetzt auf gleich.
Und das ist meiner Meinung nach fast das beste, als noch Monate lang hinzusiechen. Sterben ist sicher nicht schön, besonders auch, wenn es so präsent ist, dass man quasi kurz davor ist. Das belastet alle Beteiligten sehr.

Bei meiner Oma hat es von "Ich will nicht mehr." bis zu ihrem Tod 2 Wochen gedauert. Sie hat jegliches Essen und Trinken verweigert und nur noch die Schmerzmedikamente bekommen, damit sie eben schmerzfrei ist. Dann starb sie. Das waren harte zwei Wochen, aber ich bin froh, dass es letztendlich nicht Monate gedauert hat oder sie noch Jahre bettlägerig war.

Es ist immer schlimm, wenn ein geliebter Mensch von einem geht. Aber es wäre ja irgendwo auch egoistisch mit aller Macht zu versuchen, dass dieser Mensch nicht stirbt und das leiden zuverlängern.
Wenn es abzusehen ist, dass es passiert, dann sollte man meiner Meinung nach es dem Sterbenden so angenehm wie möglich machen. Das ist aus meiner Sicht menschlich und nicht, jemanden noch 3 Jahre an irgendwelche Maschinen zu hängen.

Kein Vorwurf an dich. Es ist normal sich zu fragen ob das richtig ist. Ich denke schon, dass es richtig ist einem Menschen das Sterben so angenehm wie möglich zu machen. Ich denke, dass man einsehen muss, wenn die Zeit gekommen ist. Sie wird dann nicht mehr leiden und ich glaube, dass wünscht sich von uns jeder, dass man einfach einschläft und nicht mehr aufwacht.

Verabschiede dich in Ruhe von deiner Mutter.

Ich wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit.

...Irgendwann kommt er eben, der Tod. Er lässt sich nicht aufhalten. Einmal ist der Zeitpunkt unwiderruflich da, wo er sich zu einem auf den Weg macht, einmal auf die eine, einmal auf die andere Art. Einmal schneller und einmal nicht so schnell.

Krebs ist eine ganz schreckliche Krankheit. Im Endstadium kann kein Mensch mehr etwas tun, womöglich helfen auch die starken Schmerzmittel nicht mehr.

Ich selbst war einmal schwer krank und kann die Gedanken Ihrer Mutter sehr gut verstehen, bzw. Ihre Empfindungen  nachvollziehen. Sie weiß das, spürt das instinktiiv in Ihren Innern, dass für Sie selbst jetzt der Moment gekommen ist, wo es als Option nur noch der Tod gibt. Sie akzeptiert, dass Ihr Leben vorbei ist. 

Ja, aber das ist die richtige Entscheidung, auch wenn Sie das jetzt vielleicht nicht verstehen. Ihre Mutter weiß das einfach, dass Sie jetzt sterben muss. Es muss einfach so sein, und es muss einfach so kommen, sie kann es nicht aufhalten. Diese Gewissheit ist unabänderlich, und Ihre Mutter Ist sich dessen auch vollständig bewusst. 

Akzeptieren Sie dies so. Es ist das beste und für Ihre Mutter eine Erlösung. Sie soll keine Qualen mehr leiden. Machen Sie Ihren inneren Frieden damit und lassen Sie Sie gehen. Machen Sie Ihrer Mutter (auch nicht in geheimen) keinen Vorwurf daraus, dass Sie jetzt sterben will. Räumen Sie Ihr dieses Recht ein, sie hat das verdient!

Ich wünsche Ihnen viel Kraft für die folgende Zeit und alles, alles Gute!

Bei meiner Mutter war das damals ganz ähnlich. Und ja, es war die richtige Entscheidung. Ihr Leiden war vorbei. Es war eine Erlösung. Für sie und auch für die Angehörigen, die ja unweigerlich mitleiden.

Ich wünsche dir viel Kraft!

Wenn du Probleme beim Luftholen hast, dann hast du 24/7 Panik und Todesangst. Wenn sich dann die Atmung noch weiter verschlechtert, dann kommt der Punkt wo du dich wirklich quälst. Wo dir das bewusste Wahrnehmen zum Feind wird und du alles lieber nicht mehr mitbekommen möchtest. Weil es sooo anstrengend ist, du aber gar keine Kraft mehr hast.

Das tut mir leid, und ich wünsche Dir die Kraft, das durchzustehen. Es liegt mir fern, Dir Ratschläge zu geben, aber Du hast darum gebeten.

Versuche zu akzeptieren, dass Deine Mutter sterben will. Ihre Entscheidung ist nachvollziehbar. Versuche sie dabei zu begleiten, so gut es Dir möglich ist.

Vorwürfe mache ich unseren realitätsfremden Politikern, die sich weigern, in solchen Fällen einem Menschen ein aktives Sterben zu ermöglichen.

ja das war eine rechte entscheidung.es ist erstaunlich wie lange manchmal der körper es durchhält.wenn jemand der so krank ist sterben will sollte man ihn gehen lassen.für die hinterbliebenen nicht immer leicht.jedoch einen menschen den man liebt sollte nach möglichkeit nicht leiden sondern einfach einschlafen.für dich alles gute und freue dich für deine mutter das sie erlöst wird.

Nimm jetzt langsam Abschied! Versuche stark zu sein und begleite deine Mutter in den letzten Stunden. Und sammel viele Freunde um dich rum, damit du viel zum Reden hast

Wenn es einem Menschen derart schlecht geht wie deiner Mutter, ist es da nicht selbstverständlich, nicht mehr leben zu wollen ? 

Der Tod von Menschen ist nicht steuerbar daher diese schreckliche Situation.

Wenn sie schläft merkt sie nichts, was den Betrachter doch eigentlich zur Ruhe kommen lassen sollte. 

Schrecklich ist es für dich als Kind ohnehin. Versuche Dich nicht mit solchen Gedanken "richtig" oder "falsch" auseinanderzusetzen und richte Dich auf das Leben danach ein. 

Denn so schlimm es heute erscheint dein Leben muss und wird weitergehen, das sieht deine Mutter sicher genauso und möchte das ihr alle ein gutes Leben weiterführen könnt. 

Hallo Yannick,

Ich habe auch Familienangehörige an den Krebs verloren und kenne deine Situation daher auch aus eigener Erfahrung. Es ist nie einfach, jemanden gehen zu lassen, aber das ist in diesem Fall wirklich das Beste. Der Körper deiner Mutter ist in einer irreparablen Situation und solange deine Mutter darin gefangen ist, wird es ihr nicht gut gehen. Es macht auch keinen Sinn, den Körper dann länger als nötig noch am Leben zu erhalten.

Wie du siehst, unterscheide ich zwischen deiner Mutter und ihrem Körper - das sind wirklich zwei verschiedene Dinge. Wenn deine Mutter stirbt, dann ist sie nicht weg, sondern verläßt einfach nur das defekte "Fahrzeug", das ihr viele Jahre gedient hat, um diese wunderbare Welt zu erleben. Der Sterbeprozess ist nur ein Übergang, das ist ähnlich wie aus einem Traum aufzuwachen.

meine Mutter hat seit fast 2 Jahren Lungenkrebs. Sie liegt jetzt seit 7 Wochen in einem Hospiz.

Ja, das ist leider die übliche Folge der schulmedizinischen Behandlung. Ich habe das auch oft genug miterlebt. Das wäre nicht nötig, aber so weit sind wir noch nicht.

1. warum ging das jetzt alles so schnell, innerhalb von einer Woche bzw. 5 Tage?

Es ging nicht wirklich schnell, der Prozess begann ja schon vor zwei Jahren. Die Ärzte versuchen natürlich den Organismus symptomatisch am Laufen zu halten und die Organe tun ihr bestes, um die Gifte zu verarbeiten, aber irgendwann ist ein Punkt erreicht, an dem die Organe nicht mehr arbeiten können und dann geht es sehr schnell.

Und 2. war das die richtige entscheidung?

Nach meiner Erfahrung: Ja, absolut. Ich bin sogar der Meinung, dass man den Sterbeprozess beschleunigen sollte, um das Leiden abzukürzen, aber das ist in Deutschland nicht erlaubt. Die Lösung mit Schmerzmitteln und Schlafen ist da der humanste mögliche Kompromiss.

Wie gesagt: Es geht danach weiter. Nichts ist verloren und ihr werdet euch wiedersehen.

lieber yannick,

es ist insgesamt furchtbar, weil du deine mutter verlierst und weil es so schreckliche qualen sind, die sie zu durchleiden hat. natürlich wünschst du dir, dass sie kämpft und am ende alles gut wird irgendwie, aber krebs kann so grausam sein, das muss ich dir glaube ich nicht mehr erzählen..

man muss lernen die individuellen grenzen der menschen zu respektieren. es ist einfach so.

andere hätten vielleicht gar nicht so lange gekämpft wie deine mutter und hätten sich vorher schon umgebracht. wieder andere wäre in der hoffnung auf die neue op, oder die neue chemo doch gestorben.

sie hat diesen weg gewählt.

ich hoffe sehr, dass du gute unterstützung hast, denn dein weg wird stark aus dem gleichgewicht geraten. hast du familie? freunde? therapie?

ich wünsche dir alles GUTE! und dass du es schaffst die guten momente mit deiner mutter festzuhalten und sie immer um dich zu spüren. und ...viel trost.

Als deine Mutter ins Hospiz kam, war ihre Lebenserwartung schon noch höchstens ein halbes Jahr (Aufnahmebedingung).

Die Krankheitsverläufe bei Krebs sind nicht immer gleich un kontinuierlich.

Das kommt oftmals auch von einem erschlaffenden Lebenswillen. Ist der vorhanden, geht es dem Patienten noch recht lange "unverändert" erträglich.

Erschlaffen seine Kräfte, kann es dann subjektiv" sehr schnell gehen.

Ich denke, man sollte die Entscheidung des Patienten respektieren, was in deinem Falle ja geschehen ist. Abschied scheinst du genommen zu haben. Und jetzt gehen die Dienge eben ihren Gang. Traurig (für die Hinterbliebenen) aber unvermeidlich.

Ein Hospiz ist ein Sterbehaus um Menschen den Tod zu erleichtern. Krebskranke leiden oftmals mehrere Wochen bis der Tod endlich eintritt und sie erlöst werden. Wenn jemand in ein Hospiz aufgenommen wird kommt er lebend dort nicht mehr raus. Darauf Dich vorzubereiten hattest Du genug Zeit. Im Entstadium tritt der Tod sehr schnell ein, manchmal innerhalb von Stunden.

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