Meine Mutter will nicht mit mir reden! (ADHS-Probleme)

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8 Antworten

Schau mal vorbei was ich deiner Mutter geantwortet habe, da kann ich mich hier sehr kurz fassen:

Rede mal mit deiner Mutter über eine Reha/Kur. Ich war selber in einer und da wärst du für ungefähr 6 Wochen oder kürzer ggf. länger in einer Klinik. Durchgehend. Es ist viel besser als ein Internat, da die Leute wissen was sie mit dir tun müssen und es gibt verschiedene Therapien. Du wirst 24 Stunden umsorgt; das heißt, dass du immer jemanden hast mit dem du Reden kannst, wenn es dir nicht gut geht. Es ist auch immer ein Arzt anwesend, falls etwas passieren sollte.

Wie gesagt, ich war selber in einer und da waren viele Kinder für ADHS da und ich habe es selber erlebt und ich kann es dir nur empfehlen. Es wird dir beigebracht wie du am besten mit ADHS umgehen kannst, wie du dich entspannen kannst und etc. Ich kann dir nicht alles dazu sagen, weil ich wegen was anderem dort war, aber es wird einfach auf dich eingegangen und ich denke es wäre viel besser als ein Internat, weil du nur für einen gewissen Zeitraum von zu Hause weg wärst, der sage ich mal, wenn es so bei Internaten ist, Jahre beträgt.

Rede auch mit deinem Arzt und Psychologen/Therapeutin drüber. Die alle müssen sozusagen die Klappe halten und dürfen deiner Mutter nicht sagen, dass du mit ihnen geredet hast, aber such am besten direkt das Gespräch mit deiner Mutter und sag ihr das.

Sie kann dich vielleicht dazu zwingen, aber es kann dazu führen, dass du ihr nicht mehr vertrauen würdest. Das habe ich alles bei der Antwort auf die Frage deiner Mutter geschrieben, aber ich fasse es für dich kurz zusammen:

Mir ist selber so was ähnliches passiert, aber da war ich jünger als du und meine Mutter wollte mich in ein Heim schicken und ich war selber ein schlimmes Kind. Sie hat mich damit nur reingelegt, später, als ich Jugendlich war, viel wieder irgendwie so etwas vor, wo ich dann abhauen wollte und da war mein Vertrauen dann sozusagen so erschüttert, dass ich abhauen wollte, weil ich auch in der Schule viele Probleme hatte, da ich gemobbt wurde. Ich konnte mich aber meiner Mutter nicht anvertrauen und das hätte mir verdammt viel erspart, da mir noch mehr passiert ist, auch als ich klein war, aber damit habe ich erst 10 Jahre später rausgerückt, weil ich dann wieder langsam vertrauen gefasst habe.

Das alles kam davon, weil meine Mutter überfordert war und zum größten Teil nicht das Gespräch mit mir suchte, aber ich tat es auch nicht, weil ich mich Missverstanden, gehasst, abgeschoben, abgestoßen gefühlt habe. Du hast wenigstens versucht mit deiner Mutter zu reden, aber sie kann es nicht einfach so entscheiden. Gut, sie kann es, weil du noch zu jung bist, aber sie sollte sich im Klaren sein, dass es dir am Ende vielleicht NICHT helfen kann und es sogar schlimmer wird, weil du einfach kein Vertrauen mehr hast.

Ich würde ihr einfach sagen, was die potentielle Konsequenz wäre: Dass du ihr nicht mehr vertraust und am Ende alles nur noch schlimmer werden würde, wenn sie dich zu diesem Schritt zwingt.

Edit:

Hast du deiner Mutter auch das erzählt, was bei dir in der Schule abläuft? Wenn nein, tue es! Das ist wichtig, dass sie das weiß und sie muss es von dir hören und rede mit den Lehrern! Sie MÜSSEN die Option wahrnehmen, dass du dich nur gewährt hast.

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Es wäre mal nett, wenn man aufhören würde ständig irgendwelche Diagnosen in Zweifel zu ziehen und ob nun Medikamente das richtige sind oder nicht. Das ist eine ganz andere Diskussion. Hier geht es allein darum was deradhsnoah möchte und wie man ihm helfen kann. Bei solchen Entscheidungen wird zu gerne das Kind übergangen.

Die Frage bei der Medikamentation ist doch nicht wie sehr das Umfeld an ihm leidet (die sollen sich da mal die Mühe machen und auf ihn entsprechend eingehen) sondern wie sehr er unter seinen Symptomen leidet. Mein mittlerer Sohn hat auch ADHS. Würde ER leiden, dann (und nur dann) würde ich einer Medikamentation zustimmen!

Medikamente sind für mich nur eine letzte Maßnahme und allein ändern sie auch nicht viel. Es sollte immer begleitend eine Therapie stattfinden. Die Medikamentation unterstützt in soweit das die Therapie erfolgreich sein kann. Wenn eine Therapie auch so erfolgreiche Schritte aufzeigt, warum dann die Medikamente?

Nun zum Thema Mutter. Sie scheint mit der Situation überfordert. Ich würde allerdings zuvor versuchen im häuslichem Umfeld Hilfen anzubieten.

Was die Hochbegabung betrifft könnte eine Hochbegabtenschule tatsächlich die bessere Wahl sein.

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Kommentar von o0Alea0o
20.10.2012, 14:57

Die Frage bei der Medikamentation ist doch nicht wie sehr das Umfeld an ihm leidet

Ja, das wäre schön, wenn... xD

Leider sind Medikamente bei Neurosen (nach S. Freud) so leider oft der Fall.

Des Weiteren ist die "Umwelt" an sich gar nicht mehr ohne Medikamente zu bewältigen:

Mensch mit Neurose ---nervt---> genormte Umwelt ----nervt, weil er nicht "normmäßig" ist---> Mensch mit Neurose ---> usw.

Das ist momentan sogar ein größeres Thema in der Medizin, dass irgendwie leider alles ins Neurotypische "geschoben" werden muss, selbst wenn dieses aus Ethischer Sicht eigentlich nicht so sein sollte.

Das kann man sogar in andere Themen ausweiten, inkl. politische Dinge, Gesundheitswesen, Medikamentenverfügbarkeit, usw. wo es eine Art "Ignoranz gegenüber der Nicht-Norm" gibt.

Dieses Thema ist ziemlich groß und momentan gibt es immerhin teilweise ein Umdenken im psychiatrischen Bereich, dass man Leute nicht gleich als krankhaft bezeichnet (z.B. Autismus) oder gar kriminalisiert und wegsperrt (z.B. Abhängigkeitserkrankungen, Schizophrenie, etc.).

Aber bis dahin bleibt alles "Irre!" ^^

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Hallo Noah, ist nun lange her dass du hier deine Geschichte erzält hast und ich wollte wissen was nun geschen ist. Wofür habt ihr euch entschieden? nimmst du noch das Ritalin. Wie sieht es mit Ergoptherapie aus? Ich kenne die Probleme die mit ADHS zusammenhängen, bin selber betroffen. Leider hat es bei mir niemand erkannt und meine schulischen Leistungen und soziale Kontakte haben sich zunehmend verschlechtert. Die Lehrer sagten stets "sie kann, wenn sie sich nur konzetrieren würde, aber sie träumt lieber vor sich hin" 20 Jahre später, jetzt bin ich 35, weigere ich mich vernebelungs Drogen zu nehmen, da ich meine Geanken dann garnicht ordnen kann. Es gibt auch andere Wege. Ich fühle mit dir und wünsche dir viel Kraft!!!

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und du bist nicht mein einziges Kind. (ich habe noch 1Schwetsern und 1Bruder)!

Da ich auf keinen Fall auf ein Internat wll und ich meine Mutter auch für sehr übertreiben hate, habe ich mit meiner Therapeutin gesprochen, diese wollte auch mit meiner Mutter reden. Doch irgendwie hat sie es geschafft, dass auch die Therapeutin einem Internat zu stimmern würde. ich habe auch mit meinem Vater telefoniert und er meinte auch schon, daass es doch gut für mich wäre auf ein INternat zu gehen.

Ich will es aber auf keinen Fall!

Wie gesagt ich habe auch zwei Kleine Geschwister 7und11 und ich will sie nciht alleine lassen. Mein Bruder und ich sind eigentlich ziehmlich gute Freunde und ihn nur noch am WE zu sehen wäre echt mies, auch wenn ich mich oft mit ihm streite, ist er echt sehr sehr wichtig für mich!

Meine Therapeuten hält das Internat nicht mals wichtig wegen mir, sondern weil meine Mutter einfach davon überzeugt ist, dass cih einfach sehr Tja ich weiß einfach nicht mehr weiter. Meine Mutter hört mir nicht zu. Sie hat meine Therapeutin auch davon überzeugt und meinen Vater auch viel Stress mache. Das stimmt nciht ich halte mcih an die meitsen Regeln die sie mir aufstelt und ich versuche echt alles um sie glücklich zu machen. Ich bin nur auch leider ein riesen Chaot und kann kaum aufräumen, aber dabei hilft mir dann mein Brder, wenn ich dafür mit ihm neue Skatetriks über.

Wie kann cih sie vom Internat noch abhalten??

Danke, dass ihr den Text gelsen habt und auch ein Danleschön für eure Antworten!

Gruß Noah

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...hallo, du tust mir richtig leid,..

..leider ist es häufig zu, das eltern ihren kindern nicht mehr richtig zuhören, und den eigenen kindern nicht mehr die gelegenheiten geben, sich über ihr gefühle zu äussern, denn bei vielen geht es nur noch um einen selber,...ich komme mit dem kind nicht zu recht,...ich bin überforder,...liebe ärzte helft mir,....das ist leider auch mit ein grund warum soviele adhs syndrome diagnostiziert werden....immer weniger nehmen die bedürfnisse ihrer eigener kinder wahr!...jeder muss nur noch funktionieren, und zwar für die gesellschaft!....

...aber all das was ich schreibe, bringt dir leider nichts.... ...ich weiß nicht was ich in deiner situation machen würde,... ...vlt. würde ich meiner mutter einen brief schreiben, wenn sie nicht in der lage ist mir zuzuhören...

...ihr schreiben, wie ich mich fühle,...das ich immer als buhmann hingestellt werde und den schwarzen peter ziehe, obwohl ich nicht immer der schuldige und sündenbock bin...mir nie einer richtig zuhört und mich ernst nimmt...die medikamente mir als mensch nicht gut tun....ich nicht aus meiner familie möchte, weil ich alle so sehr liebe....wenn wir gegenseitig uns besser aussprechen und zuhören würden,...wären viele probleme und sorgen nicht vorhanden (für alle!)... ich mir ein gemeinsames gespräch mit lehrern wünsche, wo jeder aus seiner perspektive erzählt, um zu merken worin die probleme liegen.....

vlt. gewinnst du so deine mutter für dich... ...ich wünsche dir auf alle fälle alles gute...

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ich bin entsetzt! du nimmst schon lange ritalin? es ist bekannt, dass einige kinder das medikament gar nicht bräuchten, wenn man sie anfangs auf eine lebensmittelallergie getestet hätte. hat man das schon mal gemacht? tatsächlich treten adhs-symptome auf, wenn man auf bestimmte lebensmittel reagiert! bevor man dich weiter mit medis vollstopft, sollte man erst mal sowas testen.

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Kommentar von deradhsnoah
20.10.2012, 00:15

danke für die Antwort, doch als ich sechs oder grade sieben war wurden mit mir tausende Tests gemacht und nach einer unheimlich langen Zeit kamdann so heraus, dass ich ADHS habe

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Hallo deradhsnoah,

Du, ich kann Dich verstehen, ich wollte auch kein Ritalin schlucken. (!!!)

Ich selbst habe kein ADHS, jedoch habe ich sehr oft gelesen, dass zum Beispiel ZUCKER absolutes Gift für ADHS` ler ist, ........ versuche vor Zucker regelrecht weg zu laufen!

Ich kann mir wirklich vorstellen, dass die gesunde (wirklich gesunde) Ernährung Dir bei Deiner Konzentration und Deiner Unruhe helfen kann.

Limo, Cola, Süsssäfte, Schockolade und all das Zeugs sollte echt ein : No Go!!! für Dich sein.

Hast Du schon Übungen für Dich, die Dich beruhigen können?

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Erzähl das unbedingt deinen Lehrern, vor allem das mit den anderen Jungs! Unbedingt! Hab deiner Mama was zu dem Thema erzählt, war nämlich auch auf nem Internat und es war echt ne miese Erfahrung. Ob deine Mama will oder nicht, bring sie dazu mit dir zu reden, das ist ihr Job als Mutter. Und wenn du kannst, sprich nochmal mit den Ärzten über das Ritalin. 70mg sind verdammt viel und das Zeug ist einfach soo schädlich. Hab mit Kids zusammengelebt die das genommen haben, die waren auch nicht mehr sie selber :/

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