Meine Mutter will keine "Mutter" mehr sein?

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9 Antworten

Ohjeh ...

Niemand wird geprüft, ob er oder sie in der Lage ist, ein Elternteil zu sein. Und wenn es denn so weit ist, wollen viele ein ganz anderes Leben führen - am besten eins ohne Verantwortung.

Schreib mal dem Jugendamt eine mail. Aber sprich vorher noch einmal mit Deiner Mutter - auch, wenn sie nicht will - und sag ihr, wenn sie nichts ändern will, dann holst Du eben Hilfe vom Jugendamt, denn so kann es nicht weitergehen.

Sofort das Jugendamt informieren! Wenn die Zustände wirklich so katastrophal sind, wie du es beschrieben hast, bringt es nichts, wenn du und deine Geschwister weiterhin bei eurer Mutter bleiben!

Wenn du das für eure Gemeinde zuständige Jugendamt informierst, schicken die jemanden zu euch, der sich die Situation bei euch zu Hause genau anschaut und mit euren Eltern und euch auch darüber spricht. 

Nur mal angenommen, das Gespräch des Fachmannes mit deiner Mutter würde auf Dauer nichts bewirken. Dann informierst du das Jugendamt erneut oder bittest einen Freund, Verwandten oder Bekannten, das für dich zu erledigen, nur für den Fall, dass deine Mutter...nun ja, gerne vermeiden möchte, dass das Jugendamt nochmal vor der Haustür steht, ohne dass sie etwas an ihrem Lebensstil geändert hat. Wenn das Jugendamt feststellen sollte (wovon ich aufgrund deiner detaillierten Beschreibungen ausgehe), dass dir und deinen Geschwistern eure häusliche Situation nicht zugemutet werden kann, holen sie euch aus eurer Familie und entscheiden dann, wohin ihr kommt.

Und deinem Vater empfehle ich, sich von deiner Mutter zu trennen und sich ggf. eine andere Frau zu suchen. Du sagst, euer Haus sei ein Schweinestall, dann muss er ja entweder nach der Arbeit zusätzlich noch den ganzen Haushalt machen oder wie auf der Müllkippe leben (im übertragenden Sinne). Das macht seine Gesundheit auf Dauer nicht mit, meine Mutter ist auch schon mal wegen Überlastung im Haushalt zusätzlich zu ihrem Vollzeitjob zusammengebrochen. Sie musste ins Krankenhaus. Diagnose: Kreislaufkollaps. Das kann auch durch Überarbeitung ausgelöst werden - und tödlich enden!

Ein Kind sollte nicht schlafen müssen, sondern schlafen können, wenn es müde ist. 
Egal, wie alt.

Einen Schulabschluss lässt sich nachholen.
Mich nervt es, wenn manche hier ihre Kinder bzw. Geschwister nur nach ihren Leistungen beurteilen und diese gar nicht (mehr) als Menschen wahrnehmen.

Da wird gewertet, verurteilt, geschimpft - unter dem Gesichtspunkt, dass die Betreffenden ja nicht wie ein gut geöltes Uhrwerk funktionieren.

Das Thema Schule könnte der Vergangenheit angehören, wenn sich jeder (auch die zwischen 6 und 18 Jahren) ihren eigenen - für sie wirklich passenden - Bildungsort aussuchen könnten.
Damit meine ich nicht nur Schulen.

Möglich, dass deine Mutter einen großen Nachholbedarf hat, was ihre Jugend anbelangt.
Ich weiß ja nicht, was sie in dieser Zeit machen bzw. nicht machen durfte.

Übrigens arbeitet deine Mutter mehr als zwei Stunden.
Sie bekommt nur die zwei Stunden bezahlt. Das nennt sich dann Minijob.

Frag sie doch mal nach ihren Bedürfnissen, wie sie sich fühlt.
Aber nicht nach ihrem Job.

Echte Zwischenmenschlichkeit kann ich auf keiner Seite erkennen.

Naja,nach 16 Jahren und kein Ende abzusehen, scheint es deiner Mutter gerade ein bisschen zuviel geworden sein, und sie entflieht in die Fatasiewelt des Internets.

Rede mit deinem Vater darueber und ueberlegt, wie ihr eurer Mutter helfen koennt, statt euch ueber sie zu beklagen. Und glaub mir, auch wenn es scheint, dass sie nichts tut - aus Erfahrung: Mutter sein ist ein 24/7 Job ohne Urlaub.


BigDreams007 23.02.2017, 21:44

Ja das ist es ABER wenn ich mich für diesen "Job" entscheide muss ich ihn auch durchziehen - EGAL ob ich grade "Bock" drauf habe oder nicht....

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Steffile 23.02.2017, 21:50
@BigDreams007

Tut sie ja, bloss bedingt. 

Ehrlich gesagt wuerde ich meiner 16 jaehrige Goere, die sich ueber den Schweinestall beklagt, statt mal selbst was zu machen, eine husten.

Diese Mutter zeigt ihren Unwillen halt anders vielleicht reden sie in der Familie nicht so miteinander.

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kiniro 24.02.2017, 19:11
@Steffile

Ich hoffe, dass du deine 16-Jährige nicht persönlich als "Göre" bezeichnest.

Wäre ich diese, würde ich erst recht nichts machen.

Auch 16-Jährige haben einen respektvollen Umgang verdient.

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Steffile 24.02.2017, 20:51
@kiniro

Meine Goere ist erst 10, aber um die geht es nicht. 

Ich finde, wie die Fragestellerin ueber ihre Mutter redet, sehr respektlos: sie ist Vollzeitschulerin und die Mutter bringt den gewuenschten Service nicht. Hallo?

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Ich kann den Frust deiner Mutter sehr gut nachvollziehen. Hausfrau und Mutter ist der undankbarste "Job" überhaupt, wenn man von seiner Familie weder Anerkennung noch Unterstützung erfährt- und stattdessen immer nur Forderungen, Forderungen, Forderungen kommen...

Ich kann auch deinen Frust gut nachvollziehen, denn durch ihr Verhalten, sorgt eure Mutter für "Unbequemlichkeit".

Hausarbeit ist eine Arbeit, die nur bemerkt wird, wenn sie liegen bleibt!

Hausarbeit ist eine immer wiederkehrende. langweilige Tätigkeit, die nicht gedankt oder bezahlt wird.

Da sie anscheinend keine ertschätzung durch euch erfährt, holt sie sich diese in der Scheinwelt des Internets. Traurig für eure Mutter, dass das der einzige Weg für sie zu sein scheint, auf dem sie Annerkennung- wenn auch nur scheinbar- erfährt.

Wenn sie sagt, dass ihr "keine Familie" seid, dann meint sie es wahrscheinlich auf die Weise, dass ihr in ihr nur einen dienstbaren Geist seht, der für eure Bequemlichkeit zu sorgen hat- und ihre eigene Zufriedenheit daraus schöpfen soll, wenn IHR zufrieden seid?! Seeehr unbefriedigende Situation!

In einer Familie sollte ein Gleichmaß an Geben und Nehmen herrschen, anscheinend nehmt ihr anderen aber nur, und nehmt eure Mutter nicht mehr als eigenständigen Menschen mit ureigenen Bedürfnissen und Wünsche wahr.

Vielleicht hat sie sich in der Vergangenheit "zu gut" um eure Bedürfnisse gekümmert- und jetzt bleiben ihre auf der Strecke.

Eure Mutter ist mehr als nur ein Dienstbote, mehr als nur Mutter, Ehefrau, Köchin und Putzfrau. Sie ist ein MENSCH!

Und nach 19 Jahren Familiendienst darf Frau auch ruhig mal "die Schnauze voll" haben, vor allem, wenn deine Grundeinstellung die der restlichen Familienmitglieder wiederspiegelt.

Tasha 10.03.2017, 15:34

Na ja, aber SIE ist die Mutter! Sie ist eine der Erwachsenen! Wenn sie Probleme hat, sollte sie das mit ihrem Mann besprechen. Als Erwachsene müsste sie in der Lage sein, ihre Zeit einzuteilen und Problemlösungen zu finden. Sie könnte sich z.B. eine Internetzeit erlauben, wenn die Kinder in der Schule sind. Dass man leise Musik hört, wenn andere - egal, welchen Alters - schlafen wollen, ist mMn normal. Dass Kinder Aufmerksamkeit, Lob und Bestätigung sowie Geborgenheit brauchen, auch. Man könnte als Mutter dafür eine kurze Zeit am Tag reservieren, in der man den einzelnen Kindern zuhört oder alle paar Tage etwas mit einem Kind gemeinsam machen (es muss kein Tagesausflug sein, es kann auch gemeinsam Einkaufen und dabei miteinander reden sein).

Wenn man als Erwachsene merkt, dass man Sachen nicht mehr gebacken bekommt und Familienmitglieder, besonders Kinder, leiden, könnte man überlegen, wie man das Problem löst. Sucht man sich eine Putz- und Kochhilfe? Die gibt es teilweise stundenweise für kleines Geld. 

Organisiert man seine Alltag anders?

Bespricht man mit dem Mann, dass man mal eine Auszeit braucht und ein paar Tage oder Wochen "Urlaub" macht (entweder wegfahren oder zu Hause "entschuldigt" sein und mal nichts machen)?

Man kann auch als Erwachsene merken, dass man sehr viel Zeit im Internet verbringt und überlegen, woran das liegt und wie man das runterschrauben kann. Was gibt einem Facebook und Co? Wie kann man sich das außerhalb des Netzes holen? Haben Handy und Computer Vorrang vor Kindern, die vor einem stehen und mit einem reden wollen? Wenn ja, sollte man deren Gebrauch in eine andere Tageszeit legen? Kann man eine Stunde am Tag für die Kinder reservieren und vielleicht jeden Tag besondere Aufmerksamkeit einem anderen Kind widmen, damit man sich nicht überfordert?

In einer Familie gibt es nicht nur Geben oder nur Nehmen. Eltern sollte auch Kraft aus der Interaktion mit ihren Kindern schöpfen. Wenn sie merken, dass das nicht so ist, dass Zeit, die mit den Kindern verbracht wird, nur verschwendete Zeit ist, die man nicht im Internet verbringen kann, sollte man überlegen, woran das liegt und wie man das ändern kann.

Immerhin ist man selbst der Erwachsene, das Kind ist von einem abhängig. Vor allem das kleine Kind braucht noch in vielen Aspekten die Mutter, hat keine Alternativen dazu; aber auch eine 16jährige braucht noch in einigen Aspekten die Mutter, auch wenn sie ihre soziale Interaktion mit Freunden haben kann.

Vieles kann man lösen, indem man mit dem Mann mögliche Änderungen bespricht, die ALLEN zugute kommen. Nicht Änderungen, unter denen man selbst oder die Kinder einseitig leiden müssen. Man wird aber nichts ändern, wenn man den Kindern erklärt, dass Hausarbeit eine Last ist, die von einem (Mutter) zum anderen (Kinder) geschoben werden muss, und dass derjenige, der sie macht, schlussendlich die A-Karte gezogen hat. Wenn man schon selbst überfordert ist, müsste man wissen, dass auch die Kinder überfordert ist. Man kann auch Hausarbeit gemeinsam machen, so dass sie Spaß macht - dazu muss man aber vorher überlegen, was wie gemacht werden soll - und so Zeit mit den Kindern verbringen,in der sie z.B. auch mal ihre Sorgen erzählen können und man zuhört.

Schuldzuweisungen bringen aber keinen weiter. Und einfach den Kopf in den Sand stecken auch nicht. Das sollte die Mutter eigentlich wissen. Das Jugendamt ist mMn der letzte Ausweg; vorher kann man versuchen, mit Hilfe von Tipps (gibts im Internet reichlich oder in speziellen Büchern), den Alltag besser zu organisieren, sich selbst Auszeiten und Kraftquellen (Hobbys, Treffen mit Freunden etc.) zu reservieren und für jedes Kind noch genug Zeit zu haben (z.B. klassische Zu-Bett-Geh-Rituale für die Kleine und hin und wieder mal ein kleiner Ausflug etc. mit der Großen).

@ StylesTommo:

Könnt ihr mit eurem Vater einen oder mehrere Tage organisieren, in denen ihr das Haus auf Vordermann bringt (ohne Mama), so dass keiner davon überfordert wird (kleine Einheiten/ Aufgaben) und ggf. einen Essensplan einfacher Mahlzeiten erstellen, den Du und Dein Bruder oder der Vater auch bewältigen könnten, so dass man gesundes, aber leicht zuzubereitendes Essen (Gemüseauflauf, Nudeln mit Gemüsesauce, Backkartoffel mit Salat etc.) zubereitet? Darin kann man auch die Kleine einbinden, dann hat sie soziale Einbindung und ist stolz aufs Mithelfen.

Sucht euch online diverse einfache Rezepte - Chefloch, La-tartine-Gourmande, Tartelette.blog zum Beispiel - und fangt einfach mal an. Vieles kann man fast fertig kaufen (TK-Gemüsemischung), so dass man sich Arbeit spart. Anderes kann man auf Vorrat portionsweise einfrieren. Gemeinsam eine Pizza zu machen, kann auch eine schöne Gemeinschaftsaktion für alle sein, die Spaß macht und Essen bereitstellt. Überrascht doch mal eure Mama mit so etwas (nach Absprache mit dem Vater).

Viele Rezepte erfordern nur gerne Vorbereitungszeit; in der Back- oder Garzeit kann man schon mal die Küche saubermachen ist schnell fertig.

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Deine Mutter übernimmt die Rolle der 16jährigen Rotznase und du übernimmst die Mutterrolle, so liest sich das für mich grad. Von deiner kleinen Schwester hast du schon geschrieben. Was sagt dein Vater? Was sagt dein Bruder? Und wie lange geht das schon so?

In erster Linie wäre es wohl an deinem Vater, sich mit deiner Mutter auseinander zu setzen. Wenn die alte Rollenverteilung nicht mehr funktioniert, dann muss eigentlich das Elternpaar miteinander verhandeln, wie es weiter gehen soll. Wenn er das nicht tut, dann steht es gar nicht gut um die Beziehung...

Gibt es noch andere Vertraute, Verwandte, die man einbeziehen könnte? Eine Oma oder ein Geschwister deiner Mutter?

Deine Mutter will, denke ich, nochmal jung sein.

Ihr solltet Euch Hilfe vom Jugendamt (Familienhelfer) holen. Denn so, wie es jetzt ist, kann es nicht weitergehen.

wass sagt den dein vater zu dieser situation der kan dir doch helfen wen nicht must du zum jugendamt  wie alt bist du eigentlich es kommt mir so fohr als währst du der älteste und auch der fernünftigste finde ich übrigens bemerkenswert wie du dich darum kümmerst 

Es klingt so, als hätte deine Mutter ein ernstliches psychisches Problem. 

Eine Therapie wäre wohl angebracht.

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