Meine Mutter ist 2011 verstorben. Meine Schwester hat sich 2012 3.000 € genommen ohne mein Einverständnis. Kann ich das einklagen oder ist das verjährt?

9 Antworten

Hier sind mehrere Faktoren zu beachten.

1. Das ausgereichte Darlehen der Mutter an den OP i.H.v. € 3000.---;

2. die nachlassrechtliche Erbauseinandersetzung;

3. die Verjährungsfristen.

Das Darlehen der Mutter an den OP ist eine Forderung, die - sofern die Schenkung nicht belegbar ist - ebén auch als Forderung in die Erbmasse fällt. Somit wäre durch den OP diese Summe in die Erbmasse zurückzuführen, und zwar *vor* Verteilung.

Dass die Schwester zum Ausgleich sich eben jene Summe aus der Masse entnommen hat, ist zwar unzulässig, mag sich aber auf dem Wege der Erbauseinandersetzung entsprechend relativieren. Selbst *wenn* sich die spätere Umwandlung in die Schenkung belegen lässt, bliebe immer noch die Anrechnung selbiger auf den dem OP zustehenden Erbteil.

Zivilrechtlich ist die Sache übrigens am 31.12.2015 verjährt. Es bleibt die Frage, wie die beiden Geschwister das Erbe insgesamt untereinander aufgeteilt haben; das aber lässt sich anhand der eingestellten Details (bzw. dem Mangel an ebendiesen) nicht beurteilen.

Ihr Einverständis war zu keiner Zeit erforderlich!

Ihre Mutter konnte mit ihrem Geld zu Lebzeiten verfahren, wie Sie dies für richtig hielt.

Sie hätte es genau so gut aus dem Fenster werfen können, ohne  dass es dazu Ihrer Zustimmung bedurft hätte!

Welchen Beweis haben Sie für die Veruntreuung von Geld aus dem Erbe nach Ihrer Mutter durch Ihre Schwester?

Wurden evtl. Beerdigungskosten daraus bezahlt?

Ihre Mutter konnte mit ihrem Geld zu Lebzeiten verfahren, wie Sie dies für richtig hielt.

2012 als das Geld genommen wurde, war die Mutter doch schon tot, wenn sie 2011 gestorben ist.

1

Entscheidend ist, ob es sich um eine Forderung handelt, die fällig und bekannt ist. Bei einer (gewöhnlichen) Forderung beträgt die Verjährungsfrist 3 Jahre ab Ende des Jahres in den die Forderung fällig und den Gläubiger bekannt ist. 

Allerdings geht es hier nicht um eine Forderung, sondern um eine Erbauseinandersetzung. Der Weg ist der, das die Auseinandersetzung des Nachlasses verlangt wird. Hierbei sind auch die 3000€ auseinanderzusetzen.

Meine Mutter hatte mir zu Lebzeiten 3.000 € geborgt und später
geschenkt. Sie hat es sich genommen, weil sie denkt, es steht ihr zu,

Ob es sich bei der Schenkung um eine Ausgleichspflichtige Ausstattung handelt oder nicht, wäre im Einzelfall zu beurteilen.

Was möchtest Du wissen?