Meine Mutter hat ein Alkoholproblem aber merkt dies elbst nicht. Was kann ich/meine Geschwister tun?

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10 Antworten

Das ist genau das Problem mit alkoholkranken Menschen, sie nehmen das selber gar nicht wahr bzw wollen das nicht und spielen die Situation herunter. Ohne professionelle Hilfe kommt so gut wie niemand davon los, deswegen spricht man ja auch von Alkoholkrankheit. Natürlich muss der Betroffene auch zumindest den Ansatz eines Willens zeigen sich helfen zu lassen. Leider passiert das meist erst in einem Stadium wo die körperliche und geistige Zerstörung schon so weit fortgeschritten ist dass es dem Betroffenen deutlich die Lebensqualität nimmt. Es gibt da Beratungsstellen, da würde ich mich mal hinwenden. das geht ganz unverbindlich. Und ich würde mich da mal beraten lassen wie man das am Besten angeht.



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erstmal, ein rat für dich: ja, reden hilft. es hilft sehr. am besten mit menschen, die dich verstehen können. schau evtl mal, ob du in deiner gegend ne selbsthilfegruppe für angehörige findest.

für sie tun kannst du nichts. so leid es mir tut :( solange sie selbst das problem nicht als soclhes sieht, wird sich nichts ändern. trocken werden ist harte arbeit, das nötige durchhaltevermögen hat der betroffene nur, wenn es sein eigener wille ist, um jeden preis aufzuhören. und das kann nicht von außen quasi herbeigezwungen werden, das muss von ihr kommen.

deine eltern sollten ihre enkel nur zur aufsicht bekommen, wenn dein vater die aufsicht übernimmt oder deine geschwister mit anwesend sind. ein alkoholiker ist keine geeignete aufsichtsperson, in mehr als einer hinsicht. die bauchschmerzen sind völlig richtig, lasst euch nicht einreden, dass das alles nur halb so wild ist, und es "doch nicht sein kann", dass die großeltern ihre enkel selten sehen. der schutz der kinder ist wichtiger!

du hast gefragt, was du und deine geschwister tun können.. grenzen ziehen. dafür sorgen, dass ihr ein möglichst gutes, entspanntes leben habt. ja, sie hat (und verursacht) massig probleme. aber das sind ihre. nicht eure. macht es nicht zu euren (und ja, alkoholiker essen meist zu wenig und schlafen schlecht; und dem ganzen verdauungstrakt tut das nicht soo gut). das ist vor allem für dich wichtig; diese zwei gesichter, die du beschreibst.. das ist recht üblich. versuch, dich so gut es geht von dem "bösen" gesicht abzugrenzen. beispielsweise das zimmer verlassen, wenn sie böse wird. dich nicht auf diskussionen einlassen, das führt zu nichts. ja, das wird konflikte geben. mit deiner mutter, weil du den finger darauf legst, dass mit ihr etwas nicht stimmt, und sie das nicht sehen will; evtl auch mit deinem vater, aus ähnlichen gründen. es gibt da ne persnlichkeitsstruktur, die sich "co-abhängigkeit" nennt und die bei partnern von trinkern oft zu finden ist.. dazu gehört, zu versuchen, die entstehenden probleme vor allen, inklusive sich selbst, zu verstecken und herunterzuspielen.

und.. ich würde dazu raten, so früh wie irgend möglich auszuziehen.

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Hallo RatedGhost!

Eine Frage vorab: Wie alt bist Du? Danach richten sich auch ein wenig die Hilfsangebote für Dich. Eine Selbsthilfegruppe für betroffene Angehörige halte ich auch für sehr wertvoll. Zum einen, weil Du mit dieser Problematik nicht allein bist und zum anderen, weil Du Dir dort mal alles von der Seele reden kannst.

Hier gibt es allerdings Unterschiede. Es gibt Gruppen, in denen ein Austausch stattfindet und andere, in denen Gesagtes nicht kommentiert/ diskutiert wird. Da musst Du für Dich die richtige finden. Es gibt auch spezielle Angebote für Kinder von Alkoholabhängigen Eltern.

Am wichtigsten finde ich aber, dass Du was für Dich selbst tust. Denn das Leben mit Abhängigkeitserkrankten dreht sich in der Regel während der Konsumphase um den Abhängigkeitserkrankten (weil Angehörige helfen möchten) und auch in der Abstinenzphase wieder nur um den Erkrankten (weil man ihn/ sie in der Abstinenz unterstützen möchte).

Oftmals bleiben Angehörige mit ihren Bedürfnissen und Wünschen auf der Strecke. Wichtig ist aber, diesen nachzugehen. Denn Deine Mutter ist für ihr Handeln selbst verantwortlich, so absurd das für den alkoholisierten Zustand auch klingen mag. Die Einsicht in die Erkrankung kann ihr niemand geben, wie in den anderen Beiträgen schon erwähnt.

Für Dich gilt es, Dich selbst zu schützen! Nur dafür trägst Du die Verantwortung, nicht aber für das (Nicht-) Handeln Deiner Mutter/ Eltern.

Das heißt auch, zu gucken, an welcher Stelle Du Deine Mutter unterstützt und was ihr wirklich helfen kann. Heimlichkeiten unterstützen die Sucht. Jeder Schritt Deiner Mutter in Richtung Hilfe annehmen oder gar Abstinenz ist unterstützenswert. Jeder Schritt in der Abhängigkeit zu verharren eben nicht. Und das - trotz aller Liebe - konsequent. Auch Deine Brüder sollten konsequent auf die Kinderbetreuung durch Deine Mutter verzichten. Erst, wenn eine Notwendigkeit zur Verhaltensänderung besteht (durch Euer konsequentes Verhalten), kann so etwas wie ein Problembewusstsein und Veränderungsmotivation bei Deiner Mutter entstehen.

Ich wünsche Dir viel Kraft und den Mut, Dich an helfende Stellen zu wenden! Du musst das nicht allein schaffen! Es gibt viele, denen es genauso geht wie Dir...

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Geht mal selber zu einer Beratungsstelle für Alkoholabhängige und erklärt euer Problem, die werden sicher besser weiterhelfen können als wir es hier können

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Kompliziertes Thema- welches man hier sicherlich nicht in aller Ausführlichkeit diskutieren kann. Richtigerweise wurde hier schon geschrieben, dass bei einer Suchtproblematik- bzw. deren Bekämpfung- immer eine Problemeinsicht bei dem Betroffenen vorliegen muss. Bei deiner Mutter scheint dies ja nicht der Fall zu sein- oder sie tut zumindest so. Der erste Schritt kann daher eigentlich nur sein konkrete Probleme (und die Sache an sich) durch den Alkoholkonsum klar aufzuzeigen bzw. zu benennen. Auch wenn Schwierigkeiten zu erwarten sind, ist dabei eine schonungslose Offenheit meistens sinnvoll- sprich direkt alle Punkte die du hier aufgezählt hast solltest du so direkt deiner Mutter (am besten mit deinen Brüdern zusammen) vortragen- und jedes mal wenn sie sich übergibt, nicht schlafen kann oder sonstwas- unmittelbar darauf ansprechen. Darüber hinaus sind Suchtberatungsstellen auch dafür gedacht Angehörige von Suchterkrankten zu beraten- solltest du dir mal überlegen, dich dort beraten zu lassen.



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Hallo!

Stöbere mal auf der Webseite al-anon.de. Al-Anon ist eine Selbsthilfegemeinschaft für Menschen, die Probleme durch den Alkoholismus eines nahestehenden Menschen haben.

Es ist leider so, dass verleugnen, verharmlosen und vertuschen zu dieser Krankheit gehört. Bei Al-Anon kannst du offen über alles, was dich belastet, reden, und wirst durch die Erfahrungen anderer zu Lösungen kommen, dass es dir besser geht. Und manchmal ist die Nebenwirkung, dass der alkoholkranke Mensch dann den Wunsch bekommt, mit dem Alkoholtrinken aufzuhören - das durfte ich selbst mit meinem Mann erleben!

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Hallo.

Ich spreche aus Erfahrung, denn meine Mutter war mehrere Jahre meiner Kindheit Alkoholsüchtig.

Was hilft? Ein gerader Schnitt - knall ihr alles hin, ihr gesamtes Verhalten, deine Gefühle, ihre Dummheit (Entschuldigung) was sie sich dabei denkt, droh mit dem Jugendamt. Und wenn das nicht hilft, dann GEH zum Jugendamt - führe Tagebuch über ihren Konsum, wann sie trinkt, was dein Vater tut.
Ich habe früher geschwiegen - und das war der größte Fehler, den ich machen konnte. Anfangs war es nicht schlimm, aber irgendwann wurde es so belastend für mich, dass ich förmlich spüren konnte, wie mein Herz zerrissen ist, und die Suizidgedanken sich gehäuft haben.
Es mag wie ein riesiger, unmöglicher Schritt erscheinen zum Jugendamt zu gehen, aber wenn es nicht anders geht, dann überwinde dich - oder rufe zumindest ein Jugendtelefon oder eine Seelsorge an, denn wie du schon am Ende richtig bemerkt hast hilft es unglaublich, zu reden - vor allem/ auch mit fremden Personen.

Viel Glück und Kraft, du bist nicht alleine, denk dran. Und mach bitte JETZT etwas - später wird nicht reichen, denn ob du es bereits merkst oder nicht, deine Psyche wird ab jetzt gewaltig belastet, ebenso deine Seele - ich selbst bin nach wenigen Jahren zerbrochen, innerlich.

LG

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solange deine Mutter kein Einsicht hat, kannst du es vergessen! Du hast ja selbst geschrieben, dass ihr schon versucht habt, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Deine Eltern werden es spätestens dann merken, wenn du mal ausziehst und niemand mehr auf Besuch kommt. Meine Exfrau hat auch genau so ihre ganze Familie verloren (Mann/also ich, Kinder, Enkel).

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Ohne die Einsicht und Bereitschaft Deiner Mutter an der Situation was zu ändern, kannst du da nicht viel machen

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Hey wende dich am besten ans Blaue kreuz oder das jugendamt. Die werden dir, deinen geschwistern und deinen eltern helfen. Hab keine angst dic an die zu wenden, die wurden für sowas ausgebildet und wissen am besten, wie man euch helfen kann.

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