Meine Mutter hält mich immer gleich für magersüchtig, wenn ich mal nicht so viel essen möchte, was soll ichr sagen damit sie mir glaubt, dass ich es nicht bin?

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10 Antworten

Ich würde versuchen ihr verständlich zu machen das ich die Situation verstehen kann, nachvollziehen kann wie sehr sie sich sorgt. Das ich weder meiner Familie noch mir dies antun wollen würde.

Ich würde versuchen zu vermitteln das ich mitten in der Pubertät bin, sich der Körper im Wachstum/ in der Entwicklung befindet - und daher der Appetit/ das natürliche Hungergefühl/ Sättigungsgefühl etwas variieren kann.

Apropos, natürliches Hungergefühl: Es ist wichtig für den eigenen Körper wenn man darauf achtet. Auf das natürliche Hungergefühl/ aber auch das Sättigungsgefühl. Denn dies zu ignorieren, sich abzutrainieren (indem man garnichts isst/ oder indem man dann isst wenn man essen muss obwohl noch kein Hunger/ Appetit da ist - indem man über das Sättigungsgefühl hinaus isst) ist auf Dauer ungesund für den Körper.

Beide Richtungen wirken sich negativ auf den Körper und die Gesundheit aus: Dem Körper Nahrung vorenthalten - den Körper über die Maßen mit Nahrung zustopfen.

Der Mittelweg lautet: Achte auf dein natürliches Sättigungsgefühl. Dieses wird unter anderem auch beeinflusst von deiner aktuellen Laune, deinem Gesundheitszustand, vom Wetter. Kann also durchaus mal leicht variieren.

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Versuche Deine Mutter auch ein klein wenig zu verstehen. Dadurch, dass Deine Schwester an Magersucht erkrankt war, bestehen bei Deiner Mutter natürlich wahnsinnige Ängste. Vermutlich wird es auch so gewesen sein, dass Deine Mutter die Erkrankung Deiner Schwester anfangs nicht bemerkt hat. Um so aufmerksamer ist sie jetzt und wenn Du mal nicht essen möchtest, gehen bei ihr gleich die Alarmglocken an. Das kann man absolut nachvollziehen, aber für Dich ist es natürlich lästig.

Setze Dich mal ruhig mit Deiner Mutter zusammen. Sage ihr, dass Du sie gut verstehen kannst, weil sie Angst hat, dass bei Dir die gleiche Erkrankung ausbricht. Sage ihr aber auch, dass Du nicht wie Deine Schwester bist und nur weil Du mal keinen Appetit hast, bedeutet das nicht gleich, dass auch Du an Magersucht leidest.

Du solltest aber wirklich darauf achten, dass Du häufig in Gegenwart Deiner Mutter isst und bitte gehe hinterher nicht sofort auf die Toilette. Deine Mutter muss sehen, dass Du wirklich etwas gegessen hast und dieses nicht hinterher sofort wieder auf der Toilette entsorgst. Wenn es solche Momente oft genug gibt, kommt Deine Mutter auch besser damit zurecht, wenn Du mal nichts essen möchtest.

Wenn diese Ängste Deiner Mutter aber so wahnsinnig groß sind, dass sie mehr oder weniger die komplette Familie betreffen, wäre es langfristig gesehen auch nicht verkehrt, wenn die komplette Familie mal eine Familientherapie machen würde, in welcher die Zeit der Magersucht Deiner Schwester verarbeitet wird und die Ängste besprochen werden, welche jetzt immer noch sehr stark bei Deiner Mutter vorhanden sind.

Ich habe auch so einen Fall in der Familie. Zwei Töchter meiner Cousine waren schwer an Magersucht erkrankt (so schwer, dass sie bei einer Körpergröße von über 170 cm nur noch unter 40 kg gewogen haben). Meine Cousine hat diese Erkrankung erst sehr spät als solche wahrgenommen und macht sich jetzt natürlich wahnsinnige Vorwürfe und schaut um so mehr nach ihrer jüngsten Tochter. Auf jeden Fall hat die komplette Familie eine Psychotherapie gemacht und seitdem klappt es auch viel besser.

Versuche Deine Mutter ein klein wenig zu verstehen und Dein Essverhalten ihr gegenüber ein wenig so zu gestalten, dass sie damit leben kann. Du solltest aber wie gesagt, wirklich mal ruhig mit ihr über dieses Thema sprechen.

Ich wünsche Dir alles Gute

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Kommentar von Sternenmami
21.08.2016, 11:15

Du schreibst unter einer anderen Antwort, dass ein ruhiges Gespräch wohl nicht möglich sein wird. Das war damals bei meiner Mutter auch immer so. Deshalb habe ich irgendwann angefangen, meine Sorgen und Probleme in schriftlicher Form zu fixieren und habe ihr das dann überreicht. Ein Brief hat auch noch einen großen Vorteil. Ein gesprochenes Wort ist schnell vorbei und wieder vergessen. Ein geschriebenes Wort aber bleibt!!!

Bei meiner Mutter hat das super gut funktioniert. Versuche es doch einfach mal. Aber bitte immer unbedingt mit etwas positivem anfangen. Nicht sofort mit Vorwürfen beginnen, bzw. Vorwürfe nach Möglichkeit komplett weglassen. Schreibe einfach, dass Du Verständnis dafür hast, dass sie eben diese Ängste wegen der Magersucht hat, aber dass Du ein ganz anderer Mensch bist als Deine Schwester und eben nicht in Gefahr bist, an einer Magersucht zu erkranken. Naja, und die Familientherapie kannst Du ja auch mal ansprechen. Ich glaube, die könnte Eure ganze Familie mal sehr gut gebrauchen.

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Sag ihr, dass es bei dir etwas ganz anderes ist, weil du dich nicht dick findest, weil du nicht abnehmen willst, weil du nur einfach nichts mehr essen willst/kannst, da du keinen Hunger mehr hast.

Bei vielen Kindern ist das Sättigungsgefühl nicht mehr da, es ist abtrainiert worden, weil die Eltern immer wollen, dass ihre Kinder mehr essen, als sie brauchen.

Ich musste z.B. meinen Teller immer leer essen, obwohl ich eigentlich schon satt war. Das ist mir leider geblieben, ich verspüre heute noch den Drang, meinen Teller leer essen zu müssen.

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Wie wäre es, wenn du dich mal ruhig mit deiner Mutter hin setzt, ihr erklärst wie du zum Essen stehst, wie du die Zeit, als deine Schwester daran gelitten hatte, wahr genommen hast. Ich schätze für dich war das auch keine schöne Zeit. Ganz klar stellen, dass du nicht vor hast Magersüchtig zu werden, du nur manchmal keinen Hunger hast. Man kann ja auch nicht 24/7 essen.

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Kommentar von IsaSparkle
21.08.2016, 11:05

RUhig mit ihr hinsetzten geht gar nicht ...:(

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Das wirst du nicht ändern, das gehört einfach zu deiner Mutter. Sie hat in dieser Hinsicht einfach panische Angst. Sobald du akzeptierst, dass diese Angst zu ihr gehört ist es für dich einfacher damit um zu gehen. Vielleicht gelingt es dir ja das eine oder andere mal mit Humor zu reagieren. Oder ihre Angst einfach schon vorweg zu nehmen indem du es gleich selbst sagst.

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Rede mit ihr , schreib ihr nen brief :) oder geht alle zusammen zur familientherapie :)

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Vielleicht mal in ruhe mit deiner Mutter das Gespräch suchen.

Wenn sie es absolut nicht verstehen will, dann solltest du auch mal Familienmitglieder zur Hilfe holen.

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Kommentar von IsaSparkle
21.08.2016, 11:06

In Ruhe geht nicht mit ihr. Und ich weiß nicht, welche Familienmitglieder ... meinen Vater sehe ich meistens nur im Vorbeigehen, wenn er denn mal von der Arbeit kommt. Und mit meiner Schwester damit anzufangen ist keine gute Idee.

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Geh zum Arzt und lass dir eine bestätigung geben das du nicht Magersüchtig bist, und wenn sie dann nicht ruhig ist, kannst du ihr mal eine standpauke halten das sie in Therapie scheinbar muss/sollte.

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Kommentar von IsaSparkle
21.08.2016, 11:07

Wissen Sie genaueres wegen so einer Bestätigung? Also was man da machen muss?

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Du bist untergewichtig.

Sag ihr, dass du nicht willst, dass die so viel Geld ausgeben müssen, wenn du fast eh nichts von isst.

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Kommentar von IsaSparkle
21.08.2016, 11:59

Echt jetzt? Wieso bin ich unterbewichtig?? :O Ich esse je jeden Menge! Und ich seh auf jeden Fall nicht untergewichtig aus.

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Ich musste sie mal anschreien bis die es begriffen hat...

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Kommentar von IsaSparkle
21.08.2016, 10:59

Mir hört sie anders auch absolut gar nicht zu ...

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Kommentar von noodlesalad
21.08.2016, 11:00

dann schrei sie an. Mach es einfach.

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