Meine Mutter denkt, ich hätte Depressionen, wie soll ich das klären?

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13 Antworten

Das klingt nicht als ob du Depressionen hättest. Depressive Menschen leiden unvorstellbar unter ihrer Erkrankung. Vielleicht bringt es ja etwas, sich mit den wissenschaftlichen Kriteren einer Depression auseinander zu setzen.

Diese wissenschaftlichen Kriteren sind im internationalen Diagnoseverzeichnis "ICD-10" der Weltgesundheitsbehörde WHO festgehalten. Das ICD-10 ist auch jenes Werk, auf welches sich Ärzte und Psychologen bei einer Erstabklärung berufen.

Das ICD-10 kennt 3 Haupt- und 7 Nebensymptome einer Depression. Damit es zu einer Diagnose Depression kommt, müssen mind. 2 Haupt- und 3 Nebensymptome "erfüllt" werden. Und auch dann ist es erst eine leichte Depression (mehr zu den Einteilungen und weitere Infos hier: http://deprimed.de/depressionen/). Für eine schwere Depression z.B. müssen mind. 3 Haupt- und 5 oder mehr Nebensymptome gegeben sein.

Diese Symptome müssen ohne Unterbruch über mind. 2 Wochen hinweg in klinisch relevanter Stärke (also stark ausgeprägt) vor handen sein.

Hauptsymptome gemäss ICD-10 sind:

  • Freudlosigkeit und/oder Interessensverlust. Anmerkung von mir: Man kann sich ab nichts mehr Freuen, auch ab den grössten Geschenken nicht. Nichts kann einem aufheitern. Zudem verliert man das Interesse an allem was einem früher mal interessierte. Nichts interessiert einem, keine Aktivität, kein Fersehen, keine Freunde usw.
  • Antriebslosigkeit und/oder erhöhte Ermüdbarkeit. Anmerkung von mir: Man hat keine Energie für gar nichts. Sogar alltägliche Dinge wie Einkaufen gehen und Duschen können einen fast unerklimmbaren Berg darstellen. Wenn man schon das kleinste geschaft hat ist man völlig müde. Es fehlt die Energie um einen gewöhnlichen Alltag zu meistern.
  • Stimmungseinengung bis hin zum Gefühl der Gefühlslosigkeit. Anmerkung von mir: Nichts dringt zu einem durch, keine positiven Gefühle. Man ist wie von der Umwelt abgekapselt.

Nebensymptome gemäss ICD-10 sind:
- Schlafstörungen
- Psychomotorische Aktiviertheit oder Hemmung
- Suizidgedanken
- Vermindertes Selbstwertgefühl/Selbstvertrauen
- Vermindertes Konzentrationsvermögen
- Schuldgefühle
- Hoffnungslosigkeit

Ist ein bisschen viel Fachchinesisch ich weiss, wenn du etwas nicht verstehst schreibe einfach nen Kommentar.

Schau dir die Liste mit deiner Mutter mal an. Im oberen Link findest du mehr Infos.

Glaub mir. Ich habe seit 5 Jahren mit Depressionen zu kämpfen. Jemand der Depressionen hat empfindet keine Freude und auch kein Interesse. Man fühlt sich emotional völlig leer. Zudem leidet man unter so krasser Energielosigkeit dass mans knapp mal in die Dusche schafft. Obendrauf kommen Schlafstörungen usw. Es ist die Hölle.

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Kommentar von N4nPl4y5
28.10.2016, 19:19

Hab nur Antriebslosigkeit, sonst nichts.

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Wusstest du, dass Betroffene oft selbst gar nicht merken, dass sie eine psychische Krankheit haben?

Ich kann jetzt konkret von mir sprechen. Ich dachte nie, dass ich antriebslos sei, ich habe immer gemeint ist sei faul.
Das ist eins von vielen Beispielen. Meine Mutter hat auch schon etwas früher gecheckt, dass es mir nicht gut geht.

Ich will dir jetzt aber auch gar nicht einreden, dass du vielleicht krank bist. Dazu fehlt mir die Not Kompetenz und Qualifikation.

Ich würde einfach mit deiner Mutter zum Arzt gehen. Wenn du keine Depressionen hast, verlierst du einen Nachmittag, aber hast nicht mehr deine nervende Mutter und falls du doch Depressionen haben solltest, kann dir rechtzeitig geholfen werden.

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Kommentar von N4nPl4y5
28.10.2016, 21:38

Sie wird es doch trotzdem weiterhin nicht okay finden wie ich meine Freizeit gestalte...

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Ich habe (leider) ein ganz änliches Problem. Ich habe es so gemacht, dass ich dem Thema immer ausgewichen bin und wenn meine Mutter wieder irgendetwas in der Richtung gesagt hat (wie z.B. falls ich einen Arzt brauche kann ich es ihr sagen) habe ich das nicht beachtet und das Thema wo anders hingelengt oder überhaupt nichts gesagt. Ich habe einfach aufgehört mich dazu zu rechtfertigen. Irgendwann hat sie dann damit aufgehört. Vielleicht hilft es dir ja, LG

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Naja Dauer zocken macht eben nicht glücklich,ich befürchte du versuchst dich in eine online Welt zu flüchten! Wie wäre es denn mal mit einem Kompromiss? Nur 1-2 h zocken und ansonsten mal raus gehen?

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Kommentar von N4nPl4y5
28.10.2016, 17:08

1-2h? Aaalles klar.

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Kommentar von Peppi26
28.10.2016, 17:09

pro Tag

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Kommentar von N4nPl4y5
28.10.2016, 17:12

Ja, das geht doch nicht! Ich komm um 15:00 heim, mach bis 16:00 was für die Schule und dann kann ich meinen bereits genannten Hobbys nachgehen. Bis 21:00. Da bleibt mir eh nicht genug Zeit für alle Dinge die ich noch machen muss.

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Kommentar von BettyJ
28.10.2016, 17:17

Ich hab auch Kumpels die hängen sau oft vor der Konsole und denen geht es gut. Mach dir da mal keine Gedanken. Wenn ich mal die Zeit finde um mich vor die Ps4 Zugängen sieht man mich manchmal Tage nicht😋 Das hat nichts mit online Welt zutun. Sonst wären die genannten guten Freunde auch in dieser online Welt. sind sie doch nicht oder 😸 ? LG Betty

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Moin,

Das ist ziemlich schwierig. Deine Mom scheint sich einige Sorgen zu machen. Durch das wiederholte erklären bringst du sie leider nicht weiter. Sie hat vermutlich nichts zu kompensieren sondern macht sich eben Sorgen.

Nimm sie dir an einem guten Tag zur Seite und erkläre es ihr erneut. Auch Eltern haben besch***ne Tage, damit musst du leben. Sie sind eben auch nur Menschen. Wichtig ist, dass sie deine Freunde kennt und ihnen vertraut. Ich bin auch so ein Mensch (W/16) der am liebsten zockt oder ließt.

Damit wirst du wohl oder übel leben müssen. Sie wird auch irgendwann müde werden dich zu fragen. Abgeshen davon bist du glücklich und darum geht es, oder nicht?

-Lara

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Kommentar von N4nPl4y5
28.10.2016, 17:00

Ja, stimmt. Nur das Problem ist: Sie fragt mich nicht, sie nimmt es einfach an und nimmt mir z.b. das Internet weg.

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Also ich kann die Antworten von den anderen auch echt nachvollziehen, aber meiner Meinung nach muss es jetzt nicht direkt heißen das du Depressionen hast.
Auch wenn das jetzt vllt etwas weit hergeholt ist, für mich z.B. ist der Sinn des Lebens, glücklich zu sein. Und wenn ich z.B. super gern lecker esse und zocke, und das dann viel mache, kann ich am Ende sagen, ich hab das gemacht, was mir Spaß macht und was mich glücklich gemacht hat. Ich schlafe sehr sehr viel. Und die Leute sagen, man Marie, verpenn nicht dein ganzes Leben.. du bist ja schrecklich..
Aber ganz ehrlich, ich mag es einfach, und wenn ich dann am Ende meines Lebens zurückblickend sage, dass ich viel geschlafen hab in meinem Leben, dann war das doch keine Zeitverschwendung oder? Wenns mich doch glücklich gemacht hat? Viele werden das hier sicher nicht nachvollziehen können :'D Aber das ist so meine Meinung dazu.. Oh ich merke ich bin etwas vom Thema abgeschweift, sorry. Was ich noch sagen wollte war das ich auch nicht so mega viele Freunde hab und sie mich trotzdem glücklich machen. Ich denke man braucht nicht viele Freunde.. vor allem wenn man sowieso schon die besten hat ;)
Lad die doch mal öfter ein und dann könnt ihr ja auch mal zusammen zocken oder geht mal raus, lauft einfach rum oder geht in die Stadt was auch immer.. Das mit deiner Mutter wird sich schon klären
Ich wünsche dir viel Glück <3

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Hey ,

Es ist schwierig. Das was du tust kann auch nicht das richtige sein. Zu oft vor der Konsole sitzen ist auch nicht gut. Aber wenn es dir so gut geht, okay.
Es kann wirklich sein das es deiner Mum nicht gut geht und sie Angst hat das es dir auch nicht gut geht, weil du dich ja so zu sagen in deinem Zimmer verkriechst.
Deine Mam ist vielleicht die jenige die sich ein bisschen allein fühlt.
Ich weiß ja nicht wie dein Interesse daran liegt. Aber Versuch doch mal bisschen was mit ihr zu unternehmen. Dann merkt sie das es dir gut geht und ihr geht es dann vielleicht auch besser.

LG Betty

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Kommentar von N4nPl4y5
28.10.2016, 17:14

Ich unternehme gleich viel/wenig mit ihr, wie andere in meinem Alter, nur, dass ich, anstatt auf Partys zu gehen und mich ins Koma zu saufen Dinge mache, die ich allein auch kann. In meinem Zimmer halt.

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Kommentar von BettyJ
28.10.2016, 17:29

Ja okay ist ja mal egal was andere machen. In deinem Alter habe ich trotzdem relativ viel mit meiner Mutter gemacht. Das war ein Vorschlag wie es vielleicht besser ist. Ich kann dich schon verstehen, nicht jeder hat Bock auf Party, saufen usw. Und ey nicht viele Freunde zu haben ist gar nicht so schlimm. Da weiß man wenigstens das es die wahren sind.

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Meine Vermutung: Ich denke, du bist eher ein introvertierter Menschentyp. Falls deine Mutter extrovertiert ist, kann sie dich kaum verstehen.

Extrovertierte vermuten hinter introvertiertem Verhalten eine Störung, weil sie nicht begreifen, dass es sich auch ohne viel zwischenmenschlichem Kontakt super leben lässt :)


Eine Lösung habe ich leider nicht für dich und deine Mutter. Vielleicht das Buch "Still" von S.Cain (wenn das mit introvertiert - extrovertiert auf euch zutrifft).

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Kommentar von N4nPl4y5
28.10.2016, 16:58

Das trifft leider 100%ig zu... Danke :)

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Wie kommst du darauf, dass es deiner Mutter schlecht geht?

Du solltest es ihr nicht übel nehmen, dass sie sich sorgt. Schlimmer wäre es, an den Depressionen wäre etwas dran und sie würde sich dafür nicht interessieren.

Zu einer Depression gehört aber weit mehr als nur zurückgezogen zu leben.
Du könntest mal in dich horchen und schauen, ob bei dir etwas von Haupt- und Zusatzsymptomen zu spüren sind (z.B. Antriebsmangel oder Appetitlosigkeit).

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Kommentar von N4nPl4y5
28.10.2016, 17:07

Antriebsmangel schon, ja. Appetitlosigkeit rein garnicht :D

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Kommentar von peuropa
28.10.2016, 17:11

Oder:
Gedrückte Stimmung: hast du das Gefühl, andere Menschen sind glücklicher und einfach besser drauf als du?

Interessenverlust: hast du in letzter Zeit etwas aufgegeben, für das du dich üblicherweise begeistern konntest?

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Kommentar von N4nPl4y5
28.10.2016, 17:35

Nein, davon trifft nichts zu

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Mir geht's genauso, es gibt viele Leute die so sind, deine Mutter lässt dich irgendwann in Ruhe

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Scheint so als würde deine Mutter ihre Situation auf dich projizieren. Vielleicht hat es ja einen Grund dafür.

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bei mir ist es 100% genau so außer das mut den Depressionen

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Sie würde Dir gern näher bringen, dass es mehr gibt, als zu zocken, Schule und sich alle 14 Tage mal mit einem Freund zu treffen. Depressiv bist Du sicherlich nicht, nur phlegmatisch.

Du könntest an anderen Aktivitäten teilnehmen oder Dir noch ein Hobby zulegen. Sport im Verein zum Beispiel. Soetwas scheinst Du nicht zu kennen.

Ich glaube Dir, dass Du zufrieden bist. Zudem ist jede Veränderung ein Wagnis und unbequem. Ich habe es viele Jahre nicht gekannt, wie hätte ich es da vermissen können? Hab nicht gewußt, was ich verpaßt hab.

Riskiere mal eine Veränderung. Je öfter Du etwas veränderst, desto bunter wird dein Leben. Je älter Du wirst, desto schwerer wird es, selbst aktiv zu werden. Das ist es, was deine Mutter Dir beibringen möchte.

Laß Dich doch mal auf das Experiment ein! Was hast Du zu verlieren?

Mach einfach mal ein Probetraining in einem Verein deiner Wahl. 

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