meine katze 2 jahre faucht mein neues kätzchen an

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Mauis,

dieses Verhalten ist ganz normal. Das neue Kätzchen stellt für deine "alte" Katze einen Feind bzw. einen Eindringling in ihr Revier dar. Sie kennen sich gar nicht und sollen sich nun plötzlich die Wohnung teilen. Das ist eine ungewohnte Situation und bei den meisten Vergesellschaftungen wird am Anfang erstmal gefaucht, geknurrt und auch gestritten.

Deine Katze möchte ihr Revier verteidigen und der kleinen Katze zeigen wer hier der Boss ist. Diese Auseinandersetzung wirst Du auch nicht vermeiden können, wenn Du die neue Katze in ein anderes Zimmer sperrst, irgendwann werden sie sich eh begegnen.

Ich würde Dir raten, Feliway zu kaufen. Das ist eine Art Duftstecker für die Steckdose. Bringe ihn an dem Ort an, wo sich die Katzen am meisten aufhalten werden bzw. wo sie sich dann auch das erste mal richtig begegnen. Feliway ist eine synthetische Nachbildung von Pheromonen, den Wohlfühlhormonen der Katzen. Es kann helfen, die Grundstimmung etwas zu beruhigen. Man bekommt es z.B. beim Tierarzt oder im Internet bei zooplus.de. Lass das kleine Kätzchen zu der Alten dazu, also achte drauf dass deine Katze da auch gerade da und wach ist und das mitbekommt. Wenn Du denkst dass gleich die Fetzen fliegen kannst du die kleine Katze auch erst mal in eine Transportbox oder so tun und sie dann z.B. ins Wohnzimmer zu der Alten stellen. So können sie sich erstmal beschnuppern und die Kleine ist durch die Stäbe geschützt. Du solltest sie nach einer kurzen Zeit aber dort raus lassen. Stelle einige Flucht- und Versteckmöglichkeiten bereit, wie Kartons mit Löchern drin, ausgepolsterte Kisten usw. Deine Große wird wahrscheinlich erstmal fauchen und vllt auch versuchen zu hauen, die Kleine wird sich erstmal in ein Versteck flüchten. Das ist normal. versuche die Katzen dann zu beruhigen. Setze dich zum Versteck der Kleinen, aber mit etwas abstand. Vielleicht bringst du die alte Katze dazu sich zu dir zu legen. Lese dann deinen Katzen was vor. Was ist egal. Es geht um deine Stimme. Die gleichmäßige Vorlesestimme beruhigt katzen. Und die neue lernt deine Stimme so gut kennen.

Außerdem spiele viel. ALso mit den Katzen. Auch wenn erstmal nur die Große mit macht. Kleien Katzen haben einen großen Spieltrieb, es kann gut sein dass sie irgendwann nicht mehr wiederstehen kann und aus ihrem Versteck raus kommt. Dann versuche beide in ein gemeinsames Spiel zu verwickeln. Mit der Spielangel z.B. oder mit einem Laserpointer. Das klappt oftmals ganz gut, weil die Katzen beim Spielen alles um sich herum vergessen. So finden die Beiden vielleicht eher zueinander. Füttere sie gleichzeitig. Und bevorzuge keine der Katzen. Auch wenn die KLeine noch ganz neu und so süß ist. Da wird die Große natürlich eifersüchtig wenn sie merkt dass sich um die Kleine auch noch so viel gekümmert wird! Mache alles bei den Katzen gleich. Wenn Du eine bevorzugen musst wenns nicht anders geht, z.B. beim Begrüßen, dann die Große. Die Große also zuerst begrüßen. Damit sie nicht eifersüchtig wird. Die kleine kennt es nicht anders weil sie noch ganz neu ist.

Außerdem wenn du die Möglichkeit hast und noch ein Mensch bei dir im Haushalt wohnt: Zeit mit jeder Katze allein verbringen. In unterschiedlichen Räumen. Du mit der Großen z.B. im Schlafzimmer, Freund/Mann/Kind/Kumpel/Mutter etc. mit der kleinen Katze im Wohnzimmer. Die Katzen dürfen natürlich auch "getauscht" werden, damit jeder mit jeder mal Zeit verbringt. So haben die Miezen eine Ruhepause und Zeit zum Durchschnaufen voreinander. Und ihr könnt zur Neuen ein gutes Verhältnis aufbauen und der Großen zeigen, dass sie trotzdem noch gestreichelt und lieb gehabt wird ;-)

Ein bisschen Geduld und Nerven wirst Du haben müssen, so ist das bei einer Zusammenführung leider.Aber da beide Katzen noch ziemlich jung sind, dürfte die Zusammenführung nicht so lange dauern.

Hoffe ich konnte Dir etwas helfen.

Alles Gute und viel Erfolg!

PS: Es wird höchstwahrscheinlich auch mal zum Kampf zwischen den beiden kommen. Versuche bitte, möglichst nicht dazuwischen zu gehen. Sie brauchen das um ihre Rangordnung klar zu machen. Nur wenn es zu doll wird, also bevor Blut fließt, dazwischen gehen. Und dann am Besten auch nicht "als Person" sondern als äußerer Umstand, wie ein lautes Geräusch (Schlüsselbund auf Boden, Blechdose mit Steinchen drin), das unterbricht auch aber eben als ein Umstand und es bist dann nicht Du die den Kampf unterbricht.

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ich danke dir füe deine tips ich hoffe es hilft meld mcih wieder wenn ich hoffe geklappt hat :-)

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@mauis516

gerne :-)

SO schnell wird es aber nicht gehen. Wenn es gut läuft kann eine Vergesellschaftung in ein paar Stunden über die Bühne gehen, es kann aber auch mehrere Wochen dauern. Wie gesagt ich denke so lange wird es bei deinen jungen Tieren nicht werden, aber binnen ein paar Stunden wird es vermutlich leider auch nicht getan sein.

Wenn Du das Gefühl hast dass es sich nicht ein klein wenig bessert bzw. die Große die KLeine nicht in Ruhe lässt selbst wenn sie sich wo versteckt, kannst Du heute Nacht auch die Türe zu dem Raum schließen in dem die neue Katze dann sitzt. Das sollte allerdings nicht der Raum sein in dem die Große normal schläft, denn das könnte die Große natürlich nicht verstehen und würde sich total ausgesperrt fühlen. Wenn die Große normal mit im Schlafzimmer schläft denke ich aber dass es sie z.B. nicht stören würde wenn die Wohnzimmertüre über Nacht geschlossen ist. Dann hätte die Kleine in der Nacht ein paar Stunden ihre Ruhe und auch Du könntest vllt besser schlafen wenn Du weißt dass keine Angriffe zu befürchten sind ;) Am nächsten Morgen aber die Türe gleich wieder auf. Auch wenns nicht schön ist, die Tiere müssen miteinander konfrontiert werden, sonst zieht sich das ewig hin. Und so ein Streit unter Katzen sieht oftmals viel schlimmer aus als er ist - und hört sich auch dementsprechend schlimm an. Wie gesagt, geh am Besten nur dazwischen wenn Du das Gefühl hast dass es zu brutal wird und am Besten nur indirekt. Es kann sein dass dir die Große das übel nehmen würde wenn Du den Streit unterbrichst. Sie versteht die Situation ja nicht. Sie denkt nicht "FRauchen hat mir jetzt dieses Kitten mit dazu gesetzt damit ich wen zum spielen habe, wie nett!", denn sonst würde sie es gar nicht erst anfauchen. Sie denkt viel mehr "Was will dieser Eindringling hier?! Sitzt auf MEINEM Lieblingsplatz! Frisst an MEINEM Futterplatz! Benutzt sogar MEIN Katzenklo (übrigens bitte jetzt noch weitere Klos aufstellen, bei 2 Katzen min. 3 Stück). Das schlimmste ist ja, dass Frauchen nichts gegen den Eindringling tut! Im Gegenteil! Sie streichelt den Feind auch noch! Also ganz klar, diesem winzigen Ding muss ich jetzt erstmal zeigen, wer hier der Chef ist!". Wenn Du dann da dazwischen gehst, kann es für deine Katze so sein als würdest Du dich quasi gegen sie entscheiden bzw. die neue bevorzugen. Deshalb nicht als Person dazwischen gehen sondern wenn möglich die Situation durch ein lautes Geräusch oder so aufbrechen, damit sie voneinander ablassen. Wenn das nicht geht, kannst Du natürlich auch mal selbst dazwischen gehen bevor sie sich verletzen...

Wenn die Katzen sich weitestgehend ignorieren, würd' ich die Tür aber offen lassen. (Ach ja bei geschlossener türe der neuen Katze natülrich unbedingt ein Klo sowie Futter und Trinken in den Raum stellen!). Wie gesagt. Viel vorlesen und vor allem viel Spielen. Vielleicht auch ein Fummelbrett bauen, das könnte auch von der Zusammenführungssituation ablenken und ist mit vielen Leckerchen bestückt (wenn Du noch nicht weißt was das ist, geb' mal Katzenfummelbrett bei google ein und schau dir die Begriffe an, ich denke dann ist klar was ich meine, und falls nicht frag mich einfach, dann erkläre ich es dir auch nochmal ausführlich). Und auch wenn die Kleine beim Spielen noch nicht mit macht, so wird zumindest die Große dabei ausgepowert und hat dann vllt gar keine Lust mehr mit der Kleinen zu streiten ;-)

Also, nochmal alles Gute. Wenn Du während der Zusammenführung die nächsten Tage noch Fragen hast, immer gerne. Falls ich nicht reagiere, versuche vllt. mal mich als Freund zu adden und schreib' mir eine Nachricht...

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@mauis516

Hey! HAb' Dir geschrieben... melde dich doch mal wieder, würde mich interessieren wie es mit den Miezen inzwischen so klappt! Viele Grüße!

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Du musst der Grossen zeigen, dass du die Chefkatze bist und jedesmal (!), wenn sie die Kleine anfaucht, sie anschauen und laut "NEIN" sagen, vielleicht sogar mehrmals, das dauert zwar seine Zeit, aber die Katze verteidigt nur ihr Revier und braucht Zeit, sich an die Kleine zu gewöhnen.

DU machst gar nichts. Lass die beiden das selbst untereinander ausmachen. Deine 2-jährige benimmt sich völlig normal. Da ist ein kleines, fremd riechendes Ding, das aussieht, wie eine Katze, in ihr Revier eingedrungen und geht nicht mehr weg. Dadurch ist die Große momentan total irritiert und hat Angst. Sie muß sich langsam an den Geruch und an das Vorhandensein des kleinen Rackers gewöhnen. Das wird von Tag zu Tag besser, du wirst sehen.

Nachdem deine Große auch erst 2 Jahre alt ist, wird das sicher keine paar Wochen dauern, bis sie Freundschaft schließen. Ich habe in 35 Jahren ettliche Katzen vergesellschaftet, und es ging immer gut. Bei Kitten ist es noch viel einfacher, wie wenn man eine erwachsene Katze dazu nimmt.

Ich habe derzeit auch wieder einen kleinen Kater, der aber schon 5 Monate alt ist. Als der mit 12 Wochen zu uns kam, hatten die anderen drei auch die totale Panik, haben geknurrt und gefaucht. Und der Winzling - ebenfalls durch lauter Knurrbolzen total irritiert, knurrte und fauchte mit ;o) . Das ging gerade mal eine gute Woche, da durfte der Zwerg schon das erste mal ganz nah an eine meiner Katzen rankuscheln. Mittlerweile kuschelt er mit den zwei Großen (3,5 Jahre alt, Kater und Katze), kämpft spielerisch mit dem großen Kater und der mittleren Katze (2-einviertel Jahre alt), und wird von allen eingehend geputzt und gepflegt. Meine drei Großen haben den Zwerg also in Nullkommanix adoptiert.

Ich weiß nicht, ob deine große Katze vorher Einzelkatze war, und noch nie eine andere Katze erlebt hat, oder ob sie im Freigang andere Katzen getroffen hat. Dann kann das natürlich eine Weile länger dauern, klappt aber mit Sicherheit trotzdem.

Du darfst dich nur nicht einmischen, ausser es besteht Gefahr für Leib und Leben der Kleinen. Dann wird das sicher bald ein tolles Paar.

Viel Spaß mit den Beiden :o) !

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meine große war 6 monate als sie zu uns kam und seid dem ist sie eine wohnungskatze kennt keine naderen katzen oder hunde also nur mich und meine drei mädels also meinst du ich sollte die kleine noch eine weile im extra zimmer lassen weil ich hab schon angst das die große auf sie losgeht.....und was hällst du von felifriend????

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@mauis516

Also Felifriend oder Feliway habe ich nie gebraucht, aber ist natürlich eine (teure) Möglichkeit, die Wogen zu glätten. Aber doch nicht nach 2 Tagen. Eine Vergesellschaftung dauert immer Wochen bis Monate, je nach Alter und Charakter. Ich habe dir ja geschrieben, dass mein Kleinster nach einer guten Woche akzeptiert war.

Wenn du selber keine Panik und Unruhe ausstrahlst, wird sich das auch auf die Katzen übertragen. Bist du nervös und ängstlich, sind es auch die Katzen.

Jetzt hast du das Kleine gerade mal 2 Tage. Du brauchst wirklich keine Angst zu haben. Ich habe noch nie erlebt, dass eine große Katze ein Kitten ernsthaft verletzt. Das ist meistens bloß "heiße Luft". Meine Großen kämpfen mit meinem Kleinen (oder soll man eigentlich sagen, andersrum ;o) ...) und die beißen sich sogar, aber nur in die Haut, niemals fest. - Die Großen wissen schon, dass sie es mit einem Kind zu tun haben, welches ihnen nichts anhaben kann.

Bitte lass die Kleine auch nicht in einem Extrazimmer, dann lernen sie sich ja überhaupt nicht kennen. Es muß ja Normalität einkehren bei euch. Was du machen kannst, dass die Minikatze in der Anfangszeit zumindestens nachts bei einem deiner Mädels im Zimmer schläft. Aber bitte morgens gleich wieder raus lassen. Die nächtliche Absonderung dient aber eher dafür, dass dir das Minitigerchen nachts nicht alles abräumt ;o) . Ich mache das mit unserem Kleinsten auch so. Wenn mein Großer (15) ins Bett geht, nimmt er den Kleinen mit in sein Zimmer, und der pennt dann bei ihm auf dem Kopfkissen ;o) . Morgens um 6 darf er sofort wieder raus. Der ist das jetzt gewöhnt, und geht schon ganz freiwillig auf "sein" Kopfkissen ;o) .

Bist du denn tagsüber zuhause? - Wenn ja, lass die Katzen zusammen. Wenn nicht, dann trainiere die gemeinsamen Zeiten zu verlängern. Geh erstmal eine Stunde weg, lass die beiden zusammen, dann zwei Stunden, und das Ganze steigerst du, bis es so lange ist, wie du normaler Weise weg bist.

Ich hoffe nur, das ist nicht zu lange, denn ein kleines Kitten braucht noch sehr oft etwas zu futtern, und ganz wichtig: Körperkontakt und Spielen!

Mit Spielen trägst du übrigens auch zur Vergesellschaftung bei. Spiele mit beiden gemeinsam, dann lernen sie gegenseitig ihre Reaktionen kennen.

Geh das Ganze einfach locker an, dann klappt das. Keine Angst :o) !

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