Meine Freundin und ich werden obdachlos Hilfe?

15 Antworten

Ich arbeite als Sozialpädagoge in einer vollstationären Jugendhilfeinrichtung, "Fälle" wie deiner sind für mich nichts neues.

Ich kenne natürlich den kompletten Hintergrund deiner Lebensgeschichte nicht, deswegen kann und will ich mir auch kein vollumfängliches Urteil bilden.

Was ich aber aus meiner täglichen Arbeit sagen kann:

Es gibt vieeeeele (junge) Menschen mit schwierigen Lebensgeschichten.

Und natürlich kann das ein Grund für einen erschwerten Einstieg ins selbstständige Leben sein, erschwerend kommt wohl dein ADHS hinzu.

Aber das alles kann kein Grund sein, sich nicht an Regeln und Pflichten halten zu können/wollen.

Es gibt Mittel und Wege, mit ADHS fertig zu werden. Das haben unzählige Menschen und auch die werden damit fertig. Eigentlich hätte es Aufgabe deiner Eltern sein sollen, mit dir diesbezüglich therapeutische Unterstützung einzuholen. Warum das nicht geschehen ist, kann ich dir nicht sagen. Aber jetzt bist du in einem Alter, in dem du dich selbst um Unterstützung zur Lösung deiner Probleme bemühen kannst (und in deinem Fall musst). Also geh' das an und schiebe es nicht vor dir her!

Was aber gar nicht geht, ist diese Erkrankung zu nutzen, um jegliche (Eigen-)Verantwortung vor sich herzuschieben! ADHS ist keine Erkrankung, die ein eigenständiges Leben unmöglich macht!

Und glaub' mir, viele gehen nach dem Motto: "Ich bin krank und hatte ein schweres Leben, also habt Mitleid mit mir, verzeiht mir alle meine Fehltritte und unterstützt mich aber ja bitte schön weiter!"

So funktioniert's aber nicht! Du musst aufwachen, und dein Schicksal selbst in die Hand nehmen! Geschenkt bekommst du nur in den seltensten Fällen was.

Du musst lernen, mit Frustration umzugehen. Du musst lernen, dich, auch wenn es dir nicht passt, an Regeln and Anweisungen von Weisungsberechtigten zu halten! Du musst lernen, eigenständig dein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Dazu gehört auch Eigentverantwortung! Und diese Eigenverantwortung bringt nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten mit! Ergo: pünktliches und zuverlässiges Erscheinen zu Terminen (Arbeit, Amt etc), Einhalten von Abmachungen (z.B. regelmäßiger Nachweis von Bewerbungen beim Amt), etc.

Ämter stellen ihre Unterstützung nicht einfach so ein! Da muss ganz schön was vorfallen beziehungsweise versäumt werden. Und es wird im Vorfeld auf drohende Kürzungen hingewiesen! Wenn du die Mitarbeit (z.B. oben genannter Nachweis von Bewerbungen) verweigerst, nicht zu Terminen erscheinst (evtl. weil es dir schwer fällt, dich an Abmachungen zu halten), Auflagen nicht erfüllst, dann kannst du auch keine Unterstützung vom Sozialstaat mehr erwarten. Denn dann wäre das keine Unterstützung mehr, sondern ein Ausnutzen des Sozialstaates auf Kosten aller! 

Du kannst des Weiteren auch eigenständig auf Arbeitssuche gehen! Es gibt genug Jobs, die du als Ungelernter ausführen kannst. Die werden zwar allesamt nicht berauschend bezahlt, aber immerhin bekommst was und kannst auf eigenen Füßen stehen. Wenn du mehr als das haben willst, dann musst du auch mehr liefern! Siehe oben, geschenkt bekommst du in den seltensten Fällen was!

Also setz' dich mal in einer ruhigen Minute hin und reflektiere dich selbst!

Was habe ich die letzten Jahre gemacht?

Wie sehen meine EIGENEN Bemühungen um mich selbst und meine Zukunft aus?

Was kann ich ändern? Was MUSS ich ändern?

Warum streicht mir das Amt die Unterstützung? Was muss ich tun, um nicht mehr auf Unterstützung angewiesen zu sein?

Beantworte dir diese Fragen bitte aufrichtig! Du hast absolut nix davon, wenn du dir selbst in die Tasche lügst!

Und frage auch Leute, die dir nahe stehen, um ihre ehrliche Meinung (--> Kontrast Selbst- und Fremdwahrnehmung!)!

@ Bommi19995

Oha, wie alt bist du heute und ohne Grund schmeissen doch Eltern ihre Kinder nicht auf die Strasse. Zumindest nicht mit 15, dann würde die Polizei oder das Jugendamt dastehen.

Bei deiner Fragestellung stehen so viele Fragen offen:

warum verlierst du deine Wohnung (heimlich erfahren?)

Warum hat dir das Amt Kürzungen gegeben und du bekommst dein Leben nicht auf die Reihe?

Also ADHS haben viele und die kommen damit klar.

Von hier aus wird dir da wohl keiner weiterhelfen, gehe nochmal zum Amt und frage nach, wenn du alles nicht verstehst.

Was ich mir nicht vorstellen kann, denn auch das Amt macht keine Kürzungen über Nacht, ohne dir vorher aufzuzeigen, aus welchen Gründen gekürzt wird.

Oder du wendest dich mal an Stellen, wie z.B. die Caritas ob die dir helfen können, damit du dein Leben auf die Reihe bekommst.

Viel Glück

Wie bitte kann man heimlich erfahren, das man die Wohnung verliert?

Und ADHS ist keine Ausrede, das haben nicht mal so wenige. Du kannst jetzt nicht hergehen und sagen ich bin krank, darauf müsst ihr Rücksicht nehmen, egal was ich mache. Du hast halt nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten, den du nachkommen musst.

Und wie zerüttet muss bitte ein Verhältnis sein, wenn die Eltern einen rausschmeißen und sich nicht mehr kümmern?

Warum ist da keiner darauf aufmerksam geworden (Schule, Jugendamt etc?) Oder verschweigst du uns da was?

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