Meine Freundin sagt, sie kann grundsätzlich mit niemandem telefonieren, weil es ihr unangenehm ist?

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4 Antworten

Nein, mit Schitophren hat das gar nichts zu tun. 

Das ist ehr eine Kommunikationsstörung, die ich gut nachfühlen kann, ich lebe in einer.^^

Das Problem beim Telefonieren ist, man sieht die Leute nicht beim reden, Augenkontakt ist für viele Menschen aber grade dabei wichtig. 

Und weil dieser fehlt löst es Unsicherheit aus, bis hin zur Aggression. Was deine Freundin machen kann ist üben. Zuerst sollte sie lernen zu reden ohne ihren Gesprächspartner zu sehen, unterhaltet euch in zwei verschieden Räumen

Dann muss sie lernen am Telefon nach zu fragen, "wie meinst du das?" Bist "du darüber Glücklich?" Wenn sie herausfindet was der andere denkt zudem was er sagt, wird sie leichter ihre eigenen Gefühle mit einfließen lassen können.

Und üben, üben, üben, jeden Tag ein Telefonat sonst wird es nicht besser 

Sie sagt, es ist ihr unangenehm.

Ja dann ist es halt so 

ist das schon schizophren?

nein!

schizophrenie kann eine gravierende psychische Erkrankung sein, wenn sie nicht frühzeitig erkannt und behandelt wird. Sie hat ein vielgestaltiges Erscheinungsbild und gehört zu den so genannten „endogenen Psychosen“. Als Psychosen werden Krankheitsbilder zusammengefasst, die u.a. mit Realitätsverlust, Wahnvorstellungen, Störungen des Denkens, der Sprache und der Gefühlswelt verbunden sind. Der Begriff "endogen" meint, dass die Erkrankung aus einer Vielzahl von Faktoren "von innen" heraus entsteht, ohne erkennbare körperliche Ursachen und ohne begründbaren Zusammenhang mit Erlebnissen. Schizophrene Störungen sind im allgemeinen durch grundlegende und charakteristische Störungen von Denken und Wahrnehmung sowie durch inadäquate oder verflachte Affekte gekennzeichnet. Die Bewusstseinsklarheit und intellektuellen Fähigkeiten sind in der Regel nicht beeinträchtigt, obwohl sich im Laufe der Zeit gewisse kognitive Defizite entwickeln können

Schizophrenie wird fälschlicherweise oft mit Persönlichkeitsspaltung in Verbindung gebracht, so als ob ein an Schizophrenie Erkrankter mehrere Persönlichkeiten in sich tragen würde. Dem ist keinesfalls so. Schizophrenie hat auch nichts mit verminderter Intelligenz zu tun. Zwar mag sich ein akut Erkrankter für einen Außenstehenden scheinbar unsinnig verhalten, die schwer verstehbaren Handlungen entspringen jedoch keinem Verlust der Intelligenz, sondern sind das Produkt von Fehlwahrnehmungen und Fehlinterpretationen der Umwelt.
Unter 10.000 Menschen in Deutschland leiden etwa 25 Einwohner an einer Schizophrenie, diese Schätzung lässt sich im Großen und Ganzen auch auf andere Länder übertragen. Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen, wobei die Krankheit bei Männern in der Regel früher ausbricht. Der Zeitpunkt der Ersterkrankung liegt bei Männern meist zwischen dem 15. und 25. Lebensjahr, bei Frauen im Durchschnitt etwas später zwischen dem 20. und 35. Lebensjahr. Etwa 20% aller betroffenen Frauen erkranken auch noch nach dem 40. Lebensjahr.

Ist das schon schizophren?

Für Hobbypsychologen und Dr. Google sicher. Ansonsten: Quatsch.

Dann soll sie es besser lassen, oder lernen, wie man richtig telefoniert

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