Meine Freundin kommt ins Heim, Stiefmutter behandelt sie wie eine Sklavin, Mutter und Vater halten nicht zu ihr, was tun?

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7 Antworten

Ersnsthaft? Oh Mann, das klingt heftig. Nein, das ist natürlich verboten und fällt unter Kindesmisshandlung. Also im Normalfall sind Heime nicht so schlimm wie es klingt, bei 14-jährigen kann es sogar sein, dass man nicht ins Heim kommt sondern in so eine Art betreute WG mit anderen Jugendlichen. Das ist nicht tragisch und sicherlich besser als die Situation deiner Freundin. Man muss in diesen WGs zwar recht viel selbstständig tun (Wäsche waschen, gemeinsam kochen usw.) aber man kriegt auch Taschengeld (wenn mich nicht alles täuscht so etwa 50 Euro im Monat) und unterstützende Sozialarbeiter, besser ist es sicher. Aber auch Heime sind sicherlich ok und nicht so tragisch wenn es zuhause so schlimm ist.

Also als dein Freund kann ich dir folgendes vorschlagen: Sorge dafür, dass sie so schnell wie möglich von zuhause wegkommt. Geh mit ihr gemeinsam zum Jugendamt und schildere den Leuten dort gemeinsam mit ihr die Situation. Fragt nach, ob eine betreute WG für sie in Frage kommen könnte (Das ist mit 14 denke ich schon besser, da man da mehr Freiheiten hat.) Frage, ob sie von der Krankenkassa eine Therapie bzw. eine Familientherapie bekommen könnte. Schildere dort auch, dass deine Freundin jederzeit deine Unterstützung hat, und dass es ihr sicherlich besser gehen würde, wenn sie aus dieser Situation rauskommt, mach denen quasi klar, dass sie ein gesichertes und liebevolles Umfeld von dir aus hat, aber dass sie einfach von ihrer Familie weg muss. Ansonsten: Sei einfach verständnisvoll und für sie da, es ist sicher alles sehr schwierig für sie, aber wenn sie erstmal da raus kommt wird sie die Möglichkeit haben, sich neu zu entwickeln.

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Kommentar von Fledermaus92
18.04.2016, 22:25

Achja, was ich vergessen habe: Erzähl das alles auch deinen Eltern. Verstehen sich deine Freundin und deine Eltern? Beim Besuch beim Jugendamt ist es natürlich auch gut wenn deine Eltern mitkommen könnten. Wenn auch Erwachsene die Situation als unerträglich schildern, und deine Eltern sich das vorstellen könnten, könnte es sogar sein, dass deine Freundin bei euch wohnen darf.

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Also erst mal mein Beileid.

1. Du kannst da recht wenig tun, da du noch nicht alt genug bist sie irgendwie zu unterstützen. Du musst ihr einfach seelisch als Freund beistehen. Wenn das mit den Suizid-Gedanken wieder kommt solltest du das melden. So eine Behandlung die dann kommt klingt für viele schlimm, hilft aber meistens wirklich.

2. Verhindern könnte man das, indem man einen Sorgeberechtigten findet, bei dem sie sich wohl fühlt. (Vielleicht Großeltern oder so) Zu not kann das Sorgerecht auch übertragen werden.

3. Also körperliche Züchtigung ist erstmal so verboten. Wegen der 5€ Taschengeld würde ich jetzt nicht meckern, da es kein gesetzliches Recht auf Taschengeld gibt. Das mit der warmen Mahlzeit ist schon krass. Ich kann nichts genaues sagen, aber es muss einen guten Grund geben, warum sie das nicht darf.

4. Ein Heim ist nicht schlecht. So wie du die Situation schilderst würde ich das Heim wirklich vorziehen. Meistens geht es den Kindern und Jugendlichen dort besser. Natürlich fehlt eine echte Mutter bzw. echter Vater aber in ihrer Situation kann es eigentlich kaum schlimmer werden. Es kommt aber auch Auf das Heim an. Man kann natürlich nichts pauschalisieren.

Ich kann auch nicht aus Erfahrung sprechen, weil ich noch nie im Heim war, aber ich bin mir sehr sicher, dass es besser als Sklaverei ist. (Was in Deutschland übrigens verboten ist)

Viel Glück euch!!!

PS: Hausarbeiten, wie Müll raus bringen, Geschirr abwaschen oder mal das Bad putzen, sind keine Sklaverei.

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Ich würde auch mal zum Jugendamt gehen

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Wenn Deine Schilderung der Realität entspricht, wendet Euch ans Jugendamt.

Es gibt Die Möglichkeit der Heimunterbringung, Unterbringung in einer Pflegefamilie bzw. Jugendeinrichtung wie betreutes Wohnen in einer Jugendwohnung.

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Nehme das Mal bitte raus 

-Saskia

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Geht beide mal zum Jugendamt die können euch da am besten helfen

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Im Heim ist sie aus der Familie raus das ist schon mal ein Anfang. Trotzdem zum Jugendamt damit, vor allem bei Suizidandrohung Hilfe suchen

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