Meine Freundin ist Zeugin Jehova und will sich taufen lassen - Was bedeutet das für uns?

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Hallo Weizenmehl96, 

Bei mir in der Versammlung gibt's einige die mit Partnern verheiratet sind die keine Zeugen Jehovas sind. Und im Gegensatz zu der hier herrschenden Meinung zwingen wir keinen zu uns zu kommen (ich habe noch keinen ZJ gesehen der mit einer Pistole an die Tür geht und den Bewohnen zwinkt zu uns zu kommen). Wir zwingen auch keinen sich taufen zu lassen. Das entscheidet jeder selber für sich. 

Es wird auch keinen rein geredet wer wen zu heiraten hat oder nicht. Natürlich wäre es schön wenn man einen gleich gläubigen Heiratet. In dem Zusammenhang hat man eine engere Bindung und Verständnis.

Mach aber nicht den Fehler nur aus Liebe zu deiner Freundin ein Studium anzufangen. Mach es wenn es ein Herzenwunsch ist Gott zu dienen.

Hallo Mpischi,

das ist gerade unglaublich beruhigend. Du glaubst nicht wie dankbar ich gerade bin, das endlich von einem Zeugen selbst zu hören :') 

Wirklich vielen, vielen Dank! 
Nur um nochmal sicherzugehen - das ist unabhängig davon, ob sie getauft sind oder nicht?

Aber das wäre so schön :)

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@weizenmehl96

Hi, sowohl als auch.  Wir können ja schlecht sagen, jetzt studierst du mit uns und dein Partner nicht deshalb musst du dich von ihm trennen. Das machen wir nicht und liegt uns auch fern. 

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"Jetzt haben wir Angst...." der Satz, nein der Gedankengang alleine, würde mich zur sofortigen Flucht vor diesem Verein veranlassen.

Was soll das bitte sein, wenn man da vorher schon Angst hat? Was soll das werden ständig in Angst und Schrecken zu leben? Wollt ihr beide das?Wollt ihr das später auch gleich euren Kindern aufbürden? Oder doch lieber ein glückliches, selbstbestimmtes und freies Leben führen?

Und damit nicht genug: heute ist´s die Glaubensgemeinschaft vor der ihr euch fürchtet, wenn ihr integriert seid dann kommt noch Harmagedon dazu, dies darf man nicht, jenes darf man nicht, das sieht Jehova aber gar nicht gerne, so wird der Weg in´s Paradies aber sehr steinig... Und dann? Weiß irgendjemand, wie es nach dem Tod aussieht oder wie es weiter geht? Nein, alles Mutmaßungen, darum würde ich euch raten, beide die Finger von derartigen Unfug zu lassen und mal mit klarem Verstand darüber nachzudenken und mal im Internet etwas stöbern.

Pack deine Freundin und macht die Augen auf und lasst die Zeugen eben Zeugen sein.

Hallo weizenmehl96, 

Es gibt relativ viele Ehepaare unter den Zeugen Jehovas die wie sie es nennen 'im geteilten Haus wohnen' oder auf deutsch: Einer ist Zeuge und der andere ist katholisch oder Moslem etc. 

Dein Fall liegt allerdings anders. 

Du bist wohl noch nicht verheiratet. Deine Freundin möchte sich taufen lassen. Jehovas Zeugen lassen allerdings nur Personen zur Taufe zu, die schon mit einem sogenannten 'Weltmenschen' verheiratet sind. 

Falls jemand in einer festen Beziehung steht und einer von diesen Beiden - wie in eurem Fall - sich (noch) nicht taufen lassen möchte, wird die andere Person NICHT zur Taufe zugelassen. 

Ist leider keine Relgion so wie z.b. Evg. oder Katholisch sondern ist eine Sekte. Mein Vater war selbst Mitglied dort.

Das ist der nächste Schritt, entweder Taufe und Mitglied oder keine Taufe und kein Mitglied.

Generell hat sich mein Vater damals stark negativ verändert, die Familie und Kinder sind immer auf die hinteren Plätze verschoben worden wichtig war immer mehr die "neue Gemeinde".  Und Mitglieder werben steht immer auf der liste ganz oben.

So als lust und laune würde ich das nicht machen .. da wieder auszugekommen wird schwierig.

Danke für die Antwort. 

Aus Lust und Laune wäre es nicht. Ich mache mir da schon viele Gedanken dazu. 

Ich suche nur irgendeinen Weg. Es ist klischeehaft und vermutlich kennen es viele von euch, aber wenn es nicht klappt würde sich das anfühlen, als würde ich sterben und das möchte ich nicht. 

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@weizenmehl96

lass dir blos keinen druck machen wie gesagt neue mitglieder werben steht ganz oben auf der To-DO liste ..  andere werden solange bearbeitet von allen seiten bis sie irgenwann einknicken da wird schon mit phylogischem Druck/Mitteln gearbeitet.. das ist nicht zu verharmlosen.

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Odenwald69,

das stimmt nicht.

Sogar in "Wikipedia"  werden die Zeugen Jehovas als eine "Glaubensgemeinschaft" bezeichnet.

Schade, daß du deinem Vater nicht öfter mal aufmerksam zugehört hast, denn in der Glaubensgemeinschaft der Z.Jehovas gibt es keine "Mitgliedschaft". Es gibt eine Taufe, durch die sich ein Mensch öffentlich als ein Zeuge Jehovas zu erkennen gibt. Und es gibt eine Gemeinschaft, es gibt Versammlungen. 

Komisch, daß sich dein Vater "negativ" verändert haben soll. Ich bekomme es immer mit, seit über 30Jahren, daß sich ein Mensch unter dem Einfluß Gottes Geistes und mit Kenntnis der Schriften in Vielem sehr "positiv" verändert .

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nicht nur mein Vater sondern auch andere Freunde haben sich stark negativ verändert wie mein Vater. .. Mir egal was in Wikipedia steht .. Es ist und bleibt eine Sekte !! Die Liste an vielen negativ Beispielen könnte ich Kilometer lang schreiben na ist nix positives dabei .. Da muß man Realist rein das sind Tatsachen

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@Odenwald69

Odenwald69,

das sind deine Empfindungen/ Erfahrungen. Ich habe in den Jahren der Zugehörigkeit andere Erfahrungen gemacht, die weitaus positiver waren/sind.

Wie dein Vater sich verändert hat, schreibst du ja nicht, und mußt es auch nicht preisgeben. Vielleicht meinst du damit, daß er sich dir mehr entzogen hat? Das würde zu deiner Beschreibung passen.

Aber ich kenne keine Details und kann daher dazu auch nicht Stellung beziehen.

Es mag sein, daß mancher den Weg unter schweren "Lasten" gehen muß und daher auch nicht so offen für andere Menschen sein kann.

Vielleicht bräuchte er auch mehr Verständnis deinerseits.

Aber letztlich kann ich es nicht beurteilen und so tut es mir leid, daß euer Verhältnis nicht so ist, wie du es dir wünschst.

Alles Gute.

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weizenmehl96,

1.Was für eine Beziehung habt ihr denn? Sei ihr Freunde, seid ihr Verliebte,. wollt ihr mal heiraten?

2.Wenn ein aufrichtiger und ernsthafter Mensch sich Gott hingibt und sich taufen läßt, dann möchte er nach den Grundätzen Gottes leben. In der Kirche können die Babies nicht gefragt werden, aber bei den Zeugen Jehovas setzt sich ein Mensch mit seinem Glauben auseinander und entscheidet sich für oder gegen die Taufe.

3.Auch, wenn du sehr tolerant bist, deine Freundin versuchst zu verstehen, wirst du ja nicht in gleichem Maße Gott dienen  und auch nicht unbedingt nach den Grundsätzen der Bibel leben wollen. Daher wird es weder für dich noch für deine Freundin leicht sein, immer einander in Gedanken und Handlungen den Anderen nachzuvollziehen/zu verstehen!

4.Du könntest tatsächlich in Gesprächen mit deiner Freundin herausfinden, warum sie diesen Schritt der Taufe gegangen ist bzw. welche neuen Ziele sie sich jetzt für ihr Leben setzt. Du könntest auch - ganz unbefangen - mal einen Blick in die Bibel werfen, denn ich verstehe "Freundschaft" so, daß man sich mit allem, was den Freund/die Freundin beschäftigt, auseinandersetzt.

Alles Gute.


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