Meine Freundin ist in einer buddhistischen Gemeinschaft. Muss man sich da Sorgen machen?

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17 Antworten

Ich bin Buddhist und muss leider sagen, dass er durchaus destruktive buddhistische Gruppierungen mit Sektencharakter gibt.

Gerade die von dir geschilderte Isolation von der übrigen Welt - man geht nur noch zu Vorträgen, Retreats, hat nur noch Umgang mit Gruppenmitgliedern - klingt für mich durchaus bedenklich.

Du solltest dich wirklich mal über den Namen der Gruppe und ihren Lehrer informieren. Gerade wenn eine starke Fixierung auf den Lehrer besteht, ist das Risiko von Machtmissbrauch gegeben.

Auch die Vorstellung, sie müsse ständig ihr "Karma verbessern", indem sie sich an Gruppenaktivitäten beteiligt, kann letztlich ein psychologisches Druckmittel werden.

"Wenn du nicht machst, was der Lehrer fordert und ihm nicht vertraust, wird das negatives Karma verursachen..."

An sich ist der Buddhismus eine Religion die nicht missioniert und keinen Druck auf die Anhänger ausübt. Allerdings gibt es auch Lehrer Gruppierungen, die kritisch betrachtet werden müssen.

Buddhisten sind keine Heiligen

Auch buddhistische Lehrer sind nur Menschen und haben Schwächen - wenn er etwas anderes von sich behauptet, dann lügt er.

Tatsächlich gab es bereits mehrere Fälle von finanzieller Ausbeutung, Machtmissbrauch durch Hörigkeit, Drogenprobleme, Alkoholismus und sexuellen Missbrauch durch buddhistische Lehrer.

Man sollte als nicht "alles für gut" halten, nur weil das Label "Buddhismus" drauf klebt.

Kritische Gruppen im Raum Frankfurt

Aufgrund deiner Aussagen zum Standort "Frankfurt/Main Bornheim" habe ich mal gegoogelt und bin als erstes auf ein Zentrum des Diamantweg-Buddhismus nach Lama Ole Nydahl gestoßen.

http://www.buddhismus-frankfurt.de/de/zentren/FrankfurtMain

Lama Ole Nydahl ist eine sehr umstrittene Persönlichkeit und wird von Kritikern als autoritär beschrieben, außerdem soll er, unter anderem im Bezug auf den Islam, sehr intolerante Äußerungen getätigt haben.

Daneben gibt es in Frankfurt ein Zentrum der "Neuen Kadampa Tradition", (NKT-IBU). Dieser Gruppe werden von Aussteigern tatsächlich sektenartige Praktiken nachgesagt.

http://www.meditation-in-frankfurt.de/

Die Soka Gakkai International (SGI) ist eine Laienbewegung des Nichiren-Buddhismus. Ihren Sitz in Deutschland hat sie in Mörfelden-Walldorf.

http://www.sgi-d.org/

Die Bewegung stammt aus Japan und ist dort wegen ihrer Verquickungen in die Politik (mit der Komeito haben sie dort sogar eine Partei) und in die Wirtschaft umstritten. Manch sprechen sogar vom "japanischen Scientology", auch wenn das übertrieben sein mag.

Allgemeine Informationen zu sektiererischen Strukturen in einigen buddhistischen Bewegungen finden sich beispielsweise hier

http://www.buddhistische-sekten.de/

Buddhismus allgemein

Diese destruktiven Gruppen sind natürlich genau so wenig repräsentativ für die Mehrheit der Buddhisten, wie es extreme evangelikale Freikirchen im Christentum, oder salafistische Extremisten im Islam sind.

Im Buddhismus ist der persönliche Weg zur Befreiung ein zentrales Thema - und das geht natürlich nur, wenn man einen klaren Kopf hat und aus freiem Willen Entscheidungen treffen kann.

Behauptungen, wie zB der buddhistische Lehrer wisse besser als sie selbst "was richtig für sie ist", weil er Einblick in ihr Karma habe und alles aus der Sicht eines "Erleuchteten" sehe, wäre beispielsweise ein klarer Warnhinweis.

Im Buddhismus wird die Eigenverantwortung für das Leben nicht an einem Guru, Lama, Rinpoche, Sensei, Roshi, oder welche Titel der Lehrer auch haben mag, abgegeben.

Wenn deine Freundin einmal pro Woche zur Meditation in das jeweilige Zentrum geht, ist das auch nicht ungewöhnlicher, als das muslimische Freitagsgebet, der jüdische Schabbat, oder der christliche Sonntag.

Falls sie aber beginnt, ihrem Lehrer praktisch hinterherzureisen und sich von ihrem sonstigen Umfeld zu isolieren, ist das bedenklich.

Ich hoffe, dir mit diesen Informationen geholfen zu haben.

Solltest du noch Fragen zum Buddhismus haben, helfe ich gerne weiter.

Danke für deine Antwort. Da werd ich mal versuchen herauszufinden wie ihr Mentor heisst und zu welchem Zentrum sie geht. Bisher geht sie 1 mal die Woche ins Zentrum und besucht ab und an Freunde die sie dort kennen gelernt hat. Jedoch redet sie mir zuviel von Karma verbessern und son Zeug. Kann ja eine persönliche Nachricht schicken wenn ich mehr Info habe 

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@IchBinDas1976

Das klingt nach einem guten Plan. :-)

Was die persönlichen Nachrichten angeht, muss man erst eine Freundschaftsanfrage schicken. vorher kann man sich keine persönlichen Nachrichten versenden.

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Ich verstehe deine Sorgen und meiner Meinung nach sind diese auch berechtigt. Jenachdem wie beeinflussbar deine Freundin ist, kann es in Zukunft schlimmer damit werden. Die Freunde der Gemeinde könnten zu ihrem Mittelpunkt aufsteigen ( da man sich auf Augenhöhe unterhalten kann. Was ja mit dir nicht möglich ist ).

Bleibt dir wahrscheinlich nichts anderes übrig als auch Teil dieser Gemeinschaft zu werden, oder es frühzeitig zu beenden.

Denn ich denke, ja, bin mir fast sicher, das es bei ihr noch schlimmer wird ( wie bei allen Religionen. Einmal drin, kommst nicht mehr raus ).

Und jenachdem wie "aggressiv" ihre Gemeinschaftsfreunde um sie werben, bzw. sie beeinflussen, desto schwieriger wird es für sie.

Erstmal 

Muss man sich da sorgen machen?

Nein !

Der Buddhismus kennt keine Missionierungsarbeit, das ist Fremd.

Das bedeutet wiederum, deine Partnerin hat sich bewusst dafür entschieden, sich einer Buddhistischen Gemeinde anzuschließen.

Auch was die Lehren des Buddhismus angeht, muss man sich keine Sorgen machen.

Im Buddhismus gibt es kein "Heiliges Buch" in dem alles drin steht, und wenn man das nicht befolgt wird man bestraft oder ähnliches, Humbug.

Auch weil sie viel Zeit dort verbringt und jede Menge Leute kennt die das Gleiche praktizieren 

Das ist erstmal etwas sehr schönes. Da ist deine Freundin mir schon einen Schritt voraus ;-)

Das das viel Zeit in Anspruch nimmt, ist durchaus normal. Die Buddhistische Praxis ist sehr Zeitweilig und benötigt einiges an Geduld um sie richtig durchführen zu können. 

Es existiert kein "Ich bete jetzt mal 5min" und das wars.

Meditationssitzungen in einem Kreis, können mit Vorlesungen, Kundgebungen oder auch Hilfe eines Lehrer´s bis zu mehreren Stunden dauern.

Mache mir halt Gedanken ob das nicht auf Dauer unsere Beziehung gefährdet....

Darüber würde ich mir keine Gedanken machen. Die Chance das deine Freundin auf eine fundamentalistische buddhistische Bewegung gestoßen ist, die wirklich eine Sorge rechtfertigen würde, ist sehr gering. 

Ich würde mir anstatt so viele Sorgen zu machen, einfach mal darauf einlassen und versuchen herauszufinden was genau deine Partnerin daran so faszinierend findet und etwas Interesse zeigen.

Ich halte ja relativ wenig von Religion ( egal welcher Art ) 

Was das betrifft:

Im Buddhismus wird dir nichts von irgendwelchen Gottheiten erzählt und/oder Geschichten die nur schwer zu glauben sind. Je nach Richtung ist der Buddhismus sehr atheistisch und folgt lediglich der Philosophie des Gautama Buddha´s, der nicht viel mehr als ein normaler Mensch war, so wie du und ich. Es gibt auch meist relativ wenig zu "glauben".

Im Buddhismus steht die Praxis im Vordergrund und somit das Meditieren selbst. 

Ich kenne mittlerweile viele Buddhisten die schon seit Jahren praktizieren, aber keine einzige buddhistische Schrift gelesen haben. Ist im Normalfall nämlich auch nicht nötig.

Wenn du dir Sorgen machst und zu ihr stehen willst, musst du einfach still an ihrer Seite bleiben und sie dann unterstützen, wenn es ihr zu viel wird... aber ihr abraten kann die gegenteilige Wirkung haben: dass es zu Konflikten zwischen Euch führt, und dass ihr den Kontakt abbrecht, und dass sie dann niemanden hat, wenn sie raus möchte...

Allerdings solltest du auch Grenzen ziehen, z.B. nicht dein Erspartes in ihre Spiritualität verlochen, nicht mitziehen, etc...

Du musst ja auch nichts davon halten. Wenn es schon lange Teil des Lebens deiner Freundin ist, dann ist es doch normal, dass sich dort Freundschaften entwickeln.
Und vielleicht kann es dennoch helfen, sich ein wenig in den Buddhismus einzulesen und sich zu informieren, was diesen Menschen wichtig ist. Vielleicht danach auch mal Veranstaltung besuchen und sich selbst ein Bild machen.
Buddhismus ist eben weit mehr als "nur" eine Religion, wo man Sonntags in die Kirche geht. Es ist eine Lebensphilosphie, die eben allein darum schon einen vermeintlich großen Raum im Leben einnimmt. Wenn du das nicht akzeptieren kannst, dann kann es auf Dauer schwer werden mit euch beiden.
Sie ist ja schon länger dort und es ist ihr offenbar auch sehr wichtig. Du solltest nicht versuchen damit konkurrieren zu wollen. Das wäre dann der verkehrteste Ansatz, den man wählen könnte.

Sie macht es seit 1 Jahr oder so. Und ja, genau das ist das Problem. Der Raum der das Ganze in ihrem Leben einnimmt. Entweder geht sie ständig auf Kurse oder besucht Freunde die sie von dort kennengelernt hat. Da schwärmt sie von besonderem Karma das der oder die haben, usw.

Puh, ich glaube das kann auf dauer nicht gut gehen. Vielleicht werde ich ihr zu einem späteren Zeitpunkt das sagen. Ich finde wenn man jemanden liebt, sollte man das Ganze auch etwas einschränken können.

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Wie bei anderen Religionsgemeinschaften auch gibt es unter den Buddhisten Gruppierungen, die eine freiheitliche Religionsauslegung unterstützen und darin vordergründig eine Hilfestellung sehen, damit Menschen zu sich selbst finden können. Andere Gruppierungen hingegen behandeln die Religion wie ein in Stein gemeißeltes Dogma und zwingen ihren Mitgliedern mehr oder weniger zärtlich auf, sich diesem Dogma zu unterwerfen.

Buddhismus ist zu großen Teilen Philosophie. In allen Fällen, die ich bisher persönlich oder durch Dokumentationen über buddhistische Gemeinden miterlebt habe, musste man sich um die Menschen keine Sorgen machen. Der Buddhismus "leitet" im Gegensatz zu den monotheistischen Weltreligionen die Mentalität nicht in Richtung einer Selbstauf- und Gotteshingabe, sondern eher zur Balance mit sich und der gesamten Welt.

Für Außenstehende mag das sehr komisch aussehen, wenn Menschen buddhistische Meditations- oder Unterwerfungsübungen machen, von Begriffen sprechen, die sonst keiner verwendet und Energien vermuten und spüren, die sonst keiner wahrnimmt. Aber letzten Endes sind das auch nur andere Vokabeln für dieselben Dinge, die jeder andere tut. Bei der Meditation entspannt man sich und vergisst den Alltag, bei der Unterwerfung diszipliniert man sich selbst zur Erreichung der persönlichen Ziele und dass Menschen eine Aura haben und verändern können wird auch nicht nur von Buddhisten behauptet.

Wenn du deiner Freundin vertrauen und ihr den buddhistischen Weg und das Lernen über den Buddhismus und seine Philosophie gönnen kannst, dann brauchst du dich nicht um sie sorgen. Es wäre aber bestimmt interessant für euch beide, wenn du dir mal so richtig erklären ließest, worum es ihr bei der ganzen Sache geht. Solltest du den Eindruck haben, dass sie sich selbst verliert, unglücklicher wird oder gefährdet ist, dann solltest du natürlich ein warnendes Gespräch mit ihr führen und abhängig von dessen Verlauf weitere Schritte vornehmen.

Meiner persönlichen Auffassung nach sind Polytheisten Pazifisten, Monotheisten aber Krieger. Deshalb mache ich mir bei monotheistischen Religionen (vor allem Christentum, Islam, Judentum) Sorgen um die Anhängerschaft, aber bei polytheistischen (vor allem Hinduismus, Buddhismus) nicht.

Danke für die Infos. Haben das Thema ja kurz angeschnitten. Sie meinte sie macht es wegen der Mediatation und wegen des Karma.

Mache mir halt eher Sorgen das sie nur noch für ihre Religion lebt und kaum Zeit für was anderes findet.

Heute fährt sie wieder dorthin um an einem Kurs teilzunehmen. Und dann trifft sie sich ständig mit anderen "Gemeindemitgliedern".

Ich selbst habe keine Lust auf Religion und es interessiert mich auch nicht. Daher ist ein mitgehen für mich eher irrelevant.

Die Frau bedeutet mir halt viel und ich würde mir eine Zukunft mir ihr wünschen, wenn sie jedoch ständig nur für ihre Relegion da ist, sehe ich da zweifel.

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@IchBinDas1976

Wenn dir die Frau viel bedeutet und die Religion (was in diesem Fall wirklich mehr eine Lebensphilosophie als eine Religion ist) ein Teil von ihr ist, dann solltest du aufhören, zwanghaft die Augen vor der Religion zu verschließen und anfangen, dich damit auseinanderzusetzen. Natürlich interessiert dich etwas nicht, wovon du nichts weißt. Aber dann muss man dir auch unterstellen, dass dich deine Freundin nicht interessiert, denn das IST ein großer Teil ihres Lebens und ihres Daseins und du weißt davon nichts. Wenn du diesen Teil von ihr ablehnst, dann könnte es natürlich sein, dass sie weniger Zeit für dich hat, weil sie sich dann immer zwischen sich selbst und dir entscheiden muss. Wenn du dich ein bisschen darauf einlässt, gibst du ihr wenigstens eine Chance, das mit dir zu vereinbaren. Eine Zukunft mit dieser Frau gibt es nur mit Buddhismus, das sollte dir klar sein.

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Buddhismus ist zu großen Teilen Philosophie.

Das ist sachlich falsch. Buddhismus ist eine Religion.

Du meinst vermutlich jenen Pseudobuddhismus, der auch als "Lisa-Simpson-Buddhismus" oder "Richard-Gere-Buddhismus" bezeichnet wird - eine krude Mischung aus asiatischer Exotik, christlichen Ideen und New-Age-Esoterik.

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Nun ja, buddhistische Gruppen sind nicht gerade für ihren Missionierungscharaker bekannt, sprich wenn sie da ist, dann wohl vor allem, weil es ihr da gefällt.

Wenn sie schon seit geraumer Zeit dort ist und bisher alles gut war, wieso machst du dir auf ein Mal so einen Kopf? Falls du wirklich Bedenken und Sorgen hast, kannst du ja einfach mal mitkommen und es dir ansehen.

Ich kann nachvollziehen, dass du recht wenig von Religion hältst, aber das sollte dich eigentlich nicht daran hindern, offen zu bleiben, dich zu informieren und mit deiner Freundin drüber zu reden. Vielleicht verstehst du ja so, was ihr daran so wichtig ist.

Sie meinte ja zu mir,ihr gehts um die Meditation und ihr inneres Karma. Wobei ich glaube das es ihr auch um den ganze Firlefans außenrum geht. Sie hat Ketten, Steine, Buddhafiguren, usw.

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@IchBinDas1976

Ja, du kennst die Worte, aber weißt du, was es beutet und -- viel wichtiger -- was es ihr bedeutet? Ich denke, wenn ihr euch mal ne Stunde Zeit nehmt, wird sie dir einiges erklären und klarer machen können. Und gerade wenn es ihr so wichtig ist, wird sie sich wohl über dein Interesse freuen.

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@karajan9

Ich lebe halt anders. Ich lebe nach mir und MEINEN Vorstellungen vom Leben und nicht nach Ansichten oder Thesen einer Religion.

Da mache ich mir bei ihr halt am meisten darüber Sorgen. Das sie dich immer tiefer reinsteigert und es bald nichts anderes mehr für sie gibt.

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@IchBinDas1976

Ja, du befürchtest das, weil du keine Ahnung davon hast, was da abgeht und was es für deine Freundin bedeutet. Und ich meine eben dieses Unwissen solltest du mal aus der Welt schaffen

Ich möchte dich auch gar nicht davon abbringen, so zu leben wie du es für richtig hältst. Aber kann es dir denn schaden, deinen Horizont zu erweitern, wenn du mit ihr redest? Ich liebe es mich mit Menschen auszutauschen, die nicht die gleiche Meinung haben wie ich.

Dann hörst du dir das an, dann verstehst du es und bist hoffentlich beruhigt und kannst am Ende immer noch sagen "freut mich, dass dich das erfüllt, aber für mich ist das wohl nichts". Alles gut.

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@karajan9

Ich sehe es genau wie Karajan9 - auch wenn sie der Kagyügruppe angehört, man sie tatsächlich als Sekte definiert, sollte man sich trotzdem damit befassen! Solange die Mitglieder nicht finanziell völlig ohne sinnvolle Gegenleistung ausgebeutet werden und eine tatsächlich schädliche Doktrin gefüttert kriegen (die sie einem Führer gegenüber unterwürfig macht), halte ich es für irrelevant, ob es mainstreammäßig als Sekte gebezeichnet wird.

Die Lehre des Buddha selbst ist keine wirkliche Religion, mehr Spiritualität und kann auch ohne jeglichen Esokrams ausgelebt werden, ohne Karmalehre, etc.

Wenn jemand für sich entscheidet, dass Esokonnotationen ihm/ihr hilft sich darauf zu konzentrieren, es besser zu verstehen; dass die Karmalehre ihr den nötigen Halt darin gibt und vielleicht eine spirituelle Autorität, wie z.B. der Nydahl in der Kagyügruppe, das ganze noch bekräftigt, OHNE sie auszubeuten - dann kann es der persönlichen Entwicklung nicht abträglich sein.

Leben und leben lassen, aber auch: verstehen und Verständnis säen.

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Mache mir halt Gedanken ob das nicht auf Dauer unsere Beziehung gefährdet....




wenn jeder dem anderen seinen Freiraum belässt, nein. 

das kann durchaus schlimmer werden, das kann aber jede andere Religion auch sein; nämlich dann wenn es der Betreffende übertreibt. 

das das Buddhismus ist, wage ich zu bezweifeln. Aufdringlich ist da keiner.

Ja, mache mir halt Gedanken darüber das sie irgendwann nur noch für ihre Religion lebt. Sie hat ja jetzt schon wenig Zeit weil sie ständig dort hin fährt oder sich mit Leuten trifft die sie von dort kennt.

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Wo steht da was von Aufdringlich?

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@greulinchen

????? bei mir - eigene Erfahrung, meine Frau gehört auch dem Buddhismus an

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@IchBinDas1976

eigentlich sehr ruhig; es wird keiner zu etwas gezwungen. 

Fahr doch einfach das nächste mal mit, dann siehst selbst. 

Frage wo das ist; wir fahren dann meist nach 

http://www.wat-p.de/

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Hallo,

ich kann Dir nur raten, dies zu tolerieren. Guck Dir das halt mal genauer an, sofern nicht nicht geschehen, damit Du weißt was da passiert und damit die Leute Dich dort kennen und wissen, das Du der Partner Deiner Freundin bist.

Ich verstehe Deine Begründung zu Deiner Frage so, dass Deine Freundin keinen Stress hat oder macht, wenn Du nicht mitmachst bei ihren buddhistischen Aktivitäten, wenn das so ist, dann finde ich das gut, denn es bedeutet für mich - aus der Ferne betrachtet - dass Deine Freundin akzeptiert wenn Du anders bist.

Dasselbe wird sie von Dir erwarten, als bleib locker, aber mach Dich da bekannt......man weiß ja nie....

cheerio.

Ja, ich sagte ihr das ich nichts von jedlicher Religion halte und sie findet das ok und hat damit keine Probleme. Aber Sorgen mache ich mir eher darum das das Ganze zu ihrem Lebensmittelpunkt wird und sie von nix anderem mehr reden kann.

Wie sagte sie zu mir " Am Freitag bin ich auf Geburtstag bei dem und dem. Er ist so ein toller Mensch mit super Karma"

Na super, und das ist erst der Anfang bei ihr...

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@IchBinDas1976

na ja, das meine ich, geht schnell dass sie dann eher eine Beziehung mit jemanden eingeht, der diese Art von Buddhistischer Betätigung genauso gern hat wie sie.....aber wie gesagt, sofern sonst alles ok ist und sie Dich so nimmt wie Du bist.......warum nicht...

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Selbstverständlich hat das Einfluss auf eure Beziehung. Deine Freundin ist im Begriff, auf einen religiösen Trip zu gehen, was bei Erwachsenen entweder ein Zeichen beginnender psychischer Probleme ist oder ein Zeichen für Unzufriedenheit mit der persönlichen Situation.

In ein paar Wochen oder Monaten wirst du sowas hören wie "Schatz, ich habe mich im Gegensatz zu dir weiterentwickelt …" und dann ist auch bald Schluss. Wenn da nicht sowieso schon irgendwo ein Tee trinkender, Zimtlatschen tragender Veganer ist, der es ihr angetan hat.

Mach es kurz. Sage ihr, dass sie den religiösen Quatsch mindestens einschränken, wenn schon nicht aufgeben, soll und wenn sie das nicht tut, beende die Beziehung.


Meinst du das es so schlimm kommen kann ? Angeblich würde sie es nur wegen der Meditation tun und dem Karma.

Was auch immer das heißt...

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@IchBinDas1976

Ja sicher sagt sie das. Dabei ist es ihr schnuppe, dass es dir missfällt. Das besagt ja alles. Du bist ihr demnach eher wurscht.

Ob sie an beginnenden religiösen Wahnvorstellungen leidet, kann man so natürlich nicht sagen.

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@OnkelSchorsch

Ich mein wir kennen uns erst seit ein paar Wochen, das ihr da natürlich "erstmal" egal ist ob mir das gefällt, ist ja normal.

Sollte wir aber zusammen bleiben und es in ein paar Monaten noch so sein, dann muss ich mir wohl wirklich Gedanken machen..

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Ich selbst meditiere sehr viel und kenne mich gut im Buddhismus aus. Meditation, Yoga, Tai Chi, etc. trainieren u.a. das Selbstbewusstsein im Sinne des Körpergefühls und des im-Moment-seins. Buddhismus ist mehr eine praktische Philosophie als eine Religion und kann von jedem Menschen, egal welcher Einstellung positiv genutzt werden. Problem ist meist nur der ganze Esoterikfimmel der leider oft darum gerammelt wird. Meditation hat mir geholfen aus langjähriger Depression und Paranoia zu entkommen. Es hat wirklich enorme positive Auswirkungen.

Zur Gemeinschaft: Recherchier mal in aller Ruhe über die genaue Gemeinscahft, die deine Freundin angehört. Es gibt immer wieder Sekten - muss aber nicht so sein. Sollte sie anfangen dich bekehren zu wollen, kannst du dir fast sicher sein. Richtige Buddhisten folgen u.a. einem Grundsatz, der Bekehrungen 'verbietet.'

Sollte sie anfangen dich bekehren zu wollen, kannst du dir fast sicher sein

Sie hat schonmal was angedeutet und wollte mein "Karma" ausleuchten.....


Ihre Gemeinschaft sitzt in Frankfurt Main Bornheim.

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@IchBinDas1976

Ist es die Karma Kagyü Gemeinschaft von einem Herrn Nydahl? Die sind oft als Sekte bezeichnet worden.

Ich will hier keinen Stunk gegen deine Freundin machen und eure Beziehung ruinieren. Ich bin der Meinung, dass du dich in Ruhe mit ihr hinsetzen und die Grenzen klären solltest. Wichtig ist mir auch dir zu sagen, dass du dich nur wegen einer Sekte nicht der gesamten Philosophie verschließen solltest. Immer schon neugierig und offen bleiben - aber eben Bekehrungs- und Esoteriktendenzen ein wenig aufmerksam und vorsichtig betrachten.

Ein Mensch besteht aus mehr als seiner Philosophie oder Religion. Punkte, bei denen ihr auf gegenseitigen Konflikt geht, kann man ja umgehen oder ganz einfach respektieren.

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Vielleicht ist sie bei Hare Krishna? Soweit ich weiß, ist dies zwar/ oder zählt zu einer eine Sekte, jedoch kann man da auch "problemloser" austreten. Bin mir aber nicht ganz so sicher. Am besten einfach mal mit ihr reden. :) alles Gute

Die "Gemeinde" ist bei Frankfurt/Main in der Nähe. Weiss aber nicht mehr welcher Ort genau

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Buddhisten wollen niemand ihre Religion aufzwingen: Sie sind eher Philosophen in einem sehr positiven Sinne.

Es ist z.B. überhaupt kein Widerspruch, katholisch oder evangelisch zu sein und sich dennoch viel mit der buddhistischen Philosophie zu befassen oder gar von ihr angezogen zu sein.

Dass die buddhistische Praxis etwas weltfremd wirkt, liegt wohl vor allem daran, dass der Buddhismus in einer lange Zeit recht abgelegenen Region der Welt entstand. 

Aber selbst der Dalai Lama hat heute durchaus moderne Vorstellungen. 

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@grtgrt

Ich muss aber auch sagen: 

Sollte jemand, der mir nahe steht, sich vor allem zur buddhistischenen Praxis hingezogen fühlen (statt vor allem am philosophischen Ansatz des Buddha interessiert zu sein), würde ich mir schon Sorgen machen.

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@grtgrt

Was ist buddhistische Praxis  ? Woran merkt man das  ?Und wieso Sorgen machen  ?

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@IchBinDas1976

Meine Wortwahl war unpassend: 

Wo ich von "buddhistischer Praxis" sprach, habe ich damit klassisch buddhistische Zeremonien und Riten gemeint, aber natürlich auch alles, was ins Esoterische weist (d.h. ins Unwissenschaftliche, statt ins Philosophische): 

Philosophie ist die ehrliche Suche nach Wahrheit, und solche Suche scheint mir buddhistisches Gedankengut nicht ignorieren zu dürfen.

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Buddhismus als Lebensanleitung scheint mir recht gut charakterisiert durch folgende Feststellung ( http://www.planet-wissen.de/kultur/religion/buddhismus/index.html ):

45 Jahre lang lehrt Buddha seine Schüler sich auf die drei Juwelen zu stützen: 

  • auf Buddha, als Ziel und Ausdruck der vollen Entfaltung des Geistes,
  • auf die Lehre, den Weg dorthin,
  • und auf die Sangha, die spirituellen Freunde, die einen auf diesem Weg begleiten. 

Ganz anders als im Islam, wird im Buddhismus nirgendwo versucht, jemand als Feind oder Ungläubigen einzuordnen. 

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nein. warum sollte man. deine Freundin hat sich entschieden. was du machen könntest, über den verein Infos einholen.

Du hast völlig Recht, Dir da große Sorgen zu machen. Leider hast Du hier viele jugendlich-unerfahrene Antworten bekommen a la "Toleranz ist das höchste".

Es ist sehr wohl die Gefahr, daß diese fernöstliche Verstiegenheit die Freundin allmählich 100% ihrer Freizeit kostet. Schlimm daran ist, daß die Zeit hierfür ganz schlimm verschwendet ist, denn letztlich ist das Ganze ein großer Wahn, echter Nutzen kommt nicht raus. Das chi-Zeug ist alles Esoterik.

Was noch nicht angesprochen wurde: Die Freundin wird in dieser buddhistischen Gemeinschaft mit Sicherheit "gleichgesinnte Männer" treffen. Diese haben außerhalb der Sekte kaum Beziehungsmöglichkeiten, daher sind sie top scharf auf die Freundin und werden sie Dir ausspannen.

Die Freundin läßt sich gern verführen, weil sie sich da verstanden und angenommen fühlt.

Also rechne damit, daß sie jetzt schon mit einem Buddha-Jünger flirtet und Dich in Kürze wegschickt. Aber sei nicht traurig darüber - sie hätte Dir eh nur Ärger gemacht, Sektierer muß man aus seinem Leben rauswerfen.

Hast du Erfahrungen darüber ? Oder wie kommst du auf deine Meinung ?

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@IchBinDas1976

Ja, ich mußte leider in meiner Großverwandtschaft eine Menge negativer Erfahrungen mit Sekten, Esoterik und Verstiegenheit machen. Und wie das Vielem der Boden unter den Füßen weggezogen hat, was man sich nie hätte vorstellen können.

Z.B. eine Frau, die das kostbare elterliche Anwesen verkaufte, während die Eltern noch drin wohnten - um sich mit dem Geld bei einer Sekte einzukaufen.

Schiller: Der schrecklichste der Schrecken ist der Mensch in seinem Wahn.

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Vielleicht hilft es dir, wenn du dich mit dem Buddismus etwas näher befaßt?

du meinst wahrscheinlich "Tai Chi"?

an dem ist nichts verwerfliches, so viel ich weiß?

Sagte doch, Religion interessiert mich nicht. Aber jedem das Seine.

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@IchBinDas1976

du frägst, ob du dir Sorgen machen mußt?

Dann informiere dich wenigstens darüber, was "Tai Chi" ist?

Kann es  sein, daß du eifersüchtig bist?

mit 37 Jahren weiß man selber, was man tut, meinst du nicht?

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@Wonnepoppen

Ich bin bestimmt nicht eifersüchtig auf eine Religion, aber da ich keine Lust habe in ein paar Monaten die Beziehung evtl. zu beenden weil die Frau kaum noch Zeit findet, würde ich halt gern vorher ein paar Infos oder Ratschläge einholen um zu wissen was mich erwarten könnte...

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@IchBinDas1976

Letzter Versuch!

Hast du mit ihr darüber schon ernsthaft geredet?

du bist 40?

du hast keine Lust auf das u. auf dies!

so etwas weiß man eigentlich vorher u. kann sich danach richten?

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Das hört sich eher nach Sekte an,würde ich aufpassen.

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