Meine Freundin hat Borderline und ist schwanger, kann das gut gehen?

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8 Antworten

Ich finde man kann nicht Borderliner und Borderliner in einen Topf werfen. Die einen sitzen im Pflegeheim die anderen führen einen relativ normalen Alltag. Die einen sind beziehungsfähig, die anderen nicht, die einen sind in der Lage ein Kind zu erziehen, die anderen nicht und in der Mitte der zwei Extremen gibt es auch noch ganz viel. So wie du die Lage beschreibst bin ich aber nicht der Ansicht, dass es eine gute Idee wäre das Kind zu bekommen und hätte (vorwurfsfrei!) besser auf die Verhütung geachtet. Deine Freundin ist instabil, kommt mit sich selbst nicht ansatzweise klar und soll/möchte die Verantwortung für ein Kind übernehmen.


Vllt würde sie dem Baby was antun. 

Je nach Ausprägung (die hier auf die Ferne keiner beurteilen kann) und aus einem möglichen Impulsverhalten heraus ist der Gedankengang auch leider nicht ganz von der Hand zu weisen.

Natürlich gibt es Hilfe... von vllt. Freunden, Familie, Jugendamt. Ein Kind braucht aber in den ersten Lebensjahren vorallem die Mutter, braucht Stabilität, Liebe, Regeln, Erziehung. Wie soll sie das dem Kind vermitteln wenn sie selbst nur schwarz und weiß sieht, die Grautöne nicht erkennt, du den ganzen Tag arbeiten gehst und schon der Notarzt kommen muss wegen dem positiven Schwangerschaftstest wo im Grunde noch gar nichts passiert ist und die Wohnung aussieht wie ein Schlachtfeld? Solche Kommentare hier wie "wo ein Wille ist ist auch ein Weg" finde ich völlig deplatziert. Borderline ist eine schwere Erkrankung, du erlebst es jeden Tag und wirst das auch wissen und ich finde, wenn du/ihr euch dafür entscheidet das ist eine große Herausforderung und kann nur funktionieren wenn das Umfeld engmaschig zusammenarbeitet und auch sie die Einsicht zeigt sich intensiv therapieren zu lassen, auch Medikamente - je nach Präparat absetzen oder ersetzen muss.... Das ist kein Spaziergang, für keinen der Beteiligten.


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Hallo, 

ich kann mir nur annähernd vorstellen, wie es dir im Moment geht. Die Situation, die Du beschreibst, ist eine enorme Belastung für Dich. 

Der erste Schritt sollte sein, Dich mit den behandelnden Ärzten in Verbindung zu setzen. Darüber hinaus solltest du dir bewusst machen, dass du mit dieser Situation nicht alleine da stehst. Hol dir Hilfe, lass dich beraten. Es ist wichtig, dass du einen Teil der Belastung von deinen Schultern bekommst. 

Vielleicht hilft dir 

http://www.borderline-muetter.de/cms/muettermitborderline/hilfen

etwas weiter. Es gibt einige Anlaufstellen, die dich unterstützen können. Vielleicht wendest du dich auch an ProFamilia. 

Versuch bitte nicht, das alleine zu regeln. Das ist eine Last, die Du alleine nicht stemmen kannst. 

Alles Gute!

LG 

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Deine Sorge ist berechtigt. ABER Du bist nicht alleine. Wenn Du willst. 

Was mich stört ist Dein Kommentar auf eine Antwort, dass Borderline grundsätzlich nicht behandelbar sei. Bzw, die Betroffenen diese Störung nicht loswerden können. 

Da muss ich Dir einen wohl wesentlichen Zahn ziehen: 

1. Borderline wird bei vielen unterschiedlichen Erkrankungen diagnostiziert. Nicht behandelbar bzw. nicht abstellbar sind sogenannte endogene Erkrankungen. 

Wenn ich recht erinnere hat mal die Stanford-Universität zu dieser und anderen chronischen Erkrankungen eine wissenschaftliche Studie durchgeführt. Das Ergebnis mag erstaunen, sollte hier als Anregung dienen:

1/3 der Diagnosen lassen sich durch rechtliche Anerkennung und Berücksichtung zugrunde liegender Straftaten heilen lassen. In diesem Zusammenhang war hier und da auch ein Umzug nötig. 

1/3 der Diagnosen lassen sich durch zunächst umfangreiche Therapie, in der Regel begleitet durch Medikamente, so gut behandeln, dass ein normales Leben möglich ist

1/3 der Diagnosen macht eine immer wiederkehrende bis ständig stationäre Behandlung nötig. 

Der wesentliche Punkt hier ist: 

Während dieser wissenschaftlichen Studie nahmen sich die behandelnden teilnehmenden Fachärzte zwei Jahre für die Diagnose und Behandlungseinstellung Zeit. So viel Zeit wird in D keinem Psychiater zuerkannt. 

Womit wir bei einem sehr wesentlichen Thema sind: 

Selbsthilfe ist womöglich der tatsächliche Weg hinaus. Ja. Zusätzlich zu fachärztlicher Behandlung. UND zusätzlich zu einem Umfeld, welches bereit ist, sich in Selbsthilfegemeinschaften Halt zu suchen und manchen Rat. 

Ja. Das war mir vorweg durchaus wichtig. Denn Dein Kommentar auf die Antwort liest sich so endgültig, so abgeschlossen. 

Natürlich können wir von hier aus nicht urteilen. Bitte nutze auf jeden Fall die Seite 

rote linien

Wenn ich recht erinnere, findest Du auch zu Deiner Frage da kompetente Unterstützung. 

Tatsächlich hängt sehr Viel von Deiner Freundin ab. Ist sie bereit, sich womöglich in den ersten Lebensjahren des Kindes in eine betreute Wohngemeinschaft zu begeben? - Ja. Nach meiner Kenntnis gibt es dieses Angebot. 

Womit ich ausdrücken will: 

Es gibt Hilfe, Unterstützung unterschiedlichster Art. Alle aufzählen zu wollen ist ein Unding. Die für mich wesentlichste Anlaufstelle habe ich Dir genannt. Sie hat sowohl für Angehörige als auch für Betroffene eine extra Seite. 

Mehr zu raten finde ich unpassend. 

Sich helfen zu lassen braucht es Stärke. Denn wer sich helfen lässt gibt Schwäche zu. Schwäche kann nur eine starke Persönlichkeit eingestehen, denn sie macht verletzlich. 

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Nein so kann das auch nicht gutgehen. da muss man den tatsachen ins gesicht sehen. die schwangerschaft war ja offensichtlich auch nicht geplant. sprich am besten morgen mit dem behandelnden arzt und ich hoffe, dass sie in therapie ist und der therapeut muss das auch unbedingt erfahren. 

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Hallo,

das ist sehr beängstigend und eine zugleich föllig neue Situation für dich.

Es war richtig von dir den  Notarzt zu rufen, es ist richtig das Du dir Sorgen machst, aber tu dir und auch ihr den Gefallen und holt euch Hilfe!

Nicht von unserer Kommunity, sondern von Psychologen und Ärzten, die sich damit auskennen.

Was für dich im Augenblick zählen sollte ist dich zu beruhigen, dir klare Gedanken zu (geh Spazieren!) verschaffen und dann Ziele zu stecken.

Das erste Ziel sollte für euch beide sein diese Krankheit los zu werden, das zweite Ziel wäre das Baby wohlbehütet von euch groß zu ziehen.

Eine Mutter die sich selber Dinge antut, liebt sich nicht selbst und kann sich nicht respektieren, dementsprechend kann sie nur schwer andere respektieren und lieben! Es ist sehr schwer einzuschätzen wie es in ihrem Fall ist, aber wie gesagt:

DU musst euch Unterstützung holen!

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schokocrossie91 15.11.2016, 22:22

Borderline ist eine Persönlichkeitsstörung, das kann man nicht loswerden. Von einem Baby ist noch überhaupt keine Rede.

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Inquisitivus 15.11.2016, 22:24
@schokocrossie91

Danke für diese Information! Ich wusste nicht das es unheilbar ist.

Aber von einem Schwangerschaftstest, welcher positiv ist, was ein Baby zur Folge haben würde oder etwa nicht?

Eine Abtreibung wäre bei einer solchen Krankheit und einem hilflosen Partner denkbar!

Danke für die Verbesserung @ schokocrossie91 !

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teafferman 16.11.2016, 02:53
@Inquisitivus

schokocrossie91.

Nicht jede Diagnose Borderline bildet eine tatsächliche endogene Borderlinestörung ab. In sehr vielen Fällen werden Opfer frühkindlicher Gewalttaten so an rechtlichem Gehör gehindert. Mit eben entsprechend falsche Behandlung, versteht sich. 

Nein. Das ist jetzt absolut nicht meine persönliche Auffassung. Diese Tatsache wird in Fachkreisen heftig diskutiert. 

Musste ich hier gleich mal loswerden. 

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Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg! Sie kann das alles auch mit Kind schaffen, wenn sie es nur möchte. Scheinbar muss aber erstmal ihre Psyche gesund werden. Schade für das Kind, was ihr deutlich werden muss... SO kann sie definitiv nicht ständig handeln. Schließlich ist sie dann Mutter und diese haben Verantwortung. Sprich mit einem Psychologen, der ihr mit Rat und Tat zur Seite steht.

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teafferman 16.11.2016, 02:56

Dein erster Satz ist vollkommen daneben. Die weiteren machen deutlich, dass Du weder eine Ahnung von dem sogenannten Formenkreis Borderline noch von menschlicher Entwicklung hast. Warum also hältst Du Dich nicht einfach raus, wenn Du keine Ahnung hast? 

Hier wird wegen eines durchaus sehr ernsten Themas um Rat gefragt, Dir nicht die Möglichkeit vor allen Dingen geboten, Dich damit zu profilieren bzw. blamieren. 

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Das sieht schlecht aus. Muss deine Frage deshalb mit einwm klaren Nein beantworten. Das war dir aber schon klar, bevor du gefragt hast, aber eben, die Hoffnung stirbt zuletzt. Viel Glück! 

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Sprich morgen mit den Ärzten und sieh zu, daß sie dringend eine Therapie macht.

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