Meine Freundin erzählt nicht von ihren Problemen!soll ich sie ansprachen?

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Das Ergebnis besteht aus 3 Abstimmungen

nicht ansprechen 66%
mit freundinnen Besprechen (die schon eingeweiht sind) 33%
zu einerberatung gehen um sich über das thema zu informieren 0%
Ansprechen 0%

7 Antworten

mit freundinnen Besprechen (die schon eingeweiht sind)

Das sie dir nichts erzählt, ist völlig normal.

Ich habe Depressionen und bin selber so, weil ich Mitmenschen nicht mit runter ziehen will oder verletzen will, ich denke deine Freundin ist da genauso wie ich.


Also rede mit den anderen Freundinnen, zusammen könnt ihr etwas tun damit sie vielleicht mit euch redet oder das es ihr besser geht. 

Ihr könntet zum Beispiel mal alle zusammen etwas machen und dann wenn ihr einen tollen Tag hattet mal ein bisschen Anfangen über das Thema zureden.


Viel Glück, das wird schon.

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Kommentar von iwillwissen34
08.12.2015, 15:38

Danke schön, aber mit ihr und den beiden anderen ist es fast nicht auszuhalten weil sie stetig Eifersüchtig ist, wenn man mit jemand anderem spricht und sie kurz nicht miteinbezieht und das ist echt anstrengend

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Wenn es passt sage ihr mal so beiläufig dass ihr Verhalten dazu führt dass sie immer kränker wird. Vitamin- und Mineralienmangel sowie Spurenelemente die fehlen führt längerfristig zu Organversagen und am Ende zum Tod. Wenn sie gedrängt wird macht sie dicht. Darum wenn ihr mit ihr redet nur so nebenbei. Vielleicht mal, oh geht's dir nicht gut, du siehst schlecht aus. Eventuell könnt ihr zusätzlich mal mit dem Vertrauenslehrer reden, aber sagt unbedingt dass mit den Eltern reden sinnlos sei, erwähnt dass sie sogar noch dazu gedrängt wird. Ich hoffe es gelingt euch etwas Gutes zu erreichen. Es wird aber schwierig wenn die Einsicht fehlt, leider.

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Kommentar von iwillwissen34
08.12.2015, 16:02

ja danke du hast vollkommen recht

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Kommentar von Thaliasp
08.12.2015, 16:14

ich schreibe aus Erfahrung, war selber betroffen, habe mich in meiner schwersten Zeit immer mehr von allen Leuten fern gehalten, habe praktisch nichts mehr mitgemacht aus lauter Angst ich müsste dann essen und dann würden mir die Kilos nur so zu fliegen. Mit der Zeit war ich richtig gut im Ausreden erfinden damit ich nirgends mehr eingeladen wurde. Wenn ich mal trotzdem essen musste war ich mega unglücklich und schwor mir, am nächsten Tag gibt's eine extra Runde Bewegung und strengste Diät. Übergeben konnte ich mich nicht. Ich habe das geschrieben damit du sehen kannst wie solche Menschen sein können. Drängen mehr zu essen bringt absolut nichts und wenn man gewöhnt ist zu
hungern muss man die Kalorienzahl langsam steigern.

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Kommentar von Thaliasp
08.12.2015, 18:44

ich habe nicht nichts gegessen sondern ich wollte relativ leistungsfähig bleiben und habe mir deshalb 1200 Kalorien erlaubt. Ich
habe mich aber exzessiv bewegt, da nimmt man natürlich auch ab. Ich hatte natürlich zwischendurch auch FA, (Fressanfälle). Ich habe nach so einem FA einfach eine extra Runde Bewegung eingeschoben. Ich wusste dass bei nicht bettlägerigen Menschen 1000-1200 Kalorien empfohlen wurden zum abnehmen. Jeder oder jede Person hat ihre eigenen Methoden zum abnehmen. Das Kranke ist dass ein Mensch mit Magersucht eine verzerrte Körperwahrnehmung hat. So ein kranker Mensch sieht sich immer im Spiegel fett und hässlich. So richtig Hunger mit Magenknurren hatte ich nicht. Meine damalige Ärztin drohte mir schliesslich indirekt mit Zwangseinweisung sollte ich weiter abnehmen.

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Ich wollte mich jetzt fast ein halbes jahr später nochmal melden fals es jemanden interressiert:

In der Zwischenzeit hat sich viel geändert: wir haben
unserer Freundin(nennen wir sie anne) dann mitgeteilt dass wir bei der schulsozialarbeiterin waren und haben
sie überredet mitzukommen. Sie wollte erst nicht aber wir wussten es nur weil
sie es Paula geschrieben hat zu uns hat sie nix gesagt. Als wie da waren haben
meine freundin (nennen wir sie Maya)und ich versucht unsere Wut auszudrücken haben aber totalversagt weil wir
sie nicht verletzten wollten. Sie saß die ganze Zeit nur scghweigend da und hat
gejammert dass wir sie außschließen wir haben daraufhein erwidert dass sie uns
nurnoch hinterherrennt und dass sie sich nochandere Freunde suchen soll sie hat
dann gesagt sie hätte ja andere Freunde, was aber nivht stimmt weil eigentlich
niemand sie als Freundin sieht sondern sie einfach nur an maya und mir klebt
und unsere Freunde zu ihren Geburtstagen einlädt die anderen aber nie sie!!!! Es
nervt total weil wir mit unseren Freunden nur spaßhaben wollen und nicht die
ganze Zeit so einen Trauerkloß an der backe haben wollen, der nur die Stimmung
runter zieht außerdem wollen wir mittlerweile nicht mehr, dass sie unsere
Geheimnisse oder andere Private dinge mitbekommt sie passt einfach nicht in
unsere clique. Das liegt unteranderem auch daran, dass sie von der Reife sowie
körperlich als auch gedanklich mindestens 3 jahre hinterherhinkt. Vorallem ihr
humor und dieses zwedeutigsein ( wenn ihr versteht, 6. Klasse und so, sind
mittlerweile in der neunten) das wir einfach schon 3 jahre lang hinter uns
haben.

Sie will oder kann sich auch keine neuen Freunde suchen weil
die situation in unsrer klasse so ist dass es 4 gruppen gibt und jeder ist in
einer gruppe sie denkt sie gehört noch zu uns was aber nicht der fall ist und
möchte nicht gruppe wechseln weil wir halt von den anderen gruppen nicht soviel
halten. Und außerdem geht das garnicht weil die anderen gruppen sie auch
komisch finden.

Folgendes problem:

Wir wollen und können einfach nicht mehr!! Vielleicht versteht
man das nicht aber es ist für uns so schwoerig eine gute Freundin verloren zu
haben, aber wie können das einfach nicht mehr lange aushalten und wissen nicht
was wir machen sollen. Das klingt jetzt so als würden wir sie aus der gruppe
mobben wollen, aber so ist es nicht es belastet alle wenn sie da ist herrscht
immer finstere Stimmung und wir können über nichts mehr reden. Ich glaube wir
ertragen es einfach seelisch nicht uns mit dieser depressiven und immer besser
und dünner sein einstellung auseinander setzen die sie hat. Wir wissen nicht
was wir machen sollen mal an uns denken oder schon wieder an sie. Für uns wäre
es besser wenn sie einfürallemal weg wäre weil es vorallem mich belastet, aber
sie wäre ja dann in der klasse und hätte keine freunde das heißt sie würde sich
wieder an uns hängen egal was man sagt.

Einmal hab ich ihr einen zettel geschrieben weil ich so
wütend war dass sie sich von mir und meinen Freunden fernhalten soll und sich
selber freunde suchen soll. Wir haben dansch geredet und sie meinte nur so wir
hättenja die selben freunde und daswegen wäre das nicht möglich. Sie hat aber
keine freunde und das akzeptiert sie nicht. Es ist nicht so dass wir sie ohe
grund wegmobben wollen sondern dass wir viele gründe haben aber ich fühle mich
deswegen trotzdem schlecht wie würdet ihr damit umgehen???

Danke

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nicht ansprechen

Nicht ansprechen heißt nicht, nicht helfen...

Ich selbst bin auch magersüchtig, seit fast 7 Jahren. War drei Mal in einer Klinik und kann daher deine Freundin auch verstehen. Ich selbst habe es auch kaum jemanden erzählt.  Zum einen war mir es peinlich und zum anderen fehlte mir selbst die Einsicht, die Diagnose zu glauben. Wenn sie das nicht von sich aus erzählt, solltest du auf unwissend tun, sonst ist das ein Vertrauensbruch.

Mich haben damals auch mehrere Freunde angesprochen. Ich fühlte mich dadurch nur bedrängt und kontrolliert. Daher zog ich mich immer weiter zurück und immer tiefer in die Magersucht. Es fehlte somit immer mehr das normal Leben und der Alltag. Die Gewohnheit, aber auch das Gefühl von Freundschaft und Zusammenhalt.

Bei den Eltern braucht man hier glaube ich wirklich nichts mehr versuchen :( was eigentlich schade ist. Normal sollten das die Leute sein, die dem Kind als erstes helfen. Ich würde euch empfehlen, wirklich mal zu einer Beratungsstelle zu gehen (ohne die Betroffen) und da um Hilfe zu bitten. Euch das ganze noch ein wenig besser erklären zu lassen. Vielleicht beratet euch sogar wer, der sich den Fall an und unterstütz euch weiter. Manche geben halt nur Broschüren mit, nennen euch Wege und das war es. 

Ansonsten könntet ihr auch mal mit einen Lehrer eurer Schule reden. Vertrauenslehrer, Klassenlehrer, Mathelehrer... irgendjemand dem ihr vertraut. Spricht von euren Sorgen und von euren Ängsten. Erzählt von den Eltern. 

Oder Ihr könntet auch direkt zum Jugendamt gehen. Hier wird nämlich die Fürsorgepflicht der Eltern nicht eingehalten. Diese schaden diesen Mädchen, das Hilfe braucht. Das wären die nächsten, die mir in den Sinn kommen, die helfen können. Oder ihr bittet einen Lehrer, das Jugendamt einzuschalten. Kommt vielleicht besser, weil Lehrer als Pädagogen ernster genommen werden, als "nur" die Freundinen

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Besorg dir den Film "Die dünnen Mädchen" und schau ihn gemeinsam mit ihr an. 

Du solltest ihr der Ehrlichkeit halber sagen, dass du von ihrer Magersucht weißt und dir Sorgen machst. Sie wird es aber abstreiten. Mache auf keinen Fall Stress deswegen (den hat sie schon genug mit sich selbst und ihren Eltern), streite nicht mit ihr herum.

Ausrichten kannst du erstmal nichts, weil ihre Eltern widersprüchlich handeln (einerseits zum Sport anspornen, andererseits zur Therapie schicken. Eigentlich müssen die Eltern mit in die Therapie.). 

Akzeptiere deine Freundin erstmal so, wie sie ist. Vielleicht bist du der einzige, der es tut. 

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Kommentar von iwillwissen34
08.12.2015, 16:03

Wir haben schonmal einen Magersuchtsfilm geschaut...sie hat dann gekotzt

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5 Mal die Woche Leistungssport und sie isst nichts? Das KANN nicht gehen! Leistungssport ist anstrengend und wenn man den 5 Mal die Woche macht und schon längere Zeit nichts oder kaum was ist dann kippt man um und die Leistung lässt auf diesen all nach! Ich würde mal mit ihren Eltern reden!

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Kommentar von Lollyyy98
08.12.2015, 21:39

*jeden Fall

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Sie ist doch schon in Behandlung und ich nehme an, dass das die Psychotherapeutin auch sieht und im Notfall handelt.

Entscheidend ist die Art und Weise, wie man darüber miteinander redet, Euch allen fehlt die Fachkenntnis, um das richtig zu machen.

Insbesondere Druck ist für Magersüchtige schwer auszuhalten. Und auch nicht der Zwang, plötzlich viel zu essen.

An das eigentliche Grundübel, also die Wahrnehmungsstörung, das negative Gefühl, dick zu sein, kommen selbst Psychiater und Psychotherapeuten kaum ran. Oft helfen auch monatelange Aufenthalte in Kliniken nicht weiter, dort wird nur das Gewicht durch Strafen erhöht und der Leistungssport (wahrscheinlich Sinn ihres Lebens) verboten.

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Kommentar von iwillwissen34
08.12.2015, 15:51

Sie ist zwar in behandlung aber da ihre eltern das nicht unterstützen und stolz darauf sind wenn sie nichts isst (frag mich nicht warum, ich glaune ehr die müssten in Behandlung)kann die Therapeutin auch nichts bewirken ;(

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Kommentar von Thaliasp
08.12.2015, 16:37

Oder auch durch sinnlose Gaben von Psychotabletten die vielfach helfen dass man unnatürlich in kurzer Zeit viel zu nimmt.

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Kommentar von Thaliasp
08.12.2015, 16:58

Das ist mir klar dass Sie als Spezialarzt alle Tricks kennen. Mir wäre es vermutlich auch besser ergangen hätte ich einen solchen Arzt wie sie es sind gekannt. Ich finde es toll dass Sie sich hier engagieren. Ich selber versuche ein bisschen Verständnis aufzuzeigen für das schwierige Kapitel der Magersucht, halt nur aus der Sicht einer ehemals Betroffenen.

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