Meine Frau muss (kann) in 3 Wochen eine Ambulante-Reha starten...

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9 Antworten

Hallo Malaiko!

  1. Dein AG muss Dir nicht frei geben - er kann. Als Grundlage hierfür solltest Du wissen ob in Deinem Betrieb ein Tarifvertrag gilt und was diesbezüglich darin steht. Oft gibt es für solche Fälle die Möglichkeit eines - unbezahlten - Sonderurlaubes.

  2. Nach § 38 SGB V (fünftes Sozialgetzbuch) besteht in Deinem Fall der Anspruch auf eine Haushaltshilfe. Anspruch auf eigenes Krankengeld für Dich bestünde nur bei Erkrankung eines Kindes bis zur Vollendung des 12 Lebensjahres. (siehe § 45 SGB V)

  3. Das mit dem "gelben Schein" würde ich so nicht riskieren, denn wer arbeitsunfähig erkrankt ist - dies sagt der "gelbe Schein" gegenüber dem Arbeitgeber - und durch sein Verhalten die Genesung behindert (bei Dir: Haushaltsführung, Kinderbetreuung etc.), riskiert die außerordentliche (fristlose) Kündigung!

Vielleicht kannst Du mit dem Arbeitgeber ein vernünftiges Gespräch führen und ihm die Notlage klar machen. Dann geht da mit kurzfristigem Sonder- und/oder Resturlaub und ggf. Stundenausgleich (im Zeifel auch Minusstunden planen) sicher irgend etwas.

Viel Erfolg und gute Genesung Deiner Frau!

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Du solltest bei der Krankenkasse einen Antrag für eine Haushaltshilfe stellen.....

Ich glaube nicht, daß Dein Arbeitgeber begeistert ist, wenn Du 3 Wochen daheim bleibst........^^

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Die Pflicht zur Freistellung durch den AG und Lohnersatzleistung durch die KK bezieht sich auf den Fall der Erkrankung von Kindern unter 12 Jahren.

Bei Erkrankung oder Abwesenheit des betreuenden Elternteils, also deiner Frau, mußt du im Vorfeld für eine Haushaltshilfe durch Krankenkasse oder Jugendamt sorgen. Die Kosten werden jedenfalls auch von der KK regelmäßig übernommen.

Alternativ kannst du mit deinem Arbeitgeber natürlich über unbezahlten Urlaub verhandeln, wenn die Krankenkasse gleichzeitig zu einer der Haushaltshilfe entsprechenden Kostenübernahme bereit ist.

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Hallo,

stelle mal einen Antrag bei der Krankenkasse, wegen Haushaltshilfe. Dein Arbeitgeber muss dir nicht unbedingt frei geben. Solltest du eine Haushaltshilfe genehmigt bekommen, kommt eine sogenannte Pflegerin, die sich um deine Kinder kümmert, somit kannst du also arbeiten gehen.

LG

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Wenn ihr beide gesetzlich versichert seid, müsstet ihr Anspruch auf eine Haushaltshilfe haben. Manche Krankenkassen haben dieses aber aus ihren Leistungen rausgenommen, deswegen unbedingt nachfragen. Sollte es im Vertrag mit der Krankenkasse stehen, habt ihr mehrere Möglichkeiten: Du beantragt Freistellung von der Arbiet, wirst dann von der KH bezahlt, ob die natürlich den vollen Lohn zahlen, musst du auch vorher unbedingt abklären. Meist ist der gezahlte Betrag von der KH nicht so hoch ... Ihr könnt auch z. b. eine Nachbarin fragen, ob die in der Zwischenzeit auf die Kids aufpasst, so lange du arbeiten musst, wird dann auch von der KH bezahlt. Verwandte darf man nicht nehmen, aber wenn die einen anderen Namen haben, na, da kann man etwas mauscheln. Ihr könnt euch an die Caritas z. B. wenden, und eine Familienpflegerin zu bekommen, wird dann auch von der KH bezahlt. Diese Einrichtungen bekommen z. B. mehr von der KH als du als Vater ... auf gut deutsch, du brauchst trotzdem nichts dazu zahlen ...

Am besten rufst du Montag erst bei der Krankenkasse deiner Frau an ... und machst dich schlau ...

Ich wünsche euch, das alles gut klappt und deiner Frau schnelle und gute Genesung ...

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Kommentar von Bine70
14.10.2011, 23:45

wäre sinnvoll, vorab mit dem Arbeitgeber darüber zu sprechen, falls Freistellung beabsichtigt wird. Nicht jeder Arbeitgeber ist darüber erfreut, durch einem Brief o ähnliches, zu erfahren, dass sein Mitarbeiter wegen Krankenhausaufendhalt seiner Frau, zuhause bleibt. Man muss sich in jeglicher Hinsicht absichern :-).

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Frag bei Deiner Krankenkasse nach wegen einer Haushaltshilfe. Zuhause bleiben koennte eine Kuendigung nachsich ziehen. Kannst Dir aber Urlaub nehmen oder vielleicht kann jemand aus der Familie aushelfen, eine Oma oder so...

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Ja ich denke auch, dass du wohl eher von der Krankenkasse eine Haushaltshilfe zugesprochen bekommst. Zuhause bleiben kannst du deswegen nicht.

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du kannst zu hause bleiben - wird von der krankenkasse bezahlt und der arbeitgeber muss das akzeptieren.....gelber schein usw.

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hmm.. von einer Haushaltshilfe bin ich gar nicht begeistert, der kleinste ist gerade mal 13 Monate und ihn soll ich den ganzen Tag in Obhut einer "Fremden" geben? Der schreit ja schon, wenn er bei seiner Tante auf den Arm soll... ich weiß nicht...

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Kommentar von icke01
14.10.2011, 23:47

Kinder lernen das ganz schnell, und es gibt speziell für solche Fälle ausgebildete Helferinnen.
Wende Dich doch mal an das in eurer Gegend zuständige Dorfhelferinenwerk.
Auch die Diakonie oder Caritas vermittelt solche Personen.

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Kommentar von Paula1234
15.10.2011, 00:50

Mach dir keine Gedanken bzgl. der Haushaltshilfe ... die sind echt gut ausgebildet ... Ich musste - aus Krankheitsgründen - schon mehrmals darauf zurückgreifen, ich hatte auch erst wirklich große Bedenken, die sich hinterher alle in Luft aufgelöst haben ... Als ich die Hilfe zum ersten Mal in Anspruch nehmen musste, waren meine Kids 3 und 2 Jahre, die jüngste 5 Wochen, es hat geklappt ...

sogar super, obwohl ich damals ein echtes Problemkind dabei hatte, was vorher überhaupt zu keinem anderen wollte. Aber auch das Kind war friedlich ... Also besser so, als den Job verlieren ... Ich musste diese Sache mehrfach in Anspruch nehmen, siehe meine andere Antwort, deswegen kommst du am günstigten davon weg, wenn das wirklich die Caritas oder ähnliches übernimmt ...da musst du nichts zuzahlen, sofern das deine KH übernimmt .. informier dich diesbzgl. Montag sofort. Und setz dich anschließend sofort mit der Caritas oder ähnliches in Verbindung, damit du auch in 3 Wochen eine Hilfe hast ....

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