Meine Eltern zwingen meinen Bruder in den Rollstuhl, was kann ich tun?

9 Antworten

Nicht immer macht Übung den Meister. Wir können hier die Situation nicht beurteilen. Vielleicht kann dein Bruder ja zumindest im häuslichen Bereich laufen, damit er es nicht verlernt. Aber vielleicht ist es auch wirklich auf Dauer eine Überforderung. Setz dich doch mal ganz ruhig mit deinen Eltern zusammen und bitte sie, es dir zu erklären.

Der Körper deines Bruders wird ja auch größer und schwerer, vielleicht können die Beine das Gewicht nicht dauerhaft halten

das könnte er bestimmt auch, aber er soll halt den Rollstuhl nutzen... 

er hat auch Orthesen, die sein gewicht und so stützen. Das ist so blöd von meinen Eltern, er könnte sicher laufen und auch besser werden, aber sie lassen ihn einfach nicht!

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sicher ist das für deine eltern keine leichte situation. aber versuch in ruhe mit ihnen zu reden und mache keine vorwürfe. oder frage doch den kinderarzt von deinem bruder mal, vielleicht kann er mit deinen eltern sprechen, in wie fern ein rollstuhl notwändig ist oder nicht.

Ein Rollstuhl kann helfen, mehr Lebensqualität zu erreichen. Z.B. gerade wenn das Laufen auf die Dauer anstrengend ist oder wenn man Krücken braucht und man nie die Hände frei hat und das alles Schmerzen verursacht oder einen sehr anstrengt. Ein guter Kompromiss wäre vielleicht, den Rollstuhl nur außerhalb oder bei langen Strecken zu benutzen und die Kinder im Haus oder im Garten mit den Orthesen laufen zu lassen. 


Wie lange dauert es, bis man mit dem Leben im Rollstuhl klar kommt - zumindest ungefähr?

Hallo gutefrage.net-Community.

Ich sitze seit Jahresanfang im Rollstuhl, ich bin schon eine gefühlte Ewigkeit auf Reha, soll aber bald entlassen werden, aber ich weiß nicht, wie das alles werden soll. Ich werde nie wiede richtig laufen können, ich will keinen Job im Büro, ich will auch nicht immer auf Aufzüge angewiesen sein (ich lerne zwar zurzeit im Rollstuhl Treppen hoch und runter zu kommen, aber trotzdem ... ), ich will auch nicht immer so auffallen und nicht immer was kaputt machen, wenn ich in einem Laden durch eine enge Regalreihe will, und was ist überhaupt, wenn ich mir mal meine Arme verletzen sollte, aus welchem Grund auch immer? Dann bin ich ja vollkommen auf Hilfe angewiesen. Ich wollte dieses Jahr mit dem Führerschein (begleitetes Fahren) anfangen, klar kann man auch im Rolli den Führerschein machen, aber ich kann nie mal eben aus dem Auto z.B. raus und rein wie ich will, ich muss dann immer erst die Rolliräder an den Rolli "ranmachen", mich umsetzen, raus - und das Ganze später wieder Rückwärts ... An den Winter will ich noch gar nicht denken -.- Wir hatten auch für die Osterferien eine Disneyland-Reise gebucht, meine Eltern wollen sich jetzt erkundigen, ob man das Zimmer gegen ein Rolligerechtes tauschen könnte, ich würde ja wirklich gern nach DL, aber die Rehaklinik ist einfach ein geschützter Raum sozusagen, da sind Leute, die auch im Rollstuhl sitzen, ich kenne die meisten Leute mittlerweile, fühle mich hier abgesehen vom Heimweh auch relativ wohl, aber meine Eltern sind halt immer noch total besorgt, kann ich ja auch verstehen, ginge mir ja auch nicht anders, wenn mit ihnen sowas wäre, aber sie sollen sich halt nicht immer nur Sorgen machen. Praktisch und physisch komme ich klar, nur psychisch noch nicht so richtig ...

Ich hätte jetzt zwei "kleine" Frage an euch:

  1. Wie lange dauert es, bis man sich an diese "neue Situation" im Rollstuhl gewöhnt oder was kann ich allgemein tun, damit ich damit besser klar komme? Meine Eltern informieren sich gerade auch über Rollstuhlbasketball, denkt ihr eine Rollibasketballgruppe könne mir helfen?
  2. Was kann ich tun, damit meine Eltern sich keine Sorgen mehr machen?

Das waren jetzt vielleicht ein paar mehr Fragen als zwei, aber wäre toll, wenn ihr mir zumindest die Eine oder Andere beantworten könntet. Wäre jedenfalls wirklich super. Liebe Grüße, schönen Montagabend noch.

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