Meine Eltern wollen mich zu Gott bekennen!

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35 Antworten

Diskutiere nicht, sage, dass Du das mit Dir selbst ausmachen mußt und laß Dich auf nichts ein. Ich würde an Deiner Stelle auch nicht mehr mit in die Kirche gehen oder Bibellesungen usw. mitmachen. Sag Ihnen, dass Du ihre Lebenseinstellung akzeptierst und verlangst, dass sie Deine akzeptieren. Halte einfach durch, bis Du Dich räumlich von ihnen lösen kannst. Je eher Du auf Deiner Meinung beharrst, desto eher werden sie aufgegeben. Wenn sie den Eindruck haben, sie könnten noch Erfolg bei Dir haben, machen sie weiter. Aber sei höflich, freundlich, bestimmt und mach nicht mehr mit.

Ich klammere dieses Thema aus. Denn ich kann mit "Gott" auch nichts anfangen.

Ich bin seit etlichen Jahren aus der Kirche raus. Was ich damals heimlich gemacht hatte - nämlich nicht in unserem Ort, damit es meine Mutter selig (ebenfalls gläubig) nicht mitbekommt.

Leider hatte sich eine der Dorftratschen verplappert und sie erfuhr es doch. Bedauerlicherweise wusste ich nicht, wer es war. Sonst hätte ich derjenigen etwas gesagt.

Toleranz bei diesem Thema ist bei manchen Gläubigen sehr wenig bis gar nicht vorhanden.

Sie werden es akzeptieren müssen, denn gegen Deinen Willen kann Dich keiner gläubig machen, wenn Du es nicht bist. Einen Glauben zu haben ist eine Sache zwischen Gott und einem einzigen Menschen. Wenn da nichts ist, kann man es auch nicht "hineintun". Sag Deinen Eltern, daß es so nicht geht und Du auf diese Weise noch mehr vom Glauben abgestoßen wirst, als Du ohnehin schon abgestoßen bist. Spricht mit einem Vertreter der Konfession, um die es hier geht (Pfarrer, Gemeindeleiter, Priester etc.). Er wird genau wissen, daß man einen Glauben nicht in jemanden hineinlegen kann, sondern er sich selbst dazu entschließen muß. Daß Du eines Tages an Gott glaubst, ist nicht ausgeschlossen. Nur das, was Du jetzt erlebst, wird Dich sicher nicht in diese Richtung führen. Und wenn Deine Eltern das merken, werden sie Dich damit nicht mehr belästigen.

Wogegen Du allerdings nichts tun kannst, ist das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Deine Eltern können bestimmen, wo Du Dich aufzuhalten hast und das können sie so lange tun, bis Du volljährig bist. Das mußt DU akzeptieren. Sie können auch bestimmen, daß Du Dich von dann bis dann in einer Kirche aufzuhalten hast. Wenn sie das tun, nimm es hin, denn Du kannst sowieso nichts dagegen machen UND Du schaffst Frieden, wenn Du diesen Kompromiss eingehst, auch wenn Du keine Lust dazu hast. Also: "Ich glaube zwar nicht, aber um des Friedens willen gehe ich mit euch in die Kirche."

Was Du auch akzeptieren mußt - so wie Deine Eltern Deinen Unglauben hinnehmen müssen - ist die persönliche Sichtweise Deiner Eltern auf ihren Glauben. Denn Du kannst auch nichts in Deine Eltern hineinlegen, was nicht da ist. Sie haben ihre eigene Beziehung zu Gott und es ist ihre Sache, was sie daraus machen. Wenn sie Vorurteile pflegen wollen, ist das zwar nicht schön (auch nicht im Sinn eines biblischen Glaubens), aber es steht ihnen zu, so zu denken. Du kannst das diskutieren mit ihnen (diese Sachen in Frage zu stellen ist DEIN gutes Recht) aber Du mußt auch damit leben, daß Du Deine Eltern nicht umstimmen wirst. Versuch, vernünftig zu bleiben und ein paar Unbequemlichkeiten hinzunehmen. Deine Eltern wollen nichts Schlechtes für Dich, sie sorgen sich um Dich und Deine Seele. Das ist eigentlich was Gutes, auch wenn es ziemlich nervig sein kann. Denk Dir, daß auch das - obwohl es Dich ärgert - ein Ausdruck ihrer Liebe für Dich ist. Du machst nichts falsch, wenn Du das anerkennst und ihnen dafür mit Dankbarkeit und Offenheit entgegenkommst. Alles Gute, q.

schluz 09.11.2011, 19:05

@quopiam

einfach Klasse!

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Begegne Deinen Eltern mit viel Respekt, dies insbesondere hinsichtlich ihres Glaubens. Mit 15 Jahren kannst Du ihnen auch sagen, dass Du auf dem Weg bist, für Dich ein eigenes Lebenskonzept zu finden und es dabei ganz offen bleibt, wie Du Dich gegenüber anderen Religionen verhältst. Sage ihnen, dass Du ihr religiöses Verhalten voll respektierst, Du aber damit auch die Bitte verbindest, Dich gleichermaßen zu respektieren. Ich würde mich dann auch in Glaubensfragen in keine Diskussionen einlassen, da das Dinge sind, die in einem selbst wachsen müssen und dann von einem selbst geformt und entschieden werden. Man muss dann mit diesem Konzept leben und später auch sterben.

Ich selbst habe tiefen Respekt vor allen ernsthaft Gläubigen und bin in Gesprächen mit ihnen sehr vorsichtig, um sie nicht zu verletzen. Ich möchte auch keinen missionieren, doch habe ich meine eigene Grundeinstellung zu Gott und zum Leben und was danach kommt. Das möchte ich allerdings von anderen Menschen mir auch nicht in Frage stellen lassen.

Oh weia, solche Eltern sind echt schwierig. Ich weiß jetzt nicht, wie alt Du bist, aber Du hast selbstverständlich das Recht auf einen eigenen Glauben oder keinen Glauben oder was auch immer. Hast Du einen Vertrauenslehrer, mit dem Du mal darüber reden kannst? Oder jemanden in der Familie, der das lockerer sieht und Dich gut kennt? Oder eventuell ein Jugendzentrum in der Nähe, wo Du einen Ansprechpartner findest? Es wäre für Dich sicher sehr hilfreich, wenn Du einen Erwachsenen findest, der Dich versteht, und mit dem Du darüber reden kannst.

Wenn sie echt nur emotional argumentieren, wird's schwierig.

Wenn du dich nach Erreichen deiner Religionsmündigkeit nicht beim Jugendamt beschweren möchtest, müsstest du Kirchenbesuche etc mitmachen. Was du im Kopf hast könntest du ja Ihnen gegenüber geheim halten.

Den Religionsunterricht kannst du zwar nach Erreichen der Religionsmündigkeit selber verlassen (kommt auf Bundesland an, ob es da überhaupt eine solchen Unterricht gibt), aber das würden deine Eltern dann auf dem Zeugnis merken.

Sie zu überzeugen wäre natürlich ideal. Aber erscheint mir je nach Glauben der Eltern schon ganz schön schwierig zu sein.

Auf jeden Fall kannst du ja mit 18 ausziehen und von deinen Eltern Geld für Unterhalt verlangen. Du brauchst nur eine Wohnung dafür finden.

Du kannst aber im Notfall auch schon vor 18 ausziehen. Vom Jugendamt gibt es da spezielle Jugend-Wohgemenschaften.

Du meintest wohl "bekehren"?! Es ist noch nie gelungen, jemanden gegen seinen Willen zu "bekehren". Allerdings gibt es auch niemanden, der nicht weiss, dass es Gott gibt. Hier ist ein Zwiespalt zwischen Denken und Realität.

Wer meint, sich bewusst gegen Gott entscheiden zu müssen, der wird dies in der Regel mit allen Konsequenzen tun. Du hast allerdings richtig erkannt, dass es unter sogenannten Christen viel Scheinheiligkeit gibt. Da werden Zeremonien und Gottesdienste als Hauptnachweis dafür genommen, ob jemand Christ ist. Das ist natürlich eine Farce ohne tragkräftigen Hintergrund. Wer Christ ist, der sollte auch wissen, warum er was glaubt. Traditionelle Zugehörigkeit zu einer Kirche ist mit Sicherheit kein Christentum. Wenn man schon sich dafür entscheidet, dann sollte man einen Bibelkurs machen: Zum Beispiel bei der Stimme der Hoffnung im Internet. Interessant ist auch ein Buch: Internet Goggle Gefühle - Sein.

Wenn Du generell Dich mit dem Thema nicht beschäftigen willst, dann sind diese Tipps natürlich nur ein Hinweise, dieins Leere gehen. Aber immerhin, es könnte ja sein, dass Du nicht ohne etwas wirklich zu wissen, Entscheidungen triffst.

Sprechen !!! leider kann es bei streng gläubigen oft schwer sein , da gerade diese menschen ein sehr eingeschränktes Weltbild und Auffassung von allem haben !

es gibt kein patent Rezept aber sofern du ein vernünftiger mensch bist wirst du ihnen mit ruhigen Worten klar machen können das deine Auffassung nicht die ist welche sie haben und das sie das wohl oder über akzeptieren müssen .. DU musst dir allerdings auch ihre Argumente anhören !

Also zu Gott bekennen koennen sie dich schon mal nicht da es schon einen Schopfer gibt.Deine Eltern scheinen ja nicht das grosse Vorbild zu sein was Glaube und ihn ausleben angeht bedeutet.Deine Eltern helfen dir nicht wenn sie dich gegen deinen Willen taufen lassen.Die Bibel sagt das der Glaube Tot ist ohne Werke und so sieht das bei deinen Eltern nun mal aus und das solltest du ihnen auch mal sagen.Sie konnen dich nicht zur Taufe zwingen die dann sowiso unglutig ist.Denn nur wer sic h zu Christus bekennt und auch den Glauben lebt sollte getauft werden.Bei deinen Eltern ist das nicht der Fall.Menschen werden nicht gerettet wenn sie den Glauben nicht leben.Jeder ist fuer sein Handeln und tun selbst veantwortlich,auch im Strafgericht.

redroo 09.11.2011, 01:52

Es ist an der Zeit das du deinen Eltern mal zeigst an Hand der Bibel was wirklich Glaube ausmacht.Du musst ihnen klar machen das ihr Glaube ohne Werke Tot ist und ich werde dir die Bibelstellen dazu raus suchen ok!! Jak.2V17„Geht hin in Frieden, haltet euch warm und wohlgenährt“, ihr gebt ihnen aber nicht das für [ihren] Körper Notwendige, von welchem Nutzen ist das? 17 Ebenso ist der Glaube, wenn er keine Werke hat, in sich selbst tot. Ganz klare Aussage: Vers 18 18 Dennoch wird jemand sagen: „Du hast Glauben, und ich habe Werke. Zeig mir deinen Glauben ohne die Werke, und ich werde dir meinen Glauben durch meine Werke zeigen Ve 26 Ja, wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.

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So gesehen wollen deine eltern nur das beste für dich und in ihren augen ist eben genau das, das beste. Das musst du dir mal klar machen und von ihrem standpunkt aus betrachten. Und was schadet es schon? Mach ihnen doch die Freude, wenn sie sich wünschen dass du mit in die kirche kommst oder eben die firmung/usw machst, wenn sie ein tischgebet sprechen wollen oder sonstiges.. mach ihnen einfach die freude, ist ja auch nicht sooo oft im alltag der fall. Du musst ja nicht gezwungen den rebell spielen und ihnen an den kopf werfen dass du das lächerlich findest oder eben nicht daran glaubst, sie können sich ernsthaft damit angegriffen oder verletzt fühlen. diskutieren bringt hier meistens nichts anderes!

und denk daran, es ist dein leben. Was du im endeffekt glaubst oder tust, vor allem wenn du dann ausgezogen bist, geht sie nichts mehr an. Sie werden aber vielleicht beruhigter schlafen wenn sie das gefühl haben ihr kind "gerettet" zu wissen.

Bedenke, dass sowohl Du, als auch Deine Eltern die volle Freiheit haben, zu glauben oder nicht zu glauben. Um des Familienfrieden willens wird es aber wohl klüger sein in manchen Fragen eher auf Deine Eltern zuzugehen. Aber was Du glauben willst oder nicht, dass entscheidest letztlich Du allein.

Streng gläubige Menschen haben ein sehr enges Weltbild, ähnlich dem Weltbild strenger Atheisten. Beide Gruppen lassen nicht mit sich diskutieren und halten ihre Sicht für die einzig richtige, obwohl sie allesamt den Beweis für ihre Sicht schuldig bleiben.

Behalte deine Sichtweise und sei dir immer der Tatsache bewusst, dass es viele Dinge in diesem Universum gibt, die wir poplige Menschen - weder die Gläubigen noch die Atheisten - jemals erfassen können.

Enders9 09.11.2011, 11:40

Wie sieht denn das Weltbild "strenger Atheisten" aus?

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gefestigte menschen in so einer Sache umzustimmen kann schwer oder fast unmöglich sein. Bleib bei deinen Meinung oder lass dich auch umstimmen wie du willst, ich würde mich da nicht auf ewige Dskusionen einlassen, spätestens mit 18 kannst du machen was du willst.

John345 08.11.2011, 23:52

Mit 14 kann man seine relligion fei wählen.

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Laxtis 09.11.2011, 00:01
@John345

Rechtlich gesehen, ja. Praktisch spielt das im Alltagsleben keine Rolle. Was soll er/sie denn machen? Mit 15 Jahren auszuziehen, ist wohl keine Option.

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is ja ein wiederspruch: sind streng gläubig, aber die geboten und bibel is ihnen egal.

keiner kann dich dazu zwingen, es sind bestimmte situationen, die einen gläubig werden lassen. und entweder es kommt von selbst oder gar net.

vorurteile: "urteile net, das du net selbst verurteilt wirst"

du allein musst entscheiden ob du glauben kannst, oder ggf. welcher religon du angehören willst. und was deine eltern angeht, kann der glaube so stark net sein, denn jeder christ kennt die bibel und versucht sich an die gebote zu halten, hinzukommt, das chirsten nur selten fremde verurteilen.

Sag ihnen: Ich glaube nicht an Gott und ich werde es auch nicht. Eure Versuche sind sinnlos.

Leider glauben die Gläubigen nicht immer dass andere nicht glauben(wollen) oder halten ihre meiner Meinung nach bescheuerte Ansicht für das Maß aller Dinge, teilweise fanatisch, denke man nur an schöne Bilder aus der muslimischen Welt, in der der Glaube fester Bestandteil der Gesetze ist, aber auch an die Christen, weche auch manchmal morden.....

Wenn deine Eltern möchten, dass du wie sie denkst, ist das zwar nicht gut, aber doch recht verständlich. Sie denken ja, dir damit was Gutes zu tun. Vielleicht haben sie auch Angst vor der Meinung ihrer Glaubensbrüder und wollen vor denen nicht als Erziehungsversager da stehen. Versuche doch mal rauszubekommen, was der Grund für ihre Haltung ist.

Danach würde ich ihnen für die Zeit, in der du noch zu Hause wohnst, Kompromissangebote machen. Wenn es die Angst vor den Glaubensbrüdern ist, z.B. wenn die in der Nähe sind, den Gläubigen zu spielen und dafür lassen dich deine Eltern sonst mit dem Götterglauben in Ruhe.

Die paar Jahre hältst du das durch, und sich wegen eines nichtexistenden Alphamännchens mit den Eltern zu verstreiten, ist die Sache echt nicht wert.

Rein rechtlich gesehen bist du vor dem Gesetz seit deinem 14. Lebensjahr religionsmündig und deshalb dürfen dich deine Eltern nicht zu einem Glauben zwingen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Religionsm%C3%BCndigkeit

In Deutschland ist die Religionsmündigkeit im Gesetz über die religiöse Kindererziehung vom 15. Juli 1921 geregelt.

Bereits ab Vollendung des 10. Lebensjahres ist das Kind zu hören, wenn es in einem anderen Bekenntnis als bisher erzogen werden soll.

Ab Vollendung des 12. Lebensjahres darf ein Kind nicht mehr gegen seinen Willen in einem anderen Bekenntnis erzogen werden.

Ab Vollendung des 14. Lebensjahres wird in Deutschland eine uneingeschränkte Religionsmündigkeit erworben.

Die Religionsmündigkeit beinhaltet sowohl das Recht, aus der bisherigen Religionsgemeinschaft auszutreten, sich einer anderen Religionsgemeinschaft anzuschließen als auch sich gegen jede Religionsgemeinschaft zu entscheiden.


„Du hast das Recht, deinen ganz eigenen Glauben zu finden.

Es ist eine Sache zwischen Gott und dir.

Niemand kann dir vorschreiben, was du zu glauben hast, auch die nicht, die dich lieben.....“

Ulrich Schaffer

JensPeter 12.01.2012, 22:45

Hallo Cornyriegel,

genau so ist es! Das ist wirklich eine gut begründete Antwort. DH!

Lg JensPeter

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Aussprache endet hier wahrscheinlich in viel Streiterei und du wirst deine Eltern nicht vom Atheismus überzeugen können. Bestehe einfach auf deine Meinungsfreiheit und versuch das Thema recht lange aus gemeinsamen Gesprächen rauszulassen, bis du 18 und nicht mehr von ihnen abhängig bist.

Du kannst im Moment nicht viel machen als einstweilen darauf einzugehen, soweit nötig. Spare Geld, sieh zu, dass du einen Job findest und ziehe aus.

Aber argumentieren ist absolut sinnlos. Spar dir diesen Nervenkireg. Lass sie glauben, was sie wollen. Nur brauchst du dir die Bevormundung nicht mehr gefallen lassen, wenn du mal eine eigene Wohnung hast.

So sind Eltern nur mal, versuche einen mittelweg zu finden mit dem ihr beide leben könnt

Laxtis 09.11.2011, 00:06

Ich glaube kaum, dass es in diesem Fall einen Mittelweg gibt. Entweder Gott existiert oder er existiert nicht. Aber dass Gott nur Montag bis Freitag von 9:00 - 18:00 Uhr existiert, kann wohl schlecht sein.

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