Meine Eltern werden alt, wie soll ich damit klar kommen?

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8 Antworten

Beim Thema "alte Eltern" kann ich nicht mitreden. Mein Vater wurde nur 56 meine Mutter 48.

Ich gebe Dir aber einen Rat: Genieße die Zeit, die Dir mit ihnen noch gegeben ist! Auch wenn dies heißt, ihr altern oder ihren "Zerfall" mit ansehen zu müssen. So ist der Lauf des Lebens.

Alles hat eben seine Zeit - und es soll doch auch so sein, dass Eltern alt werden können oder dürfen!

Und trotz dass Du Deine Eltern unendlich liebst mußt Du irgendwann Abschied nehmen. Aber bitte nutze die Tage, Wochen oder Monate bis dahin! Die Zeit verrinnt so schnell und irgendwann kommt der Punkt in deinem Leben wo Du Dir denkst: "Ach, hätte ich doch nur..."

56 bzw. 63 ist jetzt nicht sooo steinalt - auch wenn es Dir vielleicht so erscheinen mag ;-). Natürlich geht man in diesem Alter nicht mehr "in die Vollen" sondern wird einfach ruhiger. Das steht ihnen auch zu - so kurz vor der Rente oder während der Rente. Sie haben ihre Jugend gelebt, haben Kinder geboren und haben ihr Leben lang gearbeitet. Da ist es nunmal an der Zeit, dass man sich etwas Gelassenheit und Ruhe gönnt! Und auch den Mittagsschlaf!

Du kannst sie gerne zu Aktivitäten anschupsen - zwinge sie aber nicht zu etwas, was sie nicht wollen. Haben sie Hobbys? Tanzen ist zum Beispiel sehr schön und gerade diese Generation kennt das richtige Tanzen noch aus ihrer Jugend. Viele Tanzschulen bieten Tanzstunden speziell für diese Altersgruppe an.

Wie wäre ein kleiner Hund, um den sie sich kümmern können (nachdem die Kinder ja nun selbständig sind und ihre Hilfe nicht mehr brauchen). Das tägliche Gassigehen tut gut. Und - es ist jemand bei ihnen.

Ich wünsche Dir vor allem noch viele schöne Jahre mit Deinen Eltern! Es ist ein großer Schatz, mit ihnen Zeit verbringen zu können, auch wenn sie alt und ruhig werden!

Hackerman1997 05.07.2017, 16:20

Das ist ein Kommentar wie er sich loben lässt. Vielen Vielen Dank

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Ich kann das gut nachvollziehen. Da ich im Ausland lebte, und meine Mutter immer in zeitlichen Abständen von mehreren Monaten besuchte, konnte ich ihr Altern noch viel schärfer wahrnehmen: die erste Fältchen um den Mund, ihr Umsteigen von den eleganten hochhackigen Schuhen auf "Treter", ihr Ergrauen, die Anstellung einer Haushaltshilfe, weil ihr vieles schwerfiel, ihr nun plötzlich silbergraue Haare, die Adern auf den Händen. Das ist alles schrecklich und unerbittlich.

Und: es gibt keinen Trost, außer Selbstbetrug. Man kann sich sagen, dass es den Eltern ja eigentlich gut geht, dass es schön ist, dass sie noch im eigenen Haus (und nicht in einem Heim) leben, dass sie nun schön ihren eigenen Rhythmus leben können, und vieles mehr. Das alles hilft nicht, denn es ändert nichts an der realen Lage.

Das einzige was hilft, ist, sie so zu nehmen wie sie sind, und vor allem die letzten Jahren zu nutzen, um alles noch mal die Revue passieren zu lassen.

Lasse sie erzählen, am besten wo deine Kinder dabei sind: wie war das damals als sie jung waren, wen haben sie gemocht, wen nicht? Wann hatten sie ihr erstes Auto, wohin ging die erste Reise? Alle Details der Vergangenheit bringen sie zum "Aufblühen". 

Denn sehe es mal umgekehrt, aus deren Sicht. Der Körper lässt nach. Aber die Interessen nicht. Nur: wo sollen die Alten von heute noch ansetzen? Mit der Technik können die meisten nicht mithalten. Wenn sie den Fernseher anschalten sehen sie entweder miserabelste Programme, oder Bilder der "Echtzeit", bei denen sie wirklich trübsinnig werden können.

So fliehen viele in Schlafphasen, und dämmern weg, damit sie vom Unheil draußen weniger mitbekommen. Aber die Vergangenheit, die Jahren als sie stark und schön waren, die haben sie nicht vergessen, und dahin solltest du sie zurückführen. Das ist auch gut für die Enkelkinder, die sich eines Tages fragen werden, von wem sie eigentlich abstammen.

Also meine Mutter ist 67 und mein Papa 63. Er arbeitet noch Vollzeit. Meine Mutter ist schon in Rente. Aber beide schlafen nachts (wenn auch schon sehr wenig), aber nie tagsüber. Selbst meine Omi (92) schläft mal ein kleines Nickerchen tagsüber. Vielleicht fehlen ihnen Vitamine oder eine Aufgabe. Meine Omi hat Haus und Garten und ist Gott sei Dank noch wahnsinnig fit. Meine Eltern reisen gerne, haben einen großen Garten, ein Haus und einen Hund. Geht es deinen Eltern gesundheitlich nicht gut oder lassen sie sich "einfach" gehen? Das was du beschreibst hat meiner Meinung nach nicht viel mit dem Alt-Werden zu tun sondern eher mit einer Krankheit oder dem fehlenden Lebenswillen.

Hackerman1997 05.07.2017, 16:15

Naja Kankheit nicht. Das Problem ist wahrscheinlich dass es mir so vorkommt als würden sie sich gehen lassen. Ich meine es kommt mir so vor als wüssten sich nicht was machen. Meine Mutter geht schon noch Arbeiten und mein Vater macht auch noch Arbeiten am Haus. Trotzdem werden sie immer älter und man merkt es richtig. Ich denke du weist wie und was ich meine.

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Katja13071985 05.07.2017, 16:52
@Hackerman1997

Ja ich weiß was du meinst. Seitdem ich von zu Hause weg bin (und das ist schon 15Jahre her) und sie seltener sehe, merke ich, wie sie sich verändern und das ist alles andere als leicht. Als ich noch nicht in meiner jetzigen Beziehung war, waren meine Eltern die wichtigsten Menschen in meinem Leben, Freunde hatte ich noch nie wirklich (leider) - und dann kam immer diese Angst "Was ist, wenn sie mal nicht mehr sind?" Jetzt bin ich in einer sehr glücklichen Beziehung und bekomme oft von meinen Eltern zu hören "Wann bekommt ihr endlich ein Baby?" Hintergrund ist, sie wollen Großeltern werden, klar. "Wir sind sonst zu alt, um mit unseren Enkeln spielen zu können". Das nervt etwas, aber umgekehrt macht es natürlich auch Druck.

 

Meine Mutter zeigt die stärksten Veränderungen. Sie war noch nie wirklich sportlich aktiv oder so, aber mittlerweile bewegt sie sich gar nicht mehr. Sie hat ihren Haushalt, klar, aber nur nicht zu viel bewegen. Dadurch hab ich Angst, dass sie nicht so alt wird, wie die anderen Frauen in unserer Familie (Omi 92, Uroma war 98 als sie starb). Wenn ich es anspreche, kommt der SPruch "Werd du mal 67....). Papa ist schon mehr aktiv und auch noch fitter im Kopf. Ich glaube der Job trägt maßgeblich dazu bei. 

Wenn der Hund mal nicht mehr ist, wollen sie keinen neuen, weil "er sie ggf überleben würde", dabei bringt er Leben in die Bude, braucht sie und muss bewegt werden...

Ich habe schon einige Dinge angesprochen, einiges kam an, aber meist kam "ja, das mach ich mal, is ne gute Idee" und dann wars vergessen. Es ist wohl einfach der Lauf der Zeit und man muss sich damit abfinden (ob man will oder nicht). Ich zwing mich dazu, nicht zu viel darüber nachzudenken und jeden Moment mit ihnen zu genießen. Ich rede viel darüber mit meinem Freund, wenn wir sie besucht haben und ich erschrocken über die Falten meines Papas war oder so.  Schwierig da einen Rat zu geben. :(

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Karolilo 05.07.2017, 16:23

Vielleicht sind sie froh, wenn sie ab und zu ihre Ruhe haben.

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Versuch sie doch mal zu Aktivitäten zu bewegen. Geh mal mit ihnen raus. Versuch sie zu einem täglichen Spaziergang zu bringen. Du schreibst nicht, wie alt sie sind.

Bring sie zu Seniorenveranstaltungen, Bingo kann ungemein fit machen.

Hackerman1997 05.07.2017, 16:01

Mein Vater ist 63 und meine Mutter ist 56 Jahre alt. Danke ich werde es probieren.

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sassenach4u 05.07.2017, 16:21
@Hackerman1997

Vlt. erschöpft die Arbeit deine Mutter, wenn sie noch arbeiten geht. Und ohne Aufgaben sehen sie nicht viel Sinn, warum sich bewegen. Überleg doch mal, was ihnen Freude machen könnte. Vlt. scheint ihr Kinder, wenn ihr mehrere seid- oder du, wenn du es dir leisten kannst, den beiden einen Tanzkurs oder eine kurze Reise, um sie mal wieder in Schwung zu bringen.

Wenn man nicht gebraucht wird, dann wird man alt. Hast du Kinder? Schick sie dorthin, lass sie mal am Wochenende dort sein- nimm dir frei mit Mann oder Freund und mach du was. Gib ihnen das Gefühl, dass du sie brauchst.

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studiogirl 05.07.2017, 16:37
@Hackerman1997

63 und 56 ist doch noch keinAlter oder alt heutzutage. Die Mutter meines Lebensgefährten ist 85 und fit wie ein Turnschuh.

Ich glaube, es fehlen ihnen einfach Aufgaben oder Hobby's. Ein Bekannter von mir ist 67 und reist ohne Ende durch die Gegend.

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Karolilo 05.07.2017, 16:19

In dem Alter sind sie noch längst keine "Senioren".

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sassenach4u 05.07.2017, 16:22
@Karolilo

Hat sie ja erst jetzt geschrieben- vorher klang das wie "alte Leute".

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Karolilo 05.07.2017, 16:20

Was sollen sie denn bei den alten Leuten?

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Statt darüber nachzudenken wie es wäre wenn sie nicht mehr da sind genieße die Zeit mit ihnen! 

Wie alt sind sie denn?

Hackerman1997 05.07.2017, 16:04

Mein Vater ist 63 und meine Mutter ist 56 Jahre alt. Danke ich werde es probieren.

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pingu72 05.07.2017, 16:09
@Hackerman1997

Ich weiß wie das ist. Mein Vater ist leider schon verstorben... Gerade deshalb rate ich dir jeden noch so kleinen Moment mit ihnen zu genießen. Mache ihnen das Leben so leicht und schön wie möglich. Mehr kannst du nicht tun. 

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pingu72 05.07.2017, 16:14
@Hackerman1997

Bitte.

Und sage und zeige ihnen wie sehr du sie liebst. Für Eltern gibt es nix Schöneres ;)

Alles Gute! 

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Ich hab davor richtig Angst :( Ich kann mir nicht vorstellen, eines Tages ohne meine Eltern leben zu müssen. Aber es gehört nun mal zum Leben und deswegen solltest du so viel Zeit wie möglich mit ihnen verbringen :)

Hackerman1997 05.07.2017, 16:11

Ich werde es versuchen!

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wie werden alle älter, jeden tag ein Bisschen mehr und wer das nicht mag, muss früh sterben

Ach du liebes bischen. Ich dachte erst, deine Elternsind bereits an die 80 Jahre.
Und dann schreibst du, sie sind erst 63 und 56.
In dem Alter sind sie noch langenicht am Vergreisen. Da hast du ja stark übertrieben. Und wenn deine Mutter schlafen möchte, dann lasse sie doch in Ruhe. Wahrscheinlich braucht sie das ab und zu.
MfG

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