Meine Eltern erlauben keinen Kunst-Kampf?

5 Antworten

Wenn dein Vater religiös ist, kennt er sicher auch das alte Testament. Das war etwas offensiver, "Auge um Auge, Zahn um Zahn" und so weiter. Genau darum geht es aber in Kampfkünsten nicht.

Kampfkünste sind kein Fitnessprogramm als solches. Klar besteht das Warmup auch ein wenig aus Warmlaufen, Zirkeltrainung und/oder Sit-Ups/Liegestützen. Auch ist es anstrengend. Mehr Fett verbrennt man mit reinem Ausdauersport, muskulöser wird man durch Krafttraining. Beides wie ich finde recht langweilig. Und deshalb: Macht es Spaß geht man hin, macht es keinen Spaß, geht man nicht hin. Mit einer regelmäßigen Kampfkunst wird man fitter als mit Joggen und Pumpen wo man irgendwann immer seltener oder garnicht mehr hingeht, weil es öde ist. Meine Leichter-und-stärker-werd-Laufbahn begann auch mit einer Kampfkunst und mit Klettern. Hat schon gut was gebracht.

Kampfkunst gehört definitiv zu den besten Dingen, die man tun kann, wenn man Geist und Körper in Einklang bringen will. Man wird nicht nur fit, die teils komplexen Bewegungen trainieren auch das Hirn, auch für komplexe Dinge im Alltag. Die neu geknüpften Synapsen werden nicht nur für Bewegung sondern auch fürs Denken genutzt, eine Kampfkunst kann den IQ steigern. Klar könnte man argumentieren, das geht auch mit anderen Sportarten. Schlag doch mal Ballett vor: Die Reaktion wird (ungerechtfertigterweise, aber in den Köpfen vieler Menschen drin) ungefähr so ausfallen wie die Szene in "Leg dich nicht mit Zohan an" als Zohan seinem Vater offenbart, er wolle die Stelle als Geheimdienstkämpfer niederlegen und Friseur werden ("Ahaha, meine Sohn ist eine Schwuchtele").

Was Kampfkünste für Pazifisten denkbar günstig macht: Sie sind nie offensiv. Es geht darum, sich zu verteidigen. In eine Rangelei kann man immer geraten. Bist du untrainiert, machst du instinktiv das, was dich irgendwie rausbringt. Beißen, schlagen, treten. Dabei kannst du einen Gegner schwer verletzen. Mit einer Kampfkunst gewinnst du an Selbstvertrauen, verlässt die Opferrolle, kannst Situationen besser einschätzen und gerätst somit sogar seltener in eine Rangelei oder beendest diese sogar mit einer geschickten Technik mit weniger Schaden für den Gegner.

Selbst agressiv wirkende (weil Hau-Drauf-Sport) Boxer, Kickboxer, Thaiboxer, ... sind im Alltag überdurchschnittlich nett und friedfertig. Sehr respektvolle Menschen, die auch wissen, was sie anrichten können. Wer einer traditionellen asiatischen Kampfkunst nachgeht, lernt den dort hochgelobten Ehrenkodex und den Respekt vor anderen Menschen erst recht kennen.

Notlösung: Der Kampf-Tanz Capoeira. Einst in Südamerika als Tarnung für Kampftraining von Sklaven, denen das Kämpfen nicht erlaubt war, in einer Tanzchoreographie entwickelt, ist es heute ein gut choreographierter Artistik-Tanz, bei dem aber die Position stimmen muss, weil der "Tanzpartner" sonst einen Roundhouse Kick vor die Rübe bekommt.

Ich vermute, deinen Vater schrecken vielleicht die Hintergründe dieser Kampfsportarten ab.

Du schreibst, er ist religiös, dann vermute ich mal, christlich geprägt. Diese Kampfsportarten kommen aber hauptsächlich aus dem Buddhismus. Wenn man diese Selbstverteidigungssportarten betreibt, muss man sich zwangläufig auch am Rand mit dem Buddhismus befassen, meditieren bzw. sich auf seine Mitte (statt auf Gott) konzentrieren.
So hat man mir das mal erklärt.

Wenn es um das Thema Nächstenliebe statt Gewalt geht: es ist immer gut, erst recht als Frau, wenn man sich im Notfall helfen, verteidigen kann. Sein Leben und seine Gesundheit darf man ruhig schützen.

Für Frauen werden deshalb auch Ein-Tages-Kurse angeboten (teilweise kostenlos, je nach Veranstalter), in denen man verschiedene Situationen, Angriffe und Verteidigungsarten übt. Einfach mal googlen.

Wenn dein Vater weiterhin nicht einlenkt, such dir doch eine andere schöne Sportart, bei der du fit wirst (Klettern, Parcous, Zumba etc.). Es gibt zig Möglichkeiten.

LG Kessy

An dich stimmt alles, wobei ich hier avdr ganz klar dazu sagen sollte das diese 1-Tageskurse gar nichts bringen. Es dauert nicht umsonst Jahre um überhaupt Grundlagen zu lernen.

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@CharliePace

Ich glaube, du denkst bezüglich der Kurse um die falsche Ecke.

Es geht hier nicht darum, Kampfkunst zu lernen und perfekt zu beherrschen, sondern Selbstbewusstsein zu entwickeln und sich helfen zu können, die Angst in den Hintergrund zu schieben und sich zu wehren, das kann zuallererst verbal sein: "Lassen Sie mich in Ruhe! Stopp!"etc.

Darüber hinaus laufen Angriffe eigentich immer gleich ab, man greift nach den Armen, umfasst das Opfer von hinten, etc. Aus solchen Griffen kann man sich oft geschickt befreien, ohne groß Kraft aufwenden zu müssen. Das und noch mehr lernen die Frauen in solchen Kursen. Man soll den Täter nicht ausknocken können oder ellenlang kämpfen, sondern sich befreien und fliehen können.

Und der Erfolg der Kurse gibt der Sache Recht, denn es gibt viele Berichte von Frauen, die durch solch einen Kurs einer Gefahr entgehen konnten. LG

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Such dir konkret was aus und bringe ihm diese eine sportart näher. gerade asiatische kampfsportarten sind ebend keine gewalt und haben auch keinen fokus darauf.

Klar kämpft man da auch je nach stil mehr oder weniger miteinander. Daber die ziele die gelehrt werden sind ganz andere. Es geht um körperbeherrschung und auch die beherrschung des geistes.

Im karate z.b. gehen kämpfe nicht darum jemanden Ko zu schlagen. Sondern die technicken sauber auszuführen. Gerade bei anfängern sind treffer nichteinmal erlaubt.

Später gibt es natürlich schon vollkontakt aber auch hier geht es eher darum den gegner zu berühren und nicht zu verletzen. Treffer am kopf sind z.b. ohne schutz absolut nicht erlaubt.

Und an anderen stellen hat man muskeln.

Die kämpfe werden mit kampfrichtern nach einem Punktesystem entschieden.

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