Meine Ehefrau lebt in NY und ich in Deutschland. 1x im Jahr kommt sie zu mir für 3-7 Monate. Kann mein Vermieter nach neuem Gesetz seine Zustimmung verweigern?

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5 Antworten

wenn die ehe in deutschland gültig ist, brauchst du keine zustimmung.

allerdings musst du dem vermieter bescheid geben, denn das geht über einen reinen besuch hinaus.

du musst also höhere nebenkosten zahlen - zumindest für die zeit, in der deine frau da ist, meist aber über das ganze jahr.

und deine frau muss natürlich ein gültiges visum haben - denn sonst muss sie sich in der wohnung auch anmelden.

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Kommentar von albatros
08.03.2017, 14:51

Besuch oder nicht spielt überhaupt keine Rolle. Die Ehefrau darf jederzeit und egal wie lange zum Ehegatten in dessen Wohnung zuziehen. Sie muss sich lediglich zu Beginn ihres Aufenthaltes beim EMA unter Vorlage der Wohnungsgeberbescheinigung ihres Ehemannes binnen zwei Wochen anmelden und  zum Ende ihres Aufenthaltes wieder abmelden (da Verzug ins Ausland).

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Du darfst nach deutschem Recht deine Ehefrau jederzeit in deine Wohnung aufnehmen. Es braucht dazu keiner Erlaubnis des Vermieters. Eine Info dazu an den Vermieter ist nur erforderlich, wenn es in deinem Mietvertrag mit Personenschlüssel vereinbarte Betriebskosten geben sollte.

Deine Aufgabe ist es, rechtzeitig den Vordruck "Wohnungsgeberbescheinigung" zu beschaffen und auszufüllen (übers Netz finden und ausdrucken). Du bist der Wohnungsgeber, nicht dein Vermieter. Da du nicht Eigentümer der Wohnung bist, ist nur der Name des Vermieters zu benennen, nicht seine  Anschrift. Die Wohnungsgeberbescheinigung soll binnen 14 Tagen ab Einzug bei dir dem Einwohnermeldeamt bei der Anmeldung deiner Ehefrau vorgelegt werden.

Wenn sie dann nach 3 bis 7 Monaten wieder in die USA zurück will, muss sie sich (da Verzug ins Ausland) wieder beim Einwohnermeldeamt mit deiner neuen Wohnungsgeberbescheinigung abmelden.

Im Inland wäre eine Abmeldung nicht erforderlich.

 

 

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Nein dazu ist keine zustimmung des vermieters notwendig. Evtl kann er aber den abschlag für nebenkosten erhöhen, je nachdem wie diese pro haushalt berechnet wurden. 2 personen machen mehr müll als 1 person, brauchen mehr wasser (leitungswasser ist gemeint) und evtl auch mehr allgemeinstrom. Ansonsten käme halt im nachhinein wenn die abrechnungen da sind eine nachzahlung

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Kommentar von Rainer1113
08.03.2017, 11:15

Wenn er aber nicht will, was mache ich dann?

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Kommentar von Kathyli88
08.03.2017, 12:12

Er muss wollen. Rechtlich hat er keine handhabe dagegen. Angenommen er würde es dennoch physisch verhindern wollen, dann rufst du die polizei

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Den Zuzug von Ehepartnern kann/darf der Vermieter nicht verbieten.

Du als Mieter mußt ihn lediglich darüber informieren.

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Verwandte ersten Grades und Ehepartner brauchen keine Zustimmung

Nahe Familienangehörige - so schon frühere Urteile - sind keine Dritten im Sinne des Gesetzes. Das bedeutet, Mieter können ihre Eltern oder Kinder in die Mietwohnung aufnehmen, ohne vorher den Vermieter um Erlaubnis zu fragen. Das Gleiche gilt für den Ehepartner, auch er kann problemlos nachziehen, ohne dass es auf eine Vermieterzustimmung ankommt.

https://www.immobilienscout24.de/umzug/ratgeber/mietrecht/recht-und-urteile/nachzug-des-partners.html

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Kommentar von Rainer1113
08.03.2017, 11:17

Unser Rathaus verlangt aber die Zustimmung, ist das rechtens?

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