Meine Chefin bringt ihr Baby mit zur Arbeit was nun?

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7 Antworten

In Österreich ist es die Pflicht der Firma dich vor Lärm zu schützen:

https://www.arbeiterkammer.at/beratung/arbeitundgesundheit/GesundimBetrieb/Laermschutz_im_Betrieb.html

Aber da frisch gebackene Mütter es ungern hören, dass ihr Kind eine störende Lärmquelle ist, würde ich das eher diplomatisch angehen. Suche das Gespräch mit ihr und mache ihr klar, dass dir etwas daran liegt, gute Arbeit zu leisten. Aber sichere Ihr auch zu, dass du es verstehst, dass sie gern bei Ihrem Kind ist. Es auf Dauer aber sehr schwer ist konzentriert zu arbeiten, wenn ein Kind schreit.

 

Aber Fakt ist, das es Grenzen gibt, die eingehalten werden müssen. Es macht natürlich einen Unterschied, ob du dem Lärm dauerhaft ausgesetzt bist, oder nur hin und wieder.

 

 

liebe Grüße - Kleiner TIPP: vermeide Wörter wie: Schreihals, Nervig, Lästig, usw.

 

 

 

 

Ich muss einfach noch was dazu sagen.

Ich bin ehrlich schockiert, wie hörig alle sind, wenn es um Chefs geht.

Als Angestellter ist man weder das Eigentum des Chefs, noch muss man sich alles gefallen lassen, noch muss man gewisse Arbeitsbedingungen akzeptieren.

Das nennt man Arbeitnehmerschutz!

 

 

 

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@schuetz247

Arbeitnehmerschutz und seine Rechte kennen schön und gut. Nur kommt man im Leben aber meistens nicht sehr weit, wenn man immer nur auf sein Recht beharrt und keinerlei Verständnis für seine Mitmenschen hat!

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@MaryLynn87

Stimmt im Vergleich zu der Fragestellerin, setzt die Chefin, ihre Rechte durch und nimmt keine Rücksicht auf andere.

Ich habe in meiner Antwort dezidiert darauf hingewiesen, sie sollte auch Verständnis für die Chefin zeigen.

 

Ich sage nicht, das es immer notwendig ist penibelste auf alles zu bestehen was in einem Gesetz steht. Aber wie gesagt, es gibt eine Grenze, dann sollte (müsste) man handeln.

 

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@chiuc1988

Freut mich, scheinbar gibt es kaum noch Menschen die ein wenig Selbstvertrauen haben.

 

Die meisten Chefs reagieren (meiner Erfahrung nach) positiv, wenn man als Angestellter Aufträge, Bedingungen, Arbeitsabläufe,... hinterfragt und sie nicht als "Gottesgegeben" hinnimmt und verbessern will.

Man muss schlussendlich nur akzeptieren können (solange keine Gesetze dabei Verletzt werden), wenn der Chef es trotzdem anders machen will.

liebe Grüße

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Ich würde ganz anders vorgehen!

Ich würde die Chefin um ein Gespräch unter vier Augen bitten, und die Argumente von @schuetz247, die ich sehr gut finde, anführen.

Sollte die Chefin nicht reagieren, und ihr Kind weiter mitbringen, hilft nur noch paradoxes Verhalten. Dann würde ich (in unregelmäßigen Abständen) absichtlich z.B. den Locher sehr laut fallen lassen, und zwar möglichst dicht neben dem Kind, sodass es richtig anfängt zu brüllen.

@chiuc1988 möge mir an dieser Stelle verzeihen :))

Nur so wird die Chefin irgendwann einsehen, dass es mit dem Kind nicht geht.

Sollte auch das nichts nützen, wäre für mich der nächste Schritt zu einem Ausbildungsberater der zuständigen IHK - machmal nutzt ein von außen kommender Anruf etwas.

Danach würde nur noch der Gang zu einem Fachanwalt für Arbeitsrecht helfen, wobei dies aber sicher schon ein so schweres Geschütz wäre, dass man sich gleich eine neue Ausbildungsstelle suchen könnte.

Im Übrigen muss man keine Angst haben, Fehler zu machen! Das gehört im Berufsleben, besonders in einer Ausbildung, dazu - ansonsten entwickelt man sich nicht weiter.

Ich wünsche gutes Gelingen!

Gruß @Nightstick

Na klar.
Aber dafür muss man auch "Eier in der Hose" haben. 
Bzw wie sieht es in dem Betrieb aus (ich meine das Arbeitsklima) wenn die Fragestellerin so vorgeht?

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Also, zunächst mal Respekt an deine Chefin das sie mit ihrem Baby zur Arbeit kommt. 

Im Prinzip kannst du aber nicht wirklich etwas machen. 

Du bist Azubi. Und sie ist halt deine Chefin. Da kannst du ihr erstens nicht diene Meinung sagen und 2. würde ich das bezüglich aufs Baby sowieso lassen, denn das ist ein schwieriges Thema. Sie könnte sich dadurch auch gekränkt fühlen.

Natürlich kann ich aber verstehen das es ziemlich anstrengend ist für dich.

Es gibt hautfarbene Oropax! Die dumpfen alles um dich herum etwas ab aber telefonieren kann man damit trotzdem gut. Einfach mal ein paar davon besorgen.

Vielleicht sieht deine Chefin ja dann das du oropax trägst und ihr fällt auf das ihr Kind zu laut schreit ?

Im Gegensatz zu Dir finde ich es respektlos den Mitarbeitern und Auszubildenden gegenüber, ein lautes und quengeliges Kind mit zur Arbeit zu bringen.

Ich würde mich (auch als Auszubildender) mit allen Mitteln dagegen wehren!

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@Nightstick

Hallo nightstick.

Das ist schön das du deine eigene Meinung dazu hast. Aber ich glaube du hast nicht verstanden wofür ich sie respektiere. Nicht dafür, dass sie ihre Mitarbeiter zusätzlich Stresst, sondern dafür, dass Sie als frische Mutter, arbeiten geht. Sie vernachlässigt weder ihre Karriere (durch Elternzeit) noch ihr Kind (durch abgeben an Tagesmütter o.ä.). Und das verdient Respekt meiner Ansicht nach.

Nun hab ich mir deinen langen Kommentar oben durchgelesen. Wie du siehst, habe ich dem Azubi geraten, vorsichtig damit umzugehen und sozusagen seine Wut erstmal zurück zu nehmen. Du hast ihm lauter Ratschläge gegeben wie er seine Chefin oder seinen Betrieb an den Pranger stellt. Tut mir leid, aber das ist mir zu unharmonisch. Es muss nicht immer sofort über den Anwalt, die IHK oder über Streit laufen. Meine Meinung. 

Zuletzt, wenn ich die Chefin in einem Betrieb wäre und ein kind bekommen habe und dieses mitnehmen möchte, dann werde ich das tun. Ich werde bestmögliches tun, damit das Kind still ist, aber es ist nun mal keine Puppe, sondern ein kleiner Mensch, der Bedürfnisse hat und diese nicht anders mitteilen kann als durch weinen oder schreien. 

Vielleicht sollte man sich dann noch mal zurücknehmen und etwas entgegenkommender reagieren. 

Immerhin hat die Chefin ihre Ausbildung ja schon. Der Azubi möchte dort seine Ausbildung machen und hat natürlich auch Rechte aber ich finde nicht, dass es sein Recht ist, die chefin zu verklagen weil das Kind weint! 

Etwas Menschlichkeit bitte ! 

Schönen tag 

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@Delaylah

Ich bin heute "gut drauf" :)

Deshalb antworte ich Dir wie folgt:

1. Durch die Abgabe an eine Tagesmutter vernachlässigt man sein Kind nicht - eher im Gegenteil - dort lernt es (weil meistens dort auch noch andere Kinder sind) eher ein altersgerechtes Sozialverhalten als in einer Firma, wo gearbeitet (und telefoniert) werden soll.

2. Auch vernachlässigt man durch eine Elternzeit (die man sich im Übrigen mit dem Partner teilen kann) nicht seine Karriere - und hier als Chefin schon gar nicht.

3. Der nächste bringt seinen heulenden Hund mit...

==> Wo ist die Grenze des Erträglichen?

Manche "Chefs" glauben, sich alles herausnehmen zu können, was ich aus Sicht einer guten Mitarbeiterführung ablehne.

Im Übrigen: Ich bin Vater von drei Kindern, und mittlerweile fünffacher Großvater, und weiß, wovon ich rede - wir haben damals auch beide gearbeitet, ohne die Kinder mit in die Firmen zu schleppen... 

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Ich verstehe nicht, warum die Leute hier unfähig sind, nette Antworten zu geben... Bzw in einem freundlichen Ton...

Liebe Fragestellerin, leider kannst du da nichts machen. Die Chefin entscheidet, ob sie ihr Kind mitbringt oder nicht. Natürlich stört es bei den Telefonaten. Aber da kannst du nichts gegen ausrichten. Leider. Viel Glück!

Ja, die Chefin darf ihr Baby mitbringen wenn sie das möchte. Und gegen die reine Anwesenheit des Kindes kannst du nichts machen.

Wenn sie dich allerdings zum Babysitten einteilen möchte, kannst du das sehr wohl ablehnen.

Am besten mit deiner Chefin mal reden

Chef ist Chef

wenn sonst niemand was sagt.....halte dich zurück..

Na klar - ICH Chef - Du NIX ://

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@ischdem

Die Grenzen des Einen hören dort auf, wo die des Anderen beginnen - in diesem Fall: Babygeschrei gegen Würdiges Arbeitsumfeld.

Meinen Vorschlag kannst Du in meiner eigenen Antwort nachlesen.

Gruß @Nightstick

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