Meine beste Freundin ritzt sich..Ich habe Angst um sie.. Was soll ich machen?

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6 Antworten

Schwieriges Thema und leider nicht mehr so selten wie man glaubt...

Zunächst einmal: Schön, dass Deine Freundin jemanden wie Dich hat, der sich Gedanken und Sorgen um sie macht und ihr helfen will!

Natürlich ist es ein schwieriges Thema und hart für Dich! Aber falsch machen kannst Du eigentlich nichts!
Du bist für Sie da, Du hörst ihr zu und wirst sicherlich das tun, wozu Du in der Lage bist, um ihr zu helfen - und das ist alles was man von Dir erwarten kann und mehr als manch anderer hat!

Es klingt hart und ich hoffe, ich erschrecke Dich nicht damit, aber Ritzen, Suizidgedanken und ähnliches sind viel verbreiteter als man normalerweise mitbekommt. Für die meisten Menschen ist es ein Ventil - um mit Dingen zurechtzukommen, mit Gefühlen, Anspannung, Schmerz und Gedanken, bei denen sie ansonsten das Gefühl haben dass sie sie überwältigen würden.

Es gibt auch viele Fälle, in denen man garnicht merkt, dass jemand so belastet ist - weil derjenige es so mit sich selbst ausmacht und es schafft, nach außen gesund zu wirken. Dass es zu schwereren Auswirkungen kommt ist immer möglich - aber zum Glück nicht der Regelfall! Darüber sollest Du Dir so wenig Gedanken wie möglich machen (ich weiß, das ist schwer!).

Das was Du jetzt machen solltest ist das was Du kannst!
Wenn Du schon merkst, dass Du an Dein Limit kommst, dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Du darüber bist - und davon hat niemand etwas! Weder Du, noch Deine Freundin, noch sonstwer! Nur wenn Du genug auf Dich schaust und rechtzeitig kürzer trittst, hat auch sie noch länger was davon! Lieber weniger auf Dich nehmen und dafür kannst Du auch in den nächsten Wochen und Monaten für sie da sein, als jetzt 24h am Tag und dann selbst "auszubrennen" und Dich dann ganz zurückziehen zu müssen, weil Deine Energie aufgebraucht ist...

Wenn Du aktiv wirst: Wenn Du ihr sagst, dass sie Hilfe braucht, zu Lehrern, Eltern oder sonstwem gehst, dann kann das schon was bewirken - aber es kann auch genausogut nach hinten losgehen. Hier weiß niemand wie sie wirkt, wie weit sie ist ihre Probleme einzusehen und ob sie bereit ist weitere Schritte zu gehen - das kannst nur Du beurteilen!

Das wichigste ist meiner Meinung nach, dass, was immer auch weiterhin passiert, der Impuls von ihr kommt!
Du kannst ihr 1000 mal sagen, dass sie Hilfe braucht, sich selbst schadet, kein Mann eine Reaktion wie diese Wert ist - aber wenn sie Dir nicht glaubt und nicht selbst etwas verändern will - dann machst Du Dich nur selbst damit kaputt...
(Du kannst ein Pferd zur tränke führen, aber niemals dazu zwingen, zu trinken...)

Du kannst und solltest ihr sagen, was Deine Meinung dazu ist - auch dass die Gespräche und die Sorgen die Du Dir machst eine große Belastung für Dich sind - und Du nicht weiß wann es Dir zuviel wird.
Du kannst sie zu nichts zwingen, was sie nicht will. Wenn Du ihr sagst was Du denkst kann das natürlich ein Schock für sie sein und kann auch dazu führen, dass sie sauer wird - aber es bringt auf jeden Fall etwas in Gang und ist ein Schritt dahin, dass es ihr wieder besser gehen wird - auch wenn das noch dauern kann!

Du kannst ihr versprechen, dass Du immer für sie da sein wirst, wenn sie Hilfe oder Beistand bei irgendwelchen Schritten braucht. Das ist denke ich ein guter Ansatz und gibt ihr Halt und Sicherheit - und macht ihr auch klar dass es nicht schlimm, sondern notwendig ist, wenn Du etwas mehr auf Dich und Deine Gesundheit achtest, aber trotzdem für sie da bist...

Aber alles in Allem ist es ihre Entscheidung und ihr Leben! Du bist nicht verantwortlich für das das was sie (nicht) tut -
Deine einzig wirkliche Verantwortung ist für Dich selbst!
- Und wenn es Dein Bedürfnis ist, sich um sie zu kümmern oder Dir Sorgen zu machen - auch wenn es 24h am Tag ist - dann ist das genauso Deine Entscheidung und genauso in Ordnung - Du solltest nur aufpassen, dass Du dabei nicht über Deine Grenzen gehst, denn davon hat niemand etwas!


Alles Gute!

Lese gerade: Sie ist schon in Behandlung - Perfekt - damit ist der erste Schritt getan! Jetzt muss sie sich "nur noch" öffnen und zugeben was wirklich in ihr vorgeht... Das kann von selbst passieren oder Du kannst einen Impuls geben...

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Biete ihr mal an, dass Du mit ihr gemeinsamen nach einem Therapeuten suchen könntest, sie auch gerne da hin bringst und draußen wartest, weil Du allein mit dieser Situation einfach überfordert bist und ihr nicht wirklich helfen kannst.

Es ist toll, dass sie Dir so vertraut, aber sie belastet Dich damit auch und nur ein guter Psychotherapeut kann da überhaupt etwas erreichen.

Hier kannst Du nach Therapeuten in Eurem Umfeld suchen

https://www.jameda.de/arztsuche/

Du kannst ihr schon mal Nummern raussuchen. Aber anrufen muss sie dort schon selbst, in der Regel hat man da eh nur einen Anrufbeantworter dran. Da muss sie nur kurz ihr Problem schildern und ihren Namen und ihre Telefonnummer hinterlassen.

 Das bezahlt übrigens ihre Krankenkasse, da muss sie sich keinen Kopf drum machen.

lg Lilo

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Sie muss definitiv zu einem Psychiater und das möglichst schnell! Kannst du mit ihren Eltern reden? Kannst ihr ja auch anbieten gemeinsam zu einem Psychiater zu gehen. 

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Kommentar von Emim3112
01.03.2017, 10:11

Sie ist schon in Behandlung aber es bringt nicht viel denke ich... Ihre Eltern wissen nicht dass sie sich ritzt... Sie ist nur beim Phsychater um über ein Familiendrama hinwegzukommen..

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Ja, du sollst ihr sagen, daß sie professionelle Hilfe braucht u. du auch trotzdem weiter für sie da bist!

alleine schafft ihr das nicht u. es wird irgendwann zu viel für dich!

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Sag ihr das sie professionelle Hilfe braucht. du bist überfordert damit und kannst ihr nicht wirklich helfen.

Und sag ihr, das kein Junge es wert ist, sich wegen ihm zu ritzen oder umzubringen.

Sag ihr sie soll sich an euren Vertrauenslehrer wenden .

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Den Eltern Bescheid sagen....wenn sie sich nicht von selbst profesionelle Hilfe sucht...

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