Meine 10 Jährige Tochter kam heute zu mir und meinte sie wäre von jetzt an Veganerin wie soll ich damit umgehen?

31 Antworten

Hey, ich kann verstehen, dass man da erstmal etwas irritiert ist. Vielleicht ist es am besten, wenn ihr euch zuerst mit dem Thema auseinandersetzt, um zu verstehen, warum eure Tochter diesen Schritt gehen möchte.
Es gibt zahlreiche Videos im Internet, bei denen es komisch wäre, wenn ihr danach immer noch Fleisch essen wollen würdet. Denn was mit den Tieren grausames angestellt wird, ist wirklich nicht ertragbar. Die meisten wissen das nur nicht, oder können es sich nur schlecht vorstellen.

Ich habe schon sehr oft gelesen, dass es, egal in welchem Alter, kein Problem darstellt, wenn man sich vegan ernährt. (Leider weiß ich nicht mehr, wo ich das gelesen habe, also kann ich hier keine Quelle nennen.) Wichtig ist nur, wie bei jeder anderen Ernährungsform, dass auf Abwechslung geachtet wird. 
Viele Eiweiße stecken in Hülsenfrüchten, da bietet sich vegane/vegetarische Ernährung an, weil da beim Kochen oft Tofu verwendet wird und als "Ersatz" für Milch Sojamilch getrunken wird. 

Selbst Joghurt, Käse, Wurst, Schokolade, Eis und eigentlich wirklich alles gibt es auch in einer veganen Variante. Dabei sind Süßigkeiten und Fertiggerichte genauso ungesund wie die unveganen Varianten davon und frisch gekochte und zubereitete Sachen sind genauso gesund wie die unvegane Varianten davon. 

Das einzige, was vegane Ernährung wirklich ein minibisschen komplizierter macht, ist, dass man Vitamin B12 Präparate zu sich nehmen sollte. Es gibt auch Zahnpasta, die dieses Vitamin enthält, aber die wurde vor kurzem aus dem Sortiment genommen, soll aber, glaube ich, wieder hereingenommen werden.
(Vitamin B12 produzieren zum Beispiel Kühe im Magen, aber dafür brauchen sie Mikroorganismen, die sie über frisches Gras aufnehmen. Da die meisten Kühe aber kein frisches Gras auf der Wiese fressen können, bekommen sie auch Ergänzungsmittel mit B12, letztendlich nehmen Menschen, die Tiere essen ihr Vitamin B12 indirekt eigentlich auch nur über Nahrungsergänzungsmittel auf.)

Ich lass jetzt mal außen vor, ob die Frage ernstgemeint ist - hab auch nicht in dein Profil geschaut..

Ich schreibe Antworten immer auch für andere User, die ernsthaft und ehrlich Rat und Hilfe suchen.

Nix für ungut, aber wer heute noch schockiert tut, wenn ein Familienmitglied etc. vegan leben möchte, der hat den Schuss nicht gehört !

Nehmt eure Kinder und Teenager ernst in ihrem Bestreben, sich für andere einzusetzen und nicht unreflektiert und unhinterfragt alles zu übernehmen, was sie von kleinauf gelernt haben. Seid stolz auf sie und lernt von ihnen - sie haben den "Großen" oftmals viel voraus !

Die Tierprofit-Lobbies tun eine Menge, um Veganer und die vegane Ernährung schlechtzureden und zu diskreditieren. Sie verbreiten Lügen, denunzieren, fälschen Studien und geben solche in Auftrag, (finanzieren sie auch) deren Ergebnis von vorneherein schon feststeht...

Beispiel: Dr. Mathilde Kersting (Forschungsinstitut für Kinderernährung) wurde vor Jahren von Hipp/Alete beauftragt und dafür bezahlt, Gläschen mit Fleisch zu propagieren (des Eisens wegen). Ein namhafter Kinderarzt stellte die Unklarheiten und Manipulationen in ihrer "Forschungsarbeit" richtig und eine große deutsche Zeitung berichtete darüber...

Neben der Milch,- Fleisch- und Eierlobby sind es u. a. auch Schulmedizin und Pharmaindustrie, die gegen vegane Lebensweise hetzen, denn sie haben alle eine Menge zu verlieren angesichts der täglich wachsenden Anzahl von Vegetariern und Veganern.

Auch hier in den Foren sind Lobbyisten am Werk, die gegen Veganismus hetzen, als gäb es kein Morgen !

Der Mensch benötigt weder Fleisch, noch artfremde Muttermilch, weder Fisch noch Eier ! Kann man aber nur wissen, wenn man sich löst von den indoktrinierten Gedankenmustern, mit denen die meisten Menschen aufgewachsen sind.

Kann man nur wissen, wenn man nicht länger den vorherrschenden Mythen glaubt ala "Fleisch ist ein Stück Lebenskraft" oder "Milch macht starke Knochen"...

Hier ein paar Buchempfehlungen:

"Teenager auf Veggiekurs" von Irmela Erckenbrecht,

"Das vegane Familienkochbuch" von Jasmin Hekmati (keine Sorge, nicht die ganze Familie soll veganisiert werden...;);)

und geht auf die Seiten

"vegan.eu",

"Albert-Schweitzer-Stiftung" - jeweils in die Rubriken Kinder und Jugendliche,

"veganekinder",

"Peta-kids",

"Tofu-Family" und

"veganfamily"

Dort sind viele Tipps, weiterführende Links und Ratschläge vorhanden...

Seht es als Chance - auch für euch und für euer Verhältnis zum Nachwuchs - und für den Familienzusammenhalt.

Geht zusammen einkaufen, informiert euch gemeinsam und kocht auch öfter mal zusammen vegan - das kann euch als Familie ganz neue Horizonte eröffnen...

Auch, wenn diese Geschichte erfunden ist und auch, wenn es nur eine Phase der Kids ist:

Es ist nie verkehrt, über den eigenen Tellerrand zu spitzen und die bisherigen Überzeugungen und Vorurteile zu hinterfragen...;)

Noch was:

Wer mag, gehe auf den Blog von

"Der Graslutscher"...;)

Der nimmt auf sehr geniale und witzige Art in schöner Regelmäßigkeit die verzweifelten Versuche oben erwähnter Lobbyisten aufs Korn bzw. auseinander, den Veganismus zu denunzieren...:)

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Einfach nur krank...

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@MissPommeroy

warum man fremde meinungen heutzutage nicht akzeptieren kann ist ein rätsel... warum sind alle so arrogant anzunehmen sie hätten recht!? konversation funktioniert auch nicht mehr bei all der naivität

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Sind wir nun Omnivoren oder nicht ? Mehr braucht man dazu wohl nicht zu sagen ! Und es ist sicher nicht gesund, wenn sich eine 10 jährige schon rein Vegan ernähren will !!

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@tanja2712

Nein, sind wir nicht - wir sind und waren Frugivore !

Unsere Welt und unsere Gesellschaft wären sicher gesünder (in jeder Hinsicht), wenn sich viel mehr 10jährige schon diesbezügliche Gedanken machen würden !

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@tanja2712

Warum denn? Er muss nur die selben Nährstoffe bekommen wie ein 35 Jähriger Veganer. Ich würd gern wissen wo für dich der Unterschied läge. Denn wenn vegan nicht die eigentliche Essensgewohnheit des Menschen ist (bevor er die Erde, die Hemnisphäre etc. und dessen Bewohner kaputt gemacht hat weil er das Geschenk "eigenes Denken und Bestimmen von Dingen und Lebensentscheidungen" für seinen eigenen egoistischen Vorteil ausgenutzt hat. Compassion over cruelty!!

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Die Situation ist schwierig für euch, das versteh ich. Einerseits wollt ihr ihr ihren eigenen Kopf lassen, auf der anderen Seite kann eine vegane Ernährung gerade bei Kindern sehr gefährlich sein! 

So viel vorweg: die Gesundheit geht vor. Also wenn ihr euch nicht sicher fühlt, dass ihr die vegane Ernährung ohne Mangel meistern könnt (das schließt Nahrungsergänzungsmittel ein), dann leider doch mit Zwang.

Ich persönlich kann ihren Wunsch verstehen - ich hatte auch so eine Phase. Je nachdem wie eure Tochter ist, wie ihr euch wohlfühlt und was für euch machbar ist, kommen meiner Meinung nach mehrere Optionen infrage:

1. Ihr erfüllt ihr den Wunsch. Dann aber nur in ärztlicher Begleitung! Das Internet ist hier keine zuverlässige Quelle. Es muss zumindest Vitamin B12 substituiert werden, eventuell mehr. 2x im Jahr sollte ein Blutbild gemacht werden. Am besten kommt dann etwas Eigeninitiative dazu, schließlich möchte sie das ja. Sie könnte sich selbst Rezepte überlegen (natürlich müsst ihr überprüfen, dass sie so auch alles notwendige bekommt) und auch mitkochen.

2. Ihr könnt versuchen einen Kompromiss zu finden. Welche Gründe hat sie denn, dass sie vegan leben will? Vermutlich um der Tiere Willen? Ihr könnt ihr anbieten, im Rahmen eurer Möglichkeiten, Produkte zu kaufen, bei denen besonderen Wert auf das Tierwohl gelegt wird. Eventuell sogar beim Bauern aus der Region einkaufen. Gerade bei Eiern und Milch lässt sich das sehr gut umsetzen, ließe sich also auch im Rahmen einer Einigung auf vegetarische Ernährung schön umsetzen. Auch eine Reduktion von tierischen Produkten wäre denkbar. Auch hier wiederum eine gewisse Bringschuld ihrerseits. Sie muss selbst Rezeptideen einbringen und kochen, dass sie auch sieht, dass das eine gewisse Arbeit mitsich bringt.

3. Falls es für euch aus welchen Gründen auch immer nicht machbar ist, dann erklärt ihr, warum das nicht geht. Zeigt sie keine Einsicht, wirkt ein simples "Nein, weil Mama und Papa das so sagen" ja doch oft wahre Wunder und hat auch noch keinem Kind geschadet.

Lg :)

Achja, die Risiken solltet ihr ihr in jedem Fall erklären, finde ich.

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@MissPommeroy

Lol, warum antwortest du auf Beiträge, die fast ein halbes Jahr her sind? Als ob das jetzt noch wer lesen würde.

Patzig zu werden, weil ein Kind über eine verantwortungsvolle vegane Ernährung aufgeklärt werden soll, ist schon ein ganz neuer Grad des Extremismus. Stimmt, wäre wohl besser zu behaupten Vitamin B12 wäre in Wildkräutern enthalten (nur nicht waschen nach dem Sammeln) und der Mensch sei eigentlich ein Wiederkäuer...

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@Ansatisfied

Warum reagierst du auf Beiträge, die fast ein halbes Jahr zu spät kommen ? ;)

Ich bin nicht "patzig" - wenn du deine einseitige Pauschalisierung nur bzgl. des Vitamin B12 aufrechterhalten willst - bitteschön...

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@MissPommeroy

Naja, wenn jemand mit mir redet, antworte ich. Ist nur höflich oder?^^

Wo liegt denn eine einseitige Pauschalisierung vor? Meine Vorbehalte gegen eine pflanzenlose/pflanzenarme Ernährung kennst du ja garnicht? Sind hier allerdings auch nicht Thema...

Aber da du jetzt 2 Mal bewiesen hast, dass du denkst, außerhalb dem hier geschriebenen würde nichts existieren (außer vielleicht Hass auf Veganer) nochmal alles ganz klar und deutlich:

1 Mir sind Veganer wurscht, sie können machen was sie wollen. 2 Man kann sich ohne große Probleme vegan ernähren. Aber dafür muss man es richtig machen. 3 Einseitige Ernährung birgt Risiken - Immer und egal auf welcher Seite. 4 Vitamin B12 war ein Beispiel - gerade B12 ist jedoch bei Kindern ein sehr wichtiger Faktor.

Jetzt kannst du mir ja vielleicht nochmal sagen, was so schlimm daran ist, einem Kind, das sich vegan ernähren will, zu erklären, wie es das ohne gesundheitliche Probleme zu befürchten tun kann und warum es wichtig ist, auf diese bestimmten Dinge zu achten.

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@Ansatisfied

Klar ist es höflich, zu antworten...

Drum tue ich das öfter mal - auch, wenn die Fragen schon jahrealt sind...

Gibt hier immer mal wieder User, die sich informieren wollen - grade "alte" Fragen bieten eine gute Gelegenheit...

Kümmere dich lieber um die mangelernährten und krankgefütterten Kinder der sog. Mischköstler, die alles richtig machen  - wenn dir doch Veganer so "wurscht" sind !

Dann wirst - oder würdest - du auch erfahren, dass unter anderem grade B12 ein Problem auch bei Mischköstlern darstellt...

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@MissPommeroy

"Jetzt kannst du mir ja vielleicht nochmal sagen, was so schlimm daran ist, einem Kind, das sich vegan ernähren will, zu erklären, wie es das ohne gesundheitliche Probleme zu befürchten tun kann und warum es wichtig ist, auf diese bestimmten Dinge zu achten."

Haha ok, wenn du nicht willst, willst du nicht. Völlig ok.

Bitte wende dich übrigens doch nächstes Mal mit echten, nicht mit Pseudoargumenten an mich. Nach der selben Logik kann man ja auch behaupten, man brauche nichts gegen Arbeitslosigkeit in Deutschland tun, schließlich gibt es in Singapur auch ein paar Arbeitslose.

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@Ansatisfied
  • Hauptsache, nicht vor der eigenen Haustüre kehren müssen - Eins zu Null für dich, eindeutig...;);)
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@MissPommeroy

Und du behauptest, du wolltest nicht zwanghaft das letzte Wort haben... aber wie auch im anderen Post: bittesehr, ich überlass es dir und werde jetzt nicht mehr antworten :)

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