Mein Vater wurde notfallmäßig ein Aneurysma im Kopf verschlossen. Er ist bei Bewusstsein und klaren Verstandes. Sieht aber Doppelbilder. Geht das wieder weg?

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4 Antworten

Ich gehe einmal davon aus, dass er jetzt in der Neurochrirurgie liegt. Doppelbilder sind möglicherweise ein Hinweis darauf, in welchem Hirnareal das Aneurysma aufgetreten ist. CT, eher noch ein Kernspin und eine sog. Liquoruntersuchung dürften Klarheit schaffen, außerdem gibt es in Folge des Eingriffs häufig Schwellungen, die unter Umständen mit Cortison behandelt werden müssen. Auch diese können neurologische Ausfallerscheinungen hervorrufen.

Arztgespräch und so schnell wie möglich um Rehamaßnahmen kümmern!

Bei Unklarheiten oder mangelndem Vertrauen Zweitmeinung einholen. Wenn sich wer kümmert, steigt die Chance auf vollständige Genesung.


Ich war halt heute direkt bei meinem Vater im Krankenhaus, hatte aber keine Möglichkeit, den Arzt zu sprechen. Mache mir halt extrem Sorgen, weil das Aneurysma jetzt ausgeschaltet ist, aber eine Schwester meinte, er müsse eine kritische Phase von 7-10 Tagen überstehen. Wo liegt jetzt nach dem Eingriff noch das Risiko? Bluten kann es ja nicht mehr aus dem Aneurysma. B

Man hat das ganze von innen gemacht, also ohne offene Operation.

Zwischen Auftreten der Symtome (heftigster Kopfschmerz) und dem Eingriff im KH lagen nur 2 Stunden etwa. Mein Vater war auch immer bei Bewusstsein. Nun lese ich grade, dass aber nur ein Drittel der Patienten wieder ganz gesund wird.

Bin total fertig.

Und ja, er liegt in der Neurochirurgie. In einer sehr guten, die auch überregional durch den Chefarzt sehr bekannt ist.

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@MarioJ1005

Spekulationen bringen nicht viel. Der endoskopische Eingriff, der bei Deinem Vater gewählt wurde, das sog. Coiling, ist gegenüber der "großen" OP wesentlich schonender und weist darauf hin, dass das Aneurysma an einer "günstigen" Stelle lag. Neben Blutungen sind Hirnschwellungen die häufigsten Nebenwirkungen, die in der Regel mit hochdosiertem Cortison behandelt werden müssen.

Das ist unschön und natürlich ist das eine ernsthafte Erkrankung, aber intensivmedizinisch dürfte er jetzt in den besten Händen sein.

Die Abbauprodukte des ausgetretenen Blutes machen den Hirngefäßen schwer zu schaffen, das ist der Hintergrund für die Bemerkung der Schwester über die kritische Phase.

Da ich eine ähnlich ernsthafte Erkrankung hatte und Kunstherzpatient bin, mach mal einige Atemübungen, geh' ne Runde um den Block aber mach jetzt keine Panik. Keine Ahnung wie alt Dein Vater ist. Aber wenn er mitten aus dem Leben gerissen wurde, besteht die Gefahr, dass er permanent an seine Arbeit, an Euch usw. denkt und durchdreht, weil er sich nicht darum kümmern kann. Hier solltet Ihr keine zusätzliche Panik verbreiten.

Wenn die Angst kommt, holt Euch Hilfe auf der Station. Es gibt Freiwillige, die für Patienten und Angehörige als Ansprechpartner dienen. Frag einfach auf der Station.

Das wird schon.....

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@toomuchtrouble

Mein Vater ist 62, aber gefühlt höchstens 50. Das ist aber auch sein Problem, er meint immer, er könne alles noch so wie früher. Akzeptiert ganz allgemein nicht, dass es Dinge gibt, die nicht mehr so funktionieren wie mit 20. Er ist immer irgendwas am Bauen, trainiert ne A Jugend Fusballmannschaft und meint immer, den Jungspritzern zeigen zu müssen, dass er es noch drauf ist. Totaler Quatsch. Er ist Pensionär und könnte alle  in Ruhe angehen, aber macht sich immer unnötigen Stress, weil er einfach nicht nichts tun kann.

Ich bin heute morgen erstmal laufen gegangen. Das tat gut. Sein Zustand ist unverändert. Stabil aber 7 Tage müssen wir noch zittern.

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Vielleicht unklar ausgedrückt. Ihm wurde gestern ein Aneurysma verschlossen, das geplatzt war. Er liegt im Krankenhaus auf Intensivstation. Alles gut gegangen, aber nun sieht er halt alles doppelt.

Da hilft Schlaf denke ich. Wenn es nach einem 10 stündigen Schlaf noch da ist würde ich dringend zu einem Arzt gehen.

Vllt sogar besser jetzt zum Arzt gehen

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