Mein vater wurde arbeitslos und erhält jetzt erstmal Arbeitslosengeld 1. Er hat aber auch eine Abfindung bekommen. Muss ich diese Abfindung angeben?

3 Antworten

schwierig. 

Das ist ja in erster Linie die Entschädigung nach einer Fünftelregelung nach dem Verlust des Arbeitsplatzes. Dh. die Abfindung wird mit 25% versteuert.

Es gilt das Zuflußprinzip im Jahr der Zahlung. also des Zuflusses.

Man könnte vorsichtshalber mal das beim Bafögamt melden. Das Familieneinkommen der "Bedarfsgemeinschaft hat aber sicherlich einen Selbstbehalt bzw. auch ein Schonvermögen in Höhe von 150 € pro Lebensjahr.

Ob das nun als Einkommen oder Vermögen gilt, müßte das Sozialgesetzbuch hergeben

Falls das wirklich angerechnet würde, ist es ungerecht. Es gilt dann aber § 263 STGB als "Sozialbetrug"

Es ist nur das Einkommen vom vorletzten Kalenderjahr wichtig. Eine Abfindung 2016 wird dann also erst im Bafögantrag 2018 berücksichtigt.

beim aktualisierungsantrag muss man ja aktuelle einkünfte bennenen. fragen die auch später nach dem lohnsteuerjahresausgleich, um zu schauen ob die angegebenen einkünfte stimmen ? weil dann würde ja die abfindung auffliegen

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@Eskisehir

Achso, es wurde ein Aktualisierungsantrag gestellt und das (geschätzte) Einkommen von 2016 wird als Grundlage genommen? Das hattest du nicht geschrieben.

Dann muss natürlich die Abfindung von 2016 auch angegeben werden. Am Ende des Jahres 2016 muss das tatsächliche Einkommen nachgewiesen werden.

Beim Aktualisierungsantrag wird der Bafögbetrag nur unter Vorbehalt gezahlt. Je nachdem ob das tatsächliche Einkommen höher oder niedriger als das geschätzte Einkommen ist, muss eben nachgezahlt werden oder es wird noch was nachgezahlt vom Amt.

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@Fortuna1234

Alles klar. Und wie ist das jetzt mit der frage ob eine abfindung zum einkommen zählt oder zum Vermögen ?

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Ein Lohnsteuerjahresausgleich ist Sache des Arbeitgebers und ist nur möglich bei ganzjährig beschäftigten Personen.

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