Mein Vater steht mir im Weg bei meiner zukunft?

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4 Antworten

Nun, was erwartet dein Vater denn von dir?

Er sollte froh sein, dass du einen höheren Bildungsabschluss anstrebst. In deinem Alter hat man auch ein Mitspracherecht. Wir leben ja nicht mehr im Mittelalter, wo der Vater spricht:"Sohn, du wirst Landwirt, weil ich Landwirt bin, mein Vater Landwirt war und dessen Vater auch...".

Momentan kannst du auch noch nichts genaues sagen, da das maßgebliche Zeugnis, mit dem du dich bewerben kannst, das Halbjahreszeugnis der 10.Klasse ist. Wenn da der Notendurchschnitt in den Hauptfächern besser, wie 3,0 ist, dann kannst du dich bewerben. Du weißt schon, dass man den Platz auch nur behält, wenn der Notendurchschnitt bis zur Mittleren Reife nicht unter die 3,0 sinkt? Auch gibt es Bewerbungsverfahren, die die Plätze nach Notendurchschnitt vergeben. Die Einskomma-Schnitte kommen dann zuerst und dann erst die Zweikomma-Schnitte, schön der Reihe nach. Daher muss man sich an mehreren Schulen bewerben, um auch wirklich einen Platz zu bekommen.

Hast du denn schon eine Vorstellung, was du mal beruflich machen möchtest? Evtl. kann man damit den Vater besänftigen, wenn er weiß, wozu du das Abitur brauchst.

Ich kenne leider auch eine Familie, da stand das Abitur nach der Realschule gar nicht zur Debatte, weil eben der Vater schon keins hatte, und die Mutter auch nicht, und die Kinder dann auch keins (zu) brauchen (haben). Beide Kinder machen Ausbildung, naja. Dabei waren beide sehr gut in der Schule und hätten locker ein Berufsgymnasium geschafft.

Evtl. möchte ja auch noch jemand aus deiner Klasse den selben Schulzweig wählen, so dass dein Vater erkennt, dass du nicht allein auf weiter Flur stehst. 

Der Rektor an der Realschule meines Sohnes sagte am letzten Infoabend, dass etwa 70% seiner Schulabgänger jedes Jahr weiter machen, und das Abitur oder die Fachhochschulreife machen, und dass viele nachher studieren. 

Wir leben heute einfach in einer Zeit, wo es wichtig ist, eine  gute Schulbildung zu haben. Denn auch in den Berufen, für die eine Mittlere Reife genügt, werden doch bevorzugt Abiturienten genommen.

Bleib am Ball, und lass dich nicht flach reden :o) . Und arbeite noch an deinen Noten. 2,9 ist noch nicht so gut, dass dir ein Schulplatz garantiert ist. 2,5 wäre besser :o) .

Ach, und nach dem Winter gibt es Infoabende an den Schulen. Geh da unbedingt hin, und nimm Papa mit.

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Kommentar von timgreiner
28.06.2016, 22:39

Hallo danke für die tolle Antwort ich habe Glück das ich bei meiner Mutter wohne sie unterstützt mich dabei und sagt auch das ich das schaffe.beruflich weiß ich es noch nicht ganz genau.ja ich streng mich jetzt nochmal richtig an das ich es meinem Vater so richtig zeige:) danke nochmal 

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Schepp ihn doch mal in die Schule, damit er sie sich anguckt und sich ein Bild davon machen kann. Dein derzeitiger Klassenlehrer könnte auch mal ein Wörtchen mit ihm reden.

Dann sprich selber mal mit Schülern, die diese Schule bereits besuchen und frage sie genau das, was dein Vater kritisiert.

Welche Noten hast du in den Hauptfächern?

Welche Zukunft stellt dein Vater sich denn für dich vor? Wenn er diesen Plan verwirft, dann muss er dir doch eine Alternative vorschlagen.

Mein Sohn erklärte mir mal in einer ähnlichen Situation, dass jeder ein Recht auf eigene Fehler hat und ich ihm jetzt einfach mal vertrauen müßte, sonst würde er ja nie erwachsen.

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Die Leistungen die in Deinem Kopf existieren - umsetzen. Also zum Halbjahreszeugnis einen Notenschnitt von mindestens 2,5 auf den Tisch legen. Das ist das beste Argument.

Denn das sind dann unwiderlegbare Fakten. Und Du kannst dies schaffen, also leg los.

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Mit ihm darüber reden oder auch in der Schule zB mit dem Vertrauenslehrer darüber reden. Der könnte dir da helfen.

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