Mein Vater mobbt mich und bevorzugt meine schwester!

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8 Antworten

Wenn sein Verhalten so ist, wie du schreibst, dann geht das gar nicht.

Sprich ihn mal darauf an und lass es dir erklären. Das kann viel Gründe haben. Wenn eine Unterhaltung nichts bringt, rede mit deiner Mutter, einer Tante oder einem Onkel, denen du vertraust. Oder auch mit deinen Vertrauenslehrern.

Boah, das ist hart.. Wie steht es denn mit deinen Grosseltern? Leben sie noch? Hast du eine gute Beziehung zu ihnen? Wenn ja, könntest du vielleicht mal mit ihnen darüber reden und allenfalls eine Weile Abstand von deiner herz-allerliebsten Familie nehmen und bei ihnen (den Grosseltern) wohnen.

Aber etwas muss ich doch noch loswerden: Wenn eine Person einen anderen fertig macht, ist das kein Mobbing. Für ein Mobbing bräuchte es zuerst mal einen Mob. Also eine Gruppe. Sorry, ist unpassend und hat nichts mit deiner Lage zu tun, aber das musste ienfach kurz sein. Ich bitte um Entschuldigung m(._.i)m

Meine Großeltern haben momentan kaum Zeit. Mein Großvater hatte einen Schlaganfall. Sie brauchen jetzt Ruhe und er muss bald zur Rea (oder so). Meine Großmutter lebt Ca: 120 km von mir entfernt. Wir verstehen und sehr gut. Ist nicht schlimm (: Danke für deine Antwort.

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Ich glaube nicht, dass er das aus Bosheit tut. Eher aus Unsicherheit. Meiner Erfahrung nach kompensiert/verdrängt er damit seine eigenen Schwächen/Ängste, die er in dir allzu deutlich wiedererkennt. Du bist ihm zu ähnlich. Nicht umsonst sagt man "der Apfel fällt nicht weit vom Stamm". Das, was er an sich selbst nicht mag kritisiert er an dir umso heftiger. Offenbar ist deine Schwester von der Art her anders, daher hat er es mit ihr so gesehen "leichter".

Das hilft dir in konkreten Situationen jetzt nicht viel weiter, sollte aber eine völlig andere Sicht auf eure Probleme eröffnen. Eine, die nicht an deinem Selbstwertgefühl nagt. Möglicherweise hilft auch ein klärendes Gespräch mit deinem Vater. Ich würde allerdings nicht zuviele Hoffnungen darauf setzen - solche Verhaltensweisen sind extrem hartnäckig. Dein Vater hat sich damit Jahrzehnte über Wasser gehalten, er wird sich so eine "Schwäche" bestenfalls in sehr seltenen Momenten eingestehen und danach alles wieder verdrängen.

Um auf dein Beispiel zurückzukommen: Dass er dich "gemobbt" hat, weil du den Film nicht sehen wolltest, das liegt vermutlich daran, dass ihm dieser Film viel bedeutet. Diesen Film wollte er mit dir teilen, dir quasi was Gutes tun. Das ist einer der schwierigen Umwege, auf denen er fähig ist, dir seine Emotionen zu offenbaren. Dass du das ablehnst (du konntest ja nicht wissen, dass mehr als einfach ein Film dahintersteckt - wer rechnet auch mit sowas!) betrachtet er (vermutlich höchst unbewusst) als Kränkung. Er wollte im Grunde nur deine Anerkennung!

Mit anderen Worten: Er hasst dich nicht. Du stehst ihm eigentlich sogar näher, als deine Schwester. Dadurch projiziert er leider seine eigenen Selbstzweifel bevorzugt auf dich...

Wenn du ihm Verständnis und Anerkennung entgegenbringst (sicher in der jetzigen Situation alles andere als einfach), dann hebt das sein Selbstwertgefühl. Damit wird er automatisch selbstsicherer werden und weniger an dir rumsticheln, was wiederum für dein Selbstbewusstsein gut ist!

Kann natürlich sein, dass ich völlig falsch liege. Aber falls doch was dran ist, dann wird dir das in Zukunft immer klarer werden. ;-))

Wenn du ihm Verständnis und Anerkennung entgegenbringst (sicher in der jetzigen Situation alles andere als einfach), dann hebt das sein Selbstwertgefühl. Damit wird er automatisch selbstsicherer werden und weniger an dir rumsticheln, was wiederum für dein Selbstbewusstsein gut ist!>

identifiziere dich mit dem Täter oder nach welchen Prinzip soll dies einem Kind helfen? Sie soll also ihren Vater Anerkennung entgegen bringen, weil er sie Misshandelt? Was für eine schiefe Perspektive, wenn der Vater wirklich so mit ihr um geht (was ich ehrlich gesagt, aber bezweifle) dann ist es Misshandlung, denn Misshandlungen haben viele Gesichter und könne auch psychisch ausgeübt werden. Hier ist eindeutig die Mutter gefordert, wenn sie nicht eingreift, die Jugendhilfe!

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@Peta67

Sie soll also ihren Vater Anerkennung entgegen bringen, weil er sie Misshandelt?

Ich glaube nicht, dass man von Misshandlung sprechen kann. Die Anerkennung ist selbstverständlich nicht für die Sticheleien gedacht, sondern für die Person des Vaters an sich (mit allen ihren Schwächen - die sind doch letztlich das Problem).

Manchmal will ich ihn einfach nur ignorieren...aber das klappt halt nicht als Familie..

Hier ist doch ganz offensichtlich eine Bindung vorhanden, und auch der Wille sie beizubehalten! Nur deshalb treffen die dauernden Seitenhiebe die Fragestellerin überhaupt so.

Hätte die Fragestellerin die Beziehung zum Vater innerlich schon gekappt würde das ganz anders klingen. Erst recht nach einem akuten Streit. Hier besteht meiner Meinung nach noch Hoffnung! Sie will nicht den Kontakt abbrechen, sie will geliebt sein. Wenn meine Vermutung zutrifft, ist sie in dieser Hinsicht das glatte Spiegelbild ihres Vaters.

Von einer körperlichen Misshandlung zu sprechen wäre wohl auch übertrieben. Dass die psychische Komponente hart ist will ich sicher nicht bestreiten. Aber wenn die Zwillingsschwester(!) scheinbar besser dran ist, dann ist doch der Vater nicht einfach grundsätzlich asozial.

Die menschliche Psyche und insbesondere zwischenmenschliche Dynamiken gleichen mitunter einem reißenden Fluss, mit trügerischen Strudeln, gefährlichen Stromschnellen und scharfkantigen Felsen.

Man meint immer, dass Eltern als Erwachsene doch stark und unfehlbar sein sollten. Die Realität sieht allzu oft ganz anders aus. Aus der Sicht des Kindes haben Erwachsene ein tolles Leben, so ganz ohne Verbote. Wenn man dann selbst in der Situation ist erwachsen zu sein, gar selbst Kinder bekommt, dann spürt man aber vor allem die Last der Verantwortung.

Wie gesagt: Ich kann mich täuschen. Das kann nur die Fragestellerin beurteilen...

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@ArchEnema

Hier ist doch ganz offensichtlich eine Bindung vorhanden, und auch der Wille sie beizubehalten! Nur deshalb treffen die dauernden Seitenhiebe die Fragestellerin überhaupt so.>

Um dir mal ein krasses Beispiel zu geben, auch sexuell Missbrauchte haben eine Bindung zu dem Elternteil welches missbraucht. Deswegen ist das Argument vollkommen daneben.

Von einer körperlichen Misshandlung zu sprechen wäre wohl auch übertrieben. Dass die psychische Komponente hart ist will ich sicher nicht bestreiten. Aber wenn die Zwillingsschwester(!) scheinbar besser dran ist, dann ist doch der Vater nicht einfach grundsätzlich asozial.>

ich habe keineswegs von körperlicher Misshandlung geschrieben, dennoch schireb die Fragestelle von Hämatomen, die von Vater zugefügt wurden, dies stellt eindeutig auch körperliche Misshandlung dar. Es geht nicht darum wer hier besser behandelt wird, sondern das die Fragestellerin ,verlacht, verspottet und gedemütigt wurde und dies nicht etwa von der Schwester, von Mitschülern, was schon schlimm genug wäre, sondern vom eigenen Vater.

http://www.gewalt-gegen-kinder.de/gewalt-gegen-kinder-mainmenu-29/seelische-gewalt-mainmenu-31.html

Unfehlbarkeit ist quatsch, darum geht es hier überhaupt nicht, sondern um eindeutige Grenzüberschreitung!

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@Peta67

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Nur ein Erklärungsversuch meinerseits. Natürlich ist das Verhalten das Vaters total daneben. Aber wen bringt diese Erkenntnis weiter? Ich will ihn auch nicht in Schutz nehmen. Er ist ein armer Wicht. Meiner Ansicht nach liegt bei ihm eine (gar nicht mal seltene) Persönlichkeitsstörung vor, gegen die das Jugendamt herzlich wenig ausrichten kann. Aber bring ihn mal dazu, eine Therapie zu machen. Das ganze Problem liegt doch gerade in der Verdrängung.

Die Erkenntnis, dass die Tochter an den Übergriffen nicht die Schuld trägt, steht am Anfang einer möglichen Lösung. Wenn ich mich nicht irre ist das auch bei sexuellem Missbrauch nicht anders...

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@ArchEnema

Es geht nicht um Erkenntnisse, es geht hier um der Fragestellerin Hilfsangebote aufzuzeigen. Was mit dem Vater los ist, ob eine Störung vorliegt, würde ich mir nicht anmaßen zu behaupten, und schon gar nicht via Internet eine Persönlichkeitsstörung diagnostizieren. Weil du damit erst einmal, von dem Thema ablenkst, es geht hier um die Fragestellerin, demnach um das Opfer, nicht um den Täter! Das Jugendamt muss wenn es Kenntnis hat, eingreifen, um das Kind vor weiteren Schäden zu schutzen. Wie genau die Lösung aussieht, wäre dann Sache des Jugendamtes oder einer anderer Intuitionen. Und ich möchte dich hier auch nicht angreifen oder dergleichen, nur werde ich etwas Ungehalten, wenn so etwas verharmlost wird, und das Augenmerk mehr auf den Täter gerichtet ist, als auf das Opfer! Mir geht es auch nicht um eine Diffamierung eines Elternteils, schließlich kenne ich nur die Seite der Fragestellerin. Und grundsätzlich bin ich hier skeptisch auf den Wahrheitsgehalt der Schilderung, dennoch können eventuell andere die ähnlich Situationen erleben davon profitieren.

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  1. sry :( 2.er hasst dich bestimmt net! ich meine er ist dein vater er hat dich bestimmt lieb!
  2. vllt. hat er momentan viel stress bei dder arbeit etc. und wenn du grade im übern weg läufst lässt er die wut an dir aus :(

jain, ist es net normal dass man sich so gestört benimmt aber es läuft bestimmt häufiger so in den familien

is net schlimm mit den rechtschreibfehlern sind doch kaum welche drin ;D :*

rede am besten mit deinen großeltern die verstehen das! und lenk dich bei deinen freundinnen ab ;) :*

Du hast mich zum lächeln gebracht <3. Danke, für deine Antwort. Ich werde versuchen mit mit Freunden abzulenken. (:

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Das Verhalten deines Vaters hat einen tieferen Sinn.

Deine Familie hat dich als "schwarzes Schaf" ausgewählt, ohne dass es einen Grund dafür gibt. Du kannst nichts dafür. Ein schwarzes Schaf hat die Aufgabe, den Druck , der in der Familie entsteht abzubauen. Es wird gemobbt, wo es nur geht.

Dadurch, dass du "die Blöde" bist, können sich die anderen Familienmitglieder gut fühlen. Das ist ein krankes System. Und du kommst da nicht alleine raus.

Geh mal in Bücherei und leihe dir Bücher zum Thema Familiensysteme oder Familientherapie aus. Da werden viele solcher Fälle geschildert.

Ich kann dir nur raten, schnell auszuziehen und dir innerlich immer wieder zu sagen, dass deine Familie ein Problem hat. Nicht du!

Ergänzend zu den Antworten, die Du schon bekommen hast: Google mit

nummer gegen kummer

Anonym mit anderen über den Kummer zu sprechen, kann sehr entlastend sein. Bitte unterschätze das nicht.

Indem Du so Ballast von Deiner Seele abwirfst, wirst Du innerlich stärker.

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Und lies hier meine umfangreiche Antwort an Tessa145 und die Kommentare direkt darunter:

http://www.gutefrage.net/frage/eingeigelt-

Mach den Test, von dem ich da schreibe, und schau mal, was Du damit anfangen magst. - (Ein dort reingegebener Link funktioniert nicht mehr, weiter unten habe ich den nun gültigen reingesetzt.)

Und google mit

morgenseiten

und lies die Infos. - Du siehst dann, Julia Cameron hat darüber in ihrem Buch "Von der Kunst des Schreibens" berichtet.

Du schreibst dann einfach die Gedanken, die Dir so kommen. Dabei achtest Du auf keine Rechtschreibung. Und wenn Dir nichts einfällt zum Schreiben, dann schreibst Du das, so zum Beispiel:

  • "nun sitze ich hier und schreibe und will doch hab ich eigentlich daran gedacht dass ich nachher nein nein, ich will doch eigentlich - ob das schreiben wirklich was taugt, naja egal schreib ich mal, warum ist er nur so oder ob ich, nachher will ich unbedingt ins cafe mit freundin oder ohne ach nein ich glaube ich gehe hin und träume ein bißchen ..."

Das ist eine sehr entlastende und reinigende Methode - und dann ist sie auch noch so einfach. - Ich hab eine längere Zeit diese "Morgenseiten" geschrieben. (Ich als Nachteule nicht morgens, sondern irgendwann am Tag - und immer wenn mir danach war.)

Ich fing damit an, weil ich so ein kleines Lebensforscherlein bin und sehen wollte, ob das was taugt. Und dann war ich doch ziemlich schnell überrascht, wie gut das tut. Diese Morgenseiten schrieb ich mehrere Wochen täglich - mal zu Hause, mal im Cafe bei einem Kaffee ... Und inzwischen krieg ich gelegentlich Sehnsucht nach diesem Morgenseiten-Schreiben, die ich dann meist ein paar Tage schreibe. Tut mir jedesmal gut und verhilft mir zu innerem Frieden und vermehrter Klarheit.

Ganz wichtig:

Lass niemand die von Dir geschriebenen Seiten lesen. Du musst sie auch gar nicht aufbewahren. Vielleicht möchtest Du das geschriebene hinterher einmal oder paarmal durchlesen und dann in kleine Schnipsel zerreißen. - Durch das Schreiben lösen sich innere Blockaden, und darauf kommt es ja an.

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Es gibt auch ein sehr schönes Buch von Shakti Gawain mit dem Titel Stell Dir vor. Mir hat es vor vielen Jahren geholfen, aus ständig kreisenden negativen Gedanken und Gefühlen herauszukommen. Shakti beschreibt, wie die Wiederholung positiver Sätze (= Affirmationen) hilfreich ist. Und die vielen Beispiele, die sie dafür gibt, sind angenehm kurz wie Werbespots.

Ich merkte, dass viele dieser Beispiele auf mein Leben zutrafen. Und so suchte ich mir erstmal drei solche Sätze aus und schrieb die auf kleine Zettel. Die steckte ich in meine Taschen (Jacke, Hose ...). Weil ich dazu neige, meine Hände in die Taschen zu stecken, berührte ich dann einen der kleinen Zettel, holte ihn hervor, wiederholte mehrmals den Satz - unterwegs natürlich stumm - (das machte echt Spaß) und legte den Zettel zurück in die Tasche.

Hier

http://www.amazon.de/b%C3%BCcher/dp/3499180936

kannst Du Kundenrezensionen lesen (neben den gelben Sternen) - anderen hat Shakti so auch geholfen.

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Dein Vater hat ernsthafte Probleme, das mein ich wirklich... sowas macht man nicht, ich würde es vllt. deinen Lehrern erzählen, denn die sind ja auch in gewissem Maße erziehungsberechtigt ;)

Meine Lehrer würde es meiner Mutter erzählen,da sie sie gut kennen. Und sie würde es für albern halten.

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@Applepiee

Du benutzt hier mehrmals das Konjunktiv; Werde aktiv und gehe eben die Risiken ein, so etwas darf nunmal nicht weiter so bleiben!

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deinen Lehrern erzählen, denn die sind ja auch in gewissem Maße erziehungsberechtigt ;)>

Du meinst Lehrer? da irrst du dich, sie tragen eine gewisse Verantwortung, wenn sie von bestimmten Situationen Kenntnis haben, aber diese Verantwortung trägt gewisse Maßen, jeder Erwachsener der von Misshandlungen Minderjähriger weiß.

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@Peta67

ich wollte damit eigentlich nur sagen das Lehrer in diesen Fällen helfen können, genauer weiß ich es ja auch nicht :P

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Wende dich ans Jugendamt. Gleich nachdem du aus Berlin kommst, viel Spaß dort.

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