Mein Vater macht ständig Anspielungen darauf, das er mit mir sex will...

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17 Antworten

An deiner Stelle würde ich mich erst einmal anonym an eine Beratungsstelle wenden. Zum Glück gibt es das ja heute! Ich selbst war als Kind und Jugendliche (genau wie meine beiden Schwestern) auch sexuellen Nachstellungen seitens meines Vaters ausgesetzt. Zwar kam es (zumindest bei mir) nicht zum Äußersten, aber sein ständiges Spannen hat mich sehr belastet. Zum Glück konnten wir wenigstens mit meiner Mutter offen darüber sprechen, die ihn dann auch zur Rede stellte. Er stritt es selbstverständlich ab und rastete immer total aus. Als Teenager warf ich mal eine Seife nach ihm, als er wieder unter einem fadenscheinigen Grund und ohne Anzuklopfen mein Zimmer betrat, als ich mich gerade wusch. (Ich hatte ein Waschbecken im Zimmer) Er versuchte immer zu verhindern, dass unsere Zimmer, Toilette und Badezimmer von Innen abschließbar waren. Kaum hatte meine Mutter ein Schloss angebracht, verschwand der Schlüssel, war das Schloss "merkwürdigerweise" kaputt oder erfand er irgendeinen fadenscheinigen Grund, warum es angeblich "gefährlich" sei, von Innen abzuschließen (Wir könnten ja ohnmächtig werden etc.) Selbst als Grundschüler bespannte er uns schon. Beim morgendlichen Anziehen riss er immer urplötzlich die Wohnzimmertür auf und versuchte, einen Blick auf unsere Geschlechtsteile zu erhaschen. Wir versuchten immer, blitzschnell die Unterhosen anzuziehen, bevor er wieder den Raum betrat. Unsere Scham und seine Macht schienen ihn zu erregen. Er hatte dann immer ein hochrotes Gesicht und einen ekelhaft geilen Blick. Noch heute gruseln mich diese Erinnerungen und lösen einen furchtbaren Ekel aus. Auch meine Schwestern schließen noch heute ihre Badezimmer zwanghaft ab, selbst wenn sie ganz allein zu Hause sind. Das schlimmste ist dieser Zwiespalt, weil ein Kind seinen Vater eben trotzdem liebt, obwohl er so gestört ist. Mich lässt das bis heute nicht los. In der ehemaligen DDR und auf dem platten Lande gab es damals keinerlei Hilfsangebote, an die man sich als betroffenes Kind oder Jugendliche hätte vertrauensvoll wenden können. Zudem wurde sexueller Missbrauch nirgendwo thematisiert und somit auch in seinen Auswirkungen auf die Opfer überhaupt nicht wahrgenommen. Meine Mutter schwieg zwar nicht und verhinderte so wahrscheinlich auch schlimmeres, nach außen wurde aber zwanghaft die Fassade aufrechterhalten. Unser Prestige im Ort, ihre Stellung als Lehrer(!) und das Bild einer scheinbar erfolgreichen Familie (Wir hatten alle überdurchschnittliche schulische Leistungen) war ihr am Ende doch wichtiger als die psychische Gesundheit ihrer Kinder. Zum Glück ist heute vieles anders geworden, weil das Thema inzwischen in einer breiten Öffentlichkeit diskutiert wird. Wenn es aber jemanden persönlich betrifft, steht der immer noch vor ähnlichen Problemen: die Schwierigkeit, zu begreifen, dass der EIGENE VATER nicht als Beschützer, Vertrauensperson und liebender Vater fungiert, sondern als latente sexuelle Bedrohung. Wie soll das die Psyche eines Kindes / Jugendlichen schadlos überstehen? Niemand möchte seinen Vater so sehen. Am liebsten möchte man es verdrängen, wegschieben oder ignorieren. Es tut mir schrecklich Leid für dich, dass du so etwas erleben musst. Ich weiß, wie schmerzhaft und verstörend das ist. Aber ich freue mich sehr, dass du hier im Forum offen darüber berichtest und dir aktiv Rat und Hilfe suchst. Damit zeigst du, dass du die Schuld nicht bei dir suchst und auch nicht an deiner Wahrnehmung zweifelst, wie es viele Missbrauchsopfer leider tun. (Für mich fängt sexueller Missbrauch nicht erst bei körperlichen Übergriffen an. Die Grenze ist fließend.) Das ist eine gesunde Einstellung. Dir etwas konkretes zu raten, ist sehr schwer. Auf jeden Fall solltest du es aber nicht mit dir alleine ausmachen. Vertrau dich deiner Mutter, deinen Geschwistern (falls vorhanden?), deiner besten Freundin an. Wende dich an eine Beratungsstelle. Sprich deinen Vater direkt und vor Zeugen darauf an (Ist er gewalttätig? Hast du Angst vor ihm?) Der beste Schutz für dich vor weiteren Grenzüberschreitungen ist, das Thema aus der Tabuzone zu holen, ihn und die womöglich schweigenden Mitwisser mit der Wahrheit zu konfrontieren. Ich denke mal, dass er (womöglich traurigerweise auch deine Mutter?) sein Verhalten herunterspielen und bagatellisieren wollen. Lass dir aber nicht einreden, dass das "norma"l ist! Ist es nicht. Sag deinem Vater ganz deutlich, dass du von ihm nicht als sexuelles Objekt gesehen werden willst, dass du seine Tochter bist und auch so behandelt werden willst. Verbitte dir jegliche Anzüglichkeiten, sage ihm, er soll anklopfen, wenn er dein Zimmer betritt. Ich weiß, das ist sehr schwer. Aber glaube mir, die Auswirkungen solcher Erfahrungen auf dein späteres Leben können verheerend sein. Wenn du es jetzt schaffst, nicht in die hilflose Opferrolle zu gleiten sondern dich aktiv wehrst (in dem Maße, wie es dir eben möglich ist.), setzt das ganz andere Weichen für dein späteres Leben. Von Herzen alles Liebe für dich!

sprich deine mutter darauf an und ggf. einen anwalt dazu der euch evtl. einen ratschlag gibt wie ihr weiter vorgehen sollt und dann so zum jugendamt

Ob, er wirklich Sex mit Dir will, wer weiss das? Wie man so sagt Hunde die bellen beissen nicht. Doch selbst, wenn er es nicht will, so erotische Anspielungen sind nicht gut in Vater Tochter Beziehung besonders in Deinen jungen Alter. Was will er denn sagen, wenn Du schon gute weibliche Formen zeigst, besser Du bremst ihn so bald wie möglich. Trotz der Anspielungen schätze ich, dass er es nicht wirklich will, schliesslich bist Du erst 12 Jahre. Dennoch empfehle ich Dir, wenn er betrunken ist immer, das Zimmer abzuschliessen. Rede mit Deiner Mutter, und wenn Du Mut hast sag ihn ein klares Wort. http://forum.gofeminin.de/forum/f554/__f476_f554-Madchen-vom-Vater-sex-missbraucht-jetzt-gestort-Ratschlage.html

Hast du schon mal mit deiner Mutter darüber gesprochen? Wenn nicht, dann solltest du das unbedingt tun!

Was kann ich dagegen tun?

MP3-Player/Handy an "gefährlichen Zeitpunkten" auf Aufnahme schalten, und ihm die Aufnahme dann vorspielen (nachdem sie anderweitig gesichert wurde) und ihm klar machen, dass Du das nicht möchtest, und wenn er das nicht kapiert, ihm andere Leute mal klar machen, was er da für strafbaren Mist verzapft.

Mögliche Anlaufstellen sind dann TelefonSeelsorge (kostenlos und anonym per Telefon) / örtliches Hilfsangebot für Frauen und Kinder, Mutter (Großeltern etc.), Jugendamt oder Polizei (in der Reihenfolge an Reaktion von niedriger Stufe bis Keule).

Du solltest nicht mehr länger abwarten - geh zum Jugendamt, aber wirklich schnell, bevor noch was passiert. Du solltest damit rechnen, dass Deine Mutter Dir nicht glauben wird - so ergeht es leider vielen missbrauchten Kindern. Andererseits ist es natürlich auch schwierig, Beweise zu sammeln dafür. Aber beim Jugendwamt wird man Dir sicher weiterhelfen.

Und mach Dir keine Vorwürfe, wenn es kein normales Verhältnis mehr zu Deinem Vater gibt, sondern ihm!

Mit deiner Mutter drüber sprechen und euch dann gemeinsam mit dem Vater zusammen setzen und ein Gespräch führen... wenn das nix bringt zum Jugendamt gehen, bevor wirklich was passiert

Gehe zum Jugendamt, die wissen vielleicht Rat.

sag ihm das er das lassen soll, rede mit deiner Mutter oder such dir jemanden mit dem du darüber reden kannst, oder vielleicht Jugendamt.... du packst das!:D

Du musst unbedingt mit jemandem darüber sprechen. Am besten zunächst mit einer neutralen Vertrauensperson (Lehrer, Verwandte, Eltern von Freunden,...). Dann könnt ihr ggf. weitere Schritte einleiten. Alleine ist das sicher schwierig für dich.

Gefährliche aber keine hoffnungsloe Situation: Jugendamt fällt mir dabei sofort ein.

Handeln ist ohne wenn und aber von Nöten, Arkfun!

Meine besten Hoffnungen und Zufersicht für Dich, herzlich- derErwachte

Sprich mit Deiner Mutter darüber und wendet Euch ans Jugendamt.

Jugendamt. Vielleicht solltest Du aber erst einmal mit Deinem Vater darüber sprechen. Vielleicht mag er einfach nur perverse Scherze...

versuche ich mir immer einzureden, allerdings bleibt er immer ernst dabei

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@Arkfun

Na dann musst Du allen Mut zusammennehmen und zum Jugendamt gehen. Ach, was sagt eigentlich deine Mutter dazu?

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@Arkfun

Dann würde ich alles daran setzen, dass sie es erfährt..!?

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wende dich an dass jugendamt,oder deiner Mutter.

Wenn das stimmt, was du da sagst, bist du hier falsch...... Such ernsthaft einen Psychologen auf, sprich mit deiner Mutter/ anderen Vertrauenspersonen darüber

hast du schonmal mit deiner Mutter gesprochen?

nein, ich trau mich nicht, weil ich nicht möchte das sie sich streiten...

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@Arkfun

Wenn du möchtest, dass sich was ändert... dann musst du reden....

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