Mein Vater ist vor einem Monat gestorben und nun gehts ums erben. Wem steht was zu?

6 Antworten

Im Testament steht, welches mein Vater ca. 1 Jahr vor seinem Tod
geschrieben hat, dass meine Mutter als Alleinerbin eingesetzt werden
soll.

Sofern das Testament nicht aufgehoben wurde und kein Neues Testament gemacht wurde, wäre Ihre Mutter somit Alleinerbin.

Als Kinder Ihres Vaters haben sie jeweils einen Pflichtteilanspruch. Der Pflichtteilanspruch beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils in Geld. Bei der Berechnung des Nettonachlasswertes werden Verbindlichkeiten und Beerdigungskosten vom der Habenseite abgezogen.

Sofern eine Ehe bestand beträgt der Erbteil der Mutter 1/4 + 1/4 Zugewinnausgleich, der Erbteil jedes der beiden Kinder ebenfalls 1/4 der Pflichtteil somit jeweils 1/8.

Mein Vater hat uns ein Haus hinterlassen mi 95 T eur Schulden. Insg. müssen wir für 160 T Eur Schulden meines Vaters haften.

Da die Mutter Alleinerbin ist, haftet sie auch allein für die Nachlassverbindlichkeiten. Die Pflichtteilsberechtigen sind nicht haftbar, da sie keine Erben sind. Der Pflichtteil reduziert sich dadurch natürlich entsprechend.

Wichtig ist, das wenn die Mutter das Erbe wegen der Schulden ausschlägt, werden sie eventuell Erbe und müssen dann überlegen ob sie nicht aus innerhalb der 6 Wochenfrist ausschlagen.

Gesetzliche Erben sind deine Mutter, dein Halbbruder und du. Und zwar deine Mutter zur Hälfte, sofern sie im gesetzlichen Güterstand verheiratet waren (kein abweichender Ehevertrag) und du und dein Bruder je 1/4. Da jedoch ein Testament vorliegt, sollte dieses zunächst auf Form und Inhalt überprüft werden. Ergibt sich daraus, dass deine Mutter wirksam zur Alleinerbin eingesetzt wurde, dann könnt ihr Kinder höchstens den Pflichtteilsanspruch in Geld geltend machen. Von deiner Seite aus kommt das wohl nicht in Betracht, aber dein Halbbruder könnte somit 1/8 des Nachlasswertes (Aktiva minus Passiva) in Geld verlangen. Den Anspruch muss er aber selbstständig gegenüber deiner Mutter geltend machen. Da du die Nachricht über die Testamentseröffnung von einem Notar erhalten hast, wohnst du vermutlich in Baden-Württemberg, da dort die staatlichen Notariate zum Teil noch die Aufgaben des Nachlassgerichtes wahrnehmen. Mit dem Eröffnungsprotokoll nebst Testament kann deine Mutter die Berichtigung des Grundbuches beantragen, sofern das Testament ein öffentliches (z.B. notariell beurkundet) ist. Das ist innerhalb von zwei Jahren seit dem Erbfall kostenfrei.

Vielen Dank für deine Antwort! :) Ja, ich bin aus BaWü ^^

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Nach der gesetzl. Erbfolge beerben deinen Vater seine Ehefrau zu 1/4 plus gleichhohen pauschalierten Zugewinn, mithin zu 1/2 und seine Kinder die andere Hälfte anteilig, mithin 1/4 für deinen Halbbruder und dich.

Mit gewillkürter Erbfolge durch Testament erbt deine Mutter dementgegenstehend alles, wobei euch Kindern der zu eurem Erbe hälftige Pflichtteilsanspruch in Geld von dem zusteht, was eurer Vater als Reinnachlass hinterliess, sofern man den innerhalb von 3 Jahren gegen die Erbin ausdrücklich fordern würde, also 1/8.

Reinnachlass meint sein Vermögen abzügl. seiner Beerdigungskosten und seiner (auch gemeinsamen) Schulden.

G imager761

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