Mein Vater ist tot wie soll ich damit umgehen?

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10 Antworten

Hallo

Mein allerherzlichstes Beileid. Ich wünsche dir viel kraft in dieser schweren Zeit. 

Es ist vollkommen in Ordnung das in dir alles aufgewühlt und durcheinander ist. Lass es zu. Dein Körper,  deine Seele und dein verstand zeigen dir schon was sie wollen. Und komm jetzt bloß nicht mit Vernunft - das wäre unvernünftig :-) (außer wenn du deine Reise planen willst etc.)

Gib dir selbst die Zeit "durcheinander" sein zu dürfen. Weine,  schreie, box auf dein Sofa ein wenn die danach ist. 

Mein Vater ist vor einem knappen Jahr verstorben. Und manchmal,  wenn ich an ihn denke, trauer ich immer noch. Und ich hatte das gute,  das ich am sterbe Bett bei ihm sein konnte in der Klinik. Das ist ein sehr großer trost und etwas gewaltiges für mich. Du konntest ihm entfernungstechnisch nicht nahe sein, aber wenn ihr einen so Guten Kontakt hattet ... Dann wird auch für ihn diese Entfernung auf einen Abstand von Herz zu Herz geschrumpft sein.

Ich wünsche dir starke Hände,  die dich in dieser Zeit tragen. Und trauere! Ignoriere es nicht. 

Beste grüße

Tobias

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Ich kann dich gut verstehen und nachempfinden, was du fühlst. Als ich nach dem Tod meines Vaters auch noch meine Mutter verlor, so fühlte ich mich so alleine und leer und es hat einige Zeit gedauert, ehe ich mich wieder gefangen hatte. Nun bin ich in der Lage, mich selbst zu heilen, Kummer und Schmerz selbst zu verarbeiten, andere kommen nicht an mich heran.

Vielleicht hilft dir dieser Link, wo du dir dein Leid von der Seele schreiben kannst. Ich kenne diese Seite nicht, aber ein Versuch wäre es wert.

http://goo.gl/ETMrh4

Ich wünsche dir alles, alles Gute!

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Zuerst spreche ich Dir mein herzliches Mitgefühl aus! Ich ahne bzw. weiß, wie Du Dich fühlst - ganz allein, vielleicht mit schlechtem Gewissen,
Du wolltest noch vieles besprechen.. 

Vielleicht tröstet Dich etwas, das mir auch geholfen hat.  Mach Dir dies bewusst: der Mensch besteht aus einem physischen Körper - der ist irgendwann mal am Ende, das muss so sein, wir kennen den Zeitpunkt nicht. Aber er hat AUCH eine Seele, ein Wesen - und das LEBT immer weiter in Dir, wenn Du daran denkst und darüber sprichst. Dein Vater ist nicht mehr bei Dir bzw. auf dieser Erde - aber er wird nie wirklich gegangen sein. Es ist, wie wenn er auf einer anderen Ebene, wie  hinter einem Vorhang ist.

Physikalisch ausgedrückt: es ist wie bei dem Energieerhaltungsgesetz: eine Energiemenge, die einmal in die Welt gesetzt wurde, geht nicht verloren. Sie existiert. So einfach ist das. Du kannst jederzeit mit Deinem Vater reden und ihn um Antworten bitten, wenn es die Situation erfordert - und er kann Dir antworten: Du spürst es, bekommst eine Idee oder Eingebung, wirst morgens wach und plötzlich ist die Antwort einfach da. Und das beste: Du musst Dich nie allein fühlen!

Ich wünsche Dir, dass Dir meine eigene Erfahrung helfen kann.

Alles Liebe und Gute!

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Sowas ist immer hart.

Ich kannte meinen vater lange garnicht. Hab ihn quasi erst richtig kennengelernt als er schon im krankenhaus lag.

Als er starb ging es mir wie dir. Ich war ansich erstmal nicht traurig sonder irgendwie "leer". Nach ca 3 monaten ist es dann irgendwann passiert das ich regelrecht zusammengebrochen bin und getrauert hab. Aber auch das übersteht man wohl oder übel.

LEIDER ist das leben so. Wir können immer nur versuchen nach solchen schicksalsschlägen wieder aufzustehen und gerade auch damit den verstorbenen zeigen das wir NICHT aufgeben.

Ich denke bei mir würde das meinen vater stolz machen da er damals wirklich aufgab. Schätze seinen sohn weiter kämpfen zu sehen wäre definitiv ein grund stolz zu sein.

Also zumindest rede ich mir das gerne ein.

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Hy. Mein herzliches Beileid.

Mein Vater ist letzten Donnerstag auch an einem Herzinfarkt gestorben, allerdings lag er davor 8 tage im künstlichen Koma und musste kämpfen. Leider haben nach und nach die Organe versagt. Er wurde 75.
Ich bin auch total durcheinander und mittlerweile nur noch am weinen.
Auch wenn es hart klingt, das Leben geht weiter und du musst jetzt stark sein für deine Mutter z.B. falls du bei ihr lebst oder noch Kontakt hast weiss ich ja nicht. Ich kann voll und ganz nachvollziehen wie du dich fühlst. Ich denke es wird eine weile dauern bis man es verarbeitet hat aber akzeptieren werde ich es glaube ich nie.

Ich wünsche dir alles Gute

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Kommentar von NorwinSchneider
01.02.2016, 10:07

Danke dir. Aber meine Mutter ist nicht mehr am Leben und somit habe ich nur noch meinen Onkel mit dem ich aber keinen Kontakt habe.

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Kommentar von JamainMiller
01.02.2016, 10:11

Ogott tut mir leid.

Aber wiegesagt, sei stark. Klingt vielleicht blöd aber jetzt musst du an dich denken das es dir im Leben weiterhin gut geht und das Beste draus machst.
Bei mir ist es ja jetzt erst 4 Tage her und ich fühl mich immer noch sehr leer innerlich. Habe meine Mutter noch und das baut mich etwas auf. Ich will jetzt nur für sie stark sein.

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Kommentar von JamainMiller
01.02.2016, 10:20

Danke dir💪🏻

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Ich kann Dir schreiben wie es mir damit gegangen ist:

Für mich war damals der Schmerz viel zu groß als dass ich Trauer hätte leben können. Die einzige Person die es gesehen hat war meine Vertrauenslehrerin. Mit ihr habe ich dann manches Gespräch führen können. 

Ansonsten habe ich geschrieben Was mir in den Sinn kam. Und gemalt. Hat mir gut getan.

Tatsächlich getrauert habe ich viele Jahre später. Da konnte ich dann auf manches Jahr zurück schauen in dem ich meinem Vater Ehre gemacht habe. Denn von meinem Vater habe ich gelernt:

Wenn ein Mensch stirbt dann stirbt sein Körper. Sein Wesen lebt in den Herzen jener Menschen weiter die ihm Platz einräumen. Sein Wesen lebt aber noch viel mehr in den Taten weiter die im Sinne des Verstorbenen sind. Heute kann ich feststellen: Ich habe ihm alle Ehre gemacht mit meiner Lebensführung. Das bestreitet kein Mensch der ihn kannte. Also lebt er durch mich weiter. 

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Kommentar von NorwinSchneider
03.02.2016, 08:51

Genau das kann ich nämlich noch nicht von mir sagen.

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Das wird dauern. Lasse die ersten Reaktionen so kommen wie sie kommen. Es gehört dazu zu trauern und zu verzweifeln.

Am besten mit Freunden oder anderen Verwandten reden zu den du vertrauen hast nicht mit dem Internet.

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Die richtige Trauerphase wird noch anstehen. Du bist jetzt noch in einer Phase wo du den Tod nicht realisieren kannst. Aber es kommt die Zeit, wo du es immer mehr und mehr verarbeiten kannst.

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Mein Vater ist im Juli gestorben, mein Beileid. Wie wäre es wenn du mit deinen Verwandten über deine Trauer redest.

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Kommentar von NorwinSchneider
01.02.2016, 12:15

Habe nur noch einen Onkel mit dem ich mich aber ganz und gar nicht verstehe. 

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Mein herzliches Beileid!

Bitte halte dir immer vor Augen, dass Trauer vorbeigeht. Die ersten Wochen sind mit Abstand die schlimmsten, danach geht es steil bergauf.

Ich selbst habe meinen Vater vor 5 Jahren verloren und bin unlängst drüber hinweg. Wenn du weinen willst, dann weine: lass es heraus, es befreit ungemein!

Alles Gute!

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